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Zur Shop-Startseite › Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Medien im Mittelalter

Titel: Medien im Mittelalter

Seminararbeit , 2007 , 24 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Bastian Einck (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema dieser Hausarbeit sind die Medien des Mittelalters, dabei insbesondere die frühen Druckmedien, wie Einblattdrucke. Außerdem wird der Übergang von Mündlichkeit zur Schriftlichkeit behandelt und ein Einblick in das „Marktplatztheater“ der Stadt gegeben.
Schon im Mittelalter hat man über große Entfernungen miteinander kommunizieren können, auch wurde das Wissen schon gespeichert und archiviert. Nachrichten wurden genauso verbreitet, wie der neueste „Klatsch und Tratsch“. Medien wurden damals schon zu vielerlei Zwecken eingesetzt, sie dienten der Unterhaltung, Werbung und wurden damals schon von den Menschen zu Propagandazwecken missbraucht.
Medien werden im Groben in drei große Bereiche untergliedert :
a.) Primärmedien: Menschmedien
b.) Sekundärmedien: Druckmedien
c.) Tertiärmedien: Elektronische Medien
Bei den Menschmedien ist der Mensch selbst das zentrale Medium. Er speichert in seinem Gedächtnis zum Beispiel ein Schauspiel ab und führt dies auf einer Bühne dem Publikum vor. Bis 1400 haben die Menschmedien nach und nach ihre Dominanz eingebüßt und wurden von anderen, neueren Medien überlagert oder ersetzt.
Typische Sekundärmedien sind Bücher, Zeitungen und diverse Druckarten. Einblattdrucke und Flugblätter, auf die ich später noch intensiver eingehen möchte, zählen ebenfalls zu den Sekundärmedien.
Vollständigkeitshalber seien auch die Tertiärmedien erwähnt, die aber für meine Arbeit nicht weiter relevant sind, weil es sich hierbei um elektronische Medien, wie zum Beispiel Fernsehen, Kino oder Radio handelt, die zur Zeit des Mittelalters noch nicht existierten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lebenskreise im Mittelalter

3. Geschichte der mittelalterlichen Teilöffentlichkeiten und ihrer Medien

4. Einblattdrucke und Flugblätter im städtischen Kontext

4.1 Einblattdrucke

4.2 Flugblätter

5. Marktplatztheater der Stadt

5.1 Mediziner, Scharlatan und Quaksalber

5.2 Pseudokranke, Bettler und Gauner

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Medienlandschaft des Mittelalters, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung von der mündlichen Kommunikation hin zur frühen schriftlichen Medienkultur liegt. Dabei analysiert der Autor insbesondere die Rolle des Marktplatzes als zentralen Ort des sozialen und medialen Austauschs sowie die Funktion spezifischer Ausdrucksformen wie Einblattdrucke und Flugblätter.

  • Klassifizierung mittelalterlicher Medien (Primär-, Sekundär- und Tertiärmedien)
  • Die soziale Hierarchie und Lebenskreise im mittelalterlichen Alltag
  • Der Übergang von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit
  • Analyse städtischer Medien wie Einblattdrucke und Flugblätter
  • Das "Marktplatztheater" als Ort der Selbstdarstellung und Information
  • Mediale Strategien von Randgruppen (Bettler, Scharlatane, Gaukler)

Auszug aus dem Buch

4.1 Einblattdrucke

Einblattdrucke gibt es seit dem 14. Jahrhundert. Aus Holzplatten wurden Holzschnitte angefertigt, die anschließend mit Farbe versehen wurden und mithilfe einer Presse auf ein Stück Papier gedrückt wurden. In einigen Fällen sind auf einem Blatt auch mehrere unabhängige Drucke zu sehen, diese sollten im Nachhinein auseinander geschnitten werden. Diese Methode wurde aus ökonomischen Zwecken angewandt. Religiöse Bilder waren vor der Erfindung des Holzschnittes für den Großteil der Bevölkerung unerschwinglich. Durch die Neuentwicklung dieser Maschine musste nicht mehr jedes Werk per Hand hergestellt werden. So konnte das stetig wachsende Bedürfnis nach privaten biblischen Bildnissen gestillt und die Produktion quantitativ gesteigert werden.

Als Einblattdruck publizierte Texte können sehr umfangreich sein. Der größte gefundene Einblattdruck bis zum Ende des 15. Jahrhunderts ist das „Rigaer Riesenblatt“, es fasst mehrere Schriftstücke zusammen und hat insgesamt 630 Zeilen. In diesem Dokument geht es um die Verkündigung des Urteils über einen Rechtsstreit zwischen der Stadt Riga und dem deutschen Orden aus dem Jahre 1487. Es wurden mehrere Schriften zusammengefasst, weil alle von Bedeutung für die Urteilssprechung waren. Die einzelnen Großfoliobögen leimte der Drucker (Matthäus Brandis) nach der Produktion zusammen.

Die Möglichkeit, Schriften und Bildnisse plakatieren zu können und somit relativ einfach viele Menschen gleichzeitig anzusprechen, wurde natürlich auch schon im Mittelalter zum politischen Machtkampf genutzt, wie zum Beispiel bei der Mainzer Stiftsfehde (1461-1463). Hierbei handelte es sich um einen Streit zwischen zwei Erzbischöfen, Diether von Isenburg und Adolf von Nassau. Außer Papst Pius II. und Kaiser Friedrich III. war auch die Stadt Mainz in die Auseinandersetzung involviert. Beide Parteien nutzten die Neuentwicklung des Einblattdruckes um verschiedene Schriften öffentlich zu plakatieren, um so dem Machtkampf die entscheidende Wendung zu geben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Medien des Mittelalters vor und erläutert die medientheoretische Einteilung in Primär-, Sekundär- und Tertiärmedien.

2. Lebenskreise im Mittelalter: Das Kapitel beschreibt die starre soziale Struktur des Mittelalters anhand des Schachspiels als Metapher für die ständische Ordnung.

3. Geschichte der mittelalterlichen Teilöffentlichkeiten und ihrer Medien: Es wird die Entwicklung von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit thematisiert und erläutert, wie sich verschiedene soziale Milieus ihrer spezifischen Medien bedienten.

4. Einblattdrucke und Flugblätter im städtischen Kontext: Dieses Kapitel analysiert die ökonomische und soziale Bedeutung früher Druckmedien für die Informationsverbreitung in Städten.

5. Marktplatztheater der Stadt: Das Kapitel definiert den Marktplatz als Bühne des sozialen Lebens und analysiert die Akteure, die diesen Raum medienwirksam für ihre Zwecke nutzten.

6. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung reflektiert die Problematik der Quellenlage und mahnt zur kritischen Distanz gegenüber modernen Interpretationen von historischen Abbildungen.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Medien, Einblattdrucke, Flugblätter, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Marktplatztheater, Sozialgeschichte, Kommunikation, Scharlatane, Ständeordnung, Teilöffentlichkeiten, Holzschnitt, Propaganda, Stadtkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Medienkultur des Mittelalters, insbesondere mit den Formen der Kommunikation und Informationsverbreitung in einer Zeit des Wandels von einer rein mündlichen zu einer zunehmend schriftlich geprägten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Einordnung von Medien in Primär- und Sekundärmedien, die städtische Kommunikationsstruktur, die Rolle des Marktes als öffentlicher Raum sowie die mediale Inszenierung von verschiedenen Berufsgruppen und Randgruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die mediale Landschaft des Mittelalters aufzuzeigen und zu untersuchen, wie soziale Gruppen, von Händlern bis hin zu Bettlern, Kommunikationstechniken und Medien nutzten, um ihre Interessen zu vertreten oder zu überleben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse historischer Sekundärliteratur und interpretiert zeitgenössische sowie frühneuzeitliche Abbildungen (Einblattdrucke), um die mediale Praxis des Mittelalters zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die soziale Struktur (Lebenskreise), die mediale Geschichte, die Analyse spezifischer Druckmedien sowie eine detaillierte Betrachtung des "Marktplatztheaters" und seiner Akteure wie Quaksalber, Bettler und Kaufleute.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Medien, Mittelalter, Einblattdrucke, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Marktplatztheater und soziale Teilöffentlichkeiten.

Wie unterscheidet der Autor zwischen den Medientypen?

Der Autor unterscheidet in Primärmedien (Menschmedien), Sekundärmedien (Druckmedien) und Tertiärmedien (elektronische Medien, die im Mittelalter jedoch noch keine Rolle spielten).

Welche Bedeutung haben die "Bettler-Kategorisierungen" in der Arbeit?

Die Arbeit nutzt historische Schriften wie das "Liber vagatum", um zu zeigen, dass man schon im späten Mittelalter versuchte, Bedürftigkeit zu kategorisieren und zwischen "würdigen" Armen und Betrügern zu unterscheiden.

Warum wird die Quellenlage kritisch bewertet?

Da viele Darstellungen des mittelalterlichen Marktplatzlebens auf Kunstwerken der frühen Neuzeit basieren, betont der Autor, dass diese Bilder keine exakten historischen Fotografien sind, sondern Interpretationen, die hinterfragt werden müssen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medien im Mittelalter
Hochschule
Universität Münster  (Germanistik)
Veranstaltung
Mediävistik als Kulturwissenschaft
Note
3,0
Autor
Bastian Einck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
24
Katalognummer
V157122
ISBN (eBook)
9783640691951
ISBN (Buch)
9783640692378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien Mittelalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bastian Einck (Autor:in), 2007, Medien im Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157122
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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