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Raumsemantik

Titel: Raumsemantik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: M.A. Oliver Kneip (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Literatur, sei es in narrativen Texten oder in dramatischen Texten, hat die Gegenüberstellung semantischer Räume fast immer eine „modellbildende Rolle“.
Diese Entgegenstellung lässt eine klassifikatorische Grenze entstehen, die ein Sujet prinzipiell zulässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Semantisches System und Weltanschauung

1.1 Raumsemantik in narrativen Texten

1.2 Die Grenze

2. Das Sujet

3. Das Problem beim Sujet

4. Die räumliche Vorstellung

5. Raumsemantik als Prozess der Sinnstiftung

6. Entgegensetzung semantischer Räume als gestaltpsychologisches Grundmuster

7. Die Ästhetik oppositver Raummodelle

Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der Theorie von Jurij M. Lotman, wie durch die semantische Gegenüberstellung oppositioneller Räume narrative Welten konstruiert werden und welche Rolle diese Dichotomien bei der menschlichen Sinnstiftung spielen. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwiefern die Strukturierung der Welt anhand solcher Raumpaare ein interkulturelles, anthropologisches Grundmuster darstellt.

  • Die Funktion der Raumsemantik in narrativen und dramatischen Texten.
  • Die Definition und Bedingung des Sujets als Grenzüberschreitung.
  • Die psychologische Bedeutung räumlicher Vorstellungen für die Problemlösung.
  • Der Zusammenhang zwischen Raumsemantik und dem gestaltpsychologischen Prinzip der Geschlossenheit.
  • Die kulturelle Konstanz von Dualismen wie Diesseits/Jenseits oder Realität/Fiktion.

Auszug aus dem Buch

1.1 Raumsemantik in narrativen Texten

Dadurch, dass räumliche Oppositionen zum Modell für semantische Oppositionen werden, findet eine Semantisierung des Raumes statt, die den fiktiven Raum prinzipiell vom realen unterscheidet. Dies bedeutet, dass die räumliche Ordnung der erzählten Welt zum organisierenden Element wird, um das herum auch die nicht-räumlichen Charakteristiken aufgebaut werden.

Betrachtet man also den Raum als die Gesamtheit homogener Objekte (Erscheinungen, Zustände, Funktionen, Figuren, Werte von Variablen, u. dgl.), zwischen denen Relationen bestehen, die den gewöhnlichen räumlichen Relationen (Ununterbrochenheit, Abstand, u. dgl.) gleichen, ist deutlich zu erkennen, dass sich die Funktionen des Raumes in dramatischen und in narrativen Texten nicht in der Notwendigkeit eines Schauplatzes für eine Geschichte bzw. eines Aktionsraumes für die agierenden Figuren erschöpft.

Die zusätzliche Funktion des Raumes laut Manfred Pfister besteht nicht nur darin, dass durch ihn ein Bedingungsrahmen für die Aktion der Figuren erstellt wird und diese daher durch ihn bereits charakterisiert werden können, sondern allgemein in seiner „modellbildenden Rolle“. In der Literatur bzw. in narrativen Texten hat die räumliche Gegenüberstellung fast immer eine „modellbildende Rolle“ für die erzählte Welt. Wird das Universum einer erzählten Welt innerhalb der Geschichte in zwei disjunkte Teilräume gegliedert, so werden beide Segmente automatisch semantisch konnotiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie narrative Texte durch die Konstruktion oppositioneller Räume Sinn stiften und Weltbilder modellieren.

1. Semantisches System und Weltanschauung: Dieses Kapitel erläutert, wie individuelle und gesellschaftliche Weltanschauungen als Aspekte eines globalen semantischen Systems fungieren.

1.1 Raumsemantik in narrativen Texten: Hier wird dargelegt, wie die räumliche Ordnung als organisierendes Element die erzählte Welt strukturiert und semantisch auflädt.

1.2 Die Grenze: Das Kapitel definiert die Bedeutung von Rahmen und Grenze für die Konstituierung narrativer Ereignisse.

2. Das Sujet: Es wird erläutert, wie ein Sujet als Grenzüberschreitung durch die Interaktion von Feld, Grenze und Held entsteht.

3. Das Problem beim Sujet: Hier werden die zeitliche und kulturelle Variabilität des Sujet-Begriffs sowie die Grenzen von Lotmans binärer Textklassifikation diskutiert.

4. Die räumliche Vorstellung: Dieses Kapitel analysiert die menschliche Tendenz, abstrakte Probleme durch räumliche Modelle und ikonische Prinzipien greifbar zu machen.

5. Raumsemantik als Prozess der Sinnstiftung: Es wird aufgezeigt, dass die Strukturierung durch semantische Räume ein kulturübergreifendes Bedürfnis nach sinnstiftenden Zusammenhängen befriedigt.

6. Entgegensetzung semantischer Räume als gestaltpsychologisches Grundmuster: Die Arbeit verknüpft die Raumsemantik mit dem gestaltpsychologischen Streben nach Geschlossenheit von Formen.

7. Die Ästhetik oppositver Raummodelle: Abschließend wird begründet, warum die Struktur ganzheitlicher, oppositioneller Raummodelle vom Rezipienten als ästhetisch befriedigend und vollkommen wahrgenommen wird.

Schlüsselwörter

Raumsemantik, Jurij M. Lotman, Sujet, Narrative Texte, Semantische Opposition, Grenzüberschreitung, Weltanschauung, Sinnstiftung, Gestaltpsychologie, Modellbildung, Narratologie, Dichotomie, Literaturtheorie, Strukturismus, Ikonizität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie literarische Texte durch die Gegenüberstellung von semantisch aufgeladenen Räumen eine strukturierte erzählte Welt aufbauen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die Raumsemantik, die Theorie des Sujets, das Verhältnis von Norm und Grenzüberschreitung sowie die ästhetische und psychologische Funktion dieser Strukturen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird der Frage nachgegangen, ob die Strukturierung der Welt anhand oppositioneller Räume ein interkulturelles, anthropologisches Grundmuster zur Bewältigung des Unverständlichen darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf den semiotischen und strukturalistischen Theorien von Jurij M. Lotman, ergänzt durch gestaltpsychologische Ansätze und literaturwissenschaftliche Analysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Sujets, die Bedeutung von Grenzen im narrativen Raum, die Rolle der menschlichen räumlichen Vorstellungskraft sowie die gestaltpsychologische Wirkung von Oppositionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Kernbegriffen zählen Raumsemantik, Sujet, Grenzüberschreitung, Modellbildung, Sinnstiftung und die Theorie von Lotman.

Was ist nach Lotman der Unterschied zwischen einem sujethaften und einem sujetlosen Text?

Ein sujethafter Text enthält eine Grenzüberschreitung (einen Normbruch), während ein sujetloser Text die bestehenden Grenzen als unverletzlich bestätigt.

Welche Rolle spielt das "Othering Prinzip" im Kontext der Raumsemantik?

Das Prinzip verdeutlicht, wie Identität durch die Negation des "Anderen" in einem räumlich-semantischen Gegenspiel konstruiert wird, was sowohl in sozialen Gruppen als auch in literarischen Werken als Modell dient.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Raumsemantik
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
2,3
Autor
M.A. Oliver Kneip (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
17
Katalognummer
V155088
ISBN (eBook)
9783640679416
ISBN (Buch)
9783640679881
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Raumsemantik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Oliver Kneip (Autor:in), 2004, Raumsemantik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155088
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Leseprobe aus  17  Seiten
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