Die integrierte (Marketing) Kommunikation ist eine der bedeutendsten Aufgaben in der Kommunikationspolitik der Unternehmen geworden. Im Zuge eines intensivierten Kommunikationswettbewerbes auf dem Markt scheint die integrierte Kommunikation einen Weg zu bieten, erfolgreich mit Konsumenten zu kommunizieren, indem vereinheitlichte und kundenorientierte Botschaften vermittelt werden. Viele große und erfolgreiche Unternehmen aus den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen wie Condor, Red Bull, die Volks- und Raiffeisenbanken und Lucky Strike haben erfolgreich gezeigt, dass gut integrierte Unternehmenskommunikation den Weg zum Erfolg ebenen kann.
Jedoch haben sich die Strategien mit der Entstehung neuer Kommunikations-formen, bekannt als Social Media oder Web 2.0, grundlegend verändert und stellen Unternehmen vor eine neue und nie dagewesene Herausforderung in der Kommunikationspolitik. Vor allem die Kommunikation zwischen Konsumenten wurde durch die internetbasierten neuen Medien erleichtert. So ist es plötzlich möglich, dass sich ein Konsument via sozialer Netzwerke, Blogs, Videos etc. mit tausenden von anderen Konsumenten auf globaler Ebene über Produkte, Marken, Produktinnovationen und vieles mehr austauschen kann. Die frühere Mundpropaganda oder Word of Mouth (WOM) findet plötzlich im globalen digitalen Netzwerk statt und ohne die Unternehmen. Die Kontrolle solcher Gespräche unter Konsumenten im Netz liegt also jenseits der direkten Kontrolle der Manager von Unternehmen. Genau dieser Fakt steht im Kontrast zu dem hohen Grad an Kontrolle, den die integrierte Kommunikation erfordert. Die Unternehmen stehen somit vor einem neuen weitreichenden Problem, welches Thema der vorliegenden Arbeit ist.
Das Ziel der Arbeit ist die Darstellung und Analyse der integrierten Kommunikation als notwendige Form der Unternehmenskommunikation im 21. Jahrhundert. Ebenso soll Web 2.0 als eine neue Entwicklung im Marketing betrachtet werden. Schlussfolgernd soll eine Lösung für die oben beschriebene Problemstellung hervorgehen, aus der sich Empfehlungen für Unternehmen ergeben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung
- Zielsetzung
- Vorgehensweise
- Integrierte Kommunikation
- Begriffsbestimmung
- Kommunikationsdefizite und Integrationsbedarf
- Aufgaben und Ziele der integrierten Kommunikation
- Formen der integrierten Kommunikation
- Klassische Formen der Integration
- Crossmedia als Teilbereich der integrierten Kommunikation
- Barrieren der integrierten Kommunikation in der Kommunikationspraxis
- Umsetzung der Strategie der integrierten Kommunikation
- Konzeptpapier der integrierten Kommunikation
- Anforderungen an Personal und Management
- Social Media
- Begriffsbestimmungen Social Media und Web 2.0
- Theoretische Hintergründe
- Formen von Social Media
- Chancen von Social Media
- Chancen aus Sicht der Nutzer
- Chancen aus Sicht der Unternehmen
- Risiken von Social Media
- Risiken für Nutzer
- Risiken für Unternehmen
- Erfolgsfaktoren für erfolgreiches Social Media-Marketing
- Zukünftige Trends
- Integrierte Kommunikation unter Einbeziehung von Social Media
- Funktionen von Social Media im integrierten Kommunikationsmix
- Fördernde Funktion im integrierten Kommunikationsmix
- Störende Funktion im integrierten Kommunikationsmix
- Lösungsansätze
- Integration von Social Media
- Beeinflussungsmethoden der Online-Mundpropaganda
- Reaktionsempfehlungen nach schlechter Online-Mundpropaganda
- Funktionen von Social Media im integrierten Kommunikationsmix
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Integration von Social Media in den Kommunikationsmix. Ziel ist es, die Funktionen von Social Media im Kontext der integrierten Kommunikation zu analysieren und Lösungsansätze für eine erfolgreiche Integration zu erarbeiten.
- Bedeutung der integrierten Kommunikation für Unternehmen
- Funktionsweise von Social Media und deren Einfluss auf die Kommunikation
- Chancen und Risiken von Social Media im Kommunikationsmix
- Strategien zur Integration von Social Media in die integrierte Kommunikation
- Herausforderungen und Lösungsansätze für die Integration von Social Media
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Problemstellung ein, die Zielsetzung der Arbeit wird erläutert und die Vorgehensweise beschrieben. Kapitel 2 behandelt das Konzept der integrierten Kommunikation, wobei verschiedene Formen und Herausforderungen in der Praxis beleuchtet werden. Das dritte Kapitel widmet sich dem Thema Social Media, indem es Begriffsbestimmungen, theoretische Hintergründe, Chancen und Risiken sowie Erfolgsfaktoren für erfolgreiches Social Media-Marketing beleuchtet.
Schlüsselwörter
Integrierte Kommunikation, Social Media, Web 2.0, Online-Mundpropaganda, Kommunikationsmix, Chancen, Risiken, Erfolgsfaktoren, Integration, Crossmedia, Marketingstrategie
Häufig gestellte Fragen
Was ist integrierte Kommunikation?
Integrierte Kommunikation ist die Vernetzung aller Kommunikationsmaßnahmen eines Unternehmens, um eine einheitliche und kundenorientierte Botschaft zu vermitteln.
Warum ist Social Media eine Herausforderung für das Marketing?
Unternehmen verlieren die absolute Kontrolle über ihre Botschaften, da Konsumenten sich in sozialen Netzwerken und Blogs eigenständig und global austauschen.
Was bedeutet Online-Mundpropaganda (Word of Mouth)?
Es bezeichnet den digitalen Austausch von Konsumenten über Produkte und Marken, der eine enorme Glaubwürdigkeit besitzt, aber für Manager schwer steuerbar ist.
Welche Chancen bietet Social Media für Unternehmen?
Unternehmen können direkt mit Kunden interagieren, schnelles Feedback erhalten und die Reichweite ihrer Botschaften kostengünstig steigern.
Wie sollten Unternehmen auf negative Online-Mundpropaganda reagieren?
Die Arbeit empfiehlt spezifische Reaktionsstrategien, die auf Transparenz, Schnelligkeit und Dialog setzen, statt Kritik zu ignorieren oder zu löschen.
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- Julia Sabeike (Author), 2010, Social Media: Eine Herausforderung im integrierten Kommunikationsmix, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156362