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Die öffentliche Meinung über LehrerInnen

Title: Die öffentliche Meinung über LehrerInnen

Term Paper , 2008 , 20 Pages

Autor:in: Daniel Valente (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership

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Summary Excerpt Details

Nicht zuletzt durch die bescheidenen Ergebnisse der internationalen PISA-Studie stehen deutsche Lehrkräfte wieder verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit. Die öffentliche Meinung über Lehrerinnen und Lehrer war jedoch stets eine uneindeutige, von Vorurteilen und Stereotypisierungen geprägte Sicht. Jeder hat wohl seine Meinung über „die Lehrer“, waren die meisten Menschen doch jahrelang mit ihnen in Kontakt. Die Perspektive ändert sich dabei natürlich zwangsläufig im Laufe der Zeit: So sind die eigenen Lehrer dem Einen aus der vergangenen Schulzeit noch bekannt, der Andere sieht sich als Elternteil eines Schulkindes mit ihnen konfrontiert und wieder Andere entscheiden sich, nach der Schulzeit selbst den Lehrerberuf zu ergreifen. Selten wird man zwei identische Vorstellungen und Meinungen über „den Lehrer“ oder „die Lehrerin“ finden können, da jegliche Erfahrungen und somit entstehende Meinungsbilder stets an gewissen Stellen divergieren werden. Trotz allem ist in der Vergangenheit immer wieder über das Image der Lehrer spekuliert, gemutmaßt, gesprochen und vor allem geschrieben worden. Dabei ergeben sich natürlich ebenfalls sehr differenzierte Bilder. Demnach beschreibt Theodor W. Adorno den Lehrer als eine Person, welcher „[...] ein gewisses Aroma des gesellschaftlich nicht ganz Vollkommenen“ anhafte. Lehrerinnen und Lehrer gelten demnach als Intellektuelle zweiter Klasse, zwar Akademiker, aber keineswegs öffentlich anerkannt wie bspw. Ärzte oder Anwälte.
In seiner Funktion ist der Lehrer darauf bedacht, der folgenden Generation die Ausübung gesellschaftlicher Funktionen zu vermitteln, obwohl er diese selbst nie praktisch kennen gelernt hat. Der Lehrende befindet sich stets in einer Art Schutzraum und braucht sich nicht in der freien Wirtschaft seinen Platz erkämpfen. Er erscheint oft als Einzelkämpfer, der sich durch seine Berufswahl Unmündigen gegenüber Macht verschafft hat, die er in anderer Funktion nicht erreicht hätte. Es ließen sich an dieser Stelle weitere unzählige, pauschale Schelten gegenüber Lehrerinnen und Lehrern aufzählen, da ihr Beruf wie kaum ein Zweiter der öffentlichen und stets kritisch bis einseitigen Diskussion ausgesetzt ist. In diesem Fall interessieren aber weniger die verbreiteten Stereotype des Lehrers. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht vielmehr das Interesse, das öffentliche Ansehen über Lehrerinnen und Lehrer genauer zu betrachten und dabei mögliche Gründe für das kritische Bild innerhalb der Öffentlichkeit zu zeichnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I.Einleitung

II.Hauptteil

II.1 Erziehung im Verständnis der Gesellschaft und ungeklärte Position der Lehrerrolle

II.2 Begriffsbestimmung

II.3 Die öffentliche Meinung über Lehrerinnen und Lehrer

II.3.1 Ein geschichtlicher Überblick

II.3.2 Die öffentliche Meinung über Lehrerinnen und Lehrer im Vergleich

II.4 Die öffentliche Meinung über Lehrerinnen und Lehrer am Beispiel Bayern

III.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das öffentliche Ansehen von Lehrerinnen und Lehrern in Deutschland seit 1945. Ziel ist es, die Gründe für das oft kritische Bild in der Öffentlichkeit zu analysieren, historische Entwicklungen nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie sich das Berufsbild im Wandel der Zeit in der gesellschaftlichen Wahrnehmung positioniert hat.

  • Historische Entwicklung des Lehrerbildes vom 19. Jahrhundert bis heute
  • Begriffsbestimmung von Image, sozialem Status und öffentlicher Meinung
  • Vergleich des Ansehens zwischen verschiedenen Lehrertypen (Volksschule vs. Gymnasium)
  • Analyse des Einflusses von Bildungsreformen und gesellschaftlichem Wandel
  • Fallbeispiel: Das Image von Lehrkräften im Bundesland Bayern

Auszug aus dem Buch

II.3.1 Ein geschichtlicher Überblick

Nicht erst seit der berühmten „Feuerzangenbowle“ gibt es die typische Vorstellung des Paukers, des alten Schulmeisters, ein Bild, das wohl in die Köpfe vieler Menschen Einzug erhalten hat. Dass es sich dabei um eine satirische Darstellung und höchstens um Ausnahmetypen handelt, ist den Meisten mit Sicherheit klar. Doch irgendein Bild, eine gewisse, tendenzielle Meinung über „die Lehrer“ herrscht stets in einer Gesellschaft, die sich aktiv mit dem Bildungssystem auseinandersetzt. Wie sieht diese öffentliche Meinung also seit der Nachkriegszeit bis in das beginnenden 21. Jahrhundert und den sich damit veränderten sozialen Strukturen (tendenzieller Zerfall der Familie, Umbruch von Wertevorstellungen etc.) wirklich aus?

Der Volksschullehrer (Lehrer an Grund- und Hauptschulen): Das Bild des „armen Dorfschulmeisters“ entstand in den sog. Elementarschulen des frühen 19. Jahrhunderts. Dabei wurden die meisten Lehramtskandidaten für mehrere Jahre in einklassige Dorfschulen geschickt, in denen sie bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts direkt der Kirche unterstanden. Der Lehrer sah sich dadurch gezwungen, gewisse Kirchendienst zu leisten, dazu gehörten bspw. das Orgelspiel, die Reinhaltung der Dorfkirche, der Schulstube und sämtlicher Zugangswege. Neben seiner lehrenden Tätigkeit übernahm er also auch Aufgaben, die heute von Putzkräften oder Hausmeistern erledigt werden. Der Lehrplan musste vom ansässigen Pfarrer genehmigt werden, selbst die physische Abwesenheit des Lehrenden bedurfte zunächst einer kirchlichen Genehmigung. Die finanziell unwürdige Situation ließ es außerdem vorkommen, dass der Lehrer neben seiner geringen Besoldung in Naturalien bezahlt wurde. Dies musste er teilweise selbst einsammeln, so dass sich schnell Spottreime wie der folgende bildeten: „Willst wissen, du mein lieber Christ, wer das geplagt’ste Männchen ist? Die Antwort lautet allgemein: Ein armes Dorfschulmeisterlein. Bei einem kargen Stückchen Brot, umringt von Sorgen, Müh’ und Not, soll es dem Staate nützlich sein, das arme Dorfschulmeisterlein.“

Zusammenfassung der Kapitel

I.Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass das Image des Lehrers oft durch Stereotype geprägt ist, und stellt die Intention der Arbeit vor, das Ansehen des Lehrerberufs historisch zu untersuchen.

II.Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die gesellschaftliche Stellung der Lehrkräfte, definiert zentrale Begriffe und beleuchtet die historische Entwicklung sowie den Vergleich der verschiedenen Lehrertypen anhand empirischer Daten.

II.1 Erziehung im Verständnis der Gesellschaft und ungeklärte Position der Lehrerrolle: Dieses Kapitel betrachtet die soziale Bewertung von Erziehung und die daraus resultierenden Schwierigkeiten in der Rollenwahrnehmung der Lehrenden.

II.2 Begriffsbestimmung: Es werden zentrale Begrifflichkeiten wie Image, Sozialprestige und öffentliche Meinung abgegrenzt, um eine gemeinsame Basis für die weiteren Analysen zu schaffen.

II.3 Die öffentliche Meinung über Lehrerinnen und Lehrer: Hier wird der Grundstein für die Analyse der öffentlichen Wahrnehmung des Lehrerberufs gelegt, inklusive eines historischen Abrisses und Vergleichen zu anderen Berufen.

II.3.1 Ein geschichtlicher Überblick: Dieses Kapitel verfolgt die Entwicklung des Lehrerbildes vom 19. Jahrhundert über die Nachkriegszeit bis in das 21. Jahrhundert und arbeitet den Wandel vom „Dorfschulmeister“ zum modernen Pädagogen heraus.

II.3.2 Die öffentliche Meinung über Lehrerinnen und Lehrer im Vergleich: Es findet eine Gegenüberstellung der Wahrnehmung verschiedener Lehrertypen sowie ein Vergleich zu anderen akademischen Berufen auf Basis verschiedener Studien statt.

II.4 Die öffentliche Meinung über Lehrerinnen und Lehrer am Beispiel Bayern: Anhand einer konkreten Studie werden aktuelle Daten zum Berufsimage von Lehrern im Bundesland Bayern präsentiert.

III.Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer aktiven Imageverbesserung unter Einbeziehung aller gesellschaftlichen Institutionen.

Schlüsselwörter

Lehrerberuf, Öffentliche Meinung, Bildungsgeschichte, Sozialprestige, Lehrerrolle, Erziehung, Bildungsreformen, Berufsimage, Gesellschaftlicher Wandel, Schulpädagogik, Akademisierung, Lehrerbildung, Sozialstatus, Stereotype, Bayern

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das öffentliche Ansehen des Lehrerberufs und die Faktoren, die das oft kritische Bild der Öffentlichkeit in Deutschland seit 1945 maßgeblich beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung des Lehrerbildes, die begriffliche Abgrenzung von Image und Status sowie die empirische Analyse der gesellschaftlichen Wertschätzung von Lehrkräften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Untersuchung?

Ziel ist es, die Gründe für das kritische Bild von Lehrerinnen und Lehrern in der Bevölkerung zu ergründen und aufzuzeigen, wie sich dieses Ansehen über Jahrzehnte hinweg verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung und Synthese existierender empirischer Studien und Berichte zur Sozialgeschichte und zum Berufsimage von Lehrkräften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, eine historische Aufarbeitung der verschiedenen Schultypen und eine vergleichende Analyse der öffentlichen Wahrnehmung inklusive eines Regionalbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Lehrerberuf, Öffentliche Meinung, Sozialprestige, Bildungsgeschichte und Berufsimage beschreiben.

Wie hat sich das Image des Volksschullehrers historisch verändert?

Historisch wandelte sich der Volksschullehrer vom „armen Dorfschulmeister“, der teils kirchliche Hilfsdienste verrichtete, hin zu einem akademisierten Berufsbild, wobei er jedoch oft weiterhin unterhalb des Ansehens von Gymnasiallehrern oder klassischen akademischen Berufen rangiert.

Warum schätzen Lehrer ihre eigene gesellschaftliche Stellung oft niedriger ein?

Die Arbeit stellt fest, dass Lehrkräfte ihr Image primär im Vergleich zu anderen akademischen Berufsgruppen bewerten und dabei subjektiv Privilegierungen vermissen, was zu einer Unterschätzung der tatsächlichen gesellschaftlichen Wertschätzung führen kann.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Die öffentliche Meinung über LehrerInnen
College
University of Wuppertal
Author
Daniel Valente (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V154903
ISBN (eBook)
9783640678938
ISBN (Book)
9783640681662
Language
German
Tags
Meinung LehrerInnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Valente (Author), 2008, Die öffentliche Meinung über LehrerInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154903
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