Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Bernhard Mandeville - Vergleich zweier Interpreten

Titel: Bernhard Mandeville - Vergleich zweier Interpreten

Hausarbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Master of Education Frank Huhndorf (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir leben in einer Gesellschaft, die sich aus lauter Schurken zusammensetzt. Denn
für Bernhard Mandeville ist jeder Mensch ein Schurke, der seine Mitmenschen so
behandelt, wie er persönlich selbst nicht behandelt werden möchte. (vgl. Mandeville
1986)
Meine Gedanken decken sich da mit denen Mandevilles. Ich denke, dass sich kaum
ein Mensch dieser Definition entziehen kann, vor allem nicht in der heutigen Zeit. So
spricht dieser Gedanke ungeachtet jeden Leser an, der weiterhin dazu angehalten
wird über sich und seine Stellung in Bezug auf die Gesellschaft nachzudenken. Dies
war ein Anliegen von Mandeville, was er mit seiner so genannten „ Bienenfabel“
erreichen wollte. (vgl. Mandeville 1968)
Es sind seiner Meinung nach nur ein paar Knittelverse die er 1705 anonym
Veröffentlichte, unter dem Titel „Der unzufriedene Bienenstock“. Mit diesen hatte er
aber einen riesigen Erfolg. In den nachgedruckten Fassungen ergänzte er die
Knittelverse um einige Anmerkungen und Essays. Und So entstand die heutige
Fassung, in Form eines Buches, „Die Bienenfabel oder Private Laster, öffentliche
Vorteile“.
Es beschreibt den Kapitalismus sehr real und zeigt Vorteile, Bedingungen,
Auswirkungen und Nachteile des Kapitalismus auf. Er beschäftigt auch mit dem
Gedanken, wie so eine Gesellschaft entstanden ist.
Dies ist zur damaligen Zeit, um 1700, ein aufkommende Frage. Seine Antwort ist
natürlich durch frühere Denker, wie zum Beispiel Thomas Hobbes und John Locke
geprägt, die auch dieser Frage nachgegangen sind.
„Die Bienenfabel“ regte auch damals schon zu vielen Diskussionen an.
Auch noch in der heutigen Zeit bilden sich aufgrund seiner Gedanken zwei
Interpretationslager. Auf der einen Seite stehen die „Kapitalismusbefürworter“, diese
werden unter anderem mit dem Werk die „Freiburger Studien“ von Friedrich August
von Hayek vertreten, auf die ich mich in dieser Arbeit beziehe. Den Gegenpol bietet
Robert Kurz mit seinem Werk das „Schwarzbuch des Kapitalismus“. Ich versuche in dieser Ausarbeitung diese beiden Interpretationen, sowie ihre
Argumentation zu vergleichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Geschichtliche Einordnung

4. Das Mandevillsche Paradoxon

5. Interpretation durch Robert Kurz

6. Interpretation durch F.A. von Hayeks

7. Vergleich

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit analysiert Bernhard Mandevilles Werk „Die Bienenfabel“ unter Berücksichtigung der gegensätzlichen Interpretationsansätze von Robert Kurz und Friedrich August von Hayek, um zu ergründen, wie das „Mandevillsche Paradoxon“ unterschiedlich ausgelegt wird.

  • Historische Einordnung des gesellschaftlichen Wandels im England des 17. und 18. Jahrhunderts
  • Das „Mandevillsche Paradoxon“ und die Rolle des Egoismus als gesellschaftlicher Motor
  • Kritische Analyse von Robert Kurz hinsichtlich der sozialen Grausamkeit des Kapitalismus
  • Evolutionstheoretische und ordnungspolitische Deutung durch F.A. von Hayek
  • Vergleichende Gegenüberstellung der beiden gegensätzlichen Denkschulen

Auszug aus dem Buch

4. Das Mandevillsche Paradoxon

Den Gedanken von Thomas Hobbes, dass alle Menschen Egoisten sind, entwickelt Mandeville weiter. Er zeigt, dass der Egoismus nicht nur negativ behaftet ist, indem er sagt, dass dieser individuelle Drang einen positiven Effekt für die Gesellschaft bedeutet.

Die persönlichen Laster wie Geiz, Drang nach Luxus, Stolz und andere, aber vor allem der Neid, die von manchen auch als „Schwächen“ bezeichnet werden, lassen die Gesellschaft erblühen. Um den Neid zu sättigen, muss man immer besser sein, als die Anderen. Dieses „besser sein“ ist vor allem durch den Besitz materialistischer Werte und die eigene Stellung in der Gesellschaft geprägt.

Um nun besser zu sein, als seine Mitmenschen, benötigt man immer neuere und meist teure und somit besser bewertete materialistische Gegenstände. Zumindest erzeugen diese ein persönliches Gefühl, besser zu sein, als der Andere. Dieser Neidhunger wird von der Gesellschaft durch ständig neue Produkte gesättigt. Diese müssen entwickelt und produziert werden und das schafft Arbeitsplätze. Es werden Forscher und Entwickler gebraucht, die wiederum auch Forschungsmaterial benötigen. Dazu müssen sämtliche Rohstoffe für die Materialen und die Verarbeitung unter Einsatz von Arbeitskräften gefördert werden. Ebenso ist der Transport der ganzen Gegenstände auch nicht zu vernachlässigen.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung Mandevilles für das Verständnis des Kapitalismus und stellt die zwei konträren Interpretationslager von Friedrich August von Hayek und Robert Kurz vor.

3. Geschichtliche Einordnung: Das Kapitel skizziert den politischen und ökonomischen Wandel Englands im 17. und 18. Jahrhundert, der den Hintergrund für die Entstehung der „Bienenfabel“ bildete.

4. Das Mandevillsche Paradoxon: Hier wird Mandevilles Kernthese dargelegt, dass individuelle Laster und Egoismus durch die Schaffung von Nachfrage und Arbeitsplätzen zu öffentlichem Wohlstand führen.

5. Interpretation durch Robert Kurz: Robert Kurz wird als Kritiker vorgestellt, der Mandevilles Thesen als Rechtfertigung für soziale Härte und die Unterdrückung der Arbeiterklasse interpretiert.

6. Interpretation durch F.A. von Hayeks: Hayek interpretiert Mandeville als einen frühen Entdecker evolutionärer gesellschaftlicher Prozesse und spontaner Ordnung.

7. Vergleich: Dieser Abschnitt stellt die diametralen Auffassungen von Kurz und Hayek gegenüber und untersucht, wie beide Denker Mandeville für ihre Zwecke adaptieren.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass eine Quelle je nach theoretischer Ausrichtung zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen kann.

Schlüsselwörter

Bernhard Mandeville, Die Bienenfabel, Kapitalismus, Robert Kurz, F.A. von Hayek, Mandevillsches Paradoxon, Egoismus, Gesellschaft, soziale Ordnung, Ideologie, Wirtschaftsgeschichte, Evolutionstheorie, Laster, privater Nutzen, öffentlicher Vorteil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht Bernhard Mandevilles Werk „Die Bienenfabel“ und die unterschiedlichen Wege, auf denen moderne Denker wie Robert Kurz und F.A. von Hayek seine Theorien über Kapitalismus und menschliche Natur interpretieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das „Mandevillsche Paradoxon“ (Private Laster, öffentliche Vorteile), die Entstehung von Gesellschaftsordnungen und die Kritik bzw. Befürwortung kapitalistischer Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein systematischer Vergleich zwischen der kapitalismuskritischen Sicht von Robert Kurz und der evolutionär-liberalen Interpretation von Friedrich August von Hayek bezüglich Mandevilles Thesen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, bei der die Primärquelle „Die Bienenfabel“ vor dem Hintergrund zweier gegensätzlicher Sekundärinterpretationen beleuchtet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Kontextualisierung, die Erklärung des Mandevillschen Paradoxons sowie die detaillierte Darstellung und den anschließenden Vergleich der Argumentationslinien von Kurz und Hayek.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Egoismus, Kapitalismus, spontane Ordnung, Laster, gesellschaftlicher Wandel, soziale Gerechtigkeit und Mandevillsches Paradoxon.

Warum spielt die christliche Moral in der Analyse eine Rolle?

Sie dient als Referenzpunkt, um zu verdeutlichen, warum Mandevilles Thesen zur damaligen Zeit als Skandal wahrgenommen wurden, da sie das christliche Menschenbild durch eine rein egoistische Sichtweise infrage stellten.

Wie unterscheidet sich Hayeks Sicht von der von Kurz?

Während Kurz in Mandeville eine Rechtfertigung für die Ausbeutung und Grausamkeit des Kapitalismus sieht, erkennt Hayek in dessen Werk eine vorweggenommene Theorie über die spontane und evolutionäre Entstehung komplexer gesellschaftlicher Institutionen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bernhard Mandeville - Vergleich zweier Interpreten
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)
Note
2,0
Autor
Master of Education Frank Huhndorf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V157398
ISBN (eBook)
9783640697694
ISBN (Buch)
9783640697793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bernhard Mandeville Vergleich Interpreten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Education Frank Huhndorf (Autor:in), 2008, Bernhard Mandeville - Vergleich zweier Interpreten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157398
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum