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Praxisrelevanz von sozialkonstruktionistischer Ethik in der Heilpädagogik

Title: Praxisrelevanz von sozialkonstruktionistischer Ethik in der Heilpädagogik

Term Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Barbara Kremkau (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Heilpädagogik ist weit mehr als nur reine Umsetzung von Fachwissen. Denn Heilpädagogik richtet sich an Subjekte, an Menschen mit spezifischen Lebenserschwernissen. Die heilpädagogische Arbeit vollzieht sich also zwischen den Subjekten Heilpädagoge/Heilpädagogin und Klient/Klientin und durch ihre Beziehung zueinander. Die Professionalität ist dadurch mehr herausgefordert, als in anderen Berufen. Sie erfordert ein hohes Maß an Achtsamkeit und Reflexivität von Seiten der Heilpädagogen/Heilpädagoginnen. Ethik und Moral stellen deswegen eine unbedingte Grundlage für das Berufsfeld dar. Dies soll mit Hinblick auf die Praxisrelevanz einer sozialkonstruktionistischen Sichtweise in dieser Arbeit näher beleuchtet werden, da „durch gesellschaftliche Veränderungen, vor allem durch den Zusammenbruch der übergreifenden, zumeist religiös begründeten Wertesysteme (...) die ethische Frage in einem bisher kaum gekannten Maße für die verschiedenen Lebensbereiche virulent geworden (ist)“ (Speck 2003, S.153). Die Praxisrelevanz von sozialem Konstruktionismus kommt in Frage, weil er als Erkenntnistheorie Aufschluss über die Funktionsweisen von sozialen Systemen und somit auch über die Lebenswelt von Menschen mit spezifischen Lebenserschwernissen, geben kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Heilpädagogik

2.2 Ethik

2.3 Sozialer Konstruktionismus

3. Sozialkonstruktionistische Ethik in der Heilpädagogik

3.1 Heilpädagogische Ethik

3.1.1 Begründung einer Berufsethik

3.1.2 Ableitung eines Berufsethos

3.2 Heilpädagogische Ethik aus sozialkonstruktionistischer Sicht

3.2.1 Chancen

3.2.2 Mögliche Grenzen

3.3 Praxisrelevanz von sozialkonstruktionistischer Ethik

3.3.1 Inklusion

3.3.2 Assistenz

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz einer sozialkonstruktionistischen Sichtweise für die heilpädagogische Ethik. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, wie der Ansatz des sozialen Konstruktionismus genutzt werden kann, um heilpädagogisches Handeln im Sinne einer reflexiven und menschenwürdigen Praxis weiterzuentwickeln und dabei die Lebenswelt der Klientinnen und Klienten besser zu berücksichtigen.

  • Grundlagen der Heilpädagogik, Ethik und des Sozialen Konstruktionismus
  • Begründung einer heilpädagogischen Berufsethik und eines Berufsethos
  • Chancen und Grenzen der sozialkonstruktionistischen Theorie in der Heilpädagogik
  • Praxisrelevante Anwendung des Konstruktionismus am Beispiel von Inklusion und Assistenz

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Chancen

Die größte Chance die aus dem sozialen Konstruktionismus in einem Sinne heilpädagogischer Ethik hervorgeht, ist, das Phänomen der Behinderung als Konstruktion zu betrachten. Nach dem Erklärungsweg von sozialem Konstruktionismus bildet der Behinderungsbegriff „nicht objektiv Gegebenes ab und stellt nicht fest, was das Beobachtete ist, sondern macht eine Aussage über die Konstruktion der Beobachtung“ (Palmowski/ Heuwinkel 2000, S.166). Jeder Mensch weist Unterschiede zu anderen Menschen auf und das ist an sich erst mal kein Problem. Das Problem liegt vielmehr darin, dass Erklärungen und Erfahrungen Unterschiedlichkeit zu Ungleichwertigkeit werden lassen (vgl. ebd., S.135). Denn „erst wenn Sachverhalte unter bestimmten Kriterien verglichen werden, ermöglicht dies, ein Phänomen als außergewöhnlich zu bezeichnen“ (ebd., S.167). Welche Schlussfolgerungen lassen sich also für den Behinderungsbegriff ableiten? Behinderung ist demnach kein Tatbestand in einer ‘Welt wie sie ist’, sondern „Behinderung ist eine Beziehung zwischen der so bezeichnenden Person und ihrer sozialen Umgebung (...), und erst in der Beziehungsgestaltung, d.h. im Umgang miteinander und in der Gestaltung der Lebensbedingungen entfaltet sich das, was das Behindernde an dem Andersartigen ausmacht“ (ebd., S.167). Das Phänomen, welches Behinderungen zu Behinderungen werden lässt liegt also in den Bedingungen aller Beteiligten, im Kontext. Die Beteiligten verstehen einander durch unpassende Kommunikation nicht, sodass Probleme konstruiert werden. Probleme implizieren den Wunsch nach Veränderung und der Annahme, dass Veränderung möglich ist (vgl. ebd., S.167f). Das gilt für alle Beteiligten, wobei die Wünsche nach Veränderung ambivalent sein können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der ethischen Reflexion in der Heilpädagogik und skizziert das Ziel, den sozialen Konstruktionismus als Erkenntnistheorie für die heilpädagogische Praxis fruchtbar zu machen.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Grundbegriffe Heilpädagogik, Ethik sowie den sozialen Konstruktionismus, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3. Sozialkonstruktionistische Ethik in der Heilpädagogik: Das Hauptkapitel erarbeitet die Grundlagen der heilpädagogischen Berufsethik, analysiert Chancen und Grenzen der sozialkonstruktionistischen Sichtweise und illustriert deren Praxisrelevanz anhand der Themen Inklusion und Assistenz.

4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, formuliert einen „kategorischen Imperativ“ für die heilpädagogische Praxis und reflektiert die notwendige gesellschaftliche Transformation im Verständnis von Behinderung.

Schlüsselwörter

Heilpädagogik, Ethik, Sozialer Konstruktionismus, Berufsethik, Berufsethos, Behinderung, Wirklichkeitskonstruktion, Inklusion, Assistenz, Lebenserschwernisse, Professionalität, Menschenwürde, Konstruktivismus, Praxisrelevanz, Reflexivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen einer sozialkonstruktionistischen Perspektive für die ethische Ausrichtung heilpädagogischen Handelns.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Heilpädagogik, die Notwendigkeit von Berufsethik und Berufsethos, die erkenntnistheoretischen Grundlagen des sozialen Konstruktionismus sowie deren praktische Anwendung in der Heilpädagogik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sozialkonstruktionistische Ansätze Heilpädagogen dabei unterstützen können, ihre Praxis reflexiver zu gestalten und dem Wirklichkeitserleben ihrer Klienten gerechter zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoriegeleitete Literaturanalyse, um Begriffe zu definieren, Diskurse zu strukturieren und Konzepte (wie Inklusion und Assistenz) auf ihre sozialkonstruktionistische Relevanz hin zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Begründung heilpädagogischer Ethik, den Chancen und Grenzen des sozialen Konstruktionismus als theoretischer Rahmen und der konkreten Anwendung dieses Ansatzes auf die Praxisbereiche Inklusion und Assistenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Heilpädagogik, Ethik, Sozialer Konstruktionismus, Berufsethik, Inklusion und Lebenserschwernisse.

Warum wird Behinderung als soziale Konstruktion verstanden?

Aus sozialkonstruktionistischer Sicht wird Behinderung nicht als objektiver Tatbestand begriffen, sondern als Ergebnis von Beziehungsgestaltung und gesellschaftlicher Kontextualisierung, die auf Differenzierungen basiert.

Welche Grenzen des sozialkonstruktionistischen Konzepts werden benannt?

Die Arbeit weist auf die Grenzen der Sprache als zentralem Medium der Wirklichkeitskonstruktion hin, da nicht jedes Erleben sprachlich ausdrückbar ist und dies besonders bei Menschen mit geistiger Behinderung die Nützlichkeit des Konzepts einschränkt.

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Details

Title
Praxisrelevanz von sozialkonstruktionistischer Ethik in der Heilpädagogik
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Münster
Course
Ethik im Sozialwesen - Zwischen individuellem Handeln und gesellschaftlicher Ver(pflicht)ung
Grade
1,3
Author
Barbara Kremkau (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V154793
ISBN (eBook)
9783640688982
ISBN (Book)
9783640689293
Language
German
Tags
Praxisrelevanz Ethik Heilpädagogik Sozialkonstruktionismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Barbara Kremkau (Author), 2008, Praxisrelevanz von sozialkonstruktionistischer Ethik in der Heilpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154793
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