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Moderne Museumsarchitektur. Ein Überblick

Titel: Moderne Museumsarchitektur. Ein Überblick

Seminararbeit , 2004 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Franziska Beyer (Autor:in)

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Während die Museumsarchitektur des 19. Jahrhunderts traditionell annähernd einen sachlichen, „konstruktiven Klassizismus“ mit klar geordneter Raumfolge, einer neutralen Ausstattung und natürlichem Licht durch Oberlichter vertrat, gibt es heute unzählige, teilweise gegensätzliche architektonische Strömungen, die sich nur schwer untergliedern lassen. Allen Entwürfen gemein ist jedoch die Suche der Architekten nach einer neuen und dynamischen Form von Kultur unter ehrgeizigen ästhetischen Ansprüchen.
Es stellt sich zudem die Frage nach der Brauchbarkeit der sog. modernen
Museumsbauten. Viele der bestehenden Museen sind scheinbar ungenügend für Kunstwerke unseres Jahrhunderts ausgestattet. Allzu oft genügen sie nicht den hohen bautechnischen, ästhetischen oder auch den städtebaulichen und funktionalen Anforderungen. Ein zentraler Konflikt in der Diskussion um Museumsbauten der Gegenwart hat den Funktionsbegriff des Baus zum Gegenstand. Während die Architekten selbstverständlich auf den künstlerischen Anspruch und der Autonomie ihrer Werke beharren, möchten die Kuratoren der Ausstellungen sie vollkommen in den Dienst
der Kunstobjekte stellen, die sie beherbergen. Man kann wohl davon ausgehen, dass die ausgestellten Werke in gewisser Weise Gestalt und Charakter der Architektur mitbestimmen und wiederum die ausgestellten Werke durch die Gestaltung des Baus in ihrer Wirkung beeinflusst werden. Die Einstellung des Architekten zur Funktion und ,Ideologie’ des modernen Museums verrät sich in der Präsentation der Werke, dem Baukörper, bis ins Detail. Folglich kann es keine neutrale Museumsbauten geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Versuch einer Typologie

1.1. Das umgenutzte Baudenkmal

1.1.1. Die Tate Modern Gallery / London

1.2. Die Kunsthalle

1.2.1. Das Kunsthaus Bregenz / Bregenz

1.2.2. Der Portikus / Frankfurt am Main

1.3. Konstruktivistische, organische und expressive Bauten

1.3.1. Das Vitra Design Museum / Weil am Rhein

1.3.2. Das Jüdische Museum / Berlin

1.4. Die klassische Enfilade

1.4.1. Die Galerie der Gegenwart / Hamburg

1.5. Die Mediathek

1.5.1. Das Carré d’Art / Nimes

1.5.2. Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie / Karlsruhe

2. Zusammenfassung

2.1. Probleme in der Praxis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Vielfalt moderner Museumsarchitektur und hinterfragt das Spannungsfeld zwischen architektonischem Selbstverständnis und den funktionalen Anforderungen eines Museumsbetriebs. Ziel ist es, verschiedene Bautypen zu klassifizieren und aufzuzeigen, wie bauliche Entscheidungen die Präsentation von Kunst beeinflussen.

  • Typologisierung moderner Museumsarchitektur nach Stanislaus von Moos
  • Konflikte zwischen kuratorischen Ansprüchen und architektonischer Autonomie
  • Städtebauliche Bedeutung von Museums-Neubauten als kulturelle Katalysatoren
  • Praktische Herausforderungen in der Museumsplanung (Klimatisierung, Depotgröße, Funktionalität)
  • Analyse prominenter Fallbeispiele wie der Tate Modern oder dem Jüdischen Museum Berlin

Auszug aus dem Buch

1.2.1. Das Kunsthaus Bregenz / Bregenz

[Abb. 6] Das Kunsthaus im österreichischen Bregenz steht am unmittelbaren Stadtrand am Bodensee. Im nahen Umfeld befinden sich das Landesmuseum und das Landestheater. [Abb. 11] Neben dem Hauptgebäude, einem würfelartigen Bau aus Glasplatten, Stahl und Beton, steht ein niedriger quaderförmiger Verwaltungs und Servicebau mit Bibliothek, Café, Restaurant und Museumsshop, der gewissermaßen eine Verbindung zur Altstadt bildet. Der Architekt Peter Zumthor will mit dieser Auslagerung nach eigenen Worten die „eigentliche Funktion des Museums“, nämlich das Bewahren und Präsentieren von Kunstwerken in ruhiger Umgebung, unterstreichen. (Kunsthaus Bregenz. Die Architektur. 2002 <http://www.kunsthaus-bregenz.at/html/dwelcome. html> (Stand 2003-12-17))

Das Gebäude wurde 1990 bis 1997 entworfen und gebaut und umfasst je Etage fast 500 m² (multifunktionale) Nutzfläche, von der ein Großteil zu Ausstellungszwecken genutzt wird.

[Abb. 7 bis 8] Das Erdgeschoss übernimmt die Funktion des Foyers mit Kasse, Katalogverkauf und Garderoben. Hier und in allen weiteren Geschossen ist die tragende Konstruktion von drei unterschiedlich gesetzten Mauerscheiben sichtbar. Sie definieren einerseits den Ausstellungsraum und trennen zum anderen das Stiegenhaus, die Fluchttreppe sowie den Personen- und Warenlift ab.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Museumsarchitektur vom 19. Jahrhundert zur Gegenwart und thematisiert den Konflikt zwischen dem Wunsch nach einem „neutralen“ Raum für Kunst und spektakulären Architektur-Neubauten.

1. Versuch einer Typologie: In diesem Hauptteil werden verschiedene Museumstypen anhand prominenter Beispiele kategorisiert, darunter umgenutzte Bauten, Kunsthallen, expressionistische Entwürfe, Gebäude in der Tradition der Enfilade sowie Mediatheken.

2. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel reflektiert die in der Praxis häufig unterschätzten architektonisch-technischen Anforderungen sowie die Notwendigkeit einer frühzeitigen Planung für die langfristige Funktionalität von Museumsdepots und Ausstellungsflächen.

Schlüsselwörter

Museumsarchitektur, Typologie, Tate Modern, Kunsthaus Bregenz, Jüdisches Museum Berlin, Galerie der Gegenwart, Carré d'Art, ZKM Karlsruhe, Architekturtheorie, Museumsplanung, Ausstellungsraum, Kulturpolitik, Städtebau, Funktionsbegriff, Museumsdepot

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über zeitgenössische Konzepte in der Museumsarchitektur und untersucht deren architektonische sowie funktionale Ausgestaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die Typologisierung von Museen, das Spannungsverhältnis zwischen Architektur und Kunst, sowie die städtebauliche Rolle und technische Herausforderungen von Museumsbauten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Vielfalt architektonischer Strömungen im modernen Museumsbau zu ordnen und die Auswirkungen dieser Architektur auf die Präsentation und Konservierung von Kunstobjekten zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine typologische Klassifizierung, basierend auf dem Ansatz von Stanislaus von Moos, kombiniert mit der Fallstudienanalyse ausgewählter bedeutender Museen der Moderne.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Gebäudekategorien, von der Umnutzung alter Industriebauten bis hin zu komplexen Mediatheken, und analysiert die jeweiligen architektonischen Konzepte anhand konkreter Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Museumsarchitektur, Typologie, Architekturtheorie, Ausstellungsraum sowie spezifische Architekten wie Peter Zumthor, Daniel Libeskind und Norman Foster.

Was macht das Jüdische Museum in Berlin architektonisch so besonders?

Der Bau ist durch seine symbolhafte, „gebrochene“ Form und die sogenannten Voids gekennzeichnet, die ein radikales Gestaltungselement darstellen und sich bewusst vom Konzept eines neutralen Ausstellungsraums abheben.

Warum spielt die Klimatisierung in Museen eine so kritische Rolle?

Wie am Beispiel des Kunsthauses Bregenz verdeutlicht, sind die Klimatisierungskosten immens; zudem erfordern sensible Kunstwerke ein konstantes Raumklima, was die technische Konzeption des Baus stark beeinflusst.

Was ist die „Enfilade“ im Kontext der Museumsarchitektur?

Die Enfilade bezeichnet eine traditionelle Raumfolge, die in den 1980er Jahren (z.B. in der Galerie der Gegenwart in Hamburg) eine moderne Wiederentdeckung erfuhr, um eine klare Struktur in der Raumfolge zu gewährleisten.

Welche Probleme in der Praxis werden identifiziert?

Die Autorin weist insbesondere auf zu klein geplante Depots und die mangelnde Flexibilität bei technischen Anforderungen (Raumhöhe, Bodenbelastbarkeit) hin, die das langfristige Funktionieren eines Museums behindern können.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Moderne Museumsarchitektur. Ein Überblick
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Seminar: Geschichte des Museums III: Das Museum heute
Note
1,0
Autor
Franziska Beyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
20
Katalognummer
V157914
ISBN (eBook)
9783640710591
ISBN (Buch)
9783640710799
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Museum Architektur Postmoderne Moderne Medienkunst Ausstellungsdesign
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Beyer (Autor:in), 2004, Moderne Museumsarchitektur. Ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157914
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Leseprobe aus  20  Seiten
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