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Wohnen in der Moderne

Die Magdeburger Hermann-Beims-Siedlung als Prototyp des gemeinnützigen Siedlungsbaus der Weimarer Republik

Titel: Wohnen in der Moderne

Hausarbeit , 2024 , 38 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Melanie Metzlaff (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit dem Wohnungsbau im Magdeburg der zwanziger Jahre, der aus einer besonderen Zusammenarbeit von Stadt und gemeinnützigen Baugenossenschaften besteht und stellt diese in den Kontext zeitgenössischer Kritik. Wie sehr der Mangel an Wohnraum sowohl Politiker als auch Architekten der Moderne aufforderte, sich dem Neuen Bauen zu verpflichten, wird im Vergleich zu gleichzeitigen Vorgängen in Frankfurt am Main unter Stadtbaurat Ernst May (1886–1970) deutlich. Dabei wird die Forschungsfrage untermauert, dass der Beims-Siedlung auf kommunaler Ebene eine Vorbildfunktion zugewiesen wurde.

Mit dem Bau der Herrmann-Beims-Siedlung verfolgte das Magdeburger Stadtbauamt den Zweck, der akuten Wohnungsnot entgegenzuwirken, die nicht zuletzt aus einer bis ins späte neunzehnte Jahrhundert hinein eingeschränkten Stadtgestalt resultiert. Bei der Durchführung des Bauvorhabens, sowie bei den nachfolgenden Magdeburger Großsiedlungen, die in der Zeit der Weimarer Republik entstanden, berief sich das Stadtbauamt auf den 1920 gegründeten VfK, obwohl sich die Stadt maßgeblich an den Entwürfen der Herrmann-Beims-Siedlung beteiligte, um eine gewisse Vorbildfunktion auszuüben. Zwar setzte man die größtmögliche Besonnung und Belichtung der Wohnkörper und gegen die Eintönigkeit innerhalb einer Siedlung dieser Größe viele individuelle Bezugspunkte durch, jedoch forderten notwendige Sparmaßnahmen allerlei Reduzierungen bei der Ausstattung. Erst später sah man ein, dass dieser Aspekt den Wohnwert der Beims-Siedlung beeinträchtigt. Trotzdem entwickelte sich die Hermann-Beims-Siedlung schnell zum kommunalen und sozialdemokratischen Vorzeigeobjekt. Im Vergleich zur Stuttgarter Weissenhofsiedlung wird jedoch deutlich, dass vor allem die zweckmäßige Gestaltung der Wohnhäuser auf Widerstand stieß.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Magdeburger Wohnungswesen

2.1. Von der mielalterlichen Festung zur modernen Industriemetropole

2.2. Der soziale Wohnungsbau in Magdeburg durch die Baugenossenschaen

2.3. Das Magdeburger Stadtbauamt unter Bruno Taut und Johannes Göderitz

3. Die Hermann-Beims-Siedlung als Prototyp des Neuen Wohnens

3.1. Lage, Größe und Struktur der Beims-Siedlung

3.2. Außenraum- und Fassadengestaltung

3.3. Grundriss und Ausstaung der Wohnungen

4. Rezepon und zeitgenössische Krik

4.1. Magdeburg als „Stadt des neuen Bauwillens”

4.2. Das Neue Magdeburg und das Neue Frankfurt

4.3. Diffamierung der Stugarter Weissenhofsiedlung und der Beims-Siedlung

5. Zusammenfassung und Schluss

Zielsetzung und Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Hermann-Beims-Siedlung in Magdeburg als ein wegweisendes Beispiel für den gemeinnützigen Siedlungsbau während der Weimarer Republik. Ziel ist es, die Entstehung der Siedlung in den Kontext der städtebaulichen Entwicklung Magdeburgs zu stellen und ihre Rolle als Vorbild sowie die zeitgenössische Kritik hieran aufzuzeigen.

  • Die Entwicklung Magdeburgs unter dem Einfluss von Bruno Taut und Johannes Göderitz
  • Die Bedeutung gemeinnütziger Baugenossenschaften für den sozialen Wohnungsbau
  • Architektonische Konzepte und Rationalisierungsbemühungen der 1920er Jahre
  • Der Vergleich von Wohnkonzepten zwischen Magdeburg und dem "Neuen Frankfurt"
  • Die zeitgenössische Rezeption und öffentliche Diffamierung moderner Siedlungsbauprojekte

Auszug aus dem Buch

3.1. Lage, Größe und Struktur der Beims-Siedlung

Die Hermann-Beims-Siedlung ist die älteste Großsiedlung der Moderne in Deutschland. Mit ihr wurde erstmals „ein größeres Gebiet von der Ausdehnung einer kleinen Stadt oder doch wenigstens eines beachtlichen Stadeiles bebaut”. Die Siedlung ist außerdem die erste und einzige durch das Hochbauamt der Stadt Magdeburg und nicht durch den VfK geplante Wohnanlage. Die Entwurfsarbeit der nachfolgenden Magdeburger Großsiedlungen war nicht mehr Sache des Stadtbauamtes, sondern oblag freien Architekten.

„Mit Ausnahme der Herrmann-Beims-Siedlung verlegte sich das Hochbauamt beim gemeinnützigen Wohnungsbau aber lediglich auf die städtebauliche Kontrolle, beriet die lokalen Baugenossenschaen hinsichtlich der Baufinanzierung, aber kaum in Bezug auf die formale Gestaltung der Siedlungen.”

Die Lage der Beims-Siedlung, etwa drei Kilometer westlich der Altstadt, sollte die extreme Nord-Süd-Ausdehnung Magdeburgs mildern und das Gebiet zwischen der Wilhelmstadt und dem 1926 eingemeindeten Diesdorf schließen. Weiterhin führten „Überlegungen über die Lage der Wohnstäen zu den Arbeitsstäen, die Ausnützung der Verkehrswege, die Eingliederung in das Versorgungsnetz und die bodenpolischen Möglichkeiten” zu der Erschließung des Bereichs.

Noch in ihrer ursprünglichen Planung ging die Siedlung 1928 in den von Göderitz vorgelegten Generalsiedlungsplan ein. Nur knapp die Häle des eigentlichen Bauvorhabens wurde jedoch realisiert. Die ferggestellte Siedlung ist im Norden durch die Großer Diesdorfer Straße, westlich durch den Wesriedhof und südöstlich durch die Poltestraße, die Enckekaserne sowie die Enckestraße begrenzt. Durch seine Lage trug das Wohngebiet erst den Namen „Siedlung an der Großen Diesdorfer Straße”.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Hermann-Beims-Siedlung als soziales Massenwohnungsbauprojekt ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich ihrer Vorbildfunktion.

2. Das Magdeburger Wohnungswesen: Dieses Kapitel erläutert die städtebaulichen und sozialen Hintergründe Magdeburgs, die zur Gründung von Baugenossenschaften und dem Wirken des Stadtbauamtes führten.

3. Die Hermann-Beims-Siedlung als Prototyp des Neuen Wohnens: Hier werden die Lage, die städtebauliche Struktur sowie die architektonische Gestaltung und Ausstattung der Siedlung detailliert analysiert.

4. Rezepon und zeitgenössische Krik: In diesem Teil wird die öffentliche Wahrnehmung Magdeburgs als "Stadt des neuen Bauwillens" sowie die kritische Diffamierung moderner Siedlungen untersucht.

5. Zusammenfassung und Schluss: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung der Siedlung als sozialdemokratisches Vorzeigeobjekt und die Kontraste zur Kritik der damaligen Zeit zusammen.

Schlüsselwörter

Hermann-Beims-Siedlung, Magdeburg, Weimarer Republik, Neues Bauen, Sozialer Wohnungsbau, Bruno Taut, Johannes Göderitz, Siedlungsstruktur, Moderne Architektur, Kommunalpolitik, Baugenossenschaften, Frankfurter Küche, Stadtentwicklung, Zeitgenössische Kritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Magdeburger Hermann-Beims-Siedlung, ihrer Entstehung als Teil des sozialen Wohnungsbaus der Weimarer Republik und der architekturgeschichtlichen Bedeutung dieses Projekts.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Zentral sind der soziale Wohnungsbau durch Baugenossenschaften, die städtebaulichen Maßnahmen des Magistrats, die Gestaltung des Neuen Wohnens sowie die politische Instrumentalisierung dieser Bauten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beims-Siedlung architektonisch in den Kontext der 1920er Jahre zu setzen und ihre Rolle als kommunales Vorbild für soziale Wohnungsbauvorhaben zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die primäre Quellen zur Stadtbaugeschichte mit zeitgenössischen Planungsschriften und Sekundärliteratur verknüpft.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil?

Im Hauptteil werden die Genese der Siedlung, ihre bauliche Einbettung, die innovative Gestaltung der Außenanlagen und Wohnungen sowie die teils scharfe zeitgenössische Kritik an dieser Architektur behandelt.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Neues Bauen", "Magdeburg", "Weimarer Republik" und "sozialer Wohnungsbau" charakterisiert.

Welche Rolle spielte Bruno Taut bei der Stadtgestaltung?

Bruno Taut wirkte als Stadtbaurat maßgeblich an der Neuorientierung Magdeburgs zum "Neuen Bauen" mit, indem er das Bauamt strukturierte und Impulse für eine farbige Stadtgestaltung setzte.

Inwiefern wurde die Siedlung politisch diffamiert?

Die Siedlung wurde ebenso wie die Weissenhofsiedlung von konservativen Kreisen als "undeutsche Bauweise" oder "graues Elend" diffamiert, wobei der mangelnde Schmuck und das Flachdach oft als Hauptpunkte der Kritik herangezogen wurden.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wohnen in der Moderne
Untertitel
Die Magdeburger Hermann-Beims-Siedlung als Prototyp des gemeinnützigen Siedlungsbaus der Weimarer Republik
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas)
Veranstaltung
,,Zuhause in der Moderne”. Wohnkonzepte des 20. Jahrhunderts
Note
1,3
Autor
Melanie Metzlaff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
38
Katalognummer
V1563490
ISBN (eBook)
9783389117378
ISBN (Buch)
9783389117385
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Herrmann-Beims-Siedlung Bruno Taut Johannes Göderitz Stadt des Neuen Bauwillens Frankfurter Küche Stuttgarter Wissenhofsiedlung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Metzlaff (Autor:in), 2024, Wohnen in der Moderne, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1563490
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Leseprobe aus  38  Seiten
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