Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Germanistik

Wie erklärt man Fehler?

Titel: Wie erklärt man Fehler?

Seminararbeit , 2006 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Mag. Eva Lirsch (Autor:in)

Didaktik - Germanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Sekundärliteratur über Korrektur bzw. Fehlererklärung liegen oftmals implizite, nicht näher ausformulierte Annahmen zugrunde, was Korrektur oder Fehlererklärung sei, die Konzepte gehen dabei entweder davon aus, dass Fehlererklärung ein der Korrektur inhärentes Phänomen sei: Wenn korrigiert wird, ist praktisch die Fehlererklärung schon inkludiert bzw. die Fehlererklärung setzt dort erst an, wo die herkömmliche Korrektur mit ihrem Markieren und Ausbessern von Fehlern an ihre Grenzen stößt. In einigen Arbeiten wird der explizite Aspekt der Korrektur gegenüber dem impliziteren der Reparatur herausgehoben. Auch der Terminus Fehlerbehandlung wird öfters verwendet und bezieht sich generell auf den Umgang mit Fehlern, sie bestünde aus „Handlungen, durch die Lehrer Korrekturen initiieren, bestätigen oder vollziehen (Edmondson 1993:59)“ und ziele auf das Einleiten einer Korrektursequenz.

In dieser Arbeit gehe ich von der Definition der Fehlererklärung als Teilaspekt der Korrektur aus, der sich an die Schritte der Identifikation und der Fehlerbeschreibung anschließt und schlußendlich in die Fehlertherapie münden kann, wobei die einzelnen Schritte nicht als genau gegeneinander abgegrenzt erscheinen, sondern teilweise fließend ineinander übergehen.
Aber wie sieht Fehlererklärung eigentlich aus, was für Information muss der Lernende erhalten, um zu erkennen, was er falsch gemacht hat? Ist das nicht genau der wunde Punkt, an dem Fremdsprachenlehrer ansetzen müssten, wollten sie den Schülern Einblick in sprachliche Strukturen der Zielsprache gewähren? Dieser Punkt, der hier ausgeleuchtet werden soll und zu dem diese Arbeit einen Beitrag leisten will, besteht in der Auseinandersetzung mit der Art und Weise, wie Lerner durch Feedback des Lehrers Informationen über Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit ihrer fremdsprachlichen Äußerungen erhalten können. Hier geht es darum, dem Lerner aufzuzeigen, warum es sich um einen Fehler handelt und Einsicht in die sprachlichen Gesetzmäßigkeiten der Zielsprache zu vermitteln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Das Korrektur-Dogma

3 Was ist ein Fehler?

3.1 Grammatik-Übersetzungsmethode

3.2 Direkte Methode

3.3 Audio-visuelle und audio-linguale Methode

3.4 Kommunikativer Ansatz

4 Fehlererklärung

5 Praxisbeispiel zur Fehlererklärung

5.1 Lernerbiographie

5.2 Vorgangsweise

5.3 Ergebnisse

6 Methodisch-didaktische Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Konzept der Fehlererklärung als essenziellen Teilaspekt der Korrektur im Fremdsprachenunterricht. Ziel ist es, die Art und Weise zu analysieren, wie Lehrer durch gezieltes Feedback Lernende unterstützen können, ihre Fehler selbst zu identifizieren, zu verstehen und sprachliche Gesetzmäßigkeiten der Zielsprache besser zu verinnerlichen.

  • Wandel des Fehlerverständnisses im Fremdsprachenunterricht
  • Methoden und Techniken der Fehlerkorrektur
  • Kognitive vs. imitative Lernprozesse
  • Praxisbeispiele zur Fehleranalyse und -vermittlung
  • Strategien zur Förderung der Lernerautonomie

Auszug aus dem Buch

Umgestaltungen

Der Lehrer versucht dabei, den Schüler dazu zu bewegen, seine fehlerhafte Äußerung umzuformulieren, von Spada und Frühlich (1995) wird diese Technik auch als Paraphrasierung bezeichnet. Wird die Bedeutung weitgehend beibehalten, handelt es sich nach Long (1996) um eine einfache Umgestaltung, Subjekt, Verb oder Objekt werden verändert, der Rest des Satzes beibehalten und wiederholt. Muss die Schüleräußerung hingegen grundlegend umgestaltet bzw. erweitert werden, spricht Long von einer komplexen Umgestaltung, dementsprechend komplizierter wird es für den Schüler, die Korrektursequenz im Sinne der vom Lehrer intendierten Sprachstruktur erfolgreich zu beenden. Während Long dabei von einer einzelnen Äußerung ausgeht, die dementsprechend entweder einfach oder komplex umgestaltet wird, unterscheidet Lyster (1998a) zwischen isolierten, dh. einzelnen Umgestaltungen, die ohne Informationserweiterung durch die Lehrperson ablaufen und inkorporierten Umgestaltungen, bei denen der Lehrer weitere Information hinzufügt. Umgestaltungen sind der Funktion und Form nach oftmals nicht von Wiederholungen zu unterscheiden, inkorporierte interrogative Umgestaltungen sind immer mitteilungsbezogen und nicht so aufmerksamkeitserregend wie die sog. deklarativen Umgestaltungen. Doughty (1999b) hebt die besondere Eignung von Umgestaltungen im Lernprozess hervor, da sie den kognitiven Vergleich zwischen Eigen- und Zielsprache besonders fördern würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und definiert Fehlererklärung als einen Teilaspekt der Korrektur, der über das bloße Ausbessern hinausgeht.

2 Das Korrektur-Dogma: Hier wird die Rolle der Korrektur als Stützpfeiler der Lehrerautorität sowie die unterschiedlichen Konzepte fremdsprachlichen Korrigierens kritisch beleuchtet.

3 Was ist ein Fehler?: Es wird aufgezeigt, wie sich die Definition und Einstellung zu Fehlern von der Grammatik-Übersetzungsmethode bis hin zum kommunikativen Ansatz gewandelt hat.

4 Fehlererklärung: Dieses Kapitel erläutert den systematischen Prozess der Fehlerbehandlung, von der Identifikation bis zur Fehlertherapie, und diskutiert verschiedene Feedbackmethoden.

5 Praxisbeispiel zur Fehlererklärung: Anhand einer Fallstudie mit einer slowakischen Germanistikstudentin wird in der Praxis untersucht, wie explizite und implizite Fehlererklärungen aufgenommen werden.

6 Methodisch-didaktische Schlussfolgerungen: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit einer Kombination aus impliziten und expliziten Verfahren, um ein nachhaltiges, kognitives Verständnis beim Lernenden zu fördern.

Schlüsselwörter

Fehlererklärung, Fehlerkorrektur, Fremdsprachenunterricht, Korrektur-Dogma, Kommunikativer Ansatz, Sprachkompetenz, Selbstkorrektur, Lernerautonomie, Feedback, Bedeutungsaushandlung, Interaktionssequenz, Sprachbewusstsein, Didaktik, Fehlertherapie, Lernprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Umgang mit Fehlern im Fremdsprachenunterricht, insbesondere die Frage, wie Fehlererklärung konstruktiv in den Lehrprozess integriert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der historische Wandel des Korrekturverständnisses, verschiedene Methoden der Fehlerbehandlung und die Bedeutung von Lehrer-Schüler-Interaktionen für den Lernfortschritt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Prinzipien für einen produktiven Umgang mit Fehlern zu formulieren, die den Lernenden zur Selbstkorrektur befähigen, anstatt lediglich Korrekturen von außen vorzugeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der Fachliteratur sowie einer praxisorientierten Fallstudie anhand von schriftlichem Fehlermaterial.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zur Fehlerkorrektur, differenziert zwischen verschiedenen Methoden (z.B. Umgestaltungen, metalinguistisches Feedback) und reflektiert deren Vorteile und Nachteile.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fehlererklärung, Lernerautonomie, Selbstkorrektur und kommunikativer Ansatz geprägt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen "lapses" und "mistakes"?

Die Autorin stützt sich auf Edmondson & House und definiert "lapses" als Performanzfehler, die der Lerner selbst korrigieren kann, während "mistakes" eher soziale Normverstöße sind, die dem Lernenden oft nicht unmittelbar einsichtig sind.

Warum wird im Praxisteil die Bedeutung von "schnellen" Erklärungen betont?

Die Fallstudie zeigt, dass Lernende in der Erwachsenenbildung aufgrund des Zeitfaktors und Leistungsorientierung explizite, "schnelle" Erklärungen bevorzugen, während rein implizite Ansätze oft als umständlich wahrgenommen werden.

Welchen Stellenwert nimmt die Fehlertherapie in der Arbeit ein?

Die Fehlertherapie stellt den finalen Schritt dar, in dem konkrete Maßnahmen gegen ein wiederholtes Auftreten von Fehlern ergriffen werden, wobei sie jedoch nicht isoliert, sondern als Teil eines interaktiven Prozesses gesehen werden sollte.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie erklärt man Fehler?
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Seminar Norm und Fehler
Note
2,0
Autor
Mag. Eva Lirsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V155344
ISBN (eBook)
9783640683932
ISBN (Buch)
9783640684557
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DaF/DaZ Deutschunterricht Fehlererklärung Fehlerkorrektur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. Eva Lirsch (Autor:in), 2006, Wie erklärt man Fehler?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155344
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum