Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Altruismus oder Egoismus?

Soziales Verhalten als genetisch bedingter Überlebensvorteil

Titel: Altruismus oder Egoismus?

Hausarbeit , 2008 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diplom-Ökonom Paul Ramm (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Für uns Menschen ist das Helfen und Unterstützen eines Artgenossen eine Selbstverständlichkeit, wenn nicht gar ein Muss. So wird jeder von uns definitiv behaupten, er würde in einen reißenden Strom springen um einen Menschen zu retten, und sei es auch kein Nahestehender. Nun bleibt zu hinterfragen, warum man denn sein Leben für das eines anderen aufs Spiel setzt. Stellt denn der Mensch eine Ausnahme in der Natur dar? So schrieb Goethe einst folgende Worte: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Denn das alleine unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen“. Es scheint, als vermöge eben nur unsere Spezies uneigennütziges Verhalten an den Tag zu legen. Jedoch drängt sich die Frage auf, ob das kooperative Verhalten lediglich das Mittel zum Zweck ist oder ob es tatsächlich so etwas wie einen „echten“ Altruismus gibt.
Genau an dieser Fragestellung setzt die interdisziplinäre Wissenschaft Soziobiologie an. So gerne der Mensch auch an ein selbstloses Handeln unter Artgenossen glauben mag, um das von ihm selbst geschaffene Menschenbild aufrecht erhalten zu können, letztendlich wird ein „Draufzahler“ und ein „Nutznießer“ niemals ewig in dieser Rolle verharren können. Denn die biologische Evolution ist unberechenbar und kennt kein Gut oder Böse. Ausschlaggebend ist alleine die Eignung der Gene, und das Individuum ist dazu geschaffen, um die erfolgreichste Strategie umzusetzen, die den Fortbestand ebendieser garantiert. Die natürliche Auslese, wie sie von Charles Darwin begründet wurde, tut ihr übriges. Denn mittel- bis langfristig löscht sie jede Strategie aus, die sich nicht rechnet. Aus dem Ansatz der Soziobiologie wird ersichtlich, dass jede Verhaltensweise, selbst die kooperative bzw. altruistische, in der Gesamtbilanz Vorteile für den Fortbestand der eigenen Gene bringen muss, anderweitige würde diese Strategie einfach nicht mehr existieren.
In dieser Ausarbeitung wird zuerst auf die Entwicklung der noch vergleichsweise recht jungen Disziplin Soziobiologie eingegangen. Dabei werden die Grundannahmen durchleuchtet und darauf folgend der Egoismus der Gene vorgestellt. Anschließend wird auf kooperative Verhaltensweisen eingegangen. Unter diesem Punkt wird die Frage geklärt, ob es den so genannten „echten“ Altruismus gibt, oder dieser lediglich als „Wolf im Schafspelz“ zu interpretieren ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der soziobiologische Ansatz

2.1 Geschichtlicher Hintergrund

2.2 Der Begriff der Soziobiologie

2.3 Grundannahmen

2.4 Egoismus der Gene

3. Kooperative Verhaltensweisen als genegoistische Strategien

3.1 (Reziproker) Altruismus

3.2 Nepotismus

3.3 Kampf der Geschlechter

3.4 Der Generationenkonflikt

4. Kritik am soziobiologischen Ansatz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob altruistisches und kooperatives Verhalten in der Natur tatsächlich als selbstlos zu bezeichnen ist oder ob diese Verhaltensweisen als genegoistische Strategien zur Steigerung der individuellen reproduktiven Fitness dienen.

  • Grundlagen der Soziobiologie und die Evolutionstheorie
  • Die Theorie des "Egoismus der Gene" nach Richard Dawkins
  • Reziproker Altruismus und Nepotismus als Überlebensstrategien
  • Konfliktpotentiale durch geschlechtsspezifische Fortpflanzungsinteressen
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem soziobiologischen Menschenbild

Auszug aus dem Buch

2.4 Egoismus der Gene

Um den Gen-Egoismus aus der soziobiologischen Betrachtungsweise darstellen zu können, sei an dieser Stelle eine Passage aus dem Buch „Das egoistische Gen“ von Richard Dawkins wiedergegeben: „Ich würde argumentieren, daß eine vorherrschende Eigenschaft, die wir bei einem erfolgreichen Gen erwarten müssen, ein skrupelloser Egoismus ist. Dieser Egoismus des Gens wird gewöhnlich egoistisches Verhalten des Individuums hervorrufen.“ … „So gern wir auch etwas anders glauben wollen, universelle Liebe und das Wohlergehen einer Art als Ganzes sind Begriffe, die evolutionstheoretisch keinen Sinn ergeben.“

Allgemein ist unter dem Egoismus der Gene eigennütziges Verhalten zu verstehen, „das die Eignung des «Handlungsurhebers» auf Kosten des «Handlungsempfängers» erhöht.“ Letztlich geht es in der Soziobiologie immer um die Reproduktion eigener Gene und der Organismus ist dazu programmiert, um das zu gewährleisten. Ob diese Handlung nun offen ersichtlich ist oder auf den ersten Blick scheinbar zu vernachlässigen sei, da der daraus gewonnene Nutzen sehr klein zu sein scheint, ist nicht von Bedeutung. Es würde kein Egoist in jemand anderes etwas investieren, wenn es ihm in der Gesamtbilanz Nachteile bringen würde.

Dass die Strategie des eigennützigen Verhaltens hierbei im Vordergrund steht, erscheint eminent logisch. Welche Strategie sonst, wenn nicht die des Egoismus, erhöht die Wahrscheinlichkeit des eigenen Überlebens und sichert einem Individuum somit direkt den Fortbestand der eigenen Gene? Nichts erscheint plausibler und keine andere Verhaltenstaktik wirkt sich so zielführend aus, die von der natürlichen Selektion begünstigt wird und somit mehrere Generationen überlebt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen menschlichem Wunschdenken über Selbstlosigkeit und den soziobiologischen Annahmen, nach denen jede Handlung dem Fortbestand der Gene dienen muss.

2. Der soziobiologische Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Herleitung der Soziobiologie aus der Evolutionstheorie und definiert ihre zentralen Begriffe wie Gen-Egoismus und Fitness.

3. Kooperative Verhaltensweisen als genegoistische Strategien: Das Kapitel analysiert verschiedene Formen der Kooperation, wie reziproken Altruismus, Nepotismus und elterliches Investment, als Strategien zur Sicherung des Fortpflanzungserfolgs.

4. Kritik am soziobiologischen Ansatz: Hier werden die Hauptvorwürfe gegenüber der Soziobiologie – insbesondere der Vorwurf des genetischen Determinismus und des naturalistischen Fehlschlusses – entkräftet und diskutiert.

Schlüsselwörter

Soziobiologie, Evolutionstheorie, Gen-Egoismus, Altruismus, Reziproker Altruismus, Nepotismus, Fitness, Natürliche Auslese, Fortpflanzung, Sozietät, Gruppenbildung, Genotyp, Kooperation, Verhaltensforschung, Selektion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert soziales und altruistisches Verhalten aus der Perspektive der Soziobiologie und untersucht, inwieweit diese Verhaltensweisen als genetisch bedingte Strategien zur Reproduktionssicherung verstanden werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Soziobiologie, die Theorie des Gen-Egoismus, verschiedene Arten kooperativen Verhaltens in der Tier- und Menschenwelt sowie die wissenschaftliche Kritik an diesem Forschungsansatz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob es tatsächlich "echten" Altruismus gibt oder ob vermeintlich uneigennütziges Verhalten in Wirklichkeit ein "Wolf im Schafspelz" ist, der dem Fortbestand der eigenen Gene dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Synthese soziobiologischer Grundannahmen, um Phänomene wie Nepotismus oder geschlechtsspezifische Konflikte evolutionsbiologisch zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Evolution von Kooperationsformen, der Rolle der Verwandtenselektion und dem Konfliktpotential zwischen den Geschlechtern bei der Jungenaufzucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Soziobiologie, Gen-Egoismus, Altruismus, Fitness und natürliche Selektion charakterisiert.

Wie lässt sich die altbaltische Fabel von der "Krähenweisheit" in diesem Kontext deuten?

Die Fabel illustriert, dass die Weitergabe eigener Gene das oberste Ziel ist, wobei altruistisches Verhalten nur dann selektionsvorteilhaft ist, wenn es die künftige Generation unterstützt, nicht jedoch bei kurzfristiger Gegenseitigkeit ohne langfristigen Reproduktionsnutzen.

Warum wird der "Generationenkonflikt" als strategisches Problem betrachtet?

Der Konflikt entsteht, weil Eltern ihre begrenzte Energie auf mehrere Nachkommen verteilen müssen, während der einzelne Nachwuchs bestrebt ist, so lange wie möglich von elterlicher Fürsorge zu profitieren, was einen gegensätzlichen Evolutionsdruck erzeugt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Altruismus oder Egoismus?
Untertitel
Soziales Verhalten als genetisch bedingter Überlebensvorteil
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Grundlagen der Wirtschaftsethik
Note
1,0
Autor
Diplom-Ökonom Paul Ramm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
18
Katalognummer
V156358
ISBN (Buch)
9783640684847
ISBN (eBook)
9783640685097
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftsethik Altruismus Egoismus Soziales Verhalten Soziobiologie Egoismus der Gene Reziproker Altruismus Nepotismus Generationenkonflikt evolutionär stabile Strategie Das egoistische Gen Genegoismus Kampf der Geschlechter Evolution Evolutionäre Ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Ökonom Paul Ramm (Autor:in), 2008, Altruismus oder Egoismus?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156358
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum