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Performativität in Stefan Georges Maximin-Gedichten

Title: Performativität in Stefan Georges Maximin-Gedichten

Term Paper , 2024 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Petra Rathmann (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Stefan George hat mit seinen Maximin-Gedichten rückblickend seinem gesamten Lebenswerk erst seinen Sinn verliehen. Aus dem Maximin-Mythos wurde damit das Gesamtwerk in seiner Identität hergestellt. Diese Arbeit untersucht die performativen Dynamiken, die dies ermöglicht haben. Erst nach Erscheinen der Maximin-Gedichte bildete sich der heute bekannte George-Kreis. Zuvor gab es nur lose Treffen einzelner Kreismitglieder und George. Es wird untersucht, wie George mit seiner Poetik die Gründung des George-Kreises ins Leben gerufen hat und so die performativen Züge der Maximin-Gedichte herausarbeiten. In dieser Arbeit wurde die These untersucht, ob die Maximin-Gedichte eine implizite Poetik enthalten. Darüber hinaus wurde danach gefragt, mit welchen Mitteln Stefan George die Maximin-Gedichte inszeniert hat und welche performativen Züge darin enthalten sind. Hierzu wurde auf Forschungsliteratur von führenden George Experten wie Wolfgang Braungart und Jürgen Egyptien zurückgegriffen. Zusätzlich wurde die Stefan George Gesellschaft kontaktiert, die die George-Jahrbücher aus den Jahren 2020-2023 zur Verfügung gestellt hat. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Maximin-Gedichte performative Züge enthalten und Stefan George diese durch seine ästhetischen Inszenierungen, wie Fotografien, die Gestaltung seiner Werke und Rituale, die Inszenierung der eigenen Person, beeinflusst hat. Theoretisch fundiert wurden diese Ergebnisse durch Sybille Krämers medienphilosophisches Modell und Searles Sprechakttheorie. Die Arbeit verbindet somit Medientheorien mit literaturwissenschaftlichen Theorien, um neue Erkenntnisse zu generieren und einen tieferen Einblick in Georges Maximin-Gedichte zu erhalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorüberlegungen zum Vortragsstil Stefan Georges

3 Entstehungskontext der Maximin-Gedichte

4 Performative Aspekte in den Maximin-Gedichten

4.1 Performativität anhand Searles Sprechakttheorie

4.2 Performativität anhand Krämers medien-philosophischen Modells

5 Ästhetische Inszenierungen

5.1 Stefan George als poeta vates

5.2 Mimik, Gestik, Fotografien

5.3 Schriftbild, Sprachstil und Gestaltung der Texte

5.4 Rituale

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die performativen Dynamiken in Stefan Georges Maximin-Gedichten und analysiert, wie diese Poetik zur Gründung und Festigung des George-Kreises beitrug. Dabei wird hinterfragt, inwiefern die Gedichte als performative Akte fungieren, die über die reine sprachliche Beschreibung hinaus Wirklichkeit erzeugen und Stefan George als charismatische Zentralfigur inszenieren.

  • Analyse der performativen Kraft von Sprache in den Maximin-Gedichten.
  • Untersuchung der Rolle des Dichters als "poeta vates" und prophetische Figur.
  • Bedeutung von ästhetischen Inszenierungen wie Fotografie, Schriftbild und rituellen Praktiken.
  • Verbindung von Medientheorien (Krämer, Searle) mit der literaturwissenschaftlichen Analyse des George-Kreises.

Auszug aus dem Buch

4.1 Performativität anhand Searles Sprechakttheorie

Zur Analyse der Maximin-Gedichte kann die Sprechakttheorie von John R. Searle herangezogen werden, um die performative Dimension dieser Texte zu verstehen. Searles Ansatz basiert darauf, Sprache nicht nur als Mittel zur Übertragung von Informationen zu sehen, sondern als Handlung, die in der Lage ist, die Realität aktiv zu formen. Die Theorie bezieht sich zwar auf Sprechakte, kann aber gewinnbringend auf literarische Texte angewandt werden. Nach Iser und Cullen sind literarische Texte mit Sprechakten dahingehend zu vergleichen, als dass sie das, was von dem sie sprechen auch zu erzeugen vermögen, sodass die Heranziehung der Sprechakttheorie auch theoretisch fundiert ist.

Searle unterscheidet zwischen verschiedenen Ebenen der Sprechakte, lokutionäre, illokutionäre und perlokutionäre Akte, wobei insbesondere die illokutionäre Ebene für die Betrachtung der Maximin-Gedichte von Bedeutung ist. Auf dieser Ebene entfalten die Gedichte ihre Kraft, indem sie nicht nur als literarische Kunstwerke wirken, sondern auch als Handlungen, die von George intendierte Bedeutungen und Emotionen hervorrufen. Die Sprache wird hierbei zur Maßnahme, um die Beziehungen zwischen Autor, Text und Lesenden zu formen und zu transformieren. Das Hören oder Lesen der Gedichte kann bspw. dazu führen, dass Menschen Teil der George-Gemeinschaft werden wollen oder ihre Weltanschauung verändern und an einen neuen Gott glauben, sodass perlokutionäre Kräfte, also die Wirkung auf Andere, frei werden. Über die physische Präsenz des Gedichtbandes hinaus wird eine immaterielle Realität geschaffen, die sowohl Lesende als auch die kulturellen Kontexte, innerhalb derer die Gedichte rezipiert werden, beeinflusst. In dieser Weise agieren die Gedichte performativ, indem sie die Beziehung zwischen Darstellung und Realität hinterfragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellt die Forschungsfrage nach den performativen Dynamiken der Maximin-Gedichte und deren Bedeutung für die Identitätsstiftung des George-Kreises dar.

2 Vorüberlegungen zum Vortragsstil Stefan Georges: Analysiert Georges inszenierten Vortragsstil als Instrument seiner dichterischen Präsenz und prophetischen Wirkung.

3 Entstehungskontext der Maximin-Gedichte: Beleuchtet das kulturelle Umfeld um 1900 und die Rolle des Todes von Maximilian Kronberger als Ausgangspunkt für einen neuen Mythos.

4 Performative Aspekte in den Maximin-Gedichten: Untersuchungs-Kapitel, das mittels Searles Sprechakttheorie und Sybille Krämers Modell die Wirklichkeitserzeugung durch Dichtung erforscht.

5 Ästhetische Inszenierungen: Untersucht die Rolle des Dichters als "poeta vates" sowie die Bedeutung von Bildmedien, Typografie und rituellen Zusammenkünften für die Wirkung der Werke.

6 Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und betont die ganzheitliche performative Natur von Georges Dichtung.

Schlüsselwörter

Stefan George, Maximin-Gedichte, Performativität, Sprechakttheorie, Poeta vates, Ästhetische Inszenierung, George-Kreis, Medientheorie, Symbolismus, Identitätsstiftung, Mythos, Ritual, Maximilian Kronberger, Aura, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den performativen Aspekten der Maximin-Gedichte von Stefan George und deren Rolle bei der Entstehung und Festigung des George-Kreises.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Themenbereiche Performativität in der Literatur, die mediale Inszenierung des Dichters, die Bedeutung von Ritualen innerhalb des George-Kreises sowie die mythologische Überhöhung des Todes von Maximilian Kronberger.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird gefragt, welche performativen Dynamiken es Stefan George ermöglichten, durch seine Poetik und Inszenierung eine neue Gemeinschaft ins Leben zu rufen und welche implizite Poetik in den Maximin-Gedichten enthalten ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Sprechakttheorie von John R. Searle sowie das medienphilosophische Modell von Sybille Krämer, um die Wirkmechanismen der Gedichte wissenschaftlich zu fundieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Performativität von Georges Dichtung sowie eine detaillierte Analyse ästhetischer Inszenierungspraktiken wie Vortragsstil, Körpersprache, Typographie und rituelle Interaktion.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Performativität, poeta vates, ästhetische Inszenierung, Mythosbildung und George-Kreis charakterisieren.

Wie unterscheidet sich George als Dichter laut dieser Arbeit von zeitgenössischen Autoren?

George wird als "poeta vates" beschrieben, der durch bewusste ästhetische und rituelle Selbstinszenierung sein Leben und Werk verschmolz, um eine sakrale Rolle in der Gesellschaft zu besetzen, anstatt lediglich "selbstgenügsame Kunst" zu produzieren.

Warum spielt die Fotografie eine Rolle in der Analyse von Stefan Georges Werk?

Fotografien dienten George als strategisches Mittel, um sein öffentliches Bild als Prophet und Dichter zu etablieren, kulturelles Kapital bei seinen Anhängern zu akkumulieren und seine Aura auch räumlich distanziert zu festigen.

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Details

Title
Performativität in Stefan Georges Maximin-Gedichten
College
University of Hagen  (Neuere deutsche Literaturwissenschaften)
Course
Master
Grade
2,0
Author
Petra Rathmann (Author)
Publication Year
2024
Pages
30
Catalog Number
V1568321
ISBN (eBook)
9783389119372
ISBN (Book)
9783389119389
Language
German
Tags
Performativität, Performanz, Stefan George
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Rathmann (Author), 2024, Performativität in Stefan Georges Maximin-Gedichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1568321
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