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Contracting zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten in Deutschland

Title: Contracting zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten in Deutschland

Bachelor Thesis , 2010 , 76 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Jan Hader (Author)

Business economics - General

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Summary Excerpt Details

Gegenstand dieser Arbeit ist die Untersuchung von Möglichkeiten und Potentialen, die zu einer Energieeinsparung bei privaten Haushalten führen. Das Konzept des Contracting soll dabei im Mittelpunkt der Betrachtung stehen und als Umsetzungs-instrument dienen.
Im ersten Teil wird der Energieverbrauch privater Haushalte in Deutschland detailiert untersucht und dargestellt. Ein Ausführlicher Überblick über Contracting bildet die Basis zum weiteren Verständnis. Als theoretischer Bezugsrahmen für die Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Contracting-Vorhaben gegenüber einer Energieversorgung in Eigenregie dient die Transaktionskostentheorie. Abschließend wird auf Grundlage der aktuellen Literatur das Einsparpotential durch Contracting genauer beleuchtet. Zudem sollen Experteninterviews wesentliche Probleme und Hemmnisse bei der Verbreitung von Contracting für Privathaushalte herausstellen. Die Formulierung von möglichen Lösungsansätzen rundet die wissenschaftliche Arbeit ab.
Ziel dieser Ausarbeitung ist die Eignung von Contracting zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten zu überprüfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Endenergieverbrauch und Wohnsituation privater Haushalte in Deutschland

2.1 Endenergieverbauch und Energienachfrage

2.2 Wohnsituation

2.3 Zusammenfassung

3. Grundlagen des Contracting

3.1 Ziel, Zweck und Möglichkeiten von Contracting

3.2 Historische Entwicklung

3.3 Exkurs: Energiewirtschaftliche Umwandlungskette

3.4 Arten des Contracting

3.4.1 Energieliefer-Contracting

3.4.2 Einspar-Contracting

3.4.3 Technisches Anlagenmanagement

3.4.4 Finanzierungs-Contracting

3.4.5 Vergleichende Betrachtung

3.4.6 Sonstige Contracting-Varianten

3.4.7 Neuere Enwicklungen: Integriertes Energie-Contracting

3.5 Ablauf von Contracting-Projekten

3.6 Rechtliche Rahmenbedingungen und Vertragsgestaltung

3.6.1 Rechtliche Grundlagen

3.6.2 Der Contracting-Vertrag

3.6.3 Bedeutung des Mietrechts

3.7 Contracting im deutschen Energiemarkt

4. Die Transaktionskostentheorie als theoretischer Bezugsrahmen

5. Contracting zur Energieeinsparung privater Haushalte in Deutschland

5.1. In Mietwohnungen

5.2. In Eigenheimen

5.2.1. Eigenheim-Contracting

5.2.2. Mini-BHKW als Contracting-Modell

5.3. Experteninterviews zu Contracting bei privaten Haushalten

5.4. Lösungsansätze: Änderungen im Mietrecht und Transaktionskostenreduktion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Eignung des Contracting-Konzepts als Instrument zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie Contracting-Modelle trotz spezifischer Hemmnisse – insbesondere im Mietrecht und durch Transaktionskosten – effektiv zur energetischen Sanierung und Effizienzsteigerung eingesetzt werden können.

  • Analyse des Energieverbrauchs und der Wohnsituation privater Haushalte in Deutschland.
  • Detaillierte Darstellung verschiedener Contracting-Varianten und deren ökonomische Logik.
  • Anwendung der Transaktionskostentheorie zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Contracting gegenüber Eigenregie.
  • Untersuchung von Barrieren durch das Mietrecht und Entwicklung von Lösungsansätzen für eine bessere Marktdurchdringung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Ziel, Zweck und Möglichkeiten von Contracting

Der Grundidee von Contracting ist, alle Aufgaben rund um die Energieversorgung an einen Dienstleister abzugeben. In der Literatur wird dies als Outsourcing der Energieversorgung beschrieben. Contracting ist als eine Erscheinungsform der hoch entwickelten, arbeitsteiligen Volkswirtschaft zu verstehen. Dabei ist zwischen dem Contractor, welcher die Dienstleistung anbietet und dem Contracting-Nehmer, der die Dienstleistung einkauft, zu unterscheiden. Der Contractor erledigt Beschaffung und Betrieb der Energieversorgungsanlage und sorgt damit für sinkende Energieverbräuche. Um dies gewährleisten zu können, erfolgt eine Professionalisierung in der Bereitstellung von Nutzenergie wie Wärme, Kälte, Licht, Strom oder Dampf. Außerdem kann Contracting als Finanzierungsform von Investitionen im Energiebreich betrachtet werden. Ein Contractor modernisiert zum Beispiel auf eigene Kosten die technischen Anlagen zur Wärmeversorgung eines Kunden und erhält dafür einen Anteil der dadurch eingesparten Betriebskosten.

Contracting ist nicht als einheitliches Produkt zu verstehen, sondern als verschiedenartig ausgestaltbare Dienstleistung. Aufgrund dieser Gestaltungsspielräume gibt es in der Regel für jedes Contracting-Projekt individuelle Verträge zwischen den Vertragspartnern. Contracting kann für beide Seiten ein lukratives Geschäft sein. Bei geschickter Planung und Ausführung ist so die Entstehung einer Win-Win-Situation möglich. Abbildung 9 stellt vereinfacht die beschriebenen Austauschbeziehungen zwischen Contractor und Contracting-Nehmer dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz von Klimaschutz und Nachhaltigkeit und Vorstellung des Forschungsziels: die Eignung von Contracting zur Energieeinsparung in privaten Haushalten zu prüfen.

2. Endenergieverbrauch und Wohnsituation privater Haushalte in Deutschland: Statistische Analyse des Energieverbrauchs sowie der Struktur der Heizungsanlagen und Wohnformen in Deutschland als Basis für die Ableitung von Einsparpotentialen.

3. Grundlagen des Contracting: Definition, historische Entwicklung und detaillierte Vorstellung der verschiedenen Contracting-Arten sowie deren vertragsrechtliche Einordnung und Projektabläufe.

4. Die Transaktionskostentheorie als theoretischer Bezugsrahmen: Anwendung der Neuen Institutionenökonomik, insbesondere der Transaktionskostentheorie, zur ökonomischen Beurteilung der "Make-or-Buy"-Entscheidung bei Contracting-Vorhaben.

5. Contracting zur Energieeinsparung privater Haushalte in Deutschland: Praxisbezogene Untersuchung der Potenziale in Mietwohnungen und Eigenheimen, ergänzt durch Experteninterviews und Diskussion notwendiger rechtlicher Änderungen.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Grenzen von Contracting als Instrument für die Energiewende und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung politischer Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Contracting, Energieeinsparung, private Haushalte, Transaktionskostentheorie, Energiedienstleistung, Wärmelieferung, Einspar-Contracting, Mietrecht, Effizienzsteigerung, Gebäudesanierung, Contractor, Contracting-Nehmer, Energieeffizienz, Modernisierung, Contracting-Markt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Eignung des Contracting-Konzepts als Instrument zur Energieeinsparung in privaten Haushalten in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Analyse des Energieverbrauchs privater Haushalte, die verschiedenen Contracting-Modelle, die ökonomische Bewertung mittels Transaktionskostentheorie sowie rechtliche Rahmenbedingungen wie das Mietrecht.

Welches primäre Ziel verfolgt die Ausarbeitung?

Das Hauptziel ist es, zu überprüfen, unter welchen Voraussetzungen Contracting wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden kann, um private Haushalte bei der Energieeinsparung zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse statistischer Daten und eine qualitative Befragung mittels Experteninterviews, um Probleme und Hemmnisse für die Verbreitung von Contracting zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen des Contracting, der theoretischen fundierten Kosten-Nutzen-Analyse sowie spezifischen Anwendungsfällen in Mietwohnungen und Eigenheimen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Contracting, Energieeinsparung, Transaktionskostentheorie, Mietrecht und energetische Gebäudesanierung.

Welche Rolle spielt die Transaktionskostentheorie in der Untersuchung?

Sie dient als theoretischer Rahmen, um die Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung durch Dritte (Buy) gegenüber der Eigenregie (Make) zu bewerten und zu erklären, warum hohe Transaktionskosten ein Hemmnis für Contracting sein können.

Warum ist das Mietrecht für die Verbreitung von Contracting so bedeutend?

Die Arbeit identifiziert mietrechtliche Regelungen als signifikante Barriere, da Vermieter Contracting nur schwer auf Mieter umlegen können, sofern diese nicht explizit zustimmen oder die gesetzlichen Voraussetzungen (wie nach 1990 erstellte Betriebskostenverordnungen) gegeben sind.

Was unterscheidet das "Integrierte Energie-Contracting" von anderen Varianten?

Es verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem neben der Anlagentechnik auch der Nutzenergiebedarf durch Gebäudesanierung gesenkt wird und dabei versucht wird, die Transaktionskosten durch qualitative Qualitätssicherungsinstrumente statt durch aufwendige Einspargarantien zu reduzieren.

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Details

Title
Contracting zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten in Deutschland
College
University of Duisburg-Essen
Grade
3,0
Author
Jan Hader (Author)
Publication Year
2010
Pages
76
Catalog Number
V154922
ISBN (eBook)
9783640677047
ISBN (Book)
9783640677078
Language
German
Tags
Contracting Energieeinsparung Haushalten Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Hader (Author), 2010, Contracting zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154922
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