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E-Learning für Benachteiligte im beruflichen Weiterbildungsprozess

Möglichkeiten, Chancen und Risiken von E-Learning für Benachteiligte in dem beruflichen Weiterbildungssektor der Wirtschaft und Verwaltung

Title: E-Learning für Benachteiligte im beruflichen Weiterbildungsprozess

Examination Thesis , 2010 , 124 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Marina Wessels (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education

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Summary Excerpt Details

Das elektronische Lernen, kurz E-Learning, wird im Zeitalter der Wirtschaftskrise zum großen Hoffnungsträger und soll die berufliche Weiterbildung für jeden, zu jeder Zeit an jedem Ort individuell zugänglich machen. Es soll jeden dazu befähigen, dem Konkur¬renzdruck in dieser Gesellschaft durch die vereinfachte Beteiligung am lebenslangen Lernprozess stand zu halten. So wird dem Teilnehmer die Möglichkeit geboten, sich im Berufsleben sicher und mit Erfolg zu integrieren. Das E-Learning soll höher qualifizierten Menschen eine gute Möglichkeit bieten sich selbstständig Wissen anzueignen und beruflich weiterzubil¬den.
Doch wie geeignet ist die Verwendung von E-Learning-Systemen für benachteilig¬te Personengruppen im beruflichen Weiterbildungsprozess? Gerade Menschen, die im Arbeits- und beruflichem Weiterbildungssektor als benachteiligt bezeichnet werden, zeigen oft geringere Beteiligungen an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen. Kann an dieser Stelle diese Form des Lernens für diese Zielgruppe die Möglichkeit bieten, sich beruflich weiterzubilden? Können sie dadurch ihren beruflichen Kompetenzbereich erweitern, um so in der heutigen Gesellschaft besser zu bestehen? Welche Chancen und nicht außer Acht zu lassen, welche Risiken entstehen dadurch für diese Benachteiligten? Welche Formen und Methoden des E-Learnings sind geeignet und welche allgemeinen Vor- und Nachteile bietet diese Art des Lernens für diese Gruppen? Auf diese Fragen sollen im Verlauf der vorliegenden Arbeit Antworten gegeben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziele der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

II Lernen, Bildung und berufliche Weiterbildung

2.1 Definitionen

2.2 Lerntheorien

2.3 Die Bedeutung von lebenslangem Lernen und Weiterbildung

III E-Learning

3.1 Definition und historische Grundlagen

3.2 Die Bedeutung von E-Learning im beruflichen Weiterbildungssektor

3.3 Formen des E-Learning

3.3.1 Computer Based Training und Web Based Training

3.3.2 Blended Learning

3.3.3 Virtuelles Klassenzimmer

3.3.4 Distance Learning

3.3.5 Weitere Formen

3.4 Vorteile und Gründe für den Einsatz von E-Learning

3.5 Grenzen und Risiken beim Einsatz von E-Learning

3.6 Marktdaten zum E-Learning

3.6.1 Angebotsseite

3.6.2 Zielgruppen und Nachfrageseite

IV Benachteiligte in der beruflichen Weiterbildung

4.1 Bergiffsbestimmung und Definition

4.2 Entstehung von beruflicher Benachteiligung

4.3 Benachteiligte Personengruppen

4.4 Berufliches Weiterbildungsverhalten

V Benachteiligte Personengruppen und der Einsatz von E-Learning im beruflichen Weiterbildungsprozess

5.1 Der berufliche Weiterbildungssektor der Wirtschaft und Verwaltung

5.2 Das Leitfadeninterview

5.2.1 Theoretische Grundlagen

5.2.2 Der Leitfaden

5.2.3 Auswertungsverfahren

5.3 Auswahl der benachteiligten Personengruppen

5.4 Frauen

5.4.1 Gleichberechtigung von Frauen und Männern

5.4.2 Frauen als benachteiligte Zielgruppe in der beruflichen Weiterbildung

5.4.3 Frauen lernen anders

5.4.4 E-Learning für Frauen

5.4.4.1 Chancen und Risiken

5.4.4.2 Sinnvolle und weniger sinnvolle Methoden und Formen

5.4.5 Interview mit einer jungen Mutter

5.5 Ältere Menschen

5.5.1 Ältere Menschen als benachteiligte Zielgruppe in der beruflichen Weiterbildung

5.5.2 Das Lernen im Alter

5.5.3 E-Learning für ältere Menschen

5.5.3.1 Wirkungen, Chancen und Risiken

5.5.3.2 Sinnvolle Methoden und Formen

5.5.4 Interview mit einer 60 jährigen Frau

5.6 Personen mit Migrationshintergrund

5.6.1 Personen mit Migrationshintergrund als benachteiligte Zielgruppe in der beruflichen Weiterbildung

5.6.2 Das Lernen von Migranten

5.6.3 E-Learning bei Personen mit Migrationshintergrund

5.6.3.1 Wirkungen, Chancen und Risiken

5.6.3.2 Sinnvolle Methoden und Formen

5.6.4 Interview mit einem in Deutschland lebenden Spanier

VI Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob E-Learning eine geeignete und sinnvolle Methode zur beruflichen Weiterbildung für benachteiligte Personengruppen darstellt, um deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt an nicht benachteiligte Personengruppen anzugleichen. Im Fokus der Forschungsfrage steht dabei, wie E-Learning auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen, älteren Menschen und Personen mit Migrationshintergrund eingehen kann und welche Chancen oder Risiken sich daraus ergeben.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Lernen und berufliche Weiterbildung.
  • Untersuchung des E-Learning-Sektors sowie dessen Formen, Vorteile und Risiken.
  • Bestimmung und Definition der benachteiligten Zielgruppen und deren Weiterbildungsverhalten.
  • Explorative Untersuchung der Potenziale von E-Learning für spezifische benachteiligte Personengruppen durch leitfadengestützte Interviews.

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition und historische Grundlagen

Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Verständnis für E-Learning fortwährend verändert. So war die Definition von E-Learning ursprünglich stark von der technologischen Seite geprägt. In der heutigen Zeit wird mit der Einbindung umfassender didaktischer Konzepte dieser Ansatz neu diskutiert und modifiziert. Durch diesen Veränderungsprozess ist es erforderlich, die verschiedenen Formen des E-Learnings zu berücksichtigen. Seit Ende der 1990er Jahre wird E-Learning als Oberbegriff und Synonym für computer- und/oder netzbasiertes Lehren und Lernen verwendet (vgl. Kimpeler / Georgieff / Revermann 2007, S.16). Diese Definition hat sich weitläufig durchgesetzt. E-Learning ist dabei jedoch nicht als eine Methode zu betrachten. Es ist eine Sammlung neuer Strategien und Möglichkeiten, die Präsenzveranstaltungen bereichern, ergänzen, in diese integriert werden oder aber auch eine Präsenzveranstaltung ersetzen können (vgl. Meier 2006, S.74).

Die Ursprünge des E-Learnings basieren auf der behavioristischen Lerntheorie nach Frederic Skinner. „Programmierter Unterricht“ wird die Anwendung dieser Lerntheorie auf technische Medien bezeichnet. Dieser ist durch ein lineares Vorgehen gekennzeichnet. Nach jeder Lernsequenz erfolgt unmittelbar das Feedback. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich Schritt für Schritt und beim Auftreten von Fehlern wird die gleiche Lernsequenz erneut präsentiert. Die ersten Lernprogramme waren nach diesem einfachen Muster konzipiert. Das Modell des Programmierten Unterrichts ist sehr lange das wichtigste Modell für die Entwicklung Computergestützter Lernmedien geblieben. Auch heute orientieren sich noch viele Lernsoftwareentwickler an den Annahmen, die dem Behaviorismus zugrundeliegen (Kerres 1998, S.48-51). Es lässt sich jedoch auf kognitive Konzepte nicht verzichten, denn die inneren individuellen Lernprozesse eines Lernenden dürfen nicht verdrängt werden. Der Versuch das Lernangebot anzupassen ist zum Beispiel in den 1980er Jahren bei der Forschung zu „intelligenten tutoriellen Systemen“ (ITS) erfolgt.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, definiert das Forschungsziel und beschreibt den methodischen Aufbau der Arbeit.

II Lernen, Bildung und berufliche Weiterbildung: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Lernens dargelegt, Lerntheorien erläutert und die Notwendigkeit von lebenslangem Lernen sowie beruflicher Weiterbildung in der heutigen Gesellschaft unterstrichen.

III E-Learning: Dieses Kapitel definiert E-Learning, beschreibt dessen verschiedene Formen, erörtert Vorteile sowie Risiken und beleuchtet aktuelle Marktdaten.

IV Benachteiligte in der beruflichen Weiterbildung: Hier erfolgt eine Begriffsbestimmung von "Benachteiligten", die Entstehung beruflicher Benachteiligung wird analysiert und klassische benachteiligte Personengruppen werden vorgestellt.

V Benachteiligte Personengruppen und der Einsatz von E-Learning im beruflichen Weiterbildungsprozess: Dies ist der Kern der Arbeit, in dem die Bedürfnisse spezifischer Gruppen (Frauen, Ältere, Migranten) untersucht und durch Interviews fundiert werden, um die Eignung von E-Learning zu bewerten.

VI Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet, inwieweit E-Learning eine sinnvolle Alternative zur konventionellen Weiterbildung für benachteiligte Gruppen darstellt.

Schlüsselwörter

Berufliche Weiterbildung, E-Learning, Benachteiligte, lebenslanges Lernen, digitale Spaltung, Frauen, Ältere Menschen, Migranten, Blended Learning, Computer Based Training, Web Based Training, Kompetenzentwicklung, Lernmotivation, Arbeitsmarktchancen, Qualifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial von E-Learning als Mittel zur beruflichen Weiterbildung für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt als benachteiligt gelten.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen Lerntheorien, die Digitalisierung der Weiterbildung, die Definition und Entstehung von Benachteiligung sowie die spezifischen Bedürfnisse ausgewählter benachteiligter Gruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob E-Learning eine wirksame und geeignete Lernmethode ist, um die Nachteile benachteiligter Gruppen bei der beruflichen Weiterbildung auszugleichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer umfassenden Literatur- und Theorieanalyse nutzt die Arbeit leitfadengestützte Interviews mit Betroffenen, die nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Philipp Mayring ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Gruppen "Frauen", "Ältere Menschen" und "Personen mit Migrationshintergrund" hinsichtlich ihrer spezifischen Benachteiligungen und der Eignung von E-Learning für ihre individuellen Bedürfnisse analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie berufliche Weiterbildung, E-Learning, benachteiligte Zielgruppen, Kompetenzentwicklung und lebenslanges Lernen geprägt.

Inwiefern beeinflussen familiäre Verpflichtungen die Eignung von E-Learning für Frauen?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die zeitliche und räumliche Flexibilität von E-Learning besonders für Frauen mit Kindern attraktiv ist, da diese ihre Lernzeit selbst einteilen können, ohne auf starre Kurszeiten oder Kinderbetreuung angewiesen zu sein.

Welche Rolle spielt die Sprache beim E-Learning für Personen mit Migrationshintergrund?

Die Arbeit stellt fest, dass sprachliche Barrieren ein zentrales Benachteiligungsmerkmal sind. E-Learning kann hier helfen, da Anwender in ihrem eigenen Tempo lernen und bei Bedarf zeitaufwändige sprachliche Übersetzungen oder Hilfen eigenständig integrieren können.

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Details

Title
E-Learning für Benachteiligte im beruflichen Weiterbildungsprozess
Subtitle
Möglichkeiten, Chancen und Risiken von E-Learning für Benachteiligte in dem beruflichen Weiterbildungssektor der Wirtschaft und Verwaltung
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Grade
1,5
Author
Marina Wessels (Author)
Publication Year
2010
Pages
124
Catalog Number
V154939
ISBN (eBook)
9783640678990
ISBN (Book)
9783640681488
Language
German
Tags
E-Learning Benachteiligte Weiterbildungsprozess Möglichkeiten Chancen Risiken E-Learning Benachteiligte Weiterbildungssektor Wirtschaft Verwaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marina Wessels (Author), 2010, E-Learning für Benachteiligte im beruflichen Weiterbildungsprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154939
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