Meine Arbeit soll sich mit dem Cocoliche beschäftigen, einer Sprache, die – wie im Laufe der Arbeit klar werden sollte – nicht ganz so leicht einzuordnen ist und mittlerweile nur noch als Literatursprache in Verwendung zu sein scheint.
Um mich dem Thema anzunähern, beginne ich meine Arbeit mit einem theoretischen Teil zum Thema Sprachkontakt. Was ist Sprachkontakt? Welche Formen des Sprachkontaktes gibt es? etc.
Da das Cocoliche von italienischen Immigranten entwickelt wurde, die in Argentinien versuchten Fuß zu fassen, beleuchte ich in weiterer Folge die Geschichte der italienischen Einwanderung nach Argentinien in ihren unterschiedlichen Etappen.
Interessant scheint mir dann zu sein, wie das Cocoliche dann tatsächlich entstanden ist, wie man es sprachwissenschaftlich einordnen und gegenüber anderen Sprachen abgrenzen kann und nicht zuletzt, welche Unterschiede es in phonologischer, grammatikalischer und lexikalischer Hinsicht zum Spanischen und Italienischen gibt. Als Abschluss meiner Arbeit möchte ich mich mit dem Cocoliche in der Literatur beschäftigen, da es heute die einzige Möglichkeit zu sein scheint, mit dem Cocoliche in Kontakt zu treten.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. SPRACHKONTAKT
2.1. DEFINITION
2.2. INTERAKTION ZWISCHEN MEHRSPRACHIGEN SPRECHERN
2.3. ENTLEHNUNG
2.4. PIDGIN
3. GESCHICHTE DER EINWANDERUNG IN ARGENTINIEN
4. ENTSTEHUNG DES COCOLICHE
5. WAS IST DAS COCOLICHE?
6. SPRACHLICHE PHÄNOMENE DES COCOLICHE IM UNTERSCHIED ZUM SPANISCHEN UND ITALIENISCHEN
6.1. PHONETIK
6.2. GRAMMATIK
6.3. LEXIKON
7. COCOLICHE IN DER LITERATUR
8. SCHLUSSBEMERKUNG
9. BIBLIOGRAPHIE
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit dem Cocoliche, einer Sprachvarietät, die durch den Kontakt zwischen italienischen Einwanderern und der argentinischen Bevölkerung entstand. Das Ziel ist es, die historische Entstehung, die linguistischen Besonderheiten und die wissenschaftliche Einordnung des Cocoliche zu analysieren sowie seine Verarbeitung in der Literatur zu untersuchen.
- Theoretische Grundlagen zum Sprachkontakt und zur Mehrsprachigkeit
- Geschichte der italienischen Einwanderung nach Argentinien
- Linguistische Analyse des Cocoliche (Phonetik, Grammatik, Lexikon)
- Abgrenzung des Cocoliche von anderen Sprachphänomenen
- Bedeutung und Darstellung des Cocoliche in der zeitgenössischen Literatur
Auszug aus dem Buch
4. Entstehung des Cocoliche
“Antonio Cuccoliccio fue uno de los tres millones de inmigrantes italianos que desembarcaron en el puerto de Buenos Aires entre fines del siglo XIX y comienzos del siglo XX en busca de una vida mejor. La Argentina era el granero del mundo y uno de los países más ricos del Planeta, rebosante de promesas que alentaban los sueños de jóvenes pobres en varios países de la vieja Europa.
A poco de su llegada, Cuccoliccio consiguió un empleo como peón en el circo de los hermanos uruguayos José y Jerónimo Podestá, en el cual se dedicaba a menesteres de limpieza, cuidado de los animales y servicios menores. Su forma de hablar, en la que se mezclaban palabras del italiano y del castellano, no llamaba la atención. En el Buenos Aires de entonces, era común oír a los tanos (de napolitano, se aplicaba a todos los inmigrantes italianos) que intentaban comunicarse con las mismas dificultades que Cuccoliccio.
Un día, el cómico Celestino Petray se presentó en escena hablando como había oído que lo hacía aquel peón: Mi quiamo Franchisque Cocoliche e sono creolio hasta lo güese da la taba e la canilla de lo caracuse, amico. En sus memorias publicadas bajo el título Medio siglo de Farándula, José Podestá contaría años más tarde que en aquel momento nació un personaje cómico, Cocoliche, que durante algunos años hizo las delicias del público en ambas márgenes del Río de la Plata.
Y también había nacido algo que Podestá no previó y que Cuccoliccio, con su jerga de idiomas mezclados, no habría podido siquiera soñar: una palabra del idioma español que figura en el Diccionario de la Real Academia desde su edición de 1927, cocoliche, definida como la 'jerga híbrida que hablan ciertos inmigrantes italianos, mezclando su habla con el español.”3
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der italienischen Einwanderung in Argentinien und Vorstellung des Cocoliche als zu untersuchendes Sprachphänomen.
2. SPRACHKONTAKT: Darstellung theoretischer Grundlagen zu Sprachkontakt, Bilingualismus, Entlehnungsprozessen und der Entstehung von Pidgin-Sprachen.
3. GESCHICHTE DER EINWANDERUNG IN ARGENTINIEN: Historischer Überblick über die verschiedenen Einwanderungswellen aus Italien nach Argentinien ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
4. ENTSTEHUNG DES COCOLICHE: Beschreibung der Entstehungsgeschichte des Cocoliche, ausgehend von einer konkreten historischen Figur bis hin zur Etablierung als Begriff.
5. WAS IST DAS COCOLICHE?: Diskussion über die Einordnung des Cocoliche als Sprachvarietät und Abgrenzung gegenüber Begriffen wie Argot oder Dialekt.
6. SPRACHLICHE PHÄNOMENE DES COCOLICHE IM UNTERSCHIED ZUM SPANISCHEN UND ITALIENISCHEN: Linguistische Untersuchung der phonetischen, grammatikalischen und lexikalischen Besonderheiten des Cocoliche.
7. COCOLICHE IN DER LITERATUR: Analyse der Bedeutung und Darstellung des Cocoliche in der argentinischen Literatur sowie dessen Funktion als stilistisches Mittel.
8. SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Schwierigkeiten bei der linguistischen Klassifizierung und ein Ausblick auf den Forschungsbedarf.
9. BIBLIOGRAPHIE: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten Literatur und Quellen.
Schlüsselwörter
Cocoliche, Sprachkontakt, Italienische Einwanderung, Argentinien, Buenos Aires, Mehrsprachigkeit, Pidgin, Lunfardo, Soziolinguistik, Einwanderer, Sprachvarietät, Literatur, Sainete, Integration, Sprachwechsel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das sogenannte Cocoliche, eine Sprachform, die aus dem Kontakt zwischen italienischen Einwanderern und dem Spanischen in Argentinien entstand.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Geschichte der italienischen Migration, die linguistische Analyse der Sprachmischung und die kulturelle sowie literarische Bedeutung dieser Varietät.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, das Cocoliche als sprachwissenschaftliches Phänomen zu beschreiben, seine Entstehung zu kontextualisieren und die kontroversen Einordnungsansätze in der Literatur zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch-deskriptive Arbeit, die auf Literaturanalyse und linguistischen Beschreibungsmodellen des Sprachkontakts basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Migration, eine detaillierte linguistische Analyse auf Ebene der Phonetik, Grammatik und Lexik sowie eine Untersuchung der literarischen Rezeption.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Cocoliche, Sprachkontakt, italienische Einwanderung, Argentinien und Soziolinguistik.
Warum wird das Cocoliche heute kaum noch gesprochen?
Da die Kinder der Einwanderer primär in spanischsprachigen Schulen unterrichtet wurden, blieb das Cocoliche meist auf die erste Generation begrenzt und wurde danach weitgehend von der lokalen Sprache absorbiert.
In welchem Verhältnis steht das Cocoliche zum Lunfardo?
Während das Cocoliche eine umfassende Mischsprache im Übergang darstellt, ist der Lunfardo als ein städtisches Argot zu verstehen, das zwar viele Italianismen enthält, aber eine andere soziale Funktion erfüllt.
- Quote paper
- MMag. Kathrin Wiedenbauer (Author), 2007, El Cocoliche - die Geschichte der italienischen Einwanderung nach Argentinien in ihren unterschiedlichen Etappen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157619