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Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung

Fluß-, See- und Strandterrassen: Erforschungsgeschichte und ihr Wert für die paläogeographische Rekonstruktion

Die Flußterrassen der Maas

Titel: Fluß-, See- und Strandterrassen: Erforschungsgeschichte und ihr Wert für die paläogeographische Rekonstruktion

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christian Benner (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Landschaften, welche die Maas prägten und von dieser, immer auch aus humangeographischer (Kultur, Industrie, Handel, Schiffahrt, etc.) wie auch aus physischgeographischer (z.B. Ardennendurchbruch, Flussterrassenbildung, Ästuardelta mit dem Rhein (vgl. AHNERT, 2003: 258)) Sicht, geprägt wurden. Demnach hat die Maas viele Facetten, sie ist ein europäisches Gewässer: Als Meuse entspringt sie auf dem Plateau de Langres in Frankreich, fließt weiter durch die französischen Ardennen als Canal du Meuse (Maaskanal) bis Givet, um kurz danach als Haute Maas (Obere Maas) in den belgischen Teil der Ardennen vorzudringen, Dinants Felsenformationen zu passieren, in Namur Vorfluter des Sambre zu sein, kurz hinter Huy wieder als Maas die Ardennen zu verlassen und ab Maastricht durch die hügelige niederländische Provinz Limburg zu fließen, um als Bergse Maas im Hollandsdiep in die Nordsee zu münden (vgl. DIERCKE, 2000). In dieser Arbeit soll nun, wie der Name des Seminars bereits verrät, das Hauptaugenmerk auf die „Erforschungsgeschichte und deren Wert für die paläogeographische Rekonstruktion der Flußterrassen der Maas“ gelegt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Die Maas – Ein (ur-)europäischer Fluß

2 Über die Genese der Maas(terrassen) – Ein historischer Abriß

3 Die Flußterrassen der Maas – anhand ausgewählter Standorte

3.1 Flußterrassen der West- und Ost-Maas im Raum Maastricht

3.2 Flußterrassen der ardennischen Maas im Raum Liège/ Namur/ Givet

4 Diagnostische Bedeutung der (Maas-)Flußterrassen

5 Fazit – Flußterrassen als wertvolle Zeugen der Vergangenheit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geologische Erforschungsgeschichte der Maasterrassen und deren zentrale Bedeutung für die paläogeographische Rekonstruktion der Flussentwicklung. Dabei wird insbesondere analysiert, wie tektonische Hebungen des Ardennen-Massivs und klimatische Schwankungen während des Quartärs das Relief und die Terrassenbildung der Maas beeinflusst haben.

  • Geologische Einordnung des Maas-Einzugsgebiets
  • Einfluss von Tektonik und vulkanischen Prozessen (Mantel-Plumes)
  • Wechselspiel zwischen Kalt- und Warmzeiten bei der Terrassenbildung
  • Methoden zur paläogeographischen Rekonstruktion (Terrassenkorrelation)
  • Diagnostische Analyse der Flussbettentwicklung

Auszug aus dem Buch

3 Die Flußterrassen der Maas – anhand ausgewählter Standorte

Da die bis heute andauernde Hebung des Ardennisch-Rheinischen-Schiefergebirges, auch in jüngerer Zeit vor allem bedingt durch den Manteldiapir (bzw. Plume) unterhalb der Eifel (vgl. GARCIA-CASTELLANOS ET AL., 2000 bzw. H.J. NEUGEBAUER ET AL., 1983: 381ff), das gesamte flußaufwärts des Roer-Tal-Graben liegende Gebiet der Ardennen angehoben hat und quartäre Klimabedingungen auf das Tal der Maas eingewirkt haben, konnten sich im Laufe der Jahrtausende auf der Gänze des Flussverlaufs der Maas eine Vielzahl an Flußterrassen an den unterschiedlichsten Flußabschnitten herausbilden. Da im Rahmen dieser Hausarbeit nicht alle Flußterrassen erschöpfend erfasst werden können, ist es vonnöten Schwerpunkte zu setzen. Im Folgenden Kapitel soll daher lediglich auf die Terrassenbildung spezieller Flußabschnitte eingegangen werden, die beispielhaft für die Gesamtheit aller Terrassen der Maas stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Maas – Ein (ur-)europäischer Fluß: Dieses Kapitel gibt einen geographischen Überblick über den Verlauf und das beachtliche geologische Alter des Flusssystems der Maas.

2 Über die Genese der Maas(terrassen) – Ein historischer Abriß: Hier werden die tektonischen Einheiten und die historische Entwicklung des Einzugsgebiets sowie die wesentlichen Einflüsse von Klimaschwankungen erläutert.

3 Die Flußterrassen der Maas – anhand ausgewählter Standorte: Der Hauptteil analysiert spezifische Terrassensequenzen im Raum Maastricht und im ardennischen Bereich bei Liège, Namur und Givet.

4 Diagnostische Bedeutung der (Maas-)Flußterrassen: Dieses Kapitel erläutert wissenschaftliche Methoden, mit denen Flussterrassen als Indikatoren für endogene und exogene Entwicklungsprozesse interpretiert werden.

5 Fazit – Flußterrassen als wertvolle Zeugen der Vergangenheit: Zusammenfassende Betrachtung der tektonischen und klimatischen Faktoren, welche die Flussgeschichte der Maas nachhaltig geprägt haben.

Schlüsselwörter

Maas, Flußterrassen, Paläogeographie, Ardennen, Roer-Tal-Graben, Quartär, Tektonik, Taleintiefung, Sedimentation, Eiszeiten, Hebung, Geomorphologie, Flussanzapfung, Antezedenz, Terrassenkorrelation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geologischen Geschichte der Maasterrassen und ihrer Rolle als Zeugen der landschaftlichen Entwicklung Mitteleuropas.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Tektonik, der Flussdynamik während des Quartärs sowie den spezifischen Methoden der geomorphologischen Terrassenforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Dokumentation der Erforschungsgeschichte der Maasterrassen und deren Nutzung für die paläogeographische Rekonstruktion.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine morpho-stratigraphische Analyse durchgeführt, die Terrassenkorrelationen, Datierungsmethoden und Vergleiche der Sedimentvolumina nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der lokalen Terrassensituation bei Maastricht und in den Ardennen sowie die diagnostische Auswertung dieser Befunde.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der "Maas" vor allem "Terrassenbildung", "Tektonik", "Quartär" und "Erosionsprozesse".

Welche Rolle spielt das Ardennen-Massiv für die Flussgeschichte?

Die Hebung des Ardennen-Massivs gilt als entscheidende Grundvoraussetzung für die Eintiefung der Maas und die Entstehung der terrassenförmig angeordneten Talböden.

Wie beeinflussen Klimaschwankungen die Terrassenbildung?

Der Wechsel zwischen Kaltzeiten (mit Aufschotterung durch Frostschutt) und Warmzeiten (mit Taleintiefung) ist der primäre Mechanismus, der zur Bildung der unterschiedlichen Terrassenniveaus führte.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fluß-, See- und Strandterrassen: Erforschungsgeschichte und ihr Wert für die paläogeographische Rekonstruktion
Untertitel
Die Flußterrassen der Maas
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Geographisches Institut)
Note
1,0
Autor
Christian Benner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V156496
ISBN (Buch)
9783640700288
ISBN (eBook)
9783640701391
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Strandterrassen Erforschungsgeschichte Wert Rekonstruktion Paläogeographie paläogeographisch Flußterrassen Seeterrassen Maas Meuse Ardennen Fluß Rift System Graben Eiszeit Warmzeit Terrassen Frankreich Limburg Hügelland Niederlande Holland Belgien Namur Maaskanal Kanal Vogesen Flußanzapfung Anzapfung Genese Rhein Roer Valley Maastricht ardennische Maas Givet Liège Maasterrassen Diagnose diagnostische Bedeutung Waarsenburg Canal du Meuse Lorraine Meuse Ardennes Meuse Pariser Becken Luxembourg Fließrichtung Toul Mosel Elster Saale Weichsel Hebung Orogenese Mantle Plume Davis Dome Rhenish Massif Antezedenz Campine Block Peel Block Nordsee Basin Aufschotterung Diapir
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Benner (Autor:in), 2009, Fluß-, See- und Strandterrassen: Erforschungsgeschichte und ihr Wert für die paläogeographische Rekonstruktion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156496
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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