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Mann und Frau - Tugend und Minne - Ein Spiel

Title: Mann und Frau - Tugend und Minne - Ein Spiel

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Peter Kaimer (Author)

Didactics for the subject German - History of Literature, Eras

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Summary Excerpt Details

Walther von der Vogelweide - einer der exzellentesten Dichter Deutschlands. Charmant besingt er in seinen Liedern das Verhältnis von Mann und Frau, die Liebe und viele andere Themen. Diese Arbeit analysiert das Dialoglied "Ich hoere iu sô vil tugende jehen". Mann und Frau wollen voneinander lernen. Wie ist das jeweils andere Geschlecht gestrickt? Wie geht man mit ihm um? Urfragen. Witzig und doch sachlich wird hier beschrieben, wie es um die Liebe steht - wie man richtig mit den Frauen umgeht und wie sich eine Frau den Mann vorstellt. Auch für Nichtwissenschaftler bereichernd. Ja im Mittelalter konnte man eben noch mit Charme flirten...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Mittelalterliche Literatur und Walther von der Vogelweide

2. Ich høre iu sô vil tugende jehen (Cormeau 20)

2.1 Übersetzung

2.2 Überlieferung und Bedeutungsnuancen

2.3 Aufbau und Besonderheiten

3. Das Verhältnis zwischen Dame und Werbenden – Eine Analyse

3.1 Strophe 1 – Werbung und Bitte

3.2 Strophe 2 – Antwort und Bedingung

3.3 Strophe 3 – Bilder und Schmeichelei

3.4 Strophe 4 – Die Lösung des Problems

4. Begierde und Tugend: Mann und Frau

4.1 Unterschiedliche Tugendkataloge

4.2 Der objektive Tugendkatalog

4.2.1 Die Wünsche des Mannes

4.2.2 Wer erreicht die Gewogenheit der Dame?

4.3 Gelebte Tugenden in Lied 43,9

4.3.1 Bescheidenheit und Zurückhaltung der Frau

4.3.2 Ansehen, Dienstbarkeit und der gute Wille

5. Das Dialoglied: Ein typisches Minnelied

6. Tugend und Minne – Ein Spiel?

7. Literatur

Zielsetzung und thematischer Fokus

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Mann und Frau im Minnesang, wobei das Lied 43,9 von Walther von der Vogelweide als zentrale Fallstudie dient. Das Hauptziel besteht darin, die Interaktion zwischen werbendem Mann und umworbener Dame zu analysieren und dabei aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Tugendvorstellungen und Rollenbilder in einer dialogischen Struktur ausgehandelt werden.

  • Analyse der narrativen und strukturellen Besonderheiten des Minnedialogs.
  • Untersuchung der Tugendkataloge für Männer und Frauen im Mittelalter.
  • Darstellung der wechselseitigen Anforderungen und der persönlichen Entwicklung beider Rollenfiguren.
  • Deutung der rhetorischen Strategien und der Funktion von "Minne" als gesellschaftlichem Normensystem.

Auszug aus dem Buch

3.1 Strophe 1 – Werbung und Bitte

Nur vom Hörensagen kennt das Rollen-Ich des Mannes die guten Eigenschaften der Dame, die er umwirbt. Er scheut sich nicht, sich auf die Tugenden der Dame zu berufen, wenn er den Grund angibt, weshalb er überhaupt um ihre Gunst wirbt. „Ich høre iu sô vil tugende jehen“ ist nach heutigem Verständnis eigentlich nicht gerade die charmanteste Art, einer Frau seine Zuneigung zu gestehen. Ebenso ist es auch nicht üblich, ebendieser Frau noch im selben Satz seine totale Unterwürfigkeit zu bekunden. Wer in den Minneliedern eine Abbildung der Realität sucht, wird sich schwer tun, diese auf heute oder das Mittelalter bezogen, zu finden. Minnesang ist auch im Mittelalter idealistisch. Die Dame als höchst erstrebenswerte, jedoch nie erreichbare Objekt der Liebeslyrik, ist entpersonifiziert – abgehoben in eine Sphäre des Göttlichen und des Nie-Erreichbaren. Das Ziel des Sängers ist also, in der nach Möglichkeit höfischsten und vornehmsten Art und Weise um die Gunst der Dame zu werben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Mittelalterliche Literatur und Walther von der Vogelweide: Einleitende Betrachtung von Walthers Stellung als bedeutender Sangspruchdichter und Minnesänger sowie seiner Rolle als Auftragsdichter im höfischen Kontext.

2. Ich høre iu sô vil tugende jehen (Cormeau 20): Analyse der Formkunst und Variationsmöglichkeiten von Lied 43,9, ergänzt durch eine textliche Übersetzung und einen Überblick über die handschriftliche Überlieferung.

3. Das Verhältnis zwischen Dame und Werbenden – Eine Analyse: Detaillierte Untersuchung des Dialogs in den vier Strophen, wobei besonders auf die rhetorische Strategie der Werbung und die Reaktion der Dame eingegangen wird.

4. Begierde und Tugend: Mann und Frau: Theoretische Auseinandersetzung mit den Tugendkatalogen des Mittelalters und wie diese die Beziehung und Erziehung zwischen den Geschlechtern prägten.

5. Das Dialoglied: Ein typisches Minnelied: Einordnung von Lied 43,9 als spezifische Form des Dialogliedes, das über die Konventionen des Minnesangs hinausgeht.

6. Tugend und Minne – Ein Spiel?: Fazitartige Betrachtung, ob Minne als bloßes gesellschaftliches Spiel oder als ernsthafter Beitrag zum damaligen Menschenbild zu verstehen ist.

7. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Walther von der Vogelweide, Minnesang, Lied 43,9, Tugend, Stæte, Minnedialog, höfische Kultur, Rollenbilder, Liebeslyrik, höfische Normen, Mittelalter, Werbender, mittelalterliche Gesellschaft, Dialoglied, Gesittung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse eines spezifischen Minneliedes von Walther von der Vogelweide (Lied 43,9) und untersucht darin die Interaktion zwischen Mann und Frau.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen das Ideal der Minne, die höfischen Tugenden wie "Stæte", die Rollenerwartungen an Mann und Frau sowie die sprachliche Gestaltung des Dialogs.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Werbendem und Umworbener aufzuschlüsseln und zu zeigen, wie beide Figuren moralische und gesellschaftliche Tugenden aushandeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Die Arbeit nutzt die philologische Textanalyse, vergleicht verschiedene handschriftliche Überlieferungen und interpretiert das Lied vor dem Hintergrund zeitgenössischer gesellschaftlicher und literarischer Normen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Strophenanalyse des Liedes, eine Untersuchung der Tugendbegriffe und eine theoretische Reflexion über das Verhältnis von Begierde und Tugend.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Walther von der Vogelweide, Minnesang, Tugend, Stæte, Minnedialog und höfische Rollenbilder.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Mannes in Strophe eins von der in Strophe drei?

In der ersten Strophe tritt der Mann als unterwürfiger Werbender auf, während er in der dritten Strophe versucht, die Dame durch ein Idealbild von Tugend und Beständigkeit von seinem Anliegen zu überzeugen.

Welche Bedeutung hat die Figur der Dame im Lied 43,9 für das mittelalterliche Frauenbild?

Die Dame agiert nicht nur als passives Objekt der Werbung, sondern beweist durch ihre geschickte Gesprächsführung und ihre Forderung nach tugendhaftem Verhalten eine aktive, steuernde Rolle im Minnedialog.

Warum spielt der Begriff "Stæte" eine so wichtige Rolle in der Argumentation?

Stæte (Beständigkeit) gilt als Kardinaltugend der höfischen Zeit, die von der Dame gefordert wird, um als moralisches Idealbild innerhalb des Minne-Diskurses zu bestehen.

Was ist das Ergebnis der Analyse zur Frage, ob Minne nur ein Spiel ist?

Die Arbeit schließt, dass Minne mehr als ein bloßes Spiel ist; sie dient als Prüfstein und gesellschaftliches Regelwerk, das maßgeblich zur Entwicklung des mittelalterlichen Menschenbildes beitrug.

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Details

Title
Mann und Frau - Tugend und Minne - Ein Spiel
College
University of Augsburg
Course
Hauptseminar - Minnesang
Grade
1,3
Author
Peter Kaimer (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V156158
ISBN (eBook)
9783640689903
ISBN (Book)
9783640690169
Language
German
Tags
Minne Liebe Walther von der Vogelweide Walter Walther Flirt Flirten Frau Minnesang Mann Tugend Begierde Ich hoere iu so vil tugende jehen Cormeau 20 Cormeau Minnelied Dialoglied
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Kaimer (Author), 2006, Mann und Frau - Tugend und Minne - Ein Spiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156158
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