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Schule – Komplementäres Sozialisationsadditiv oder letzte Rettung?

Titel: Schule – Komplementäres Sozialisationsadditiv oder letzte Rettung?

Essay , 2009 , 6 Seiten , Note: 13

Autor:in: Richard Grünert (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung
Dieter Geulen bezeichnet explizit die Familie, die Gleichaltrigen, die Massenmedien und die Schule als die „wichtigsten Instanzen der Sozialisation“ (Geulen 2007: 150). Die Einzige dieser Instanzen mit einem wissenschaftlich fundierten und formulierten Sozialisationsauftrag ist die Schule. Dieses Essay befasst sich primär mit der Frage nach der Sozialisationsfunktion der letzteren (Schule) während der Entwicklung in der Frühadoleszenz der Schüler im Verhältnis zur ersteren (Familie). Steht sie mit jener im Wettstreit, ist sie ein komplementäres Additiv, oder besteht gar eine dritte Alternative?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialisationsprozesse der Schulzeit

3. Lehrer

4. Der soziale Wandel als dispositionelle Vorraussetzung für Handlungsbedarf

5. Die „Quantenverschränkung“ der Sozialisationsinstanzen

6. Der heimliche Lehrplan

7. Anforderungen an die Lehrer

8. Fazit und Lichtblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Schule als zentrale Sozialisationsinstanz während der Frühadoleszenz und analysiert ihr Verhältnis zu anderen Einflussfaktoren wie Familie, Peer Groups und Massenmedien. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Schule den Funktionsschwund familiärer Sozialisation kompensieren kann und welche Anforderungen dies an das pädagogische Personal stellt.

  • Die Schule als primäre Instanz der Sozialisation in der Frühadoleszenz.
  • Einfluss des sozialen Wandels und des „Orientierungsvakuums“ auf Jugendliche.
  • Die Bedeutung des „heimlichen Lehrplans“ für die Persönlichkeitsentwicklung.
  • Notwendigkeit von Bindung und pädagogischer Beziehungsarbeit.
  • Die Ganztagsschule als Lösungsansatz zur effektiven Sozialisationsbegleitung.

Auszug aus dem Buch

Der soziale Wandel als dispositionelle Vorraussetzung für Handlungsbedarf

Obwohl Begriffe wie „Kindheit“ oder „Jugend“ erst in den hoch entwickelten Industriegesellschaften entstanden sind, und damit diesen Phasen Entwicklungsfreiräume zugestanden wurden, werden diese Schonräume in der heutigen Industriegesellschaft immer mehr eingeschränkt durch die Beschränkung auf die Konsumentenrolle (Medien, Mode- und Kulturindustrie) und durch eine zunehmende Gleichförmigkeit (Konsum, Verkehr, Kommunikation, Stadtarchitektur). Die Jugendlichen wachsen in einem Spannungsverhältnis von individualisierten Lebensentwürfen, unsicheren Zukunftsperspektiven, Differenzierung und Pluralisierung von Lebenslagen, Verlust an sozialen und ideellen Orientierungssicherheiten einerseits und einer auf zunehmende Gleichförmigkeit und Vergesellschaftung (im Georg Simmelschen Sinn) von Politik, Kultur, Medien, Bildungswesen und Reproduktionsbedingungen zielende Entwicklungsdynamik andererseits auf.

In bestimmten Bereichen werden Jugendlichen früh Selbständigkeiten zugestanden (Sexualität, Konsum, Mode), andererseits stehen sie für einen viel längeren Zeitraum in ökonomischer und sozialer Abhängigkeit der Eltern (Bildungszeiten, berufliche Absicherung). Sie wachsen, trotz Fortbestand sozialer Ungleichheit und vertikaler Gliederung der Gesellschaft (Schichten), in einem „Orientierungsvakuum“ auf, welches durch die Auflösung traditioneller sozialer Milieus und Lebenswelten entstand. Als weiterer belastender Faktor muss die risikogesellschaftliche Entwicklung (Ökologie, Militär, Technik, soziale Lage, Ökonomie, Politik) angesehen werden, in der ein nicht unerhebliches existentielles Gewaltpotential enthalten ist. Dieses Potential erschließt sich allerdings der Erkenntnis nicht so leicht sondern wirkt eher diffus auf die Empfindungen der Jugendlichen. Ohnmachtsgefühle und eigene Gewaltbereitschaft sind dann Ausdrucksformen dafür (Kandzora, 1996).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Schule als formelle Sozialisationsinstanz ein und stellt die Forschungsfrage nach deren Funktion im Vergleich zum familiären Umfeld.

Sozialisationsprozesse der Schulzeit: Dieses Kapitel erläutert den Konkurrenzkampf zwischen Familie und Schule und thematisiert den zunehmenden Funktionsschwund familiärer Sozialisation.

Lehrer: Hier wird die Rolle der Lehrkräfte als „Primärsozialisatoren“ beleuchtet, die drastisch in die Lebenswelt der Schüler eingreifen.

Der soziale Wandel als dispositionelle Vorraussetzung für Handlungsbedarf: Das Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen Individualisierung und gesellschaftlicher Gleichförmigkeit, in dem Jugendliche heute aufwachsen.

Die „Quantenverschränkung“ der Sozialisationsinstanzen: Es wird die Notwendigkeit untersucht, wie die Schule die Orientierungslosigkeit kompensieren kann, die durch unbeleckte Eltern oder destruktive Peer Groups entsteht.

Der heimliche Lehrplan: Hier werden die informellen Lernprozesse und deren prägende Wirkung auf das Weltbild der Schüler als gesellschaftlicher Zusammenhang kritisch betrachtet.

Anforderungen an die Lehrer: Die Bedeutung von Bindung und Nähe für nachhaltige Lernprozesse und die Entwicklung von kulturellem Kapital wird hier unter Einbeziehung lernpsychologischer Erkenntnisse dargelegt.

Fazit und Lichtblick: Abschließend wird das Konzept der Ganztagsschule als notwendiges Instrument diskutiert, um den vielfältigen Sozialisationsanforderungen gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Frühadoleszenz, Schule, Familie, Lehrer, Sozialisationsinstanzen, Heimlicher Lehrplan, Bindung, Ganztagsschule, Sozialer Wandel, Orientierungsvakuum, Pädagogik, Identitätsentwicklung, Kulturelles Kapital, Bildungsauftrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Schule als eine der wichtigsten Sozialisationsinstanzen und analysiert, wie sie auf die psychosozialen Entwicklungsprozesse von Jugendlichen in der Frühadoleszenz einwirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Einfluss von Familie und Schule, die Auswirkungen des sozialen Wandels auf Jugendliche sowie die Bedeutung von Lehrer-Schüler-Beziehungen für die Persönlichkeitsentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rolle der Schule im Verhältnis zur Familie zu bestimmen und zu klären, inwiefern die Schule als komplementäre Instanz oder Kompensator für schwindende Sozialisationsfunktionen auftreten kann.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf erziehungssoziologischen Theorien und integriert aktuelle Bindungs- und Lernforschung, um die pädagogischen Anforderungen zu begründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die komplexen Bedingungen der heutigen Jugend, die Rolle des Lehrers als Primärsozialisator, das Phänomen des heimlichen Lehrplans und die Notwendigkeit von Bindung im Bildungskontext.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Sozialisation, Frühadoleszenz, Ganztagsschule und den pädagogischen Bildungsauftrag definieren.

Warum wird der „heimliche Lehrplan“ so explizit erwähnt?

Weil er die informelle Ebene der Wissens- und Wertevermittlung darstellt, die oft unbewusst wirkt, aber einen maßgeblichen Einfluss auf die Identitätsbildung und die Wahrnehmung der Schule hat.

Welche Lösung schlägt die Arbeit für die geschilderten Herausforderungen vor?

Die Arbeit empfiehlt den Ausbau von Ganztagsschulen, die eine engere Bindung und verlässliche Lernbegleitung durch pädagogisches Personal ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schule – Komplementäres Sozialisationsadditiv oder letzte Rettung?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Soziologie)
Veranstaltung
Grundzüge der Soziologie
Note
13
Autor
Richard Grünert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
6
Katalognummer
V155298
ISBN (eBook)
9783640691982
ISBN (Buch)
9783640692415
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schule Komplementäres Sozialisationsadditiv Rettung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Richard Grünert (Autor:in), 2009, Schule – Komplementäres Sozialisationsadditiv oder letzte Rettung?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155298
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Leseprobe aus  6  Seiten
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