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Das Fromme und das Gottgeliebte

Title: Das Fromme und das Gottgeliebte

Essay , 2009 , 7 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: R. Fehl (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Summary Excerpt Details

In diesem Essay soll eine Dialogstelle aus Platons Euthyphron näher untersucht werden, die in Hinblick auf ihren argumentativen Gehalt als zentral gelten kann. In [6e/7a] gibt Euthyphron (anstelle weiterer Beispiele) den ersten Versuch einer allgemeinen Definition des Frommen: „Es ist also das, was den Göttern lieb ist, fromm, was ihnen aber nicht lieb ist, unfromm.“ In einem ersten Schritt zeigt Sokrates bereits eine Schwachstelle der Definition auf, die jedoch durch die kleine Ergänzung schnell wieder repariert werden kann, dass mit „den Göttern“ alle Götter gemeint sind. In dem zu untersuchenden Textausschnitt versucht Sokrates nun zu zeigen, dass auch Euthyphrons nachgebesserte Definition einer kritischen Prüfung nicht standzuhalten vermag.

Im Folgenden soll zunächst einmal ein erster Überblick über jSokrates’ gesamtes Argument gegeben werden. Anschließend werde ich kurz auf die in der Forschung viel diskutierte Substitutionsproblematik in Sokrates’ Argument eingehen. Das Hauptaugenmerk hingegen soll auf der Konklusion und einer angemessenen Interpretation derselben liegen. In einem zweiten
Schritt werde ich der Frage nachgehen, ob sich nicht im Text weitere Argumentationsstrategien oder Begründungszusammenhänge finden lassen, die Sokrates gegen Euthyphrons Definition stark macht und die es erlauben würden, auf die kontroverse Substitutionsschlussregel
zu verzichten. Abschließend werde ich die Ergebnisse meiner Untersuchung kurz resümieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Rekonstruktion von Sokrates’ Argument

3. Untersuchung der Konklusion und des Zieles der Argumentation

4. Analyse der Definitionsbegriffe und der Rolle des Wissens

5. Die Rolle des Verbs "lieben" und die inhaltliche Prüfung

6. Fazit und Ergebnisse

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die logische Struktur und den argumentativen Gehalt einer zentralen Dialogstelle aus Platons "Euthyphron", wobei der Fokus insbesondere auf Sokrates' Kritik an Euthyphrons Definition des Frommen liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Sokrates' Einwand gegen Euthyphron auch ohne die umstrittene Substitutionsschlussregel schlüssig begründet werden kann, indem der Kern des Definitionsbegriffs und der Begriff des Wissens im Kontext des Dialogs beleuchtet werden.

  • Rekonstruktion des sokratischen Arguments
  • Untersuchung der Substitutionsproblematik
  • Analyse der Begriffe "Definition" und "Wesen" bei Platon
  • Differenzierung zwischen wesentlichen und zufälligen Eigenschaften
  • Kritische Würdigung der sokratischen Argumentationsstrategie

Auszug aus dem Buch

Die Problematik der Definition

Zweifelsohne besteht zwischen beidem ein „sehr enger“ Zusammenhang; und gleichzeitig ist es offenkundig nicht so, dass beides schlechterdings ein und dasselbe wäre – andernfalls erübrigte sich ja von Vornherein jede Suche nach einer Definition. Wie genau also ist dieser Zusammenhang beschaffen? Was wird von Definitionen erwartet, was sollen sie leisten? Betrachtet man den Dialog in seiner Gesamtheit, insbesondere aber das erste Drittel, stellt man schnell fest, dass zwischen beiden Gesprächspartnern kein Konsens in diesen Fragen besteht. Mit einigem Recht kann man den Euthyphron (und sicherlich noch weitere der Dialoge, die um eine „Was ist x?“-Frage kreisen) somit auch als ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Definitionsbegriffe lesen. Dabei handelt es sich freilich um ein eigenes Problemfeld, das hier lediglich angerissen werden kann. Gleichwohl ist die Unterscheidung verschiedener Definitionsbegriffe (die im Text nirgends explizit vorgenommen wird) von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung von (D). Daher wird es hilfreich, vielleicht sogar erforderlich sein, diesem Aspekt vorübergehend unsere Aufmerksamkeit zu schenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die zu untersuchende Dialogstelle ein und skizziert das Vorgehen zur Analyse der sokratischen Argumentation.

2. Rekonstruktion von Sokrates’ Argument: Hier wird das logische Argument in Prämissen zerlegt und die Rolle der Substitutionsproblematik kritisch hinterfragt.

3. Untersuchung der Konklusion und des Zieles der Argumentation: Der Fokus liegt auf der Frage, was Sokrates mit seiner Schlussfolgerung bezweckt und welches Verständnis von Definitionen zugrunde liegt.

4. Analyse der Definitionsbegriffe und der Rolle des Wissens: Es wird untersucht, welche Art von Wissen Sokrates von einer Definition fordert und welche Bedeutung die Begriffe Idee, Gestalt und Wesen dabei einnehmen.

5. Die Rolle des Verbs "lieben" und die inhaltliche Prüfung: Anhand einer detaillierten Analyse des Begriffs "lieben" wird geprüft, warum Euthyphrons Definition den Ansprüchen an eine Wesensbestimmung nicht genügt.

6. Fazit und Ergebnisse: Die Untersuchung wird abgeschlossen, indem die Haupterkenntnisse zur Widerlegung von Euthyphrons Definition zusammengefasst werden.

Schlüsselwörter

Platon, Euthyphron, Sokrates, Definition, Wesen, Wissen, Gottgeliebtes, Frommes, Substitutionsregel, Dialektik, Argumentation, Logik, Dialogform, Eidos, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert eine zentrale Argumentationspassage aus Platons Dialog "Euthyphron", in der Sokrates die Definition des Frommen durch seinen Gesprächspartner kritisch hinterfragt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definitionstheorie, das Verständnis von Wesen und Wissen in Platons Dialogen sowie die logische Struktur sokratischer Widerlegungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu zeigen, dass Sokrates' Kritik an Euthyphrons Definition auch ohne die problematische Verwendung von Substitutionsregeln inhaltlich stichhaltig begründet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philosophisch-textanalytische Methode angewandt, die durch logische Rekonstruktion der Prämissen und die Kontextualisierung der Begrifflichkeiten arbeitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die logische Rekonstruktion des Arguments, die Bedeutung der Definitionsbegriffe und die Differenzierung zwischen wesentlichen und zufälligen Eigenschaften durch das Verb "lieben".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Platon, Euthyphron, Definition, Wesen, Wissen und sokratische Dialektik.

Warum spielt der Begriff "Wissen" eine so zentrale Rolle in der Argumentation?

Sokrates fordert, dass eine Definition nicht nur eine äußere Zuordnung erlaubt, sondern das Wesen einer Sache offenlegt; Euthyphrons Wissen über das "Gottgeliebte" erfüllt diesen Anspruch nicht.

Was genau ist der inhaltliche "Defekt" an Euthyphrons Definition?

Der Defekt besteht darin, dass Euthyphron lediglich eine zufällige Einwirkung (das Geliebtwerden) nennt, statt das eigentliche Wesen des Frommen zu bestimmen.

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Details

Title
Das Fromme und das Gottgeliebte
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Course
Platons "Euthyphron"
Grade
1,3
Author
R. Fehl (Author)
Publication Year
2009
Pages
7
Catalog Number
V157441
ISBN (eBook)
9783640726066
Language
German
Tags
Platon Euthyphron Das Fromme Das Gottgeliebte Meisterargument
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
R. Fehl (Author), 2009, Das Fromme und das Gottgeliebte, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157441
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