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Erfolgsfaktor Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions

Darstellung und kritische Würdigung

Titel: Erfolgsfaktor Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions

Diplomarbeit , 2009 , 68 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Hannah Huebner (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mergers & Acquisitions (M&A) stellen ein beliebtes strategisches Instrument zur Steigerung des Unternehmenswertes und Sicherung von Unternehmenswachstum dar. Bedenklich stimmt angesichts des großen Transaktionsvolumens in Boom-Zeiten die Erfolgsquote von strategischen M&A. Untersuchungen haben gezeigt, dass weit mehr als die Hälfte aller Transaktionen die gesteckten Ziele verfehlt und Fusionen oder Unternehmensankäufe oft gar zur Vernichtung von Unternehmenswert führen.

In der Literatur wird bei den Gründen für das Scheitern von M&A zwischen sog. harten und weichen Faktoren unterschieden. Erstere erfassen u.a. mangelnden „strategischen Fit“ oder eine unzutreffende Einschätzung zukünftiger Synergie- und Wachstumspotentiale. Während finanziellen, strategischen und rechtlichen Aspekten in der Praxis bei der Planung und Durchführung von M&A i.d.R. große Beachtung geschenkt wird, werden weiche Faktoren häufig vernachlässigt.

Angesichts der ernüchternden Erfolgsbilanz verwundert es, dass die M&A-Euphorie v.a. in Zeiten von Wirtschaftswachstum weitestgehend ungebrochen ist und gleichzeitig eine angemessene Würdigung der weichen Faktoren noch immer nicht erfolgt. Seit vielen Jahren diskutiert die Wissenschaft im Rahmen der weichen Faktoren Unternehmenskultur als möglicherweise die zentrale erfolgskritische Komponente und empfiehlt Instrumente zum zielorientierten Umgang mit ihr. Obwohl die Bedeutung von Unternehmenskultur im Allgemeinen auch durch die Führungsriege von Unternehmen anerkannt wird, bleibt die Anwendung von Hilfsmitteln zur ihrer Analyse und Gestaltung in der M&A-Praxis jedoch noch immer häufig aus. Ergebnis dieses Vorgehens sind personalseitige Phänomene wie Kulturschocks oder fehlende Kooperationsbereitschaft von Mitarbeitern, die den Transaktionserfolg gefährden können.

In dieser Arbeit wird die dargestellte Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Praxis thematisiert. Es wird beleuchtet, warum in der Literatur für unerlässlich erklärte Instrumente zum Umgang mit Unternehmenskultur im M&A-Alltag nur begrenzt Berücksichtigung finden, wenn doch die Geschichte von M&A zeigt, dass die vornehmliche Konzentration auf harte Erfolgsfaktoren häufig nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Im Schlussteil werden Überlegungen zur Bedeutung der thematisierten Problematik für zukünftige Wachstumsbestrebungen von Unternehmen angestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit

1.2. Vorgehensweise und Aufbau

2. Unternehmenskultur als Forschungsgegenstand

2.1. Begriffsbestimmung

2.2. Kulturebenen und -elemente nach Schein

2.3. Organisationskulturtypen und Umkulturen

2.3.1. Organisationskulturtypen

2.3.2. Dimensionen der Unternehmenskultur nach Hofstede

2.3.3. Landesspezifische Kulturdimensionen

2.4. Positive und negative Effekte der Unternehmenskultur

3. Mergers & Acquisitions als Forschungsgegenstand

3.1. Begriffsbestimmung

3.2. Motive und Ziele

3.3. Typen von Mergers & Acquisitions

3.4. Idealtypischer Phasenverlauf von M&A

3.4.1. Strategische Analyse- und Konzeptionsphase

3.4.2. Transaktionsphase

3.4.3. Integrationsphase

3.5. Erfolgsfaktoren und Risiken von M&A

4. Bestimmungsgrößen der Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor von M&A

4.1. Verträglichkeit von Unternehmenskulturen

4.2. Bedeutung der Unternehmenskultur für Vertrauen und Kooperationsbereitschaft

4.3. Kulturspezifische Gefahren von M&A

4.3.1. Das Merger-Syndrom

4.3.2. Der Kulturschock

5. Ansätze zur Erfassung und Gestaltung der Unternehmenskultur im M&A-Prozess

5.1. Erfassung des Ist-Zustands: Cultural Due Diligence

5.2. Erreichung des Soll-Zustands: Kultur-Integrationsmanagement

5.2.1. Integrationsplanung und Kulturmanagement

5.2.2. Akkulturation

5.2.2.1. Begriffsbestimmung

5.2.2.2. Kulturelle Integrationsstrategien

5.2.2.3. Das Akkulturationsmodell von Berry

5.2.2.4. Verlauf und Ergebnis der Akkulturation

5.2.2.5. Determinanten des Gelingens von Akkulturation

5.2.2.6. Ansätze zur Gestaltung des Akkulturationsprozesses

6. Unternehmenskultur in der M&A-Praxis – Überlegungen zu Gründen begrenzter Berücksichtigung

6.1. Ausgangspunkt der Betrachtungen

6.2. Überlegungen zur Bedeutung von Unternehmenskultur für den Transaktionserfolg

6.3. Überlegungen zur Komplexität der Unternehmensrealität

6.4. Überlegungen zur Erfass- und Messbarkeit der Kulturelemente und Aussagekraft von Verträglichkeitstheorien

6.5. Überlegungen zur Gestaltbarkeit von Kultur bei M&A

6.6. Diskussion mit M&A-Experten aus der Beraterpraxis

6.6.1. Untersuchungsmethode und Stichprobe

6.6.2. Ergebnisse

7. Konklusion

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen der wissenschaftlichen Empfehlung, Unternehmenskultur als kritischen Erfolgsfaktor bei Mergers & Acquisitions (M&A) zu berücksichtigen, und der tatsächlichen Vernachlässigung dieser „weichen Faktoren“ in der M&A-Praxis. Ziel ist es, die Gründe für dieses Defizit zu identifizieren und auf Basis der Fachliteratur sowie Experteninterviews zu bewerten.

  • Grundlagen der Unternehmenskultur (Kulturebenen und Typologien)
  • M&A-Prozessphasen und deren Risikopotential
  • Instrumente der Cultural Due Diligence und des Kultur-Integrationsmanagements
  • Herausforderungen bei der Messbarkeit und Veränderbarkeit von Unternehmenskultur
  • Analyse der Gründe für die begrenzte Berücksichtigung kultureller Aspekte in der Beraterpraxis

Auszug aus dem Buch

4.3.1. Das Merger-Syndrom

Das Merger-Syndrom beschreibt die Stimmung der Belegschaft und kann den Erfolg der Integration gefährden (vgl. Picot 2008, S. 512). Es umfasst eine Reihe psychologischer Reaktionen, die Buono/Bowditch (1989) in fünf Formen gliedern: „(1) uncertainty and anxiety; (2) grief, loss, and the trauma of termination; (3) preoccupation and obsession with the combination; (4) eroded trust levels; and (5) self-centered activities“ (vgl. Buono/Bowditch 1989, S. 114). Mit unterschiedlich starker Ausprägung können diese Symptome in allen Phasen des M&A-Prozesses auftreten (vgl. Geiselhardt 2003, S. 134).

Auf die Erscheinungen Angst bzw. Verunsicherung und Vertrauensverslust soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden, da sie weiter oben bereits angesprochen wurden. Das Konfliktpotential, das Unternehmenskultur im Rahmen von M&A bietet, wird anhand der anderen drei Reaktionen verdeutlicht. Autoren wie Buono/Bowditch (1989) illustrieren das Gewicht der von Organisationsmitgliedern empfundenen Bedrohung im Rahmen von M&A durch den Vergleich der emotionalen Reaktion mit der Trauer um ein gestorbenes Familienmitglied. Dieses Gefühl wird mit dem Ausscheiden von Kollegen aus dem Unternehmen verstärkt. Die Transaktion wird als das Ende des in der Vergangenheit Bewährten gesehen. Einer Phase des Leugnens folgen Wut, Bemühungen um den Schutz eigener Territorien sowie organisationale Depression. Oft empfinden Organisationsmitglieder sogar einen Identitätsverlust. Dieser kann das freiwillige Verlassen des Unternehmens zur Folge haben. Für den Transaktionserfolg besonders kritisch ist die Tatsache, dass diese Entscheidung häufig von Schlüsselpersonal getroffen wird (vgl. Buono/Bowditch 1989, S. 115 ff.). Dieses Phänomen hat in der Literatur unter der Formel „Exit of the best, merger of the rest“ Einzug gehalten (vgl. z.B. Picot 2008, S. 513). Ein weiteres bei M&A anzutreffendes Syndrom liegt in der Voreingenommenheit und überzogenen Beschäftigung von Organisationsmitgliedern mit den Konsequenzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema M&A als Strategie ein und thematisiert die Diskrepanz zwischen der Bedeutung der Unternehmenskultur und ihrer häufigen Vernachlässigung in der Praxis.

2. Unternehmenskultur als Forschungsgegenstand: Es werden theoretische Grundlagen wie Scheins Kulturebenenmodell und verschiedene Typologieansätze sowie die positiven und negativen Effekte von Unternehmenskultur erläutert.

3. Mergers & Acquisitions als Forschungsgegenstand: Dieses Kapitel definiert M&A, beleuchtet Motive, Typen sowie den idealtypischen Phasenverlauf und benennt allgemeine Erfolgsfaktoren und Risiken.

4. Bestimmungsgrößen der Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor von M&A: Der Fokus liegt auf der Kultur-Kompatibilität, dem Vertrauen der Mitarbeiter und kulturspezifischen Gefahren wie dem Merger-Syndrom und dem Kulturschock.

5. Ansätze zur Erfassung und Gestaltung der Unternehmenskultur im M&A-Prozess: Hier werden Instrumente wie die Cultural Due Diligence sowie Strategien des Kultur-Integrationsmanagements und der Akkulturation vorgestellt.

6. Unternehmenskultur in der M&A-Praxis – Überlegungen zu Gründen begrenzter Berücksichtigung: Das Kapitel untersucht die Gründe für die Vernachlässigung kultureller Aspekte durch M&A-Akteure, basierend auf Literaturhypothesen und Experteninterviews.

7. Konklusion: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Notwendigkeit, Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor ernst zu nehmen, und gibt Handlungsempfehlungen.

Schlüsselwörter

Mergers & Acquisitions, Unternehmenskultur, Cultural Due Diligence, Integrationsmanagement, Akkulturation, Merger-Syndrom, Kulturschock, Erfolgsfaktoren, M&A-Praxis, Kultur-Kompatibilität, Personalmanagement, Change Management, Transaktionserfolg, Unternehmensstrategie, Wertschöpfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Unternehmenskultur als erfolgskritischem Faktor bei Mergers & Acquisitions und analysiert, warum dieser Aspekt in der Unternehmenspraxis häufig vernachlässigt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Typisierung von Unternehmenskultur, die Phasen des M&A-Prozesses, Risiken wie das Merger-Syndrom sowie Strategien zur Kulturentwicklung und -integration.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie bedeutsam die Unternehmenskultur für den Transaktionserfolg ist, und zu ergründen, warum trotz bekannter Risiken die in der Theorie empfohlenen Analyseinstrumente in der Praxis kaum Anwendung finden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der einschlägigen Fachliteratur sowie einer empirischen Untersuchung in Form von teilstrukturierten Interviews mit sechs M&A-Experten aus vier verschiedenen Beratungsunternehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Kulturforschung Instrumente zur Erfassung und Gestaltung kultureller Prozesse (wie die Cultural Due Diligence) sowie die spezifischen Hindernisse bei deren praktischer Implementierung bei Unternehmenstransaktionen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Mergers & Acquisitions, Unternehmenskultur, Cultural Due Diligence, Integrationsmanagement, Akkulturation sowie der Widerspruch zwischen Theorie und Praxis.

Welche Rolle spielt die Cultural Due Diligence laut der Autorin?

Sie wird als ein essenzielles, aber in der Praxis untergenutztes Analyseinstrument betrachtet, das helfen kann, Inkompatibilitäten frühzeitig zu erkennen, obwohl sie oft an Geheimhaltungsauflagen und Kostenbedenken scheitert.

Warum wird Unternehmenskultur in der Praxis laut den befragten Beratern oft ignoriert?

Die Berater nennen primär den hohen Zeit- und Kostendruck, Schwierigkeiten bei der Messbarkeit kultureller Aspekte sowie die oft mechanische Sichtweise des Managements, das den Fokus einseitig auf finanzielle Kennzahlen legt.

Welche Bedeutung hat das "Merger-Syndrom"?

Das Merger-Syndrom beschreibt psychologische Stressreaktionen der Belegschaft nach einer Transaktion, die zu Identitätsverlust, Misstrauen und dem Abgang von Schlüsselpersonal führen können und somit den gesamten Integrationserfolg massiv gefährden.

Wie bewerten die befragten Experten das "Fallbeispiel Novartis"?

Die Autorin nutzt das Beispiel Novartis, um zu zeigen, dass durch ein starkes Top-Management-Commitment und eine "Top-down"-Gestaltung eine gezielte kulturelle Transformation erfolgreich sein kann.

Ende der Leseprobe aus 68 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erfolgsfaktor Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions
Untertitel
Darstellung und kritische Würdigung
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,3
Autor
Hannah Huebner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
68
Katalognummer
V155338
ISBN (eBook)
9783640683925
ISBN (Buch)
9783640684212
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erfolgsfaktor Unternehmenskultur Mergers Acquisitions Darstellung Würdigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannah Huebner (Autor:in), 2009, Erfolgsfaktor Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155338
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  68  Seiten
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