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Thematische und zeitliche Diskontinuität beim fernsehbegleitenden Sprechen

Title: Thematische und zeitliche Diskontinuität beim fernsehbegleitenden Sprechen

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics

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Das fernsehbegleitende Sprechen, im Folgenden fbS abgekürzt, stellt ein junges Thema der Sprachwissenschaft dar. Lange Zeit wurde die gesprochene Sprache in der Linguistik kaum bis gar nicht beachtet.

Ein weiterer Faktor, der die Analyse des fbS erschwerte,
ist die Tatsache, dass der Rezipient vor dem Fernseher lange als passives Subjekt gesehen wurde.

Den Kern dieser Arbeit bildet die Analyse von Pausen (3.2) und Gesprächsphasen (3.3)während des fbS. Da diese Kapitel größtenteils durch eigene Untersuchungen entstanden sind, sind dort kaum Textbelege oder anderweitige Quellenbelege anzutreffen. Kapitel
3 gehen exemplarisch einige theoretische Ausführungen zu essentiellen Merkmalen des fbS voraus: das empraktische Sprechen (2.1) sowie Grundlagen zeitlicher und thematischer Diskontinuität (2.2). Als theoretische Basis dieses Kapitels bzw. der gesamten
Arbeit wurden zum einen die Ergebnisse des DFG-Projektes „Über Fernsehen sprechen: Die kommunikative Aneignung von Fernsehen in alltäglichen Kontexten“ unter der Leitung von Werner Holly, Ulrich Püschel und Jörg Bergmann aus den Jahren 1995-2001 herangezogen. Zum anderen entstand im Rahmen dieser Studie ein Aufsatz
der Germanisten Heike Baldauf und Michael Klemm, der das zweite theoretische Standbein darstellt.Im Rahmen dieser Arbeit kann nicht auf alle Ergebnisse der Studie bzw. des fbS, wie der offenen Sprechsituation (open state of talk), der Medienrezeption
an sich oder auf die Unterschiede zu einem „richtigen“ Gespräch, eingegangen werden, sodass die Analyse auf einige Merkmale beschränkt bleiben muss. Abgerundet wird diese Arbeit durch ein detailliertes Fazit (4), in dem die Ergebnisse dieser Arbeit rekapituliert und ein Ausblick auf weitere Untersuchungen zum fbS gegeben werden sollen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Themen, die während des fbS aufgegriffen wurden sowie die Schweigephasen zwischen ihnen in quantitativer und inhaltlicher Hinsicht zu analysieren und zu ergründen, wieso manche Aussagen (freistehende Äußerungen) im Meer des Schweigens versanken oder zu Gesprächsinseln wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen des fernsehbegleitenden Sprechens

2.1. Empraktisches Sprechen

2.2. Thematische und zeitliche Diskontinuität

3. Analyse

3.1. Grundlagen und Voraussetzungen

3.2. Zeitliche Diskontinuität – Ein Meer des Schweigens

3.3. Thematische Diskontinuität – Von fülligen Schauspielern und Liebesgeschichten

3.3.1. Gesprächsinseln

3.3.2. Freistehende Äußerungen

4. Schluss

5. Literaturverzeichnis

6. Anhang

6.1. Transkript

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die quantitative und inhaltliche Analyse des fernsehbegleitenden Sprechens (fbS) anhand eines Transkripts, um zu untersuchen, wie Gesprächsphasen und Schweigephasen strukturiert sind und warum bestimmte Äußerungen als Gesprächsinseln fungieren oder als freistehende Äußerungen im "Meer des Schweigens" versinken.

  • Grundlagen und Definition des fernsehbegleitenden Sprechens (fbS) als empraktisches Handeln.
  • Analyse der zeitlichen Diskontinuität und der Bedeutung von Schweigephasen beim Fernsehen.
  • Untersuchung der thematischen Diskontinuität und der Charakteristik von Gesprächsinseln.
  • Differenzierung zwischen Gesprächsinseln und freistehenden Äußerungen sowie deren prozentuale Verteilung.
  • Erforschung von Gründen für das Gelingen oder Scheitern von kommunikativen Anschlusssequenzen beim Fernsehen.

Auszug aus dem Buch

3.2. Zeitliche Diskontinuität – Ein Meer des Schweigens

Nach der Darstellung der Rahmenbedingungen und den theoretischen Erläuterungen dreier Merkmale des fbS soll nun ihre Gültigkeit in der Praxis geprüft werden. Der erste Teil der Analyse gilt der Erörterung der zeitlichen Diskontinuität. Da sie neben der thematischen Diskontinuität meiner Meinung nach als essentiellstes Merkmal des fbS gilt, wird in der Analyse erwartet, dass sie aufgrund der Länge des Transkripts gehäuft auftreten wird.

Das Transkript umfasst 10 Schweigephasen unter 10 Sekunden, 7 bis einer Minute und 11 über eine Minute, wobei die längste 6:36 Minuten und die kürzeste 2 Sekunden umfasst. Insgesamt lassen sich 28 Schweigephasen mit einer Gesamtdauer von 40:12 Minuten feststellen. Auf die Gesamtdauer des Mitschnittes von 41:16 Minuten bezogen, ergibt sich somit eine reine Redezeit von 1:04 Minuten. Prozentual betrachtet, ergibt sich ein noch klareres Bild der Situation: 97,4% Schweigen und 2,6% Sprechen. Metaphorisch gesprochen gehen die 64 Sekunden Sprechen in einem Meer des Schweigens unter. Auf eine sehr ausgeprägte Art und Weise bestätigt sich daher die in 2.2 aufgeführte Annahme, dass nicht das Reden, sondern das Schweigen die Basis des fbS darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema fernsehbegleitendes Sprechen und Darlegung der Zielsetzung, die kommunikativen Phasen und Schweigephasen beim Fernsehen zu analysieren.

2. Grundlagen des fernsehbegleitenden Sprechens: Theoretische Fundierung des Begriffs fbS als empraktisches Handeln und Erläuterung der zeitlichen und thematischen Diskontinuität.

3. Analyse: Praktische Untersuchung des Transkripts hinsichtlich der Rahmenbedingungen, der zeitlichen Abfolge sowie der inhaltlichen Gesprächsstrukturen.

4. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach das Schweigen die Basis des fbS bildet, und Ausblick auf weiterführende psychologische Untersuchungen.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten sprachwissenschaftlichen und medienwissenschaftlichen Quellen.

6. Anhang: Bereitstellung des vollständigen Transkripts der durchgeführten Aufnahme.

Schlüsselwörter

fernsehbegleitendes Sprechen, fbS, empraktisches Handeln, Gesprächsinseln, freistehende Äußerungen, zeitliche Diskontinuität, thematische Diskontinuität, Gesprächsanalyse, Schweigephasen, Medienrezeption, Kommunikation, Fernsehrezeption, intertextuelles Wissen, Transkript.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse des "fernsehbegleitenden Sprechens" (fbS), also der gesprochenen Sprache von Rezipienten während sie fernsehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Struktur von Gesprächsphasen, das Phänomen der zeitlichen und thematischen Diskontinuität sowie die Rolle von Pausen beim gemeinsamen Fernsehen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Themen, die während des fbS aufgegriffen wurden, sowie die Schweigephasen quantitativ und inhaltlich zu analysieren, um zu ergründen, warum manche Äußerungen isoliert bleiben und andere zu Gesprächsinseln führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Gesprächsanalyse durchgeführt, basierend auf einem aufgezeichneten Transkript einer TV-Episode, welches nach den Konventionen von Holly/Baldauf transkribiert wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Merkmale des fbS und eine detaillierte Analyse der zeitlichen und thematischen Diskontinuität anhand des Transkripts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören fbS, empraktisches Handeln, Gesprächsinseln, zeitliche sowie thematische Diskontinuität und Medienrezeption.

Warum wurde für die Analyse ein Studentenpaar ausgewählt?

Das Studentenpaar Sascha und Judith diente als stationäre Rezipientengruppe, um das Kommunikationsverhalten bei einer werbefreien Episode einer Science-Fiction-Serie zu untersuchen.

Welche Rolle spielt die Komplexität der Handlung für das Sprechverhalten?

Der Autor schlussfolgert, dass eine komplexe und spannende Handlung die Rezipienten stark beansprucht, was zu sehr langen Schweigephasen führt und das fbS reduziert.

Was unterscheidet "Gesprächsinseln" von "freistehenden Äußerungen"?

Gesprächsinseln zeichnen sich dadurch aus, dass auf Äußerungen eingegangen wird, während freistehende Äußerungen keine verbale Reaktion des Gegenübers hervorrufen.

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Details

Title
Thematische und zeitliche Diskontinuität beim fernsehbegleitenden Sprechen
College
University of Würzburg  (Philosophisches Institut I)
Course
Sprache in den Medien
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V157142
ISBN (Book)
9783640700844
ISBN (eBook)
9783640702183
Language
German
Tags
Sprechen Sprache TV Fernsehen Diskontinuität Gesprächsinsel Schweigen Püschel Sprachwissenschaft Medien Germanistik Deutsch Empraxis empraktisches Sprechen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2010, Thematische und zeitliche Diskontinuität beim fernsehbegleitenden Sprechen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157142
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