Durch die weltweite Ausdehnung von Beschaffungs-, Produktions- und Distributionsnetzwerken ist die Logistik in vielen Branchen zu einem kritischen Erfolgsfaktor geworden. Die Globalisierung führt zu immer umfassenderen Logistikstrukturen. Zudem müssen sich Logistiksysteme immer wieder schnell an neue Wettbewerbssituationen anpassen. In solch komplexen und dynamischen Märkten ist ein effektives Logistikcontrolling als Instrument der zielorientierten Steuerung des Logistiksystems unverzichtbar.
Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen Methoden des Logistikmanagements: das Controlling von Logistiksystems und letztendlich mit der Tourenplanung für die letzte Meile. Dazu werden zunächst die Begriffe Logistik, Controlling und Logistikcontrolling bestimmt, um daraus resultierend Logistikcontrolling mit seinen allgemeinen Zielen, Aufgaben und Abläufen darzustellen.
Im vierten Abschnitt werden die allgemeinen Instrumente des Logistikcontrollings dargestellt: kurz auf die logistische Kosten- und Leistungsrechnung eingegangen sowie Kennzahlen und Kennzahlensysteme. Diese werden als Fundamente eines jeden Logistikcontrollings erläutert um schließlich die Balanced Scorecard einzuführen. Diese sind die Voraussetzung der Instrumente des Logistikcontrollings. Hier wird nach Zuordnung zum strategischen bzw. operativen Logistikcontrolling auf beispielhafte Teilaufgaben der jeweiligen Bereiche eingegangen. Im 9. Abschnitt liegt der Augenmerk auf der Tourenplanung für die letzte Meile: Ziele und Aufgabe am Beispiel der Auslieferung an eine Reihe von Kunden. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse mit einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich.
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Controlling von Logistiksystemen
Begriff und Ziele des Logistikcontrollings
Der Begriff Logistik
Der Begriff Controlling
Der Begriff Logistikcontrolling
Instrumente des Logistikcontrollings
Die Logistikkosten- und –leistungsrechnung nach Weber
Die Logistikkennzahlen und –kennzahlensysteme
Instrumente des strategischen Logistikcontrolling
Instrumente des operativen Logistikcontrolling
Tourenplanung für die letzte Meile
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Methoden des Logistikmanagements, mit besonderem Fokus auf das Controlling von Logistiksystemen und die Tourenplanung auf der sogenannten letzten Meile. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen der Begriffe Logistik, Controlling und Logistikcontrolling zu erarbeiten sowie die Instrumente des strategischen und operativen Controllings praxisnah darzustellen, um schließlich die Herausforderungen bei der Auslieferung an Endkunden zu analysieren.
- Grundlagen des Logistikcontrollings
- Methoden der Logistikkosten- und Leistungsrechnung
- Strategische Controlling-Instrumente wie Portfolio-Analyse und Benchmarking
- Operative Controlling-Instrumente wie Logistikbudgets und Balanced Scorecard
- Tourenplanung und Optimierung in der Distributionslogistik
Auszug aus dem Buch
Die Logistikkosten- und –leistungsrechnung nach Weber
Logistikkosten stellen überwiegend Gemeinkosten dar. Die Erfassung der Kosten im Rahmen der Kostenstellungrechnung erfolgt im Betriebsabrechnungsbogen, kurz BAB. Es handelt sich dabei um eine Tabelle die die Kostenarten und die Kostenstellen ausweist. Die Aufgabe besteht darin den Faktoreinsatz (Kostenarten) zu erfassen, die Leistungserstellungsprozesse abzubilden (in Kostenstellen) und die Kosten ihren Verursachern, insbesondere Produkten oder Leistungen (Kostenträger) zuzurechnen.21 Um Verbesserungsmöglichkeiten und Rationalisierungspotentiale ausfindig machen zu können, ist es notwendig, sämtliche Leistungen und Kosten des logistischen Bereichs transparent zu machen. Dies geschieht im Rahmen der Logistikkosten- und Leistungsrechnung. Sie soll das logistische Geschehen durch prozess-, funktions- und produktbezogene Informationen sowohl mengen-, als auch wertmäßig abbilden.
In der Kalkulation der einzelnen Stellen ausführlich einzugehen würde im Rahmen dieser Seminararbeit zu weit führen, aus diesem Grund sei auf die Literatur verwiesen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung der Logistik als Wettbewerbsfaktor und stellt die Struktur der Arbeit sowie die Zielsetzung vor.
Controlling von Logistiksystemen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der Logistik, des Controllings sowie des Logistikcontrollings und erläutert deren Zusammenhänge.
Begriff und Ziele des Logistikcontrollings: Es wird erörtert, warum Logistikcontrolling als Führungsunterstützung notwendig ist und welche übergeordneten Ziele verfolgt werden.
Der Begriff Logistik: Dieser Abschnitt beleuchtet verschiedene fachliche Ansätze und Definitionen des Logistikbegriffs in der Literatur.
Der Begriff Controlling: Hier werden unterschiedliche Sichtweisen auf das Controlling als funktionsübergreifendes Führungskonzept analysiert.
Der Begriff Logistikcontrolling: Dieses Kapitel führt die beiden Konzepte zusammen und beschreibt die spezifische Rolle des Logistikcontrollings im Unternehmen.
Instrumente des Logistikcontrollings: Hier werden Methoden zur Planung und Kontrolle, wie etwa Kennzahlensysteme oder Kostenrechnungsansätze, vorgestellt.
Die Logistikkosten- und –leistungsrechnung nach Weber: Dieses Kapitel beschreibt die Notwendigkeit der Kostentransparenz und die Nutzung des Betriebsabrechnungsbogens zur Kalkulation.
Die Logistikkennzahlen und –kennzahlensysteme: Es wird erklärt, wie quantitative Größen zur Effizienzmessung und Steuerung genutzt werden können.
Instrumente des strategischen Logistikcontrolling: Vorstellung der Portfolio-Analyse und des Benchmarkings zur langfristigen Ausrichtung und Optimierung der Logistik.
Instrumente des operativen Logistikcontrolling: Erläuterung von Logistikbudgets und der Balanced Scorecard als Instrumente zur kurzfristigen Steuerung und Zielerreichung.
Tourenplanung für die letzte Meile: Dieses abschließende Kapitel analysiert die Herausforderungen und Varianten der Zustelloptimierung im E-Commerce.
Schlüsselwörter
Logistikcontrolling, Logistikmanagement, Tourenplanung, Letzte Meile, Balanced Scorecard, Logistikkennzahlen, Benchmarking, Portfolio-Analyse, Logistikkostenrechnung, Distributionslogistik, Unternehmenskennzahlen, Prozessoptimierung, Kostenführerschaft, Supply Chain, Lieferantenmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Methoden des Logistikmanagements, insbesondere wie Controlling-Instrumente zur zielgerichteten Steuerung von Logistiksystemen eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die begriffliche Einordnung von Logistik und Controlling sowie die Anwendung strategischer und operativer Controlling-Methoden und deren Einsatz in der Tourenplanung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Logistikcontrolling durch Transparenz und Zielvorgaben zur Rationalisierung und Leistungsfähigkeit logistischer Prozesse beitragen kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung von Controlling-Instrumenten, die durch praktische Beispiele und grafische Modelle wie die Portfolio-Analyse untermauert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Instrumenten wie Balanced Scorecard oder Benchmarking und die Anwendung von Optimierungsmodellen für die Zustellung auf der letzten Meile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Logistikcontrolling, Tourenplanung, Kostenrechnung, Balanced Scorecard und Benchmarking.
Warum ist die Tourenplanung für die letzte Meile so relevant?
Aufgrund der wachsenden Bedeutung des E-Commerce stellt die effiziente Verteilung der Zustellkosten auf den Endkunden ein kritisches Feld für die Wettbewerbsfähigkeit von Paketdiensten dar.
Welche Rolle spielt die Balanced Scorecard im Logistikcontrolling?
Sie dient als ganzheitliches Managementsystem, das monetäre und nicht-monetäre Kennzahlen aus verschiedenen Perspektiven wie Finanzen, Kunden und internen Prozessen verbindet.
Was ist die Kritik an der Portfolio-Analyse?
Die Analyse reduziert komplexe strategische Einflussfaktoren auf lediglich zwei Dimensionen, was zwar die Kommunikation erleichtert, aber die Realität stark vereinfacht.
Warum ist eine firmenspezifische Logistik-Controllingkonzeption erforderlich?
Da es keine Einheitslösungen gibt, muss ein Unternehmen seine Methoden auf seine spezifischen Rahmenbedingungen anpassen, um bei Veränderungen agil reagieren zu können.
- Arbeit zitieren
- Philippe Roger (Autor:in), 2010, Methoden des Logistiksmanagements Controlling von Logistiksystems, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154995