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Religiosität in Deutschland

Title: Religiosität in Deutschland

Research Paper (postgraduate) , 2008 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefan Lippmann (Author)

Sociology - Religion

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Summary Excerpt Details

Innerhalb der Religionssoziologie steht die Individualisierungs- und Privatisierungsthese Thomas Luckmanns der Säkularisierungstheorie gegenüber. Auf Grundlage dieser beiden Theorien versucht dieser Forschungsbericht einen Überblick über die momentane Situation der Religiosität in Deutschland zu geben. Dabei steht im Vordergrund zu untersuchen, ob der unschwer festzustellende Deinstitutionalisierungsprozess von Religion von einem Prozess der Entstehung synkretistischer, nicht-institutionalisierter Formen von Religiosität begleitet wird. Die empirischen Ergebnisse dieser Untersuchung geben Anhaltspunkte dafür, dass zwar parallel zur Deinstitutionalisierung von Religion außerkirchliche Religiosität entsteht, diese sich allerdings nicht in dem Ausmaß verbreitet, dass sie als Ersatz der institutionalisierten Kirchlichkeit dienen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 THEMENSTELLUNG UND BEZUGSRAHMEN

2 STAND DER FORSCHUNG UND HYPOTHESEN

3 METHODEN/DATEN

4 ERGEBNISSE

5 SCHLUSSFOLGERUNGEN

6 DISKUSSIONSBEITRAG

7 QUELLENVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Dieser Forschungsbericht untersucht die aktuelle Situation der Religiosität in Deutschland und analysiert, ob der fortschreitende Deinstitutionalisierungsprozess von Religion durch die Entstehung individualisierter, synkretistischer Glaubensformen kompensiert wird.

  • Säkularisierung vs. Individualisierungsthese in der Religionssoziologie
  • Empirische Analyse der Kirchenbindung und institutioneller Rituale
  • Untersuchung individueller christlicher Religiosität
  • Evaluation außerkirchlicher und synkretistischer Glaubensformen
  • Generationenvergleich religiöser Einstellungen und Verhaltensweisen

Auszug aus dem Buch

1 THEMENSTELLUNG UND BEZUGSRAHMEN

Befragt man die großen Denker in der Soziologie oder anderen Geisteswissenschaften, allen voran Auguste Comte, Émile Durkheim, Max Weber, Karl Marx oder Sigmund Freud, wie sich die Rolle der Religion in Zukunft entwickeln wird, erhält man die Antwort, dass sie zukünftig immer weniger Bedeutung für die Menschen haben wird. (Norris & Inglehardt, 2004, S. 3) All diesen Annahmen entspringt auch die These der Säkularisierung der modernen Welt, welche über einen langen Zeitraum als unumstritten galt.

„Die Säkularisierungstheorie geht von einem Gegensatzverhältnis zwischen Religion und Moderne aus und behauptet, dass die soziale Relevanz von Religion in dem Maße zurückgehe, wie sich Gesellschaften modernisieren. Als Faktoren der Modernisierung werden dabei Prozesse der Industrialisierung, der Urbanisierung, der geographischen Mobilität, der Wohlstandserhöhung, aber auch Prozesse des kulturellen Wandels, der kulturellen Pluralisierung, der Verwissenschaftlichung des Weltbildes, des Bildungsanstiegs, der Ethisierung der Lebensführung oder der Verrechtlichung von Sozialbeziehungen angenommen“ (Pollack & Pickel, Deinstitutionalisierung des Religiösen und Religiöse Individualisierung in Ost- und Westdeutschland, 2003, S. 448). Somit steht das Mystische und Religiöse im Wettstreit mit der rationalen menschlichen Vernunft. Gerade die Errungenschaften in der Medizin und Technik sowie der materielle Wohlstand, der durch die Industrialisierung für die westliche moderne Welt geschaffen wurde, haben die Idee der Mensch könne die Natur kontrollieren, wiederaufleben lassen. Außerdem haben Trennung von Kirche und Staat sowie die Entstehung von säkular-rational bürokratischen Staaten mit repräsentativen Regierungen dafür gesorgt, dass das Fundament für kirchliche Institutionen und religiöse Führer immer brüchiger wurde (Inglehardt & Norris, 2007). Soweit die Ansicht der Vertreter der Säkularisierungstheorie.

Zusammenfassung der Kapitel

1 THEMENSTELLUNG UND BEZUGSRAHMEN: Einführung in die Säkularisierungstheorie und die Gegenposition der Individualisierungsthese von Thomas Luckmann im Kontext der deutschen Religionssoziologie.

2 STAND DER FORSCHUNG UND HYPOTHESEN: Darstellung relevanter Vorstudien und Ableitung zentraler Hypothesen bezüglich des Rückgangs traditioneller Kirchlichkeit und generationenübergreifender Wandlungsprozesse.

3 METHODEN/DATEN: Erläuterung der verwendeten Datengrundlagen aus ALLBUS und EVS sowie Operationalisierung der Religiositätsbegriffe nach dem Dimensionen-Modell von Glock und Pollack/Pickel.

4 ERGEBNISSE: Empirische Analyse zur Kirchenmitgliedschaft, zur individuellen christlichen Religiosität sowie zur Verbreitung außerkirchlicher Phänomene und deren Altersabhängigkeit.

5 SCHLUSSFOLGERUNGEN: Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der Bestätigung des Bedeutungsverlusts institutionalisierter Religion und der Falsifizierung der Kompensationsthese durch individualisierte Religion.

6 DISKUSSIONSBEITRAG: Reflexion über die Grenzen der aktuellen Datenerhebung und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe im Bereich der synkretistischen Religiosität und gesellschaftlicher Sinnstiftung.

7 QUELLENVERZEICHNIS: Aufstellung der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Datenquellen.

Schlüsselwörter

Religiosität, Säkularisierung, Individualisierung, Privatisierung, Kirchlichkeit, Religion, Synkretismus, ALLBUS, European Values Study, institutionelle Religion, Glaubenswandel, Religionssoziologie, Deutschland, Konfessionslosigkeit, moderne Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die aktuelle Ausprägung und den Wandel der Religiosität in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Frage, ob eine Säkularisierung der Gesellschaft stattfindet oder ob institutionalisierte Formen durch individuelle, privatisierte Glaubenskonzepte ersetzt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Untersuchung deckt die Entwicklung der Kirchenmitgliedschaft, die Bedeutung kirchlicher Rituale, die individuelle Religiosität sowie neue, außerkirchliche oder synkretistische Ausdrucksformen des Glaubens ab.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist die empirische Überprüfung der Säkularisierungsthese gegenüber der Individualisierungsthese von Thomas Luckmann durch die Analyse generationenübergreifender Wandlungsprozesse.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quantitative Sekundärdatenanalyse basierend auf Daten des ALLBUS (Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften) und der European Values Study (EVS) der letzten Jahrzehnte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auswertung statistischer Daten zu Konfessionsbindung und Glaubensintensität, gegliedert nach verschiedenen Altersgruppen und Religionstypen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Säkularisierung, Deinstitutionalisierung, Individualisierung des Religiösen, Konfessionsbindung und synkretistische Bewegungen geprägt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von außerkirchlicher Religiosität?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass außerkirchliche Religiosität, wie etwa der Glaube an Horoskope oder Meditation, zwar existiert, aber nicht das Ausmaß erreicht, das nötig wäre, um den Bedeutungsverlust der traditionellen Kirchen als Ersatz zu kompensieren.

Welchen Einfluss spielt das Alter auf die Religiosität?

Die Ergebnisse zeigen einen positiven Zusammenhang zwischen dem Alter und der Bindung an die traditionelle Kirche, während individualisierte und außerkirchliche Konzepte innerhalb der Altersgruppen eine heterogenere Verteilung aufweisen.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Religiosität in Deutschland
College
University of Heidelberg  (Soziologie)
Course
Forschungsseminar
Grade
2,0
Author
Stefan Lippmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V155464
ISBN (eBook)
9783640690381
ISBN (Book)
9783640690909
Language
German
Tags
Individualisierung von Religiosität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Lippmann (Author), 2008, Religiosität in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155464
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