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Der Strukturwandel in der DDR-Medienlandschaft während der „Wendezeit“

Title: Der Strukturwandel in der DDR-Medienlandschaft während der „Wendezeit“

Seminar Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Frank Martin (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War

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Der Einfluss der Medien scheint gerade in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Bedeutung zu gewinnen. Begriffe wie Mediengesellschaft oder mediales Zeitalter prägen unser alltägliches Leben. Fast jeder kann nahezu überall und zu einem beliebigen Zeitpunkt Informationen abrufen, erstellen und veröffentlichen. Daher ist anzunehmen, dass sich der Einfluss der Massenmedien auf alle gesellschaftlichen Ebenen und Bevölkerungsgruppen in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches erhöht hat. Wer die neuesten und wichtigsten Meldungen nicht gehört, gelesen oder gesehen hat, steht schnell im sozialen Abseits. Dabei fungieren die Medien zwangsweise als Informationsfilter. Was wichtig und aktuell ist und in welchem Umfang die selektierten Informationen berichtet werden, liegt in der Macht derjenigen, die hinter den Medien stehen. Vor allem gesellschaftlich relevante Themen, wie
z.B. die Umstrukturierung des Gesundheitswesens und auch Großereignisse wie eine Fußball-Weltmeisterschaft, sind im Focus der Berichterstattung zu finden. Das wohl markanteste gesellschaftliche Großereignis in der deutschen Nachkriegszeit aber dürfte die Überwindung des geteilten Deutschlands darstellen.
Da sich die „Wende“ ohne die friedliche Revolution innerhalb der DDR, die von den Medien getragen wurde, vermutlich nicht so relativ schnell vollzogen hätte, ergaben sich folgende Fragestellungen: Wer war für das Entstehen und Verbreiten von Informationen in der DDR verantwortlich und welche Ziele wurden dabei verfolgt? Welchen Einfluss und welche Bedeutung weist die Geschichtsforschung den DDR-Medien in der Zeit während der „Wende“ zu? Wurden diese von der SED bis zu letzt als Instrument zur Machterhaltung genutzt oder konnte sich eine liberale Medienlandschaft entwickeln, die den Prozess der deutschen Einheit beschleunigte?
Um diese Fragen beantworten zu können, soll im ersten Kapitel zunächst der Forschungsstand über die Struktur der Medienlandschaft der DDR vor 1989 und das sich daraus ableitende Meinungsmonopol der SED-Führung untersucht und anschließend die Hauptaufgaben und Ziele der SED-Medienpolitik herausgestellt werden. Damit die Meinung der Geschichtsforschung über den Einfluss und die Bedeutung der DDR-Medien während der „Wendezeit“ beschrieben werden kann, soll im zweiten Kapitel darauf eingegangen werden, welche Ereignisse, die den Strukturwandel ermöglichten, von den Forschern als grundlegend und richtungweisend dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Meinungsmonopol der SED-Führung

3. Strukturwandel – Demokratisierung der DDR-Massenmedien?

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle und den Strukturwandel der DDR-Medienlandschaft während der „Wendezeit“ und analysiert, inwieweit diese zur Demokratisierung beitrugen oder weiterhin als Instrumente der SED-Führung fungierten.

  • Strukturen und Lenkungsmechanismen der DDR-Medien vor 1989
  • Die Rolle der SED-Medienpolitik und das System der „Empfehlungen“
  • Einfluss westlicher Medien auf den gesellschaftlichen Umbruch in der DDR
  • Medienpolitische Veränderungen und Liberalisierungsversuche ab Ende 1989
  • Das Selbstverständnis und die Umstellungsprozesse der DDR-Journalisten

Auszug aus dem Buch

Meinungsmonopol der SED-Führung

Seit Öffnung der Partei- und Staatsarchive 1990 und der seither zahlreich erschienenen Zeitzeugenberichte sind die Anleitungs- und Lenkungsmechanismen der SED-Agitationsbürokratie im Wesentlichen transparent geworden und nur um Facetten zu bereichern. Mit der Gründung der DDR am 07.10.1949 erfolgte die weitgehende Übernahme des in der Nachkriegszeit entstandenen sowjetischen Medienkontrollsystems. In Artikel 27 der DDR-Verfassung wurde zwar formal die Freiheit der Berichterstattung der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens zugesichert, dies galt jedoch nur unter Vorbehalt des Artikels 1 der ostdeutschen Verfassung, in dem die Arbeiterklasse und ihre marxistisch-leninistische Partei die staatliche Führung beanspruchten. Daher ist anzunehmen, dass die Auslegung dieser Normen im Belieben der Parteiführung stand. Die politisch groben Richtlinien und Vorgaben für die Arbeit der DDR-Medien wurden durch das Politbüro der SED unter der Führung des jeweiligen Generalsekretärs erlassen und auf verschiedenen Großveranstaltungen der Partei bekannt gegeben.

Im Gegensatz zur lückenlosen parteiamtlichen Anleitung, Vorzensur und Kontrolle der Buch- und Filmproduktion unterstanden die übrigen DDR-Medien formal keiner institutionalisierten Zensurbehörde. Hier erfolgte die Medienkontrolle durch ein sehr feines Geflecht von so genannten „Empfehlungen“, welche hauptsächlich von der Zentralkomitee-Abteilung Agitation und Propaganda herausgegeben wurden. Tatsächlich handelte es sich bei diesen „Empfehlungen“ aber um strikt zu befolgende Weisungen und Vorgaben für die Chefredakteure der einzelnen Medien. Belege dafür lassen sich vor allem in den Akten des SED-Parteiarchivs, des Presseamts, in Mitschriften aus Redaktionssitzungen und den so genannten „Donnerstag-Argus“ finden. Einig sind sich die Forscher darüber, dass die wesentliche Struktur des DDR-Mediensystems bis zum Herbst 1989 erhalten geblieben ist. Der Autor Gunter Holzweißig verdeutlichte ausführlich, dass die inhaltliche und personelle Anleitung der Medien bei den Verantwortlichen der SED-Führung lag und das letzte Wort bei der Weisungsbefugnis der Generalsekretär des ZK hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Massenmedien und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Verantwortung und Zielsetzung der DDR-Medien während der Wendezeit.

2. Meinungsmonopol der SED-Führung: Dieses Kapitel analysiert die zentralen Lenkungsmechanismen der SED, insbesondere durch das System der „Empfehlungen“, und beschreibt die Rolle der Journalisten als Mittler im sozialistischen System.

3. Strukturwandel – Demokratisierung der DDR-Massenmedien?: Hier werden die medienpolitischen Ereignisse und der Prozess der Umgestaltung in der Wendezeit sowie der Einfluss der Westmedien auf den Umbruch kritisch beleuchtet.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass die Anleitung der DDR-Medien durch die SED gut dokumentiert ist, während der Einfluss der Medien auf die Wende selbst ambivalent bleibt und den Westmedien eine größere Rolle zugeschrieben wird.

Schlüsselwörter

DDR-Medien, SED-Führung, Wendezeit, Meinungsmonopol, Agitation, Pressefreiheit, Westmedien, Medienpolitik, Journalismus, Strukturwandel, Information, Indoktrination, Systemwechsel, DDR-Forschung, Zeitgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur und dem Wandel der DDR-Medienlandschaft in der Zeit des Umbruchs, allgemein bekannt als „Wende“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Lenkungsmechanismen der SED-Führung, die Rolle der ostdeutschen Journalisten und der Einfluss westlicher Medien auf die DDR-Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die DDR-Medien bis zuletzt zur Machterhaltung genutzt wurden oder ob sich Ansätze einer freien Medienlandschaft entwickeln konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine Literatur- und Forschungsstandanalyse durch, indem er verschiedene zeitgeschichtliche Quellen, Studien und Fachpublikationen kritisch vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des SED-Meinungsmonopols, die Analyse medienpolitischer Entscheidungen während der Wende und die Bewertung der Rolle des Rundfunks und der Presse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind SED-Agitationsbürokratie, Medienkontrolle, Wende, Demokratisierung und der Einfluss von Westmedien.

Welche Bedeutung hatte das System der „Empfehlungen“ in der DDR?

Es fungierte als informelles, aber strikt zu befolgendes Steuerungsinstrument, das an die Stelle einer formalen Zensurbehörde trat, um die mediale Einheitlichkeit zu wahren.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der „Westmedien“ auf den Umbruch?

Der Autor schließt sich der Auffassung an, dass das Westfernsehen eine entscheidende Rolle bei der Aufbrechung der SED-Informationsmonopole spielte und die revolutionären Abläufe im Herbst 1989 maßgeblich unterstützte.

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Details

Title
Der Strukturwandel in der DDR-Medienlandschaft während der „Wendezeit“
College
Martin Luther University  (Institut für Geschichte)
Course
Die DDR in der Zeitgeschichtsschreibung
Grade
1,0
Author
Frank Martin (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V155402
ISBN (eBook)
9783640680313
ISBN (Book)
9783640681754
Language
German
Tags
DDR Zeitgeschichte Wende Medien SED Fernsehen Zeitung Strukturwandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Martin (Author), 2006, Der Strukturwandel in der DDR-Medienlandschaft während der „Wendezeit“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155402
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