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Häusliche Gewalt an Frauen - Eine empirische Untersuchung der Gewalterfahrungen von Frauen im familiären Kreis

Title: Häusliche Gewalt an Frauen - Eine empirische Untersuchung der Gewalterfahrungen von Frauen im familiären Kreis

Bachelor Thesis , 2009 , 47 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jessica Osterhagen (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Vergewaltigung, Missbrauch, ein harter Schlag ins Gesicht, eine Ohrfeige, ein kleiner Schubs – Gewalt gehört bei jeder vierten Frau in Deutschland zu ihrem Alltag. Ausweglosigkeit, Ohnmacht, Angst ist der ständige Begleiter der Gewalt erfahrenen Frauen, die durch ihre Familien, Ehe oder Partnerschaft unterdrückt und misshandelt werden. Vorangegangene empirische Untersuchungen meinen, dass jede vierte Frau Deutschlands häusliche Gewalt erlebt. Diese Arbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht dieses zu untersuchen und zu begründen. Eine Untersuchung von 100 Frauen in einer Großstadt soll zeigen, wie viele Frauen häusliche Gewalt erleben, Hilfe einfordern und wie man ihnen Hilfe anbieten kann. Stimmt es, dass Frauen mit Migrationshintergrund öfter häusliche Gewalt erleiden und warum? Warum erstatten Gewalt erlebte Frauen keine Strafanzeige? Warum holen sie sich keine professionelle Hilfe ein? Wer kann ihnen eigentlich helfen? Warum sind diese Frauen so ohnmächtig? „Macht macht Angst, Angst macht Ohnmacht“ hat der Mediziner Gerhard Uhlenbruck einmal gesagt. Vielleicht ist Angst das Schlüsselproblem vieler Gewalt erlebter Frauen. Auch das wird diese Arbeit herausfinden und widerlegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aggression und häusliche Gewalt – Was bedeutet das?

3. Unterschiedliche Formen von Gewalt

4. Erkrankungen durch häusliche Gewalt

5. Vorgehensweise und Aufbau der empirischen Untersuchung

5.1 Empirische Untersuchung

5.1.2 Auswertung der empirischen Untersuchung

5.1.2 Anzahl der Probanden

5.1.3 Alter der Probanden

5.1.4 Migrationshintergrund

5.1.5 Gewalterfahrungen der Probanden

5.1.6 Erlebte Gewaltform

5.1.7 Über die Gewalt sprechen

5.1.8 Warum das Opfer Gewalt erfahren musste

5.1.9 Professionelle Unterstützung

5.2 Ergebnisse

6. Prävention und Intervention

7. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Ausmaß und die Dynamik häuslicher Gewalt gegen Frauen durch eine empirische Befragung von 100 Frauen in Köln, um Hilfsbedarfe zu identifizieren und die Wirksamkeit präventiver Ansätze zu reflektieren.

  • Empirische Erhebung zu Gewalterfahrungen bei Frauen unterschiedlicher Altersgruppen.
  • Analyse der Formen von Gewalt (physisch, psychisch, sexuell, ökonomisch).
  • Untersuchung des Hilfesuchverhaltens und der Rolle des Migrationshintergrunds.
  • Evaluation von Interventionsmöglichkeiten und der Rolle der sozialen Arbeit.
  • Darstellung von Barrieren, die Opfer daran hindern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Auszug aus dem Buch

Die physische Gewalt

Die physische Gewalt umfasst eine große Spannbreite von Misshandlungen, die vom einfachen Schubsen bis zum Töten reicht: Ohrfeigen, heftiges Zwicken, Faustschläge, Fußtritte, Bisse, Verbrennungen, verdrehte Arme, Angriffe mit Stich- oder Schusswaffen – nicht zu vergessen die Freiheitsberaubung. Mit flacher Hand auf den Bauch schlagen, an den Haaren ziehen, zu stoßen, den Arm verrenken, sind Tätlichkeiten die keine Spuren hinterlassen. Dieses wissen die Täter sehr genau und üben daher extra diese Gewalttaten aus.

Wenn über einen längeren Zeitraum Frauen Demütigungen ertragen mussten, aber nicht reagieren konnten, kann es sein, dass es nach einem von der Polizei geahndeten körperlichen Übergriff plötzlich „klick“ macht und sie den Ausstieg finden. Meistens hindert jedoch eine Anzeige zunächst an weiteren Gewalttaten, dennoch bleibt die Gewalt präsent - verbal oder in Überfällen auf die Psyche.

Psychische Gewalt kann sich indirekt äußern, indem z.B. das Kind aus der vorherigen Beziehung grob angefasst wird, oder ein Haustier gequält wird. Solch aggressive Verhaltensweisen sollen Angst machen, doch für die Frau ist es psychisch nicht anders, als hätte sie selbst Schläge bekommen. Sie wird nicht geschlagen, spürt aber am eigenen Körper den Schmerz. Dieser reagiert mit Bauch-, Muskel-, oder Kopfschmerzen. So wird ein Zusammenhang mit der seelischen Gewalt deutlich: Der Schlag, den man fürchtet, der aber nicht kommt, hat eine ebenso schädliche (wenn nicht gar schädlichere) Wirkung wie der reale Schlag, der nicht unbedingt dann erfolgt, wenn man ihn erwartet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Wahl des Themas durch persönliche Praxiserfahrungen und stellt die Forschungsfrage zur empirischen Überprüfung der Verbreitung häuslicher Gewalt bei Frauen verschiedener Altersgruppen.

2. Aggression und häusliche Gewalt – Was bedeutet das?: Es erfolgt eine theoretische Abgrenzung der Begriffe Aggression und Gewalt, wobei der Fokus auf der Dynamik in Partnerschaften und der Machtverschiebung liegt.

3. Unterschiedliche Formen von Gewalt: Dieses Kapitel beschreibt das breite Spektrum der Gewalt, von physischen Übergriffen bis hin zu ökonomischer und psychischer Gewalt, illustriert durch Fallbeispiele.

4. Erkrankungen durch häusliche Gewalt: Die körperlichen und psychosomatischen Langzeitfolgen für betroffene Frauen sowie die Beeinträchtigungen von Kindern als Mitbetroffene werden erörtert.

5. Vorgehensweise und Aufbau der empirischen Untersuchung: Hier werden Methodik, Zielsetzung und Struktur der durchgeführten Befragung von 100 Frauen in Köln dargelegt.

5.1 Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt umfasst die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten zu Alter, Gewalterfahrung, Hilfesuchverhalten und den Gründen für das Schweigen der Opfer.

5.2 Ergebnisse: Die zentralen Daten der Umfrage werden zusammengefasst und mit der eingangs erwähnten Literaturhypothese zur Verbreitung von Gewalt gegenübergestellt.

6. Prävention und Intervention: Es werden Unterstützungsangebote für Opfer von Gewalt sowie die notwendigen Kompetenzen von Sozialarbeitern in Interventionsstellen definiert.

7. Resümee: Die Autorin reflektiert ihre Ergebnisse, vergleicht sie kritisch mit der vorhandenen Literatur und leitet berufliche Konsequenzen für ihr zukünftiges Handeln ab.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Gewalt gegen Frauen, empirische Untersuchung, Sozialarbeit, Interventionsstelle, physische Gewalt, psychische Gewalt, Migrationshintergrund, Hilfesuchverhalten, Prävention, Opferhilfe, Dunkelziffer, Partnerschaft, Täter, Angst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema häuslicher Gewalt gegen Frauen, untersucht deren verschiedene Ausprägungsformen und analysiert das Hilfesuchverhalten sowie die Barrieren der betroffenen Frauen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Gewalt und Aggression, die psychischen und körperlichen Folgen für Opfer, die Bedeutung des sozialen Umfelds sowie präventive Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, durch eine empirische Untersuchung von 100 Frauen in Köln herauszufinden, in welchem Ausmaß Frauen Gewalt erleben, welche Rolle das Alter und der Migrationshintergrund spielen und warum viele Betroffene keine professionelle Hilfe suchen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines Fragebogens durchgeführt, bei der 100 erwachsene Frauen in der Kölner Innenstadt befragt wurden.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche zu Gewaltformen und deren Folgen sowie eine detaillierte grafische Auswertung der Befragungsdaten zu Gewalterfahrungen und Hilfeansprüchen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Häusliche Gewalt, Interventionsstelle, Migrationshintergrund, Opferhilfe, Gewaltprävention und soziale Arbeit.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen den Gewaltformen in ihrer Untersuchung?

Die Autorin differenziert zwischen Schlägen, Haare ziehen, Würgen, Vergewaltigung, psychischer Gewalt und sonstigen Formen, um deren Häufigkeit und Verteilung auf verschiedene Altersgruppen sichtbar zu machen.

Warum suchen laut der Studie viele betroffene Frauen keine externe Hilfe?

Die Untersuchung zeigt, dass über 50 % der Befragten aus Angst vor negativen Konsequenzen und der Überzeugung, dass sich an der Situation ohnehin nichts ändern wird, schweigen.

Welche Rolle spielt der Migrationshintergrund laut den Ergebnissen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein signifikanter Teil der befragten Gewaltopfer einen Migrationshintergrund aufweist, wobei besonders Frauen zwischen 26 und 45 Jahren betroffen sind.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Sozialarbeit in diesem Kontext?

Die Autorin unterstreicht die hohe Bedeutung professioneller Intervention und Beratung und leitet aus ihrer Praxiserfahrung sowie der Untersuchung ab, dass eine effektive Unterstützung Opfer befähigen muss, ihr Leben dauerhaft gewaltfrei zu gestalten.

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Details

Title
Häusliche Gewalt an Frauen - Eine empirische Untersuchung der Gewalterfahrungen von Frauen im familiären Kreis
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Grade
1,0
Author
Jessica Osterhagen (Author)
Publication Year
2009
Pages
47
Catalog Number
V156543
ISBN (Book)
9783640697076
ISBN (eBook)
9783640697410
Language
German
Tags
Häusliche Gewalt Frauen Eine Untersuchung Gewalterfahrungen Frauen Kreis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Osterhagen (Author), 2009, Häusliche Gewalt an Frauen - Eine empirische Untersuchung der Gewalterfahrungen von Frauen im familiären Kreis, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156543
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