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Charles Mingues

Die afroamerikanische Emanzipation des Jazz

Title: Charles Mingues

Seminar Paper , 2007 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Master of Arts Roland Mahler (Author)

Musicology - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die Entwicklung des Jazz in den USA des letzten Jahrhunderts hängt wesentlich mit den gesellschaftspolitischen Verhältnissen der jeweiligen Zeit zusammen. Insbesondere die Ereignisse und politischen wie gesellschaftlichen Umstände in den ausgehenden 50er und 60er Jahre prägten den Jazz nachhaltig.
Neben den verschiedenen studentischen Bewegungen, die damals gegründet wurden, war es vor allem die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung, die in dieser Zeit ihren Höhepunkt erfuhr. Sie setzte sich für eine Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung ein, die zwar gesetzlich weitgehend zugesichert, aber tatsächlich kaum umgesetzt wurde. Das Bemühen, diesen alltäglichen Rassismus zu überwinden und sich gegen die Bevormundung durch die weiße Bevölkerung aufzulehnen, spiegelte sich zu dieser Zeit auch im Jazz wider. Anders als noch der Swing in den 30er Jahren, der zu einer populären Tanzmusik eines vornehmlich weißen Publikums geworden war, entwickelte sich der Jazz zunehmend zu einer Musik elitärer Minderheiten, die sich dem kommerziellen Mainstream entzog.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Charles Mingus – The Thinking Musician

3. Vom Entertainer zum selbstbewussten Musiker

4. Die Politisierung des Jazz

5. Charles Mingus – The Acting Musiker

6. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle des Jazzmusikers Charles Mingus als zentrale Figur in der afroamerikanischen Emanzipationsbewegung der 1950er und 1960er Jahre. Dabei wird analysiert, wie Mingus durch seine Musik, sein musikalisches Selbstverständnis und sein politisches Engagement versuchte, den Jazz als ernstzunehmende Kunstform zu etablieren und gegen rassistische Diskriminierung aufzubegehren.

  • Der Wandel des Jazz vom Unterhaltungsmedium zur politischen Kunstform.
  • Charles Mingus als "Thinking Musician" und Wegbereiter des Free Jazz.
  • Die Rolle von Jazz-Labels als Alternative zur kommerziellen Musikindustrie.
  • Die künstlerische Verbindung von kollektiver Improvisation und klassischer Musiktradition.
  • Der Kampf gegen die Diskriminierung schwarzer Jazzmusiker im gesellschaftlichen Kontext der USA.

Auszug aus dem Buch

Charles Mingus – The Thinking Musician

„Mingus, der Bassist, der Komponist, der Bandleader, der Rebell, der Zornige, der Aufsässige.“, so beschrieb Siegfried Schmidt-Joos im Programmheft der Berliner Jazztage aus dem Jahr 1970 den Jazzmusiker Charles Mingus und zeichnete damit das Bild eines Mannes, der zu den herausragenden Musikerpersönlichkeiten der 60er Jahre zählte. 1922 in den USA geboren beschäftigte sich Mingus als angehender Cellist bereits in jungen Jahren intensiv mit der klassischen Musik, musste aber bald feststellen, dass er aufgrund seiner Hautfarbe keine Zukunftsaussichten als klassischer Musiker haben würde. Als er bald darauf mit den Jazz-Kompositionen des Bandleaders Duke Ellington in Berührung kam, faszinierte ihn diese Musik derart, dass er im Alter von 14 Jahren vom Cello zum Kontrabass wechselte. Inspiriert vom Spiel des Bassisten Jimmy Blanton begann Mingus die begleitende Rolle des Basses um schnelle Gegenmelodien zu erweitern. Dabei kombinierte er das Call-Response-Prinzip der afrikanischen Musiktradition mit Einflüssen aus der europäischen klassischen Musik. Auf diese Weise rückte der Kontrabass zunehmend in den Vordergrund und wurde neben der begleitenden Funktion auch zum Soloinstrument innerhalb eines Ensembles.

In Mingus` Bassspiel, das von einem Wunsch nach weitgehender Kontrolle über das Instruments bzw. über die Musik und gleichzeitig von individueller Freiheit geprägt war, zeigte sich sowohl seine umfassende Kenntnis der Musiktheorie als auch seine zerrissene Persönlichkeit. Sein dynamisches und temporeiches Spiel glich emotionalen Ausbrüchen, die von ruhigeren Phasen unterbrochen waren. Diese produktive Zerrissenheit wird in dem Album The Black Saint And The Sinner Lady aus dem Jahr 1963 besonders deutlich.

Seine expressive Spielweise spiegelte sich auch in der Art und Weise wider, wie er sein Ensemble leitete, ja geradezu vor sich hertrieb und es zu einer kollektiven Improvisation anspornte. Dabei bediente er sich vor allem der Harmonien und Rhythmen des Bebop und erweiterte das Klangspektrum seiner Kompositionen ab etwa 1960 um eine Reihe sinfonischer Instrumente. Hinter dieser Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten und der gleichzeitigen Einbeziehung klassischer Instrumente und fester Arrangements verbarg sich auch der Wunsch, den Jazz als ernstzunehmende und intellektuell anspruchsvolle Kunstmusik ähnlich der klassischen Musik zu etablieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftspolitischen Kontext der 50er und 60er Jahre in den USA und die wachsende Bedeutung des Jazz als Ausdrucksform schwarzer Emanzipation.

Charles Mingus – The Thinking Musician: Dieses Kapitel zeichnet den musikalischen Werdegang von Mingus nach und zeigt auf, wie er den Kontrabass als Soloinstrument etablierte und den Jazz durch die Verbindung mit klassischer Musik intellektuell aufwertete.

Vom Entertainer zum selbstbewussten Musiker: Hier wird der wachsende Widerstand der Jazzmusiker gegen die entwürdigenden Arbeitsbedingungen und die aufgedrängte Rolle als bloße Unterhalter thematisiert.

Die Politisierung des Jazz: Das Kapitel untersucht die Versuche, gesellschaftskritische Botschaften in Jazzaufnahmen zu transportieren, sowie den Widerstand der Musikindustrie dagegen.

Charles Mingus – The Acting Musiker: Der Fokus liegt auf der Gründung eigener Labels durch Mingus als ökonomische Alternative sowie seinem aktiven politischen Engagement.

Abschließende Betrachtung: Eine Synthese, die Mingus als prägende Leitfigur der Jazzentwicklung hervorhebt und den Einfluss der gesellschaftlichen Krisen auf die Musik der Ära reflektiert.

Schlüsselwörter

Charles Mingus, Jazz, afroamerikanische Emanzipation, Bürgerrechtsbewegung, Free Jazz, Third Stream, Politisierung, Diskriminierung, Kontrabass, Debut Records, Improvisation, Musikindustrie, soziale Verantwortung, Kunstmusik, 1960er Jahre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit behandelt die Rolle von Charles Mingus innerhalb der sozialen und musikalischen Emanzipation afroamerikanischer Jazzmusiker in den 1950er und 1960er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Widerstand gegen rassistische Diskriminierung, die Professionalisierung des Jazz als Kunstform und das Streben nach ökonomischer Unabhängigkeit von der Musikindustrie.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Charles Mingus durch seine Musik und sein unternehmerisches Handeln den Jazz als Medium für politisches Bewusstsein und kulturelle Identität nutzte.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine musiksoziologische Untersuchung, die auf der Analyse von Fachliteratur, historischen Quellen und biographischen Aspekten zu Charles Mingus basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet Mingus als Komponisten und Bandleader, die Gründung seiner eigenen Plattenlabels sowie seine direkte politische Einflussnahme und die Kritik an den Arbeitsbedingungen in der Jazzszene.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Emanzipation, Politisierung, Third Stream, Jazz-Improvisation und gesellschaftliches Engagement.

Warum sah sich Mingus als "Thinking Musician"?

Dieser Begriff unterstreicht seinen Anspruch, den Jazz nicht nur als Unterhaltung, sondern als intellektuell anspruchsvolle und politisch relevante Kunstform zu etablieren, die musikalische Theorie mit sozialen Botschaften verbindet.

Welche Rolle spielten die "Jazz Composers Workshops" für Mingus?

Sie dienten ihm als experimentelles Labor, um die Grenzen zwischen klassischer Musik und Jazz zu verwischen und die kollektive Improvisation als festen Bestandteil seiner Kompositionen zu festigen.

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Details

Title
Charles Mingues
Subtitle
Die afroamerikanische Emanzipation des Jazz
College
University of Paderborn
Course
Sozialgeschichte des Jazz
Grade
1,3
Author
Master of Arts Roland Mahler (Author)
Publication Year
2007
Pages
11
Catalog Number
V154940
ISBN (eBook)
9783640687107
Language
German
Tags
Charles Mingues Emanzipation Jazz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Roland Mahler (Author), 2007, Charles Mingues, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154940
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