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Was machen Soziologen, was machen Historiker?

Titel: Was machen Soziologen, was machen Historiker?

Hausarbeit , 2010 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lars Renngardt (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Mehr als
3.000 Menschen sterben an diesem Tag. (…) Etwas später stürzt ein weiteres
entführtes Flugzeug in das Zentrum der amerikanischen Verteidigung, das Pentagon
in Washington. (…) Ein viertes entführtes Flugzeug stürzt bei Pittsburgh ab, das
vermutliche Ziel war das Weiße Haus. (…) Die Täter wussten genau, was sie taten,
absolut perfekt, professionell und mediengerecht umgesetzt. Die Symbole, die sie
zerstörten, waren präzise ausgewählt: Das Weiße Haus und das Pentagon als
Symbole der Macht, das World Trade Center als Symbol des Kapitals und der
Wirtschaft.“ Es handelt sich um den 11. September 2001. Jener Hintergrund ist ein
schon längst „für tot erklärtes Phantom" – die Sprache ist von der Religion. Hubert
Knoblauch zeigt in seinem Werk der „Qualitativen Religionsforschung“ auf
beeindruckende Art und Weise auf, dass es sich hier keineswegs ausschließlich um
den Islam handelt, „man sollte nicht vergessen, daß die christlichen Kämpfer der IRA
mit ihren Bombenattentaten seit Jahrzenten nicht nur Nordirland, sondern auch die
Millionenmetropole London in Angst und Schrecken versetzen. Und erst unlängst
wurde die Tokioter Untergrundbahn von einer buddhistischen Sekte bedroht. Zur
gleichen Zeit stehen sich in Kaschmir indische hinduistische und pakistanische
islamische Truppen gegenüber, beide mit der Möglichkeit zum Einsatz von
Atombomben“. Knoblauch zeigt auf, dass Religion „nach wie vor eine bedeutende
Triebfeder menschlichen Handelns (…)“5 ist. Ziel dieser hier vorliegenden Hausarbeit
soll es sein, darzustellen, welche Rolle die Religion noch heute spielt und auf welche
Art und Weise sich auf der einen Seite Historiker, auf der anderen Seite Soziologen,
diesem Phänomen nähern. Zu Beginn dieser Hausarbeit möchte ich mich daher mit
dem Wandel der Religion auseinandersetzen. Anschließend soll die
Herangehensweise der Soziologen näher beleuchtet werden, um wiederum im
Anschluss hieran demgegenüber die Herangehensweise der Historiker zu stellen.
Gegen Ende wird zur Verdeutlichung ein Fallbeispiel einer Untersuchung zum Buddhismus in der Bundesrepublik Deutschland herangezogen. Der Schluss dieser
Hausarbeit soll einer kurzen Zusammenfassung der hier gewonnenen Ergebnisse
dienen, darüber hinaus soll er aber auch Raum für einen Ausblick bereit halten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Religion im Wandel

3. Herangehensweise der Soziologen

4. Herangehensweise der Historiker

5. Fallbeispiel Buddhismus in der Bundesrepublik Deutschland

6. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Religion in der modernen Gesellschaft und stellt die methodischen Zugänge der Soziologie und Geschichtswissenschaft gegenüber, um aufzuzeigen, wie diese Disziplinen religiöse Phänomene erfassen und analysieren.

  • Analyse des gesellschaftlichen Wandels der Religion
  • Gegenüberstellung soziologischer und historischer Forschungsmethoden
  • Bedeutung qualitativer Forschung für die Religionswissenschaft
  • Fallbeispiel zur empirischen Untersuchung buddhistischer Gruppierungen in Deutschland
  • Reflexion über das Zusammenspiel von historischen Grundlagen und neuen Forschungsansätzen

Auszug aus dem Buch

3. Herangehensweise der Soziologen

Der Hauptgrund dafür, dass Religion seit einigen Jahren wieder in den Fokus europäischer Sozialwissenschaften gekommen ist, liegt darin, dass sie für Identitätspolitiken mittlerweile eine wichtige Rolle spielt, wie auch schon weiter vorne in dieser Hausarbeit behandelt. Ist die Sprache von der sogenannten „Sozialwissenschaftlichen Erforschung der Religion (...), denken viele sofort an die allgegenwärtigen Statistiken: Zählungen von Mitgliedern, Kirchenbesuchshäufigkeiten, Einstellungsmessungen kirchlicher und christlicher Gläubigkeit (...)“.

Sicherlich wurden hierdurch bedeutende Ergebnisse erzielt, vor allen Dingen in Hinblick auf die „Klagen über die schrumpfende Religiosität (...)“, darüber hinaus aber gibt es eine Vielzahl an weiteren qualitativen Methoden, die ebenfalls bedeutende Ergebnisse zum Vorschein brachten. So ist in diesem Zusammenhang beispielsweise auf „Max Webers (...) Protestantische Ethik“ aus dem Jahre 1904/1906 hinzuweisen. Zu erwähnen ist aber ebenfalls das sogenannte, im Jahre „1921 in Chicago gegründete protestantische Institue of Social and Religious Research“.

Den Hintergrund der Erschaffung jenes Institutes bildete die Zunahme an Einwanderern in den USA, „andersgläubiger ethnischer Gruppen“, Studien über das „sozialreligiöse Leben“ wurden durchgeführt. Als „einen ersten konsequent wissenschaftlichen Höhepunkt der qualitativen Gemeindeforschung bildete dann die sogenannte Middletown Studie“. Dies vor allen Dingen in Hinblick „der Kombination vielfältiger Erhebungstechniken und der Verknüpfung von Gesamtüberblick und Detailbeschreibung“. Unterteilt war die Studie in drei Teile, ihr erster im Jahre 1929, hier spielte die Religion „jedoch nur hinsichtlich ihrer Rolle bei der Integration in der Gemeinde“ eine Rolle, auch im zweiten Teil, im Jahre 1937 „galt die Religion als höchst irrelevant“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der gesellschaftlichen Relevanz von Religion ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, soziologische und historische Forschungszugänge zu vergleichen.

2. Religion im Wandel: Hier wird der theoretische Wandel der religiösen Landschaft von der Säkularisierung hin zur Wiederbelebung des religiösen Lebens außerhalb etablierter Kirchen diskutiert.

3. Herangehensweise der Soziologen: Dieses Kapitel beleuchtet qualitative und quantitative Methoden der soziologischen Religionsforschung, illustriert durch historische Studien wie die Middletown-Untersuchung.

4. Herangehensweise der Historiker: Es werden die Schwerpunkte der historischen Religionsforschung dargestellt, insbesondere die diachrone Arbeitsweise und die Arbeit mit Quellen wie Autobiographien oder Chroniken.

5. Fallbeispiel Buddhismus in der Bundesrepublik Deutschland: Anhand einer Studie über buddhistische Gruppierungen in Berlin wird aufgezeigt, wie empirische Forschung in der Praxis konstruiert und durchgeführt werden kann.

6. Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die notwendige Ergänzung von qualitativen, alternativen Methoden durch eine fundierte historische Basis.

Schlüsselwörter

Religionsforschung, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Qualitative Methoden, Quantitative Statistik, Säkularisierung, Identitätspolitik, Buddhismus, Empirische Studie, Middletown Studie, Max Weber, Pluralisierung, Religionsgeschichte, Tradition, Religionsethnographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Religion in der modernen Gesellschaft verortet ist und wie unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen, namentlich Soziologie und Geschichtswissenschaft, dieses Phänomen methodisch untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel religiöser Lebenswelten, die Methodik der Sozialwissenschaften, die historische Analyse von Traditionen sowie ein praktisches Fallbeispiel zur Religionspraxis in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Forschungsansätze von Historikern und Soziologen gegenüberzustellen und die Notwendigkeit sowie Ergänzung qualitativer Methoden für das Verständnis heutiger Religion darzulegen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden verschiedene Ansätze beleuchtet, von der historischen Quellenarbeit (diachron) bis hin zur soziologischen qualitativen Feldforschung und quantitativen Erhebungsmethoden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der soziologischen Methoden, die historische Perspektive und ein Fallbeispiel zur Erhebung von Daten innerhalb buddhistischer Gemeinschaften.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Religionsforschung, qualitative Sozialforschung, Pluralisierung der Lebenswelten und dem interdisziplinären Vergleich definieren.

Welche Bedeutung hat das Fallbeispiel des Buddhismus für die Arbeit?

Das Fallbeispiel dient als praktische Illustration, wie empirische Forschung bei schwer greifbaren Ausgangsmengen (wie der Anzahl von Buddhisten) methodisch geplant und umgesetzt werden kann.

Warum ist laut der Arbeit eine historische Basis so wichtig?

Auch moderne, „alternative“ Forschungsmethoden können laut dem Autor nur auf einem soliden Fundament funktionieren, das durch die historische Religionsforschung bereitgestellt wird.

Wie verändert sich laut dieser Arbeit die Rolle der Religion?

Die Arbeit widerspricht der These, dass Religion verschwindet; sie zeigt stattdessen eine „Wiederbelebung“ und Pluralisierung, die sich zunehmend außerhalb der traditionellen Kirchen vollzieht.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was machen Soziologen, was machen Historiker?
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Religionswissenschaften)
Veranstaltung
Akteursbezogene Religionswissenschaft
Note
2,0
Autor
Lars Renngardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
10
Katalognummer
V157378
ISBN (eBook)
9783640698905
ISBN (Buch)
9783656057499
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologen Historiker
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lars Renngardt (Autor:in), 2010, Was machen Soziologen, was machen Historiker?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157378
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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