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Umberto Ecos Erzähltheorie - 'Lector in Fabula' und 'Sei passeggiate nei boschi narrativi' im Vergleich

Titel: Umberto Ecos Erzähltheorie - 'Lector in Fabula' und 'Sei passeggiate nei boschi narrativi' im Vergleich

Seminararbeit , 2001 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Franziska Knogl (Autor:in)

Romanistik - Italianistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1979 erschien Umberto Ecos ,Lector in fabula’ , eine theoretische Abhandlung über Textsemiotik mit dem Schwerpunkt auf der Rolle des Lesers. 13 Jahre später hielt Eco die sogenannten ,Norton Lectures’ an der Harvard University, die sich in Hinblick auf allgemeine Erzähltheorien ebenfalls mit der Rolle des Lesers beschäftigten. Diese sechs Vorlesungen sind 1994 in schriftlicher Form mit dem Titel ,Sei passeggiate nei boschi narrativi’ (im Folgendem abgekürzt mit ,Sei passeggiate’, d. Verf.) erschienen. Eco verweist in den Vorlesungen mehrere Male auf ,Lector in fabula’ und greift darin entwickelte Konzepte auf. Es stellt sich nun die Frage, inwiefern die Ideen Ecos aus ,Lector in fabula’ in die ,Sei passeggiate’ Einzug gefunden haben und ob sich eine gewisse Weiterentwicklung der früheren Konzepte feststellen läßt. Dieser Frage wird im Folgendem nachgegangen. Es wird darauf hingewiesen, daß der Focus dieser Untersuchung von den ,Sei passeggiate’ ausgeht und auf ihre Wurzeln in ,Lector in fabula’ gerichtet ist. Das heißt, daß die Ideen aus ,Lector in fabula’, die nicht in die ,Sei passeggiate’ eingegangen sind, hier keine Erwähnung finden werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Konkretisierung des Arbeitsziels

2. ,Lector in fabula’ als Hintergrund für ,Sei passeggiate nei boschi narrativi’

2.1. Vergleich der Textgattungen

2.1.1. ,Lector in fabula’ als wissenschaftliche Abhandlung

2.1.2. ,Sei passegiate nei boschi narrativi’ als Vorlesung in schriftlicher Form

2.2. Aus ,Lector in fabula’ übernommene Ideen

2.2.1. Textbeispiele

2.2.2. Begriffe der allgemeinen Erzähltheorie

2.2.3. Ecos eigene Konzepte

2.3. Weiterentwickelte Konzepte und neue Begriffe in ,Sei passeggiate nei boschi narrativi’

2.3.1. Die ,Wald’ – Metapher

2.3.2. Die Begriffe ,patto finzionale’ und ,privilegio aletico’

2.3.3. Die Weiterentwicklung des ,Modell-Lesers’

2.3.4. Das ,Verweilen’

2.3.5. Die Welt als unendlicher Roman

3. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Umberto Ecos theoretischer Abhandlung „Lector in fabula“ und seinem späteren Werk „Sei passeggiate nei boschi narrativi“. Dabei wird analysiert, inwiefern Ideen des früheren Werkes in die Norton Lectures einflossen, wie sich die theoretischen Konzepte weiterentwickelt haben und welche Rolle die unterschiedlichen Textgattungen für die Darstellung der semiotischen und erzähltheoretischen Ansätze spielen.

  • Vergleich von Textgattungen und deren Einfluss auf die wissenschaftliche Darstellungsweise
  • Analyse der Kontinuität von Textbeispielen und erzähltheoretischen Begriffen
  • Weiterentwicklung zentraler Konzepte wie „Modell-Leser“ und „Wald-Metapher“
  • Untersuchung neuer Begriffe wie „patto finzionale“ und „privilegio aletico“
  • Philosophische Erweiterung der Textsemiotik hin zu einer Welterklärung

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Die ,Wald’ – Metapher

Ein Beispiel für die Weiterentwicklung einer Idee, die in dem früheren Werk bereits erwähnt wird, ist die ,Wald’ – Metapher in den ,Sei passeggiate’. Schon in ,Lector in fabula’ spricht Eco bei der Erläuterung seines Interpretationsmodells von der Vorstellung, daß sich ein Leser nicht ,geradlinig’ anhand eines starren Musters durch den Text bewegt:

Nel nostro diagramma si esprime il fatto che nel concreto processo di interpretazione tutti i livelli e sottolivelli – di fatto pure ,caselle’ metatestuali – possono essere raggunti anche per ampli ,balzi’, senza dover percorrere necessariamente sentieri obbligati, casella per casella: se la metaforo della mossa del cavallo non fosse già stata usata per altri proposti, sarebbe il caso di usarla qui.

Die deutsche Übersetzung spricht hier sogar von der “Metapher des Spaziergangs” 31, welche in ,Lector in fabula’ bereits mit dem Begriff der ,passeggiate inferenziali’ vorhanden ist. In den ,Sei passeggiate’ erscheint diese Metapher schon im Titel als Teil der ,Wald’- Metapher: Der Leser ist ein Spaziergänger, der durch die narrativen Wälder, also durch die Erzähltexte, schlendert. Diese ,Wald’- , bzw. ,Spaziergang’- Metapher durchzieht Ecos gesamte Norton Lectures, wie die Überschriften der einzelnen Vorlesungen schon vermuten lassen: „Entrare nel bosco“, „I boschi di Loisy“, „Indugiare nel bosco“, „I boschi possibili“ 32. Eco greift sie an mehreren Stellen wieder auf, wie z.B. bei der Charakterisierung der Modell – Leser ersten und zweiten Grades, die sich an der Art, wie diese den ,narrativen Wald’ durchschreiten, unterscheiden 33 oder am Ende der letzten Vorlesung bei dem Bericht über seinen Planetariumsbesuch: „Quello era un bosco narrativo dal quale non avrei mai più voluto uscire“ 34.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Konkretisierung des Arbeitsziels: Einführung in die Fragestellung, inwiefern Umberto Ecos spätere Vorlesungen „Sei passeggiate“ auf seinem früheren Werk „Lector in fabula“ basieren und wie sich Konzepte darin weiterentwickelt haben.

2. ,Lector in fabula’ als Hintergrund für ,Sei passeggiate nei boschi narrativi’: Analyse der formalen und inhaltlichen Unterschiede der Werke aufgrund ihrer Gattung als wissenschaftliche Abhandlung versus Vorlesung sowie Untersuchung der übernommenen und weiterentwickelten erzähltheoretischen Konzepte.

3. Konklusion: Zusammenfassendes Fazit, das bestätigt, dass „Lector in fabula“ als Grundlage der „Sei passeggiate“ dient, wobei neben Vereinfachungen eine thematische Ausweitung und begriffliche Ausdifferenzierung stattfand.

Schlüsselwörter

Umberto Eco, Lector in fabula, Sei passeggiate nei boschi narrativi, Erzähltheorie, Textsemiotik, Modell-Leser, Wald-Metapher, patto finzionale, privilegio aletico, Rezeptionstheorie, Fiktionstheorie, mögliche Welten, Interpretationsmodell, narrative Strategien, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die inhaltliche und theoretische Verbindung zwischen Umberto Ecos früherem Werk „Lector in fabula“ und seinem späteren Vorlesungszyklus „Sei passeggiate nei boschi narrativi“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Erzähltheorie, die Textsemiotik, die Rolle des Lesers sowie die Fiktionstheorie im Kontext der von Eco entwickelten Konzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, inwiefern Ecos Konzepte aus dem Jahr 1979 in die 13 Jahre später erschienenen „Norton Lectures“ eingeflossen sind und ob eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Ideen stattgefunden hat.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende Literaturanalyse, bei der erzähltheoretische Konzepte, Begriffe und Textbeispiele beider Primärwerke systematisch gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Gattungsvergleich, die Analyse übernommener Ideen (wie Textbeispiele und Begriffe) sowie die Untersuchung neu eingeführter oder weiterentwickelter Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Modell-Leser, Wald-Metapher, Fiktionsvertrag (patto finzionale), mögliche Welten und Textstrategien.

Warum spielt die Gattung des Textes für Ecos Theoriedarstellung eine Rolle?

Die Gattung (wissenschaftliche Abhandlung vs. Vorlesung) beeinflusst laut Autor maßgeblich Umfang, Stil, Genauigkeit und die Auswahl der Beispiele, da eine Vorlesung primär auf Didaktik und Praxisnähe ausgerichtet ist.

Was hat es mit dem „Modell-Leser zweiten Grades“ auf sich?

Dieser Begriff wird in den „Sei passeggiate“ eingeführt, um Leser zu beschreiben, die durch mehrfaches Lesen und Reflexion über den Text einen übergeordneten Sinn und die Intention des Autors rekonstruieren.

Inwiefern hat Massimo A. Bonfantini die Arbeit Ecos kritisiert?

Bonfantini bezeichnete Ecos ursprüngliches Modell in „Lector in fabula“ als „inkomplett“, da es nur drei Interpretationsebenen umfasse, wohingegen für eine „revolutionäre“ Lektüre ein vierter Schritt notwendig sei.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Umberto Ecos Erzähltheorie - 'Lector in Fabula' und 'Sei passeggiate nei boschi narrativi' im Vergleich
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,7
Autor
Franziska Knogl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
13
Katalognummer
V157297
ISBN (eBook)
9783640694259
ISBN (Buch)
9783640695089
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erzähltheorie Harvard-Vorlesung Leser Erzähler Fiktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Knogl (Autor:in), 2001, Umberto Ecos Erzähltheorie - 'Lector in Fabula' und 'Sei passeggiate nei boschi narrativi' im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157297
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Leseprobe aus  13  Seiten
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