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Chancen und Risiken eines binären Geschlechtersystems

Title: Chancen und Risiken eines binären Geschlechtersystems

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katharina Rahmer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics

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Summary Excerpt Details

In unserer Gesellschaft beherrscht ein binäres Geschlechtersystem unser Denken. Es besteht die Annahme, dass es zwischen Männern und Frauen grundlegende Unterschiede gibt. Diese Unterschiede herrschen sowohl im Verhalten und im Handeln sowie in den Fähigkeiten und Fertigkeiten. Jedes Individuum unserer Gesellschaft hat sich in dieses binäre Geschlechtersystem einzuordnen und sich seines Geschlechts entsprechend zu verhalten.
Die Frage, die ich in dieser Hausarbeit beantworten möchte, ist, wie diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern entstehen und welche Prozesse für die Entstehung von Geschlechtsidentitäten ausschlaggebend sind. Dabei erscheint nicht nur interessant, welche Prozesse entscheidend sind, sondern weshalb die Gesellschaft diese Prozesse entwickelt und welche Folgen, negativ wie positiv, eine Einordnung von Individuen in ein Geschlechtersystem birgt.
Zunächst möchte ich die gängigsten Theorien zur Ausbildung eines binären Geschlechtersystems mit zwei polaren Geschlechtsidentitäten erläutern. Dabei werde ich historisch vorgehen und die traditionellste Theorie, den bis heute etablierten Biologismus erläutern. Das soziologische sex-gender-Konzept, das versucht die biologistischen Theorien in ihren Grundannahmen zu überwinden stellt das zweite behandelte Theorem dar. Zuletzt werde ich auf die neuste gängige Theorie, der konstruktivistischen Theorie, zur Herausbildung von verschiedenen Geschlechtsidentitäten in unserer Gesellschaft eingehen. Jeweils zum Ende der Darstellung einer Theorie werde ich die bedeutendsten Gegenargumente und Widersprüche zusammenfassend erörtern.
Zum Abschluss werde ich auf die bedeutsamsten Chancen und Risiken der Bildung eines binären Geschlechtersystems eingehen und dabei darstellen inwiefern Zuweisungen zu Geschlechtsidentitäten einerseits notwendig sind und welche Gefahren sich andererseits aus unreflektierten Zuweisungen ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erklärungsansätze für die Entstehung von Geschlechtsidentitäten

2.1 Biologistische Erklärungsansätze

2.2 Das sex-gender-Konzept – Unterscheidung zwischen einem biologischen und einem sozialen Geschlecht

2.3 Interaktionistisch und Konstruktivistisch – das „doing-gender“-Konzept

3. Chancen und Risiken der Unterstellung unterschiedlicher Geschlechtsidentitäten

3.1 Chancen: Fähigkeit zur Interaktion

3.2 Risiken: Reproduktion patriarchaler Strukturen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursprünge und gesellschaftlichen Folgen eines binären Geschlechtersystems. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Geschlechtsidentitäten entstehen und inwieweit die Einordnung von Individuen in dieses System sowohl notwendige soziale Orientierung als auch patriarchale Risiken birgt.

  • Historische und theoretische Erklärungsansätze der Geschlechtsidentität
  • Biologistische Theorien und deren kritische Reflexion
  • Das sex-gender-Konzept im Vergleich zur konstruktivistischen Perspektive
  • Die Analyse des „doing-gender“-Konzepts
  • Chancen und Gefahren der binären Geschlechterordnung

Auszug aus dem Buch

2.1 Biologistische Erklärungsansätze

Die biologistischen Erklärungsansätze haben die längste Tradition in der Erforschung der Geschlechtsidentitäten. Grundlegend hierbei ist die Annahme, dass es zwischen den Geschlechtern biologisch determinierte Unterschiede gibt, diese würden zu qualitativen Differenzen im Handeln und Verhalten führen.

Bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert wurden physische Merkmale wie der unterschiedliche Körperbau, Behaarung und physiologische Prozesse wie die Menstruation der Frau zur Begründung eines binären Geschlechtssystems mit zwei inhärenten vorhandenen und polaren Geschlechtsidentitäten herangezogen.

Im 19. Jahrhundert entsteht der ‚Glaube an die Keimdrüsen‘; die Eierstöcke und die Hoden geraten in den Blickpunkt der Erklärungsansätze für Verhaltensdispositionen bei Männer und Frauen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Erbanlagen bzw. die geschlechtsbestimmenden Chromosomen bestimmend in der Debatte darüber welche mikrobiologischen Komponenten zur Ausbildung eines binären Geschlechtssystems geführt habe (vgl. Voß, Heinz (2008) „Wie für dich gemacht“ S. 158-159).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der binären Geschlechterordnung und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Entstehung und Folgen von Geschlechtsidentitäten.

2. Erklärungsansätze für die Entstehung von Geschlechtsidentitäten: Überblick über die wissenschaftliche Entwicklung von Theorien zur Geschlechtsidentität vom 19. Jahrhundert bis heute.

2.1 Biologistische Erklärungsansätze: Erörterung der traditionellen Annahme, dass Verhalten und Fähigkeiten direkt auf biologischen Voraussetzungen basieren.

2.2 Das sex-gender-Konzept – Unterscheidung zwischen einem biologischen und einem sozialen Geschlecht: Analyse des Konzepts, das zwischen angeborenem biologischem Geschlecht (sex) und erlerntem sozialen Geschlecht (gender) differenziert.

2.3 Interaktionistisch und Konstruktivistisch – das „doing-gender“-Konzept: Untersuchung der Sichtweise, dass Geschlecht keine biologische Basis hat, sondern durch soziale Interaktion stetig konstruiert wird.

3. Chancen und Risiken der Unterstellung unterschiedlicher Geschlechtsidentitäten: Reflexion über die Ambivalenz der Kategorisierung: Hilfsmittel für die Interaktion vs. Gefahren durch Reduktion.

3.1 Chancen: Fähigkeit zur Interaktion: Darstellung, wie Kategorienbildung und Geschlechtszuschreibungen die Komplexität des Alltags reduzieren und soziale Interaktion ermöglichen.

3.2 Risiken: Reproduktion patriarchaler Strukturen: Analyse der Gefahr, dass die binäre Struktur Hierarchien und die Unterdrückung eines Geschlechts legitimiert.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Unausweichlichkeit des binären Systems im Denken sowie der Möglichkeiten, dieses durch Reflexion zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

Geschlecht, Geschlechtsidentität, Sozialisation, Biologismus, sex-gender-Konzept, doing-gender, Konstruktivismus, Geschlechtersystem, patriarchale Strukturen, Identitätsbildung, Interaktion, soziale Konstruktion, Geschlechterdifferenz, Rollenverhalten, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und soziologischen Erklärungsansätzen, die zur Einordnung von Individuen in ein binäres Geschlechtersystem führen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Evolution biologischer Erklärungen, die Abgrenzung von Sex und Gender sowie der konstruktivistische Ansatz der Geschlechterrollen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, wie Unterschiede zwischen den Geschlechtern entstehen und welche Konsequenzen – sowohl positive als auch negative – die gesellschaftliche Einordnung in ein binäres System mit sich bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der soziologische und psychologische Basistheorien gegenübergestellt und kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse verschiedener Theorien zur Geschlechtsidentität sowie eine kritische Abwägung der Chancen und Risiken, die eine binäre Geschlechterordnung im sozialen Alltag bietet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind „doing-gender“, „sex-gender-Konzept“, „Biologismus“ und „soziale Konstruktion“.

Inwieweit kann das „doing-gender“-Konzept den Biologismus überwinden?

Das Konzept ermöglicht es, Geschlecht als rein sozial konstruiert zu betrachten, entkommt dabei jedoch nicht der Annahme, dass gesellschaftlich weiterhin von zwei polaren Identitäten ausgegangen wird.

Warum stellt das binäre Geschlechtersystem ein Risiko dar?

Das Hauptrisiko liegt in der Reproduktion patriarchaler Strukturen, da die binäre Unterscheidung zwangsläufig zu einer Hierarchisierung führen kann, die wirtschaftliche und soziale Ungleichheit legitimiert.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Chancen und Risiken eines binären Geschlechtersystems
College
University of Hannover  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Sozialisation und Geschlecht
Grade
2,0
Author
Katharina Rahmer (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V156465
ISBN (eBook)
9783640690428
ISBN (Book)
9783640690923
Language
German
Tags
Chancen Risiken Geschlechtersystems
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Rahmer (Author), 2009, Chancen und Risiken eines binären Geschlechtersystems, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156465
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