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Zur Shop-Startseite › BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Bilanzierung und Prüfung aktiver latenter Steuern

Aktive latente Steuern vor und nach BilMoG

Titel: Bilanzierung und Prüfung aktiver latenter Steuern

Masterarbeit , 2010 , 53 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: B.Sc. Stephanie Olbrich (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, die Bilanzierung und Prüfung aktiver latenter Steuern zu durchleuchten, diesen Bilanzposten als Beratungs- und Prüfungsfeld vorzustellen, kritisch zu hinterfragen und strukturiert darzustellen. Mit einer Analyse der nun geltenden Vorschriften des HGB für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern geht eine kritische Würdigung von verschiedenen Gesetzesauslegungen und bilanzpolitischen Möglichkeiten einher. Schwerpunkt ist dabei die Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Einzelabschluss. Nachfolgend werden Unterschiede zur Bilanzierung von aktiven Steuerlatenzen im Konzernabschluss untersucht und ein prägnanter Vergleich zu den internationalen Rechnungslegungsvorschriften gezogen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Vorgehen bei der Jahresabschlussprüfung im Prüffeld „Aktive latente Steuern“, anhand des risikoorientierten Prüfungsansatzes. Dieses Prüffeld erfährt eine steigende Relevanz, da durch die Aktivierung von latenten Steuern eine aktive Bilanzpolitik betrieben werden kann, die zu enormen Auswirkungen auf das Jahresergebnis führt. Anlass geben die im Zuge des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) geänderten Vorschriften zu den latenten Steuern nach § 274 HGB. Dieser Paradigmenwechsel führt dazu, dass Steuerlatenzen als Schnittstelle zwischen Rechnungslegung und Steuerrecht künftig zu einem Beratungs- und Gestaltungsfeld mit hoher Ergebnisrelevanz werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Gegenstand der Untersuchung

1.2 Abgrenzung und Anwendungsbereich

2. Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Einzelabschluss

2.1 Bedeutungswandel durch das BilMoG

2.2 Ansatz aktiver latenter Steuern

2.2.1 Konzeptionelle Grundlagen

2.2.1.1 Außerbilanzielle Hinzurechnungen und Abzüge

2.2.1.2 Ertragsteuerliche Organschaft

2.2.2 Typische Sachverhalte für die Entstehung aktiver latenter Steuern

2.2.2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede auf der Aktivseite

2.2.2.2 Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede auf der Passivseite

2.2.2.3 Steuerliche Verlustvorträge

2.3 Bewertung und Ausweis aktiver latenter Steuern

2.3.1 Konzeptionelle Grundlagen

2.3.2 Bewertungsfragen

2.3.3 Aktivierungs- und Saldierungswahlrecht

2.3.4 Ausschüttungssperre

2.3.5 Anhangangabepflichten

2.4 Erstanwendungszeitpunkt und Übergangsregelungen

2.5 Anwendungsbeispiel zur Abgrenzung latenter Steuern

3. Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Konzernabschluss

3.1 Konzeptionelle Grundlagen

3.2 Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen

3.3 Abweichende Steuerabgrenzung nach IFRS

4. Prüfungsvorgehen im Prüffeld „Aktive latente Steuern“

4.1 Konzeptionelle Grundlagen

4.2 Prüfungsplanung

4.2.1 Prüfungsstrategieentwicklung

4.2.2 Informationsbeschaffung und vorläufige Risikoeinschätzung

4.2.2.1 Inhärente Risiken auf Unternehmensebene

4.2.2.2 Inhärente Risiken auf Prüffeldebene

4.2.2.3 Vorbereitende Prüfungshandlungen

4.2.3 Vorläufige Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen und Beurteilung der Fehlerrisiken

4.2.4 Aufbauprüfung des IKS – Kontrollrisiko

4.2.5 Festlegung von Prüfungsprogramm und Prüfungsstrategie

4.3 Prüfungsdurchführung

4.3.1 Checkliste für das Prüffeld „Aktive latenten Steuern“

4.3.2 Funktionsprüfung des IKS

4.3.3 Durchführung aussagebezogener Prüfungshandlungen

4.3.3.1 Prüfungshandlungen bezüglich des Ansatzes aktiver latenter Steuern

4.3.3.2 Prüfungshandlungen bezüglich der Bewertung und des Ausweises aktiver latenter Steuern

4.3.3.3 Prüfungshandlungen bezüglich der Übergangsregelungen

4.3.3.4 Prüfungshandlungen bezüglich aktiver latenter Steuern im Konzernabschluss

4.3.3.5 Abschließende Prüfungshandlungen

4.3.4 Dokumentation und Berichtserstattung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bilanzierung und Prüfung aktiver latenter Steuern nach Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Das Ziel ist es, die neuen HGB-Vorschriften zu durchleuchten, bilanzpolitische Spielräume zu analysieren und ein strukturiertes Vorgehen für die Jahresabschlussprüfung unter Anwendung eines risikoorientierten Ansatzes darzustellen.

  • Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Einzelabschluss nach dem Temporary-Konzept.
  • Umgang mit steuerlichen Verlustvorträgen und Bewertungsunterschieden.
  • Konzernspezifische Besonderheiten bei der Steuerabgrenzung.
  • Risikoorientierte Abschlussprüfung und Funktionsprüfung interner Kontrollsysteme (IKS).
  • Vergleich der HGB-Regelungen mit internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).

Auszug aus dem Buch

2.2.1.2 Ertragsteuerliche Organschaft

Nach § 14 Absatz 1 Satz 1 KStG und § 2 Absatz 2 Satz 2 GewStG wird bei Vorliegen einer Organschaft das steuerliche Ergebnis der Organgesellschaft dem Organträger als Steuersubjekt und somit Steuerschuldner zugerechnet. Die herrschende Literatur vertritt überwiegend die Meinung, dass eine Bilanzierung latenter Steuern auf Ebene der Organgesellschaft ausscheidet, da diese während des Bestehens der Organschaft selbst nicht mit Ertragssteuern belastet ist (Ausnahme: Ausgleichszahlungen im Sinne des § 16 KStG) und sich in dieser Zeit kein steuerlicher Effekt aus der Umkehrung von temporären Differenzen ergeben kann. Die formale Betrachtungsweise verlangt also eine ausschließliche Bilanzierung von latenten Steuern bei dem Organträger. Daneben wird, insbesondere bei gleichzeitigem Bestehen von Steuerumlagevereinbarungen, unter der wirtschaftlichen Betrachtungsweise teilweise auch der Ansatz latenter Steuern auf Ebene der Organgesellschaft anerkannt.

Unter Berücksichtigung der formalen Betrachtungsweise sind im Jahr des Entstehens der Organschaft, die bei der Organgesellschaft bestehenden Steuerlatenzen ergebniswirksam aufzulösen und bei dem Organträger zu bilanzieren. Vororganschaftliche Verlustvorträge der Organgesellschaft gemäß § 15 Satz 1 Nr. 1 KStG sind nicht zu verrechnen, sondern „einzufrieren“. Demnach erfasst der Organträger bei der Ermittlung latenter Steuern nur seine eigenen Verlustvorträge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und erläutert die steigende Relevanz latenter Steuern als Schnittstelle zwischen Steuerrecht und Rechnungslegung durch das BilMoG.

2. Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Einzelabschluss: Hier werden die konzeptionellen Grundlagen des Temporary-Konzepts, die Ansatzkriterien, Bewertungsfragen sowie die spezifische Behandlung von Verlustvorträgen und Organschaften erläutert.

3. Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Konzernabschluss: Dieses Kapitel behandelt die Besonderheiten bei der Konsolidierung und stellt die HGB-Regelungen dem internationalen IAS 12 Standard gegenüber.

4. Prüfungsvorgehen im Prüffeld „Aktive latente Steuern“: Das Kapitel beschreibt detailliert den risikoorientierten Prüfungsansatz, die Prüfungsplanung sowie die konkrete Durchführung mittels Checklisten für Aufbau- und Funktionsprüfungen des IKS.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Würdigung der Herausforderungen durch das BilMoG und der Kritik an der zunehmenden Komplexität der Steuerabgrenzung.

Schlüsselwörter

Bilanzierung, Prüfung, aktive latente Steuern, BilMoG, HGB, Temporary-Konzept, Steuerabgrenzung, Verlustvorträge, Konzernabschluss, Jahresabschlussprüfung, IKS, Ausschüttungssperre, Steuerlatenz, Organschaft, Bilanzpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bilanzierung und Prüfung aktiver latenter Steuern unter den geänderten Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und stellt ein Konzept für die Jahresabschlussprüfung vor.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Übergang zum Temporary-Konzept, die Bilanzierung latenter Steuern in Einzel- und Konzernabschlüssen sowie die methodische Prüfung dieser Posten im Rahmen einer risikoorientierten Abschlussprüfung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Untersuchung?

Ziel ist es, den Bilanzposten „Aktive latente Steuern“ als Beratungs- und Prüfungsfeld zu strukturieren, die Auswirkungen der Gesetzesänderungen kritisch zu würdigen und Prüfungshandlungen für die Praxis abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der geltenden HGB-Vorschriften, einer kritischen Auswertung der Fachliteratur sowie einer strukturierten Darstellung der Prüfungsvorgehensweisen nach dem risikoorientierten Prüfungsansatz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bilanzierung (Einzelabschluss und Konzernabschluss) sowie das Prüfungsvorgehen (Planung, Aufbau- und Funktionsprüfung des IKS, aussagebezogene Prüfungshandlungen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe BilMoG, latente Steuern, HGB, Temporary-Konzept, Jahresabschlussprüfung und Steuerabgrenzung geprägt.

Wie geht die Arbeit mit der Problematik der Verlustvorträge um?

Die Arbeit erläutert die gesetzliche Verankerung der Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge unter Berücksichtigung eines fünfjährigen Planungshorizonts und betont die Komplexität sowie die notwendige steuerliche Planungsrechnung.

Welche Rolle spielt das Interne Kontrollsystem (IKS) bei der Prüfung?

Das IKS wird als wesentlicher Bestandteil des risikoorientierten Prüfungsansatzes dargestellt; die Arbeit liefert hierfür konkrete Checklisten zur Aufbau- und Funktionsprüfung.

Warum ist die Bilanzierung latenter Steuern nach dem BilMoG als „Bilanzpolitik“ relevant?

Durch das Aktivierungswahlrecht und die komplexen Bewertungsmethoden entsteht ein Spielraum, der es Unternehmen ermöglicht, durch Bilanzierung latenter Steuern das Eigenkapital oder das Jahresergebnis aktiv zu beeinflussen.

Wie unterscheidet sich die Vorgehensweise bei Organschaften?

Die Arbeit erklärt, dass nach formaler Betrachtungsweise die Bilanzierung latenter Steuern primär beim Organträger erfolgt, während die Organgesellschaft selbst während des Bestehens der Organschaft in der Regel keine eigenen Latenzen ausweist.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bilanzierung und Prüfung aktiver latenter Steuern
Untertitel
Aktive latente Steuern vor und nach BilMoG
Hochschule
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Note
2,0
Autor
B.Sc. Stephanie Olbrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
53
Katalognummer
V156598
ISBN (eBook)
9783640699940
ISBN (Buch)
9783640700202
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilanzierung Prüfung Steuern Aktive Steuern latente Steuern Steuerlatenzen Unterschiede Handelsbilanz Steuerbilanz HGB BilMoG Prüfungsschema Wirtschaftsprüfung Steuerberatung Latenzen passive latente Steuern Rechnungswesen Bilanz deferred taxes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Stephanie Olbrich (Autor:in), 2010, Bilanzierung und Prüfung aktiver latenter Steuern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156598
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  53  Seiten
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