Das Ziel der Unternehmensbewertung ist es, die potentiellen Preise für das ganze Unternehmen oder dessen Bestandteile zu ermitteln. Dabei ist die Rücksicht auf alle Erfolgspotentiale und die darauf einwirkenden Einflüsse notwendig. Folglich ist der Unsicherheit der künftigen Entwicklung entscheidungsrelevanten GrößenRechnung zu tragen.
In dieser Hausarbeit wird das Problem der Berücksichtigung von unsicheren Zahlungsströmen in der Unternehmensbewertung erörtert. Dies wird anhand des Ertragswertverfahrens gemacht, weil es sich aufgrund der empirischen Untersuchungen feststellen lässt, dass diesem Verfahren in der deutschen Praxis der Unternehmensbewertung große Rolle beigemessen wird.
Inhaltsverzeichnis
- Problemstellung
- Ertragswertverfahren
- Berücksichtigung von unsicheren Zahlungsströmen beim Ertragswertverfahren
- Allgemeines
- Risikoadjustierung im Zähler (Sicherheitsäquivalenzmethode)
- Risikoadjustierung im Nenner (Risikozuschlagsmethode)
- Allgemeines
- Risikoadjustierung bei stochastischer Abhängigkeit der Überschussverteilungen
- Risikoadjustierung bei stochastischer Unabhängigkeit der Überschussverteilung
- Berücksichtigung von unsicheren Zahlungsströmen beim Ertragswertverfahren
- Ein Beispiel
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Berücksichtigung unsicherer Zahlungsströme in der Unternehmensbewertung, speziell im Kontext des Ertragswertverfahrens. Ziel ist es, verschiedene Methoden zur Adjustierung von Risiken im Zusammenhang mit zukünftigen Unternehmenserträgen zu analysieren und deren praktische Anwendung zu beleuchten.
- Risikoadjustierung im Ertragswertverfahren
- Sicherheitsäquivalenzmethode
- Risikozuschlagsmethode
- Stochastische Abhängigkeit und Unabhängigkeit der Überschussverteilungen
- Praktische Anwendung der Methoden anhand eines Beispiels
Zusammenfassung der Kapitel
Die Hausarbeit beginnt mit einer Einführung in die Problemstellung der Berücksichtigung unsicherer Zahlungsströme in der Unternehmensbewertung. Anschließend wird das Ertragswertverfahren als gängiges Verfahren in der deutschen Praxis vorgestellt und die verschiedenen Methoden zur Risikoadjustierung im Zähler und Nenner des Ertragswertes diskutiert. Dabei werden die Sicherheitsäquivalenzmethode und die Risikozuschlagsmethode beleuchtet, wobei die stochastische Abhängigkeit und Unabhängigkeit der Überschussverteilungen berücksichtigt werden. Die Hausarbeit schließt mit einem Beispiel zur Veranschaulichung der diskutierten Methoden.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, unsichere Zahlungsströme, Risikoadjustierung, Sicherheitsäquivalenzmethode, Risikozuschlagsmethode, stochastische Abhängigkeit, stochastische Unabhängigkeit, Überschussverteilungen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ertragswertverfahren?
Das Ertragswertverfahren ermittelt den Wert eines Unternehmens basierend auf den zukünftig zu erwartenden Zahlungsströmen, die auf den Barwert diskontiert werden.
Wie wird Unsicherheit im Ertragswertverfahren berücksichtigt?
Unsicherheit kann entweder durch die Sicherheitsäquivalenzmethode (Anpassung im Zähler) oder die Risikozuschlagsmethode (Anpassung im Nenner) berücksichtigt werden.
Was ist die Risikozuschlagsmethode?
Hierbei wird der Zinssatz im Nenner um einen Risikoaufschlag erhöht, um dem Risiko unsicherer künftiger Erträge Rechnung zu tragen.
Was ist die Sicherheitsäquivalenzmethode?
Bei dieser Methode werden die unsicheren Zahlungsströme im Zähler direkt um einen Risikoabschlag reduziert, um einen "sicheren" Äquivalenzwert zu erhalten.
Warum ist stochastische Abhängigkeit wichtig?
Sie beschreibt, ob die Zahlungsströme verschiedener Perioden miteinander korrelieren, was die Risikobewertung und Diskontierung maßgeblich beeinflusst.
- Quote paper
- Anatoliy Savchenko (Author), 2002, Berücksichtigung von unsicheren Zahlungsströmen in der Unternehmungsbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/15670