Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass heutzutage ein Unternehmen nur mit einem wirkungsvollen Qualitätsmanagement auf Dauer konkurrenzfähig bleibt.
Zum einen verlangen viele Kunden von ihrem Zulieferer ein zertifiziertes Qualitäts-managementsystem. Insbesondere, wenn ein Unternehmen im Investitionsgüterbereich tätig ist, wie B-Engineering, ist die Norm DIN EN ISO 9000 ff. unabdingbar. Das Qualitätsmanage-mentsystem ist abhängig von der Größe und Art des Unternehmens aber auch von der Branche und jeweiligen Situation, daher ist die Norm lediglich als eine Richtlinie zu betrachten. Es sollte daher ein Qualitätsmanagement eingeführt werden, das an das Unternehmen angepasst ist, wobei der Freiraum, den die Norm zulässt, unbedingt genutzt werden sollte. Bei der Umsetzung des Qualitätsmanagements sollten Faktoren, wie Produkt, Organisation, Mitarbeiter und insbesondere deren Zusammenwirken beachtet werden.
Es ist jedoch nicht ausreichend, ein Qualitätsmanagement nur einzuführen und dieses zertifizieren zu lassen. Das Qualitätsmanagement muss auch wirklich umgesetzt und immer wieder angepasst und verbessert werden. Denn ein gelungenes Qualitätsmanagement bringt vielmehr Nutzen für das Unternehmen als nur einen positiven Werbeeffekt. Um alle möglichen Potentiale auszunutzen, sollte das Qualitätsmanagement einerseits von der Unternehmens-führung aktiv vorgetragen und vorgelebt werden, anderseits aber auch von allen Mitarbeitern verstanden, akzeptiert und umgesetzt werden, denn Qualität entsteht durch das Zusammen-spiel von Technik und Geisteshaltung.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES QUALITÄTSMANAGEMENTS
2.1. Qualität
2.1.1. Begriffserklärung
2.1.2. Messbarkeit
2.1.3. Bedeutung
2.2. Qualitätsmanagement
2.2.1. Begriff, Aufgabe und Ziel
2.2.2. Komponenten der Qualitätsentstehung
2.2.2.1. Technik
2.2.2.2. Geisteshaltung
2.2.3. Erfolgsfaktoren des Qualitätsmanagements
2.2.3.1. Produkt, Verfahren, Technik
2.2.3.2. Organisation, Systematik, Dokumentation
2.2.3.3. Mitarbeiter
2.2.4. Qualitätsbezogene Kosten
2.2.5. Vorteile des Qualitätsmanagements
2.3. Kurze Einführung in die Normenreihe DIN EN ISO 9000 ff.
3. UMSETZUNG DES QUALITÄTSMANAGEMENTS BEI B-ENGINEERING
3.1. Vorstellung des Unternehmens
3.2. Qualitätspolitik und -ziele
3.3. Qualitätsmanagementsystem
3.3.1. Ziel und Zweck
3.3.2. Prozesse
3.3.3. Dokumentation des Qualitätsmanagementsystems
3.4. Verantwortung der Leitung
3.5. Management von Ressourcen
3.6. Produktrealisierung
3.7. Messung, Analyse und Verbesserung
4. FAZIT
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements sowie deren praktische Umsetzung in der Firma B-Engineering. Das primäre Ziel ist es, die für eine erfolgreiche Implementierung wesentlichen Faktoren zu identifizieren und deren wechselseitige Abhängigkeiten im Unternehmenskontext aufzuzeigen.
- Bedeutung von Qualität im Wandel vom Anbieter- zum Nachfragermarkt
- Zusammenwirken von Technik und Geisteshaltung im Qualitätsmanagement
- Rolle der Mitarbeiter und des Managements als Erfolgsfaktoren
- Strategische Einordnung der Norm DIN EN ISO 9001:2000
- Analyse von Prozessen, Dokumentation und kontinuierlicher Verbesserung
Auszug aus dem Buch
2.2.3.1. Produkt, Verfahren, Technik
Da die Qualität ein wichtiges Kaufkriterium für den Kunden darstellt, ist die Produkt- und Dienstleistungsqualität ein wichtiger Erfolgsfaktor. Das Qualitätsmanagement ist also immer auf das Produkt ausgerichtet. Es ist jedoch wichtig, die Produkte und Dienstleistungen genau in der richtigen und geforderten Qualität anzubieten.
Qualität heißt nicht immer die beste Qualität, sondern diejenige, die im Einzelfall verlangt wird, demnach kann ein Qualitätsmanagement auch eine mindere Qualität gewährleisten, sofern es dem Unternehmensziel bzw. dem Markt entspricht, diese anzubieten. Demnach sollte die Qualität den Kundenanforderungen entsprechen. Qualität, die die Anforderungen übererfüllt, ist teure Qualität, deshalb sollte nach dem Prinzip „ so viel, wie nötig, so wenig, wie möglich“ vorgegangen werden.
Voraussetzung dafür, dass die Produkte oder Dienstleistungen den Anforderungen entsprechen, ist die genaue Kenntnis der Anforderungen. Diese in Erfahrung zu bringen, ist äußerst wichtig, aber nicht immer leicht, denn oft fehlt die Rückkopplung der Qualitätsbeurteilung von Kunden. Laut Studien beschweren sich nur 4 % der Kunden von allein über mangelnde Qualität. Qualitätsanforderungen werden in marktgerechte Produkteigenschaften bzw. Merkmale umgewandelt. (Bild 4.) Eine geeignete und vielfach verwendete Methode ist QFD. Die Prüfkriterien der Qualitätsmerkmale sollten festgelegt und messbar sein, denn Leistungen, die mit nicht messbaren Zielen geplant werden oder die verschwommen sind, werden meist nicht erreicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zum Nachfragermarkt und die wachsende Bedeutung von Qualität als Wettbewerbsfaktor, wobei die Untersuchung der Umsetzung bei B-Engineering als Ziel definiert wird.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DES QUALITÄTSMANAGEMENTS: Dieses Kapitel erläutert den Qualitätsbegriff, die Rolle des Qualitätsmanagements als Führungsinstrument und identifiziert zentrale Erfolgsfaktoren wie Technik, Geisteshaltung und Mitarbeiter.
3. UMSETZUNG DES QUALITÄTSMANAGEMENTS BEI B-ENGINEERING: Anhand des Unternehmensbeispiels wird die praktische Anwendung der Norm DIN EN ISO 9001:2000 in Bereichen wie Ressourcenmanagement, Produktrealisierung und Prozessdokumentation detailliert dargestellt.
4. FAZIT: Das Fazit betont, dass ein wirkungsvolles Qualitätsmanagement für die Konkurrenzfähigkeit essenziell ist und über die bloße Zertifizierung hinaus eine gelebte Unternehmenskultur erfordert.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, DIN EN ISO 9001, Kundenzufriedenheit, Prozessorientierung, B-Engineering, Qualitätspolitik, Qualitätskosten, Mitarbeitermotivation, KVP, Produktrealisierung, Unternehmensführung, Geisteshaltung, Fehlervermeidung, Qualitätsziele, Systematik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements und untersucht deren praktische Anwendung am Beispiel des Unternehmens B-Engineering.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen den Qualitätsbegriff, Erfolgsfaktoren wie Technik und Unternehmenskultur, Qualitätskosten sowie die Anforderungen der Norm DIN EN ISO 9001.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu analysieren, welche Faktoren bei der Implementierung eines Qualitätsmanagements kritisch sind und wie diese Faktoren erfolgreich zusammenhängen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Neben der theoretischen Herleitung durch Literaturrecherche wird die Methode des Praxisbeispiels (Case Study) für die Firma B-Engineering genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und die spezifische Umsetzung der Norm DIN EN ISO 9001:2000 in den Geschäftsprozessen bei B-Engineering.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Qualitätsmanagement, Kundenorientierung, Prozessorientierung, kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) und die DIN EN ISO 9001.
Wie spielt die Unternehmenskultur bei B-Engineering eine Rolle?
Die Arbeit betont, dass die Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern sowie die klare Zuweisung von Verantwortlichkeiten entscheidend für den Erfolg des Systems sind.
Warum ist bei B-Engineering die ISO-Norm von besonderer Bedeutung?
Da das Unternehmen als Systemlieferant im Investitionsgüterbereich tätig ist, verlangen Kunden zwingend ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.
Was versteht der Autor unter dem "Top-down / Bottom-up" Prozess?
Es wird beschrieben, dass Qualitätsbewusstsein vom Management vorgelebt werden muss (Top-down), um gleichzeitig Eigeninitiative und Feedback aus der Belegschaft (Bottom-up) zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Linda Vuskane (Autor:in), 2005, Qualitätsmanagement - Theoretische Grundlagen und Darstellung ihrer praktischen Umsetzung anhand eines Praxisbeispiels, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156136