Die traditionelle Softwareprogrammierung und Extreme Programming stellen zwei Vorgehensweisen zur Programmierung von Software dar. Die traditionelle Softwareprogrammierung orientiert sich klassisch an dem Wasserfallmodell. In diesem sind die Phasen horizontal angeordnet und werden nacheinander durchlaufen. Das klassische Modell ist nur dann verwendbar, wenn Anforderungen schon frühzeitig festgeschrieben werden können. Treten Fehler erst bei der
Softwareeinführung ein, so müssen diese mit erheblichem Aufwand entfernt werden. Wegen der gravierenden Nachteile des Wasserfallmodells, die meist erhöhten finanziellen Aufwand bedeuten, hat das Wasserfallmodell heute kaum noch praktischen Wert und wurde in der IT-Industrie durch eine Vielfalt alternativer
und ergänzender Vorgehensweisen, wie zum Beispiel Extreme Programming, ersetzt.
Die vorliegende Studie vergleicht die traditionelle Softwareprogrammierung mit Extreme Programming und versucht damit ein gescheitertes Praxisbeispiel zu lösen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Traditionelle Programmierung
3. Extreme Programming
4. Methodik: Extreme Programming und traditionelle Programmierung im Vergleich
4.1 Kommunikation, Team und Stand-up Meetings
4.1.1 Extreme Programming Modell
4.1.2 Traditionelles Modell
4.1.3 Kritische Bewertung
4.2 Pair Programming, Standards, kollektives Eigentum
4.2.1 Extreme Programming Modell
4.2.2 Traditionelles Modell
4.2.3 Kritische Bewertung
4.3 Refactoring, testgetriebene Entwicklung, Iterationen
4.3.1 Extreme Programming Modell
4.3.2 Traditionelles Modell
4.3.3 Kritische Bewertung
4.4 Überstunden, Mut, Dokumentation
4.4.1 Extreme Programming Modell
4.4.2 Traditionelles Modell
4.4.3 Kritische Bewertung
5. Traditionelle Programmierung und Extreme Programming in der Praxis
5.1 Vorstellung Fiktiv Versicherung AG
5.2 Ausgangslage
5.3 Ablauf des Projekts
5.4 Lösungsansatz mit Extreme Progamming
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit vergleicht klassische Softwareentwicklungsmethoden (orientiert am Wasserfallmodell) mit der agilen Methodik des Extreme Programming (XP), um zu bewerten, wie XP zur Steigerung der Projektqualität und Flexibilität beitragen kann, insbesondere anhand eines gescheiterten Praxisbeispiels bei der Fiktiv Versicherung AG.
- Vergleich von Wasserfallmodell und Extreme Programming
- Analyse der Kernaspekte Kommunikation, Pair Programming und Refactoring
- Untersuchung von Erfolgsfaktoren bei der Softwareentwicklung
- Praxisstudie: IT-Projekt bei der Fiktiv Versicherung AG
- Optimierungsmöglichkeiten durch agile Vorgehensweisen
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Traditionelles Modell
Die Kommunikation innerhalb des Teams findet bei der traditionellen Softwareentwicklung nach dem Wasserfallmodell nur bedingt statt. Sie findet hier, wenn überhaupt nur zu Beginn und am Ende einer Projektphase und dann meist sogar ohne Einbeziehung des Teams statt. Häufig findet die Kommunikation mit dem Team auch nur dann statt, wenn sich herauskristallisiert, dass es bei der Realisierung des Pflichtenhefts massive Probleme gibt. Dann kann es sein, dass die Mängel zu spät erkannt worden sind und es somit zu massiven Zeitverlusten führen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt die Problematik bei der Durchführung von IT-Projekten dar und führt in die Thematik der Softwareentwicklungsprozesse ein.
2. Traditionelle Programmierung: Erläutert das Wasserfallmodell als phasenorientiertes, sequentielles Vorgehensmodell der klassischen Softwareentwicklung.
3. Extreme Programming: Führt das Prozessmodell Extreme Programming als agilen Ansatz mit Fokus auf Iterationen und Kundenorientierung ein.
4. Methodik: Extreme Programming und traditionelle Programmierung im Vergleich: Detaillierter Vergleich der Disziplinen Kommunikation, Pair Programming, Teststrategien und Teamkultur zwischen beiden Modellen.
5. Traditionelle Programmierung und Extreme Programming in der Praxis: Analysiert ein gescheitertes Projekt bei der Fiktiv Versicherung AG und zeigt auf, wie XP als Lösungsansatz hätte dienen können.
6. Fazit: Fasst zusammen, dass XP durch Strukturverbesserungen und stetigen Kundenaustausch typische Risiken moderner Softwarevorhaben minimieren kann.
Schlüsselwörter
Extreme Programming, XP, Softwareentwicklung, Wasserfallmodell, Agilität, IT-Projektmanagement, Pair Programming, Refactoring, Benutzergeschichten, Userstories, Testgetriebene Entwicklung, Kommunikation, Projektorganisation, Softwarequalität, Flexibilität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Unterschiede zwischen traditionellen Softwareentwicklungsprozessen (Wasserfallmodell) und dem agilen Prozessmodell Extreme Programming (XP).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Projektmanagement, Softwareentwicklungs-Methodik, Teamkommunikation und die Qualitätssicherung durch agile Prozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist aufzuzeigen, inwieweit Extreme Programming traditionelle Entwicklungsmethoden ablösen kann, um das Risiko des Scheiterns bei IT-Projekten zu senken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine vergleichende Analyse der Methoden durchgeführt, ergänzt durch eine Fallstudie eines gescheiterten Praxisprojekts bei der Fiktiv Versicherung AG.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Vergleich der Methodendisziplinen und eine praktische Untersuchung, bei der ein konkretes Callcenter-Softwareprojekt evaluiert wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Extreme Programming, Agilität, Wasserfallmodell, Pair Programming, Refactoring und Testgetriebene Entwicklung.
Warum ist das traditionelle Modell nach Ansicht des Autors für manche Projekte ungeeignet?
Aufgrund der starren, sequentiellen Phasen und der mangelnden Flexibilität bei späteren Anforderungsänderungen, was häufig zu hohen Kosten und Zeitverzögerungen führt.
Wie hätte XP das Scheitern des Callcenter-Projekts bei der Fiktiv Versicherung AG verhindern können?
Durch die iterative Vorgehensweise und den ständigen Einbezug des Kunden (Fachabteilungen) wären Fehlentwicklungen wie das fehlende Berechtigungskonzept frühzeitig aufgefallen.
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- Patrick Seifert (Author), 2009, Klassische Softwareprogrammierung und Extreme Programming im Vergleich unter Anwendung eines Praxisbeispiels, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154960