In der Hausarbeit wird neben einer hinführenden Einleitung ein Lebenslauf von Hesse ausführlich wiedergegeben, das Werk "Narziß und Goldmund" beschrieben, die Entstehungsgeschichte erläutert. Ein Kapitel widmet sich dem im Zentrum stehenden Aspekt der vielen Frauen im Werk. Ein Fazit fasst die Ergebnisse abschließend zusammen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Biographie des Autors
3. Der Inhalt von „Narziß und Goldmund“
4. Die Entstehungsgeschichte
5. Der Aspekt der Frauen im Roman
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht Hermann Hesses Roman „Narziß und Goldmund“ unter einer spezifischen Fokusperspektive: der Rolle der verschiedenen Frauenfiguren und deren Bedeutung für die Entwicklung des Protagonisten Goldmund sowie die Verflechtung von Hesses eigenem Leben mit dem fiktiven Handlungsverlauf.
- Die Polarität zwischen väterlicher und mütterlicher Welt im Roman.
- Die Entwicklung und Transformation des Mutterbildes im Leben Goldmunds.
- Die Funktion der Frauenfiguren als Quelle künstlerischer Inspiration und Lebenskraft.
- Biographische Parallelen zwischen Hermann Hesse und seiner Romanfigur Goldmund.
- Die tiefenpsychologische Bedeutung der Frauengestalten als „Wegweiser“ zur Selbsterkenntnis.
Auszug aus dem Buch
3. Der Inhalt von „Narziß und Goldmund“
Im Mittelpunkt des Romans steht der junge Klosterschüler Goldmund, der mutterlos aufwächst und eines Tages von seinem Vater in das Kloster „Mariabronn“ gebracht wird. Dort trifft er auf den nur wenige Jahre älteren Lehrgehilfen Narziß. Zwischen Narziß und Goldmund entwickelt sich eine Art Freundschaft, die aufgrund der äußeren Umstände, die Rolle als Klosterschüler auf der einen, die Rolle als Lehrgehilfe auf der anderen Seite, von vielen Bewohnern des Kloster misstrauisch beobachtet und nicht gerne gesehen wird: „Eine wunderschöne Freundschaft war es, welche zwischen Narziß und Goldmund begann; wenigen nur gefiel sie, und manchmal konnte es so scheinen, als missfiele sie den beiden selbst“(Hesse 2003: 34).
Zu Beginn seines Klosteraufenthalts ist Goldmund noch der festen Überzeugung seine Bestimmung im Kloster gefunden zu haben: „Denn Goldmund war gesonnen, nicht nur die Klosterschule zu absolvieren, sondern womöglich ganz und für immer im Kloster zu bleiben und sein Leben Gott zu weihen; so war es sein Wille, so war es seines Vaters Wunsch und Gebot, und so war es wohl von Gott selbst bestimmt und gefordert“ (vgl. Hesse). Diese Auffassung Goldmunds ändert sich und die Geschichte erfährt einen Wendepunkt, als Goldmund eines Nachts mit anderen Klosterschülern „ins Dorf geht“ (vgl. Hesse), um eine Bauernmagd und ein weiteres Mädchen, deren Name nicht genannt wird, zu besuchen. Obwohl Goldmund weiss, dass nächtliche Ausflüge dieser Art verboten sind und er eigentlich nicht daran teilnehmen möchte, schließt er sich seinen Mitschülern an, um sich nicht schämen zu müssen: „Am liebsten hätte er nein gesagt, wäre zurückgelaufen und zu Bett gegangen. Er war so müde und fühlte sich so elend, den ganzen Nachmittag hatte ihm der Kopf weh getan. Aber er schämte sich ein wenig vor Adolf“ (Hesse 2003: 27).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung von Hesses Werk und definiert den Schwerpunkt der Hausarbeit auf den Frauenfiguren.
2. Biographie des Autors: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Hermann Hesses nach und beleuchtet die persönlichen Hintergründe, die seine Dichtung beeinflussten.
3. Der Inhalt von „Narziß und Goldmund“: Hier wird der Handlungsverlauf des Romans dargestellt und die zentrale Polarität zwischen den beiden Protagonisten aufgezeigt.
4. Die Entstehungsgeschichte: Der Abschnitt widmet sich der Entstehung des Romans im Kontext von Hesses Lebenskrise und dem Einfluss seiner psychischen Verfassung.
5. Der Aspekt der Frauen im Roman: Dieses zentrale Kapitel analysiert die verschiedenen Frauenfiguren, deren Einfluss auf Goldmund und die Bedeutung des Mutterbildes.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die zentrale Rolle der Frauen als Inspirationsquelle und Symbol für den „Weg zur Mutter“.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Online-Quellen.
Schlüsselwörter
Hermann Hesse, Narziß und Goldmund, Frauenfiguren, Mutterbild, Polarität, Wanderschaft, Klosterschule, Selbsterkenntnis, Tiefenpsychologie, Künstlerleben, Biographik, Sühne, Liebeserfahrung, Lebenslust, Tod.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Roman „Narziß und Goldmund“ von Hermann Hesse unter dem besonderen Fokus auf die verschiedenen Frauenfiguren im Leben des Protagonisten Goldmund.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten gehören die Polarität von Geist und Sinnlichkeit, die Entwicklung des Mutterbildes, der Einfluss von Frauen auf Goldmunds Lebensweg sowie biographische Parallelen zu Hesse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Begegnungen mit Frauen Goldmunds Sinneswelt erweitern und wie er durch diese Erfahrungen schließlich zu einer Art Versöhnung mit seiner Mutter und dem Tod gelangt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine werkimmanente Interpretation in Verbindung mit biographischen und tiefenpsychologischen Erkenntnissen über den Autor Hermann Hesse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Inhaltsdarstellung, eine Betrachtung der Entstehungsgeschichte, eine detaillierte Analyse der einzelnen Frauenfiguren sowie eine Interpretation der Muttergestalt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind: Narziß und Goldmund, Frauenfiguren, Mutterbild, Polarität, Wanderschaft, Selbsterkenntnis und Künstlerleben.
Warum ist das Mutterbild für Goldmund von so großer Bedeutung?
Das Mutterbild ist der „Wegweiser“ durch sein gesamtes Leben; es repräsentiert die mütterliche Welt, das Leben, die Liebe und schließlich auch den Tod, der Goldmund zurück zu seinem Ursprung führt.
Wie unterscheidet sich die Rolle von Narziß von der der Frauen?
Während Narziß das klösterliche, geistige und geordnete Leben verkörpert, fungieren die Frauen als Repräsentantinnen der „mütterlichen Welt“, die Goldmunds Sinne wecken und ihn in seiner künstlerischen Entwicklung inspirieren.
Welche Rolle spielt die „Heidin“ in der Entwicklung der Handlung?
Der Begriff ist ein Schlüsselbegriff für die Deutung des Mutterbildes und markiert eine Stufe der Entwicklung, die Goldmunds Andersartigkeit und seine Bestimmung außerhalb des kirchlich geordneten Lebens unterstreicht.
- Arbeit zitieren
- Janine Weppler (Autor:in), 2006, Hermann Hesses "Narziß und Goldmund" unter besonderer Berücksichtigung des Aspektes der Frau, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154862