Innerhalb einer logistischen Transportkette bedarf es in der Regel verschiedener Transportmittel, um einen Güterfluss zwischen zwei räumlich getrennten Orten zu realisieren. Neben dem Umschlagen von Gütern, also dem Wechsel der unterschiedlichen Arbeitsmittel innerhalb der Transportkette, muss auch oft eine Pufferung erfolgen. Hafenterminals spielen hierbei eine besondere Rolle. Diese Seminararbeit wird sich in ihrem Hauptteil mit der Technik und Informationstechnologie in Containerterminals beschäftigen. Um einen Einstieg in dieses komplexe Thema zu finden, soll jedoch zuvor ein kurzer, allgemeiner Überblick über das Thema der Hafenterminals gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einführung in Hafenterminals
2.1 Die Bedeutung der Schifffahrt
2.2 Die Entwicklung der Hafenterminals
2.3 Der Begriff „Terminal“ und Klassifizierung des Hafenterminals
2.4 Abgrenzung verschiedener Hafenterminalarten
2.4.1 Terminals für Stückgüter
2.4.2 Ro/Ro- Terminals
2.4.3 Terminals für flüssige Massengüter
2.4.4 Terminals für schüttbare Massengüter
2.4.5 Offshore Terminals
2.4.6 Containerterminals
3. Der Container
3.1 Informationen rund um den Container
3.2 Containertypen
4. Aufbau eines Containerterminals und Prozesse
5. Transport- und Umschlagstechnik im Containerterminal
5.1 Geführt verfahrbar
5.1.1 Containerbrücken
Exkurs: HIPAC
5.1.2 Wippdrehkrane
5.1.3 Rail-Mounted-Gantry-Crane
5.2 Frei verfahrbar
5.2.1 Straddle-Carrier
5.2.2 Shuttle Carrier
5.2.3 Rubber-Tired Gantry Crane
5.2.4 Trailerzug
5.2.5 Reachstacker
5.2.6 AGVs
5.2.7 Mobilkran
6. Fahrerlose Transportsysteme (FTS)
6.1 Komponenten und Steuerung
6.2 Spurführung
6.2.1 Leitdraht
6.2.2 Transponder
6.2.3 Scanner (Laser)
6.2.4 Bildverarbeitung
6.2.5 GPS
7. Positionserfassung in Containerterminals
7.1 Anforderungen an die Positionserfassung in Containerterminals
7.2 Beispiel: Symeo D-GPS
7.3 Beispiel: Symeo Local Positioning Radar (LPR)
7.4 Beispiel: Symeo LPR/D-GPS Kombisystem
7.5 Beispiel: Symeo LPR/D-GPS Kombisystem mit Relativsensorik
8. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die technischen und informationstechnologischen Rahmenbedingungen in modernen Containerterminals. Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die eingesetzte Umschlagstechnik und die Methoden der Positionserfassung zu geben, um Effizienzsteigerungen und Prozesssicherheit innerhalb der logistischen Transportkette zu beleuchten.
- Klassifizierung und Entwicklung von Hafenterminals
- Systematischer Aufbau von Containerterminals
- Transport- und Umschlagstechniken (geführt und frei verfahrbar)
- Fahrerlose Transportsysteme (FTS) im Hafeneinsatz
- Methoden zur hochgenauen Positionserfassung und Sensorik
Auszug aus dem Buch
Exkurs: HIPAC
Der Transport der Container zwischen dem Schiff und der Plattform geschieht heutzutage teilweise oder ganz im automatischen Betrieb. Unterstützt wird der Kranfahrer dabei durch das Pendeldämpfungssystem HIPAC (High Intelligent Pendulum and Automation Control). Das System optimiert die Hubwege und das Positionieren von Containern und passt sich dem Fahrer individuell an. Es übernimmt die Beherrschung der Pendelbewegung, so dass handgesteuerte Positionierungsvorgänge wesentlich schneller durchgeführt werden können. In der Praxis wird zwischen pendelgeregeltem Handbetrieb und pendelgeregeltem Automatikbetrieb unterschieden.
Beim Handbetrieb gibt der Kranfahrer über den Meisterschalter einen Geschwindigkeitssollwert für die Horizontalbewegung des Containers ein. HIPAC beeinflusst anschließend die Beschleunigung von Katze und Fahrwerk so, dass keine Pendelbewegungen auftreten (Katze, Kran und Hubwerk können jederzeit simultan bewegt werden). Dem Drehzahlrechner ist eine Pendelungsregelung vorgeschaltet, die sich der Eingangsgrößen Position der Katze, Pendellänge (Berechnung erfolgt durch die Hubhöhe) und Pendelwinkel bedient. Unterhalb der Katze ist ein Messsystem mit der Kamera Simatec VS 710 installiert. Von dort aus strahlt ein Infrarot-LED Scheinwerfer auf einen am LAM (z.B. dem Spreader) angebrachten Reflektor. In der Mitte des Scheinwerfers befindet sich eine zylindrische Öffnung, hinter der die Kamera sitzt und das reflektierte Licht empfängt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die logistische Transportkette ein und definiert den Fokus der Arbeit auf die Technik und Informationstechnologie in Containerterminals.
2. Einführung in Hafenterminals: Das Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung, die Bedeutung der Seeschifffahrt und differenziert zwischen verschiedenen Terminalarten nach Aufgaben und Güterklassen.
3. Der Container: Hier werden die ISO-Container als Ladungsträger der 2. Ordnung sowie verschiedene Spezialcontainertypen und deren Eigenschaften detailliert beschrieben.
4. Aufbau eines Containerterminals und Prozesse: Dieser Abschnitt erläutert die Zonenplanung in einem Terminal und die logistische Unterscheidung zwischen quayside und landside operations.
5. Transport- und Umschlagstechnik im Containerterminal: Das Kapitel bietet eine umfassende Analyse von geführten und frei verfahrbaren Umschlagsgeräten wie Containerbrücken, Straddle-Carriern und AGVs.
6. Fahrerlose Transportsysteme (FTS): Es werden die Komponenten, Steuerungsprinzipien und verschiedene Methoden der Spurführung für fahrerlose Systeme analysiert.
7. Positionserfassung in Containerterminals: Dieses Kapitel behandelt die Anforderungen an eine lückenlose Erfassung der Containerbewegungen und stellt verschiedene sensorbasierte technische Lösungen vor.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit der technologischen Anpassung an moderne Anforderungen zusammen und gibt einen Ausblick auf die steigende Automatisierung in Häfen.
Schlüsselwörter
Containerterminal, Seeschifffahrt, Umschlagstechnik, Containerbrücke, Straddle-Carrier, AGV, FTS, Spurführung, Positionserfassung, D-GPS, Symeo, Pendeldämpfung, Logistik, Automatisierung, Terminalmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der technischen Ausstattung und den IT-gestützten Prozessen in modernen Containerterminals zur Optimierung des Güterumschlags.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Hafenterminal-Klassifizierung, Containertypen, Umschlagstechnik sowie die Methoden zur präzisen Positionserfassung von Fahrzeugen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen detaillierten Überblick über die verschiedenen technologischen Möglichkeiten zur Umschlagssicherung und -optimierung in Häfen zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die den Stand der Technik und aktuelle technologische Ansätze zur Terminalsteuerung systematisch aufarbeitet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl stationäre als auch mobile Umschlagsgeräte (wie Krane und Transportsysteme) sowie IT-Systeme für die Navigation und Ortung detailliert beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Containerterminal, Automatisierung, Positionserfassung, Umschlagstechnik, FTS und logistische Prozessoptimierung.
Was ist das System HIPAC?
HIPAC ist ein Pendeldämpfungssystem, das Kranbewegungen optimiert, um durch automatische Steuerung der Beschleunigung und Verzögerung ein Schwingen der Last zu verhindern.
Wie unterscheidet sich der Reachstacker von anderen Umschlagsgeräten?
Der Reachstacker ist eine hochflexible, frei verfahrbare Lösung, die vor allem in kleineren bis mittelgroßen Terminals für den direkten Stapelvorgang und Kurzstreckentransport eingesetzt wird.
- Arbeit zitieren
- Max Felix Mittelmaier (Autor:in), Robbert Kokkeel (Autor:in), Julian Bröer (Autor:in), 2010, Die Klassifizierung, Technik und IT in Containerterminals, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154982