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Die Bestandteile der Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben

Title: Die Bestandteile der Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben

Term Paper , 2008 , 12 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Manfred Lotz (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

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Summary Excerpt Details

Darstellung des Themas
Nur wenige Geisteswissenschaftler genießen ein Ansehen in der Bevölkerung, das dem Schweitzers
nahe kommt.1 Der Urwaldarzt aus Passion gilt als einer der angesehensten Denker des zwanzigsten
Jahrhunderts. In der Fachwelt hingegen stößt das Werk des „Außenseiters“2 auf Widerspruch3,
Widerwillen und Unverständnis. Seine Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben steht im Zentrum seiner
Philosophie. Er stützt seine Ethik auf Kant in der Methodik4, Schopenhauer in weiten Teilen der
Terminologie5 und die Mystik6 in Bezug auf das Denken.7 Mit Schopenhauer einhergehend bezieht er
sich häufig auf die asiatische Philosophie und besonders auf das buddhistische Gedankengut.8
Bei einer derart vielfältigen Zusammensetzung stellt sich die Frage von selbst, ob das überhaupt
zusammenpassen kann ohne, dass Schweitzer sich unrettbar in Widersprüche verstrickt?
1 Vgl. Chattopadhyaya, 1966 S.50. Diesen Aufsatz habe ich als Beleg dafür herangezogen, dass Schweitzers auch in
Indien bekannt ist.
2 Vgl. Günzler, 1996, S. 2. Die Bezeichnung „Außenseiter“ passt wirklich besser zu einem selbsternannten
„Philosophen“, als zu einem Doktor der Philosophie. Seine Dissertation handelt von Kants Religionsphilosophie
(siehe unten).
3 Vgl. J.C.
Wolf.
4 Vgl. Günzler, 1996 S. 59.
5 So zum Beispiel auf den Ausdruck „Wille zum Leben“.
6 Ob diese mittelalterlich oder fernöstlich ist, sei dahingestellt.
7 Vgl. Werner, 1990.
8 Vgl. Meyer, 1994.
Auf diese Frage soll diese Hausarbeit eine Antwort geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Darstellung des Themas

Der kantische Anspruch

Schopenhauer

Wie wirkt sich der Wille zum Leben auf die Welt- und Lebensanschauung aus?

Der Wille zum Leben bei Schweitzer

Die Selbstentzweiung des Willens zum Leben

Die „indischen Denker“

Die mittelalterliche Mystik

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Konsistenz von Albert Schweitzers „Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben“. Ziel ist es zu analysieren, ob Schweitzer durch die Zusammenführung verschiedener philosophischer Ansätze – insbesondere Kant, Schopenhauer sowie östlicher und mystischer Denkweisen – in unlösbare Widersprüche gerät.

  • Analyse des Einflusses von Kants Methodik auf Schweitzers Ethik
  • Untersuchung der Rezeption von Schopenhauers „Wille zum Leben“
  • Reflexion über die Rolle von Welt- und Lebensbejahung gegenüber Lebensverneinung
  • Diskussion der „Selbstentzweiung des Willens zum Leben“ als ethisches Dilemma
  • Bewertung der Anwendbarkeit und Widerspruchsfreiheit des Gesamtkonzepts

Auszug aus dem Buch

Die Selbstentzweiung des Willens zum Leben

Damit ist das Problem gemeint, das auftritt, wenn ein „Wille zum Leben“ in Konkurrenz zu einem anderen „Willen zum Leben“ steht. Wenn entschieden werden muss welches Leben geschädigt werden soll, damit das andere schadenfrei bleibt, entzweit sich der Wille zum Leben. Die Entzweiung ist das wohl natürlichste auf der Welt: Wenn eine Schnecke sich über einen Salat hermacht, eine Ameise beim Joggen durch den Wald zerquetscht wird oder ein Gepard eine Gazelle reißt. Immer steht ein Interesse gegen das andere: Der Hunger der Schnecke gegen das Leben des Salatkopfes, die Gesundheit des Joggers gegen das Leben der Ameise oder das Leben des Geparden gegen das der Gazelle. Diese Abläufe sind beeinflußbar. Doch nicht jedes Wesen hat die Möglichkeit einen ethisch motivierten Einfluß auf das natürliche Geschen auszuwirken. Diese Fähigket kommt nur dem mystisch denkenden Menschen zu.

Man kann keine „richtige“ Entscheidung fällen, weil immer eines der beteiligten Leben geschädigt wird. So wird der Mensch, der diese Ethik befolgt ewig schuldig bleiben, egal was er tut. Und er muß auch immer weiter seine Schuld durch Hingabe an anderes Leben versuchen auszugleichen. Was man leisten kann und soll ist eine Entscheidung zu fällen, die einer Wahrhaftigkeit gegen sich selbst entspringt und als das „denknotwendige Irrationale“ übrig bleibt. Man soll über seine Entscheidung nachdenken. Und zwar jedes mal, wenn man handelt. Denn jede Handlung gefährdet, schädigt oder tötet Leben und wirkt damit auf den Willen zum Leben in anderen betroffenen Wesen. Man soll auch nicht, wenn man einmal das Huhn vor der Schlange gerettet hat die Regel aufstellen, dass das immer richtig ist, sondern jedes mal aufs neue darüber nachdenken, ob man damit das Bestmögliche macht.

Zusammenfassung der Kapitel

Darstellung des Themas: Einleitung in Schweitzers Philosophie der Ehrfurcht vor dem Leben und deren Einordnung in den Kontext von Kant, Schopenhauer und asiatischem Gedankengut.

Der kantische Anspruch: Analyse der methodischen Anleihen bei Kant und Schweitzers Versuch, dessen Weltanschauung um praktische, ethische Ziele zu erweitern.

Schopenhauer: Untersuchung der kritischen Rezeption von Schopenhauers Philosophie und der Übernahme des „Willens zum Leben“ für Schweitzers ethisches System.

Wie wirkt sich der Wille zum Leben auf die Welt- und Lebensanschauung aus?: Analyse der Auswirkungen der Akzeptanz des Lebenswillens auf das Verständnis von Welt- und Lebensverneinung.

Der Wille zum Leben bei Schweitzer: Erläuterung, wie Schweitzer das Konzept des Lebenswillens im Gegensatz zu Schopenhauer zur Konstruktion einer lebensbejahenden Ethik nutzt.

Die Selbstentzweiung des Willens zum Leben: Diskussion des zentralen Dilemmas, das entsteht, wenn verschiedene Lebensinteressen miteinander kollidieren.

Die „indischen Denker“: Betrachtung der Analogien zwischen Schweitzers Ethik und indischen Philosophien, speziell des Ahimsa-Gebots.

Die mittelalterliche Mystik: Untersuchung der Beziehung zwischen Schweitzers Denken und der mittelalterlichen Mystik, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen Passivität und aktivem Handeln.

Resümee: Zusammenfassende Bewertung, dass die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben trotz innerer Spannungen ein in sich schlüssiges und haltbares Gesamtkonzept darstellt.

Schlüsselwörter

Albert Schweitzer, Ehrfurcht vor dem Leben, Ethik, Wille zum Leben, Arthur Schopenhauer, Immanuel Kant, Weltbejahung, Lebensverneinung, Selbstentzweiung, Ahimsa, Mystik, Wahrhaftigkeit, Moralprinzip, Philosophie, Handlungsabwägung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Konsistenz der „Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben“ von Albert Schweitzer und analysiert, wie er verschiedene Denktraditionen vereint.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Ethik und Weltanschauung, die kritische Auseinandersetzung mit Kant und Schopenhauer sowie die Rolle der Mystik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob Schweitzers Ethik durch die Kombination unterschiedlicher philosophischer Quellen in unlösbare Widersprüche gerät.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine philosophische Textanalyse durch, indem er zentrale Begriffe Schweitzers mit den Originalschriften Kants und Schopenhauers vergleicht und kritisch einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entlehnung methodischer Elemente bei Kant, die Nutzung von Schopenhauers „Wille zum Leben“ und die Abgrenzung zu asketischen Weltanschauungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Ehrfurcht vor dem Leben“, „Wille zum Leben“, „Lebensbejahung“ und die „Selbstentzweiung“ definiert.

Warum spielt der Begriff der Selbstentzweiung eine so wichtige Rolle für Schweitzer?

Die Selbstentzweiung beschreibt das notwendige ethische Dilemma, dass jeder Mensch im Alltag wählen muss, welches Leben er schädigt, wenn verschiedene Lebensinteressen kollidieren.

Ist Schweitzers Ethik laut Autor widerspruchsfrei?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Ethik zwar unter Spannungen leidet, diese aber die Besonderheit und Dynamik des Systems ausmachen, wodurch sie in der Praxis gut haltbar bleibt.

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Details

Title
Die Bestandteile der Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben
College
University of Tubingen  (Institut für Ethik in den Biowissenschaften)
Course
Ethisch-Philosophisches Seminar II (EPG II „Albert Schweitzer: Die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben“)
Grade
1,5
Author
Manfred Lotz (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V158065
ISBN (eBook)
9783640717187
ISBN (Book)
9783640717323
Language
German
Tags
Bestandteile Ethik Ehrfurcht Leben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manfred Lotz (Author), 2008, Die Bestandteile der Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158065
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