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Innerfamiliäre Gewalt gegenüber Kindern

Titel: Innerfamiliäre Gewalt gegenüber Kindern

Diplomarbeit , 2010 , 92 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dennis Becker (Autor:in), Hannah Pangerl (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein unverzichtbarer Wertmaßstab besagt, dass das Kind nicht an Leib und Seele geschädigt werden darf. In der Realität wird dieser Maßstab jedoch häufig gerade durch diejenigen gebrochen, auf die sich das Kind absolut verlassen muss, nämlich die eigenen Eltern.
Schon seit Beginn der Menschheit ist Gewalt präsent, im Wandel der Zeit hat sich aber das Verständnis darüber verändert. Um diesen Verlauf aufzuzeigen, beginnen wir unsere Arbeit mit einem geschichtlichen Rückblick. Im Anschluss daran beschreiben wir die vier möglichen Gewaltformen körperliche, psychische und sexuelle Misshandlung sowie Vernachlässigung.
Mit Begründung der Bindungstheorie wurde bekannt, dass frühkindliche Erfahrungen für die spätere Persönlichkeitsbildung maßgeblich sind und dass Entwicklungsprobleme entstehen, wenn die Eltern auf Bedürfnisse des Kindes nicht angemessen reagieren. Da dieses Konzept für innerfamiliäre Gewalt von zentraler Bedeutung ist, gehen wir in unserer Arbeit näher darauf ein.
In den Medien wird immer wieder von grausamen innerfamiliären Kindesmisshandlungen und -vernachlässigungen berichtet, die die Öffentlichkeit schockieren. Bei den publizierten Fällen handelt es sich um extreme Beispiele, in denen Handlungen bzw. Unterlassungen der Eltern häufig sogar bis zum Tod des Kindes führen. Geringere Beachtung finden dagegen weniger schwerwiegende Misshandlungen, weshalb die Gesellschaft über das gesamte Ausmaß der Kindeswohlgefährdung kaum etwas weiß. Auch wir haben keine genaue Vorstellung darüber, weshalb wir im vierten Abschnitt auf Daten der Kinder- und Jugendhilfestatistik sowie der Polizeilichen Kriminalstatistik eingehen und diese auswerten.
Misshandlungen stellen einen massiven Einschnitt in das Leben der Kinder dar und gehen mit weitreichenden Folgen einher, mit denen wir uns im fünften Kapitel befassen.
Mit jedem öffentlich gemachten Missbrauchsfall wird die Frage nach dem Warum laut. Auch wir werden uns in der Diplomarbeit die Frage stellen, ob und inwieweit Persönlichkeitsmerkmale und andere Umstände eine Täterschaft begünstigen. Gehäuft wird das Jugendamt in die Schuldfrage mit einbezogen und Vorwürfen der Fahrlässigkeit bzw. Unterlassung ausgesetzt. Der mühsame Weg der Gefahrenbeseitigung findet aber nur selten Beachtung. Wir werden den Verlauf unter Einbeziehung des SGB VIII erläutern und Schwachstellen benennen.
Um Kindeswohlgefährdung bereits im Vorfeld zu verhindern, sind 2006...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Rückblick

3. Definitionen

3.1 Definition körperlicher Misshandlung

3.2 Definition psychischer Misshandlung

3.3 Definition sexuellen Missbrauchs

3.4 Definition der Vernachlässigung

4. Bindungstheorie

4.1 Grundlagen zur Bindungstheorie

4.1.1 Evolutionäre Verhaltensbiologie

4.1.2 Innere Arbeitsmodelle

4.1.3 Konzept der Feinfühligkeit

4.2 Die „Fremde Situation“ - Konzept der kindlichen Bindungsqualität

5. Häufigkeiten auf der Grundlage von Statistiken

5.1 Kinder- und Jugendhilfestatistik

5.2 Kriminalstatistik

6. Folgen

6.1 Folgen körperlicher Misshandlung

6.2 Folgen psychischer Misshandlung

6.3 Folgen sexuellen Missbrauchs

6.4 Folgen der Vernachlässigung

7.Erklärungsansätze für sexuellen Missbrauch

7.1 Psychodynamische Ansätze

7.2 Täterzentrierte Ansätze

7.3 Ansätze der Pädosexualität

7. 4 Systemtheoretische bzw. familien-dynamische Ansätze

7.5 Sozialwissenschaftliche bzw. sozial-psychologische Ansätze

7.6 Feministische Ansätze

8. Erklärungsansätze für Kindesmisshandlung

8.1 Psychopathologische Ansätze

8.2 Soziologische Ansätze

8.3 Sozial-situationale Ansätze

8.4 Gesellschaftliche und kulturelle Ansätze

8.5 Eklärungsansätze beim Kind – Viktimierungs-risiken

9. Prävention und Intervention

9.1 Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe

9.2 Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe

9.3 Präventionsprojekte

9.4 „Keiner fällt durchs Netz“

10. Fazit

11. Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der innerfamiliären Kindeswohlgefährdung mit dem Ziel, ein umfassendes Verständnis für die Ursachen, Folgen und Interventionsmöglichkeiten zu entwickeln. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich verschiedene Formen der Misshandlung (körperlich, psychisch, sexuell, Vernachlässigung) auf die kindliche Entwicklung auswirken und welche präventiven Ansätze, wie etwa "Keiner fällt durchs Netz", zur Verbesserung des Kinderschutzes beitragen können.

  • Historische Entwicklung des Kinderschutzes und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Definition und Differenzierung der verschiedenen Gewaltformen gegen Kinder
  • Bindungstheoretische Grundlagen und deren Bedeutung für innerfamiliäre Gewalt
  • Statistische Auswertung von Kindesmisshandlung und Inobhutnahmen
  • Ursachenmodelle und Erklärungstheorien für Täterschaft und familiäre Dynamiken
  • Strukturen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe in der Prävention

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition körperlicher Misshandlung

Für körperliche Misshandlung gibt es keine allgemein gültige Definition. Rechtlich betrachtet wird sie einerseits im Strafgesetzbuch, andererseits im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt (vgl. Kindler (c) 2006: 1). Nach § 225 (1) StGB liegt eine körperliche Misshandlung gegenüber Kindern vor, wenn das Opfer gequält und/oder roh misshandelt wird (vgl. Graichen 2009: 61). Im § 1666 BGB ist festgelegt, dass (vgl. a.a.O.: 2) „alle Handlungen von Eltern oder anderer Bezugspersonen, […] die durch Anwendung von körperlichem Zwang bzw. Gewalt für einen einsichtigen Dritten vorhersehbar zu erheblichen physischen oder psychischen Beeinträchtigung des Kindes und seiner Entwicklung führen oder vorhersehbar ein hohes Risiko solcher Folgen bergen“ (ebd.).

Einer der ersten und angesehensten Erklärungsversuche stammt von dem amerikanischen Kinderarzt Henry Kempe, der in physischer Misshandlung eine absichtliche Schädigung des Körpers eines Kindes durch Handlungen der Eltern oder Erziehungsberechtigten sieht. Inzwischen sind aus verschiedenen Forschungs- und Anwendungszusammenhängen unterschiedliche Erklärungsansätze entstanden. Sie unterscheiden sich in folgenden Punkten (vgl. Kindler (c) 2006: 1):

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik innerfamiliärer Kindesmisshandlung ein, skizziert den Aufbau der Arbeit und begründet das wissenschaftliche Interesse an Bindungstheorien sowie statistischen Erhebungen zum Thema.

2. Geschichtlicher Rückblick: Das Kapitel zeichnet den historischen Wandel vom Kind als rechtlosem Objekt bis hin zum modernen Kinderschutz und der gesetzlichen Verankerung der gewaltfreien Erziehung nach.

3. Definitionen: Hier werden die vier Hauptformen der Kindeswohlgefährdung – körperliche Misshandlung, psychische Misshandlung, sexueller Missbrauch und Vernachlässigung – wissenschaftlich und rechtlich definiert.

4. Bindungstheorie: Das Kapitel erläutert die evolutionären und psychologischen Grundlagen der Bindungstheorie, um das Verständnis für die Interaktion zwischen Eltern und Kind zu vertiefen.

5. Häufigkeiten auf der Grundlage von Statistiken: Es erfolgt eine Analyse von Daten der Kinder- und Jugendhilfestatistik sowie der Kriminalstatistik, um ein Bild über das Ausmaß der Kindeswohlgefährdung zu gewinnen.

6. Folgen: Dieser Abschnitt befasst sich mit den weitreichenden, oft lebenslangen gesundheitlichen, sozialen und psychischen Konsequenzen für betroffene Kinder durch verschiedene Misshandlungsformen.

7. Erklärungsansätze für sexuellen Missbrauch: Das Kapitel stellt verschiedene theoretische Modelle vor, die die Ursachen für sexuellen Missbrauch innerhalb und außerhalb von Familien erklären sollen.

8. Erklärungsansätze für Kindesmisshandlung: Hier werden psychopathologische, soziologische und sozial-situationale Faktoren sowie Risikofaktoren beim Kind analysiert, die zur Kindesmisshandlung beitragen.

9. Prävention und Intervention: Das Kapitel beschreibt die Strukturen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe sowie die Konzepte von Präventionsprojekten wie "Keiner fällt durchs Netz".

10. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Individualität der Gewaltfälle und der Notwendigkeit, den Schutz für Kinder kontinuierlich auszubauen.

Schlüsselwörter

Kindeswohlgefährdung, körperliche Misshandlung, psychische Misshandlung, sexueller Missbrauch, Vernachlässigung, Bindungstheorie, Kinder- und Jugendhilfe, Kriminalstatistik, Prävention, Intervention, Kinderschutz, SGB VIII, Familiendynamik, Erziehungskompetenz, Inobhutnahme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich umfassend mit dem Thema der innerfamiliären Kindeswohlgefährdung, ihren verschiedenen Formen, deren Ursachen, den daraus resultierenden Folgen für betroffene Kinder sowie den Interventions- und Präventionsstrategien der Kinder- und Jugendhilfe.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Definitionen von Gewaltformen gegen Kinder, die Bedeutung frühkindlicher Bindungserfahrungen, die Analyse statistischer Daten zur Verbreitung von Misshandlungen sowie die theoretischen Erklärungsansätze für dieses Phänomen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Mechanismen innerfamiliärer Gewalt zu schaffen, um auf dieser Grundlage die Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Schutzaufträge und präventiver Maßnahmen der Jugendhilfe kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung amtlicher Statistiken (Kinder- und Jugendhilfestatistik, Polizeiliche Kriminalstatistik) sowie die Betrachtung und Evaluierung ausgewählter Präventionsprojekte.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Definition und Einordnung der Misshandlungsformen, eine fundierte Auseinandersetzung mit der Bindungstheorie, eine statistische Bestandsaufnahme, eine tiefgehende Analyse der psychischen und physischen Folgen für die Kinder sowie die Darstellung zahlreicher Ursachenmodelle und Interventionsansätze.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kinderschutz, Kindeswohlgefährdung, Bindungstheorie, Prävention, Jugendhilfe und verschiedene Formen der Misshandlung (körperlich, psychisch, sexuell, Vernachlässigung) charakterisieren.

Welche Bedeutung hat das SGB VIII für die Arbeit?

Das SGB VIII bildet den wesentlichen rechtlichen Rahmen, den die Arbeit zur Erläuterung des Schutzauftrags der Jugendämter sowie zur Begründung der angebotenen Hilfen zur Erziehung und der Inobhutnahme heranzieht.

Was unterscheidet das Projekt "Keiner fällt durchs Netz" von anderen Ansätzen?

Das Projekt unterscheidet sich durch seinen präventiven Ansatz, der bereits sehr früh (teils während der Schwangerschaft) ansetzt, auf einer niedrigschwelligen Ebene arbeitet und besonders hoch belastete Familien durch die Begleitung von Familienhebammen gezielt unterstützt.

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Innerfamiliäre Gewalt gegenüber Kindern
Hochschule
Universität Kassel
Note
2,0
Autoren
Dennis Becker (Autor:in), Hannah Pangerl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
92
Katalognummer
V157155
ISBN (Buch)
9783640700691
ISBN (eBook)
9783640701766
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Innerfamiliäre Gewalt Kindern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis Becker (Autor:in), Hannah Pangerl (Autor:in), 2010, Innerfamiliäre Gewalt gegenüber Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157155
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