Durch die Veränderungen im Jahr 1989 sind unterschiedliche politische Systeme aufeinander getroffen, die man auch versucht hat in Zahlen zu fassen. Diese Arbeit versucht auch durch die politischen Beschaffenheiten von damals, einen Vergleich darzustellen - hier eben zwischen Frauen.
Geprägt durch das politische System wurden andere Rahmenbedingungen geschaffen, die auch andere gesellschaftliche Subsysteme entwickelte.
Inhaltsverzeichnis
1.Vorbemerkung
1.1 Methoden und Begriffsklärung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Vergleich von Frauen aus Ost- und Westdeutschland
2.1 Frauenbilder
2.2 Frauen im Berufsleben
3. Bilanz und Chancen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Stellung der Frau in Ost- und Westdeutschland im Kontext des sozialen Wandels und der Wiedervereinigung, mit besonderem Fokus auf gesellschaftliche Frauenbilder und die Teilhabe am Arbeitsmarkt.
- Analyse sozialistischer Frauenbilder in der DDR gegenüber westdeutschen traditionellen Rollenmodellen.
- Untersuchung des Arbeitsmarktes und der Erwerbstätigkeit von Frauen unter verschiedenen ökonomischen Systemen.
- Evaluation von Bildungsbiografien, Aufstiegschancen und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
- Betrachtung der Auswirkungen des Systemwechsels auf die Lebensrealität ostdeutscher Frauen nach 1990.
- Synthese der Erkenntnisse zu Synergieeffekten und zukünftigen Chancen für Frauen in Deutschland.
Auszug aus dem Buch
1.1. Methoden und Begriffsklärung
Durch den Zusammenschluss zweier zuvor abgegrenzt lebender Bevölkerungsteile fand ein sozialer Wandel statt. Dieser soziale Wandel wird, wie bei Geißler, „mittels des umstrittenen Konzeptes der Modernisierung „1 untersucht. Die Modernisierung wird hierbei in Richtung ihrer Effizienz untersucht, welche sich vor allem im ökonomischen Sinne versteht. Laut dem Autor (s.o.) definiert die Effizienz sich wie folgt: „ die Steigerung ihrer [der Modernisierung] Fähigkeit, ihrer Bedürfnisbefriedigung möglichst vieler Menschen durch ein bestimmtes Arrangement ihrer Wirkungszusammenhänge zu optimieren.“2 Diese sehr ökonomische Beschreibung von Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit zieht nach sich, dass explizit die Gesellschaft im Wirtschaftsprozess dargestellt wird; genauer gesagt auf dem Arbeitsmarkt. Alle den Produktionsfaktor Arbeit tangierenden Variablen werden untersucht und in Beziehung gesetzt. Diese Erkenntnisse werden für die Untersuchung weiblichen Stellung im Berufsleben verwendet und weiter differenziert. Unterlegt wird diese Untersuchung mit Zahlenmaterial aus Tertiärquellen, da die Datenbeschaffung aufgrund ihrer Unvollständigkeit und Sicherheitsbestimmungen erschwert3 wird. Zum Teil wird auch Zahlenmaterial der International Labour Organisation (ILO) verwendet, welches jedoch auch Lücken aufweist (jedoch nur auf Vergleichsbasis). Ebenso wird auch der Sozialreport ’90 zur sozialen Lage der DDR herangezogen, jedoch ist auch hier Vorsicht geboten.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Vorbemerkung: Einführung in die historische Bedeutung der Wiedervereinigung als Zusammenführung zweier unterschiedlicher gesellschaftlicher Systeme.
1.1 Methoden und Begriffsklärung: Darlegung der theoretischen Basis mittels des Modernisierungskonzepts und Erläuterung der verwendeten Datenquellen zur Analyse der weiblichen Arbeitsmarktsituation.
1.2 Aufbau der Arbeit: Beschreibung der strukturellen Vorgehensweise, beginnend bei Motivationen und Vorbildern bis hin zum Vergleich des Arbeitsmarktverhaltens.
2. Vergleich von Frauen aus Ost- und Westdeutschland: Gegenüberstellung der unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Identitäten von Frauen in Ost und West.
2.1 Frauenbilder: Untersuchung des sozialistischen Frauenideals in der DDR im Vergleich zum westdeutschen Rollenverständnis von Mutter und Hausfrau.
2.2 Frauen im Berufsleben: Analyse der Erwerbstätigkeit, der Bildungsabschlüsse und der Doppelbelastung von Frauen in beiden deutschen Staaten.
3. Bilanz und Chancen: Zusammenfassende Betrachtung der Angleichungsprozesse und der verbleibenden Herausforderungen für Frauen nach der Wiedervereinigung.
Schlüsselwörter
Wiedervereinigung, DDR, Bundesrepublik, Frauenbild, Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt, Modernisierung, Sozialer Wandel, Gleichstellung, Doppelbelastung, Familiengesetzbuch, Berufswahl, Bildungsmarkt, Frauenbewegung, Dienstleistungssektor
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der Stellung der Frau zwischen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik Deutschland sowie deren Entwicklung im Kontext der Wiedervereinigung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen Frauenbilder in verschiedenen politischen Systemen, die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt sowie die Auswirkungen der staatlichen Familien- und Sozialpolitik.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Auswirkungen des Systemwechsels und des sozialen Wandels auf die Erwerbssituation und die gesellschaftliche Stellung von Frauen vergleichend darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt das Konzept der Modernisierungsanalyse nach Rainer Geißler, um die Effizienz der Arbeitsprozesse und die ökonomische Rolle der Frau zu bewerten.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Vergleich der Frauenbilder in Ost und West sowie der empirischen Analyse des Frauenanteils in verschiedenen Wirtschaftszweigen anhand von Statistiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Wichtige Begriffe sind Modernisierung, Doppelbelastung, Erwerbstätigkeit, DDR, Gleichstellung und das Rollenverständnis von Frauen im Wandel der Zeit.
Wie unterscheidet sich die Situation von Frauen in der DDR gegenüber der BRD laut der Arbeit?
In der DDR war die Frau als Wirtschaftsindividuum in das Arbeitssystem integriert, während in der BRD das Leitbild der Frau als Mutter und Hausfrau politisch stärker verankert war.
Welchen Einfluss hatte der "Tertiärisierungsrückstand" auf ostdeutsche Frauen?
Der Rückstand im Dienstleistungssektor sowie der resultierende Arbeitsplatzmangel nach der Wende führten dazu, dass ostdeutsche Frauen zu "doppelten Verlierern" auf dem neuen gesamtdeutschen Arbeitsmarkt wurden.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Pol. Sandra Mayinger (Autor:in), 2004, Einführung in das politische System der BRD, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158053