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Die Zeit, das Meer und die Stürme

Das Bild der Glaukus-Statue in Rousseaus zweitem Diskurs

Titel: Die Zeit, das Meer und die Stürme

Essay , 2010 , 4 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: R. Fehl (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Vorwort zu seinem sogenannten zweiten Diskurs Über die Ungleichheit aus dem Jahre 1755 stellt Jean-Jacques Rousseau einen eingängigen Vergleich an: „Die menschliche Seele“, heißt es dort, „gleicht der Statue des Glaukus, welche die Zeit, das Meer und die Stürme derart
entstellt hatten, daß sie weniger einem Gott als einem wilden Tier glich.“ Mit diesem Bild will Rousseau offenkundig einen Gedanken bezüglich der menschlichen Seele veranschaulichen, und es liegt nahe, genau nach diesem Gedanken zu fragen. Einfach ausgedrückt: Was will uns Rousseau mit diesem Bild sagen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstellung der Seele im Vergleich

3. Der Widerspruch zur Vervollkommnungsfähigkeit

4. Kulturelle Entwicklung und gesellschaftliche Kritik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das von Jean-Jacques Rousseau verwendete Bildnis der Glaukus-Statue aus dem zweiten Diskurs, um zu ergründen, wie Rousseau die menschliche Seele im Naturzustand im Vergleich zur vergesellschafteten Existenz konzeptualisiert und inwiefern diese Analogie mit seinen weiteren anthropologischen Annahmen harmoniert.

  • Die Deutung der Glaukus-Statue als Metapher für die entstellte Seele.
  • Die Rolle der Gesellschaft als Ursache für die Deformation des Menschen.
  • Der Konflikt zwischen der statischen Naturzustands-Analogie und der menschlichen Vervollkommnungsfähigkeit.
  • Differenzierung zwischen einer pauschalen Kulturkritik und einer differenzierten Beurteilung kultureller Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

Die Zeit, das Meer und die Stürme

Im Vorwort zu seinem sogenannten zweiten Diskurs Über die Ungleichheit aus dem Jahre 1755 stellt Jean-Jacques Rousseau einen eingängigen Vergleich an: „Die menschliche Seele“, heißt es dort, „gleicht der Statue des Glaukus, welche die Zeit, das Meer und die Stürme der art entstellt hatten, daß sie weniger einem Gott als einem wilden Tier glich.“ Mit diesem Bild will Rousseau offenkundig einen Gedanken bezüglich der menschlichen Seele ver anschaulichen, und es liegt nahe, genau nach diesem Gedanken zu fragen. Einfach ausgedrückt: Was will uns Rousseau mit diesem Bild sagen?

Nun zählt es aber zur Eigenart von Bildern, auch sprachlichen, gewissermaßen für sich selbst zu sprechen. Die Frage würde demnach lauten: Was sagt uns dieses Bild von der Seele als versunkener Götterstatue? Diese zweite Frage ist verschieden von der ersten, und in meinen weiteren Überlegungen gehe ich von der Möglichkeit aus, dass es die Antworten auf bei de Fragen ebenfalls sind. Zuerst werde ich deshalb versuchen, das Bild ‘für sich sprechen zu lassen’: Wie denkt es die menschliche Seele? Auf welche Vorannahmen lässt sich zurückschließen? Welche Wertungen und Verhältnisse drücken sich darin aus? Nachdem dies alles ausbuchstabiert, die Bildsprache also sozusagen in die begriffliche Sprache der philosophischen Reflexion rückübersetzt wurde, werde ich mich der zweiten Frage widmen: Inwiefern stimmt das, was das Bild sagt, mit dem überein, was Rousseau mit ihm sagen will?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Metapher der Glaukus-Statue bei Rousseau ein und umreißt die methodische Herangehensweise zur philosophischen Analyse dieses Vergleichs.

2. Die Entstellung der Seele im Vergleich: Hier wird untersucht, wie Rousseau die Entstellung der menschlichen Seele durch die gesellschaftliche Einwirkung und den Erwerb von Kenntnissen sowie Leidenschaften begründet.

3. Der Widerspruch zur Vervollkommnungsfähigkeit: Dieses Kapitel kontrastiert das statische Bild der Statue mit dem anthropologischen Konzept der menschlichen Vervollkommnungsfähigkeit.

4. Kulturelle Entwicklung und gesellschaftliche Kritik: Es wird analysiert, ob Rousseaus Kritik pauschal gegen jede Kultur gerichtet ist oder ob er eine differenziertere Sicht auf die gesellschaftliche Entwicklung vertritt.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Glaukus-Metapher zwar die Entstellung gut illustriert, jedoch in ihrer statischen Form nicht Rousseaus gesamte anthropologische Theorie vollständig einfängt.

Schlüsselwörter

Jean-Jacques Rousseau, Glaukus-Statue, zweiter Diskurs, Naturzustand, Seele, Entstellung, Vervollkommnung, Kulturkritik, Gesellschaft, Anthropologie, Metapher, Philosophische Reflexion, Ungleichheit, Vernunft, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das berühmte Bild der Glaukus-Statue, das Jean-Jacques Rousseau in seinem zweiten Diskurs verwendet, um die Veränderungen der menschlichen Seele durch gesellschaftliche Einflüsse zu veranschaulichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die anthropologische Deutung des Naturzustands, das Spannungsfeld zwischen Kultur und Natur sowie die Kritik an der Entstellung des Menschen durch die Zivilisation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Aussagekraft des Glaukus-Bildnisses zu prüfen und festzustellen, inwieweit dieses Bild mit anderen zentralen Begriffen Rousseaus, wie der Vervollkommnungsfähigkeit, in Einklang steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine hermeneutisch-philosophische Herangehensweise, bei der Bildsprache in begriffliche Reflexion übersetzt und mit den theoretischen Ausführungen Rousseaus abgeglichen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Entstellungsprozesses durch die Gesellschaft, die Konfrontation mit der Theorie der Vervollkommnungsfähigkeit und die Einordnung von Rousseaus Kulturkritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Glaukus-Statue, Naturzustand, Entstellung, Vervollkommnung, Rousseau und Kulturkritik bestimmt.

Warum wählt Rousseau ausgerechnet das Bild einer Statue?

Das Bild der Statue dient als statische Analogie, um den ursprünglichen, „vollkommenen“ Zustand der menschlichen Seele vor ihrer kulturellen Überformung durch gesellschaftliche Einflüsse zu verdeutlichen.

Ist Rousseaus Kulturkritik in diesem Werk als absolut zu verstehen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Rousseau nicht jede Kultur per se ablehnt, sondern vielmehr bestimmte Formen der gesellschaftlichen Entwicklung kritisiert, die zur Entstellung der menschlichen Natur beitragen.

Wie harmoniert das Glaukus-Bild mit dem Konzept der Vervollkommnung?

Es zeigt sich ein Widerspruch, da das Bild der Statue statisch ist, während der Mensch laut Rousseau eine innere Dynamik besitzt, die ihn zur ständigen Vervollkommnung drängt.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Zeit, das Meer und die Stürme
Untertitel
Das Bild der Glaukus-Statue in Rousseaus zweitem Diskurs
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Sozialphilosophie und Kulturkritik bei Jean-Jacques Rousseau
Note
1,0
Autor
R. Fehl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
4
Katalognummer
V157443
ISBN (eBook)
9783640727278
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rousseau Zweiter Diskurs Ungleichheit unter den Menschen Platon Glaukus Glaukos Glaukon
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
R. Fehl (Autor:in), 2010, Die Zeit, das Meer und die Stürme, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157443
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Leseprobe aus  4  Seiten
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