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Doping in der DDR. Sportlerinnen als Opfer

Titel: Doping in der DDR. Sportlerinnen als Opfer

Studienarbeit , 2008 , 29 Seiten

Autor:in: Birk Grüling (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Hausarbeit stelle ich drei Biographien von DDR-Sportlerinnen dar. Ziel ist die Auseinandersetzung mit den Folgen des systematischen Staatsdoping anhand der Darstellung und einem Vergleich der drei Sport-Karrieren in der DDR.

Gegenwärtig ist Doping - wegen der Tour de France und der Olympiade in Peking - das Top-Thema in allen Medien. Die Tour de France hat dieses Jahr - mit den zahlreichen überführten Fahrern - endgültig die Glaubwürdigkeit verloren. Selbst Sympathieträger wie Stefan Schuhmacher haben EPO genommen. Die überragenden Leistungen der Läufer und Schwimmer - mit geradezu maschinenhafter Konstanz – erzeugen mehr Skepsis als unbeschwerte Begeisterung.

Ähnlich dem Formel-I-Spektakel, wo talentierte Fahrer die Entwicklungen der Automobilindustrie zum Sieg fahren, erscheint mancher konstant und souverän siegende Athlet als Gladiator der Pharma-Industrie.
Das systematische Doping hat Tradition; und das zu Recht gescholtene Sportsystem in China hat ein Vorbild, das uns in Deutschland näher ist, als es uns lieb sein kann. Die Sportförderung der DDR gilt noch heute als vorbildlich und wird immer noch positiv gesehen. Die Sichtweise erstreckt sich über den Spott bezüglich des extrem männlichen Aussehen der Sportlerinnen bis hin zur Glorifizierung des Systems. Grund dieser Fehleinschätzung ist wohl, dass die Dopingvergangenheit der DDR nur unzureichend aufgearbeitet wurde; was an der nur spärlich verfügbaren Literatur zu diesem unrühmlichen Thema zu belegen ist und im krassen Gegensatz zur Aufarbeitung der restlichen DDR-Geschichte steht. Und auch die beliebten Ostalgie–Shows auf den Privatsendern schweigen dieses Thema sorgsam aus. Das Doping in der DDR hat mit erschütternden Schicksalen zu tun.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Sport gekommen

2.1 Heidi Krieger

2.2 Birgit Boese

2.3 Katharina Bullig

3 Erfolg mit Folgen

3.1 Heidi Krieger

3.2 Birgit Boese

3.3 Katharina Bullin

4 Oral Turinabol

5 Vom Höhepunkt zum Fall

5.1 Heidi Krieger

5.2 Birgit Boese

5.3 Katharina Bullin

6 Vom Karriere-Ende bis heute

6.1 Heidi Krieger wird Andreas

6.2 Birgit Boese

6.3 Katharina Bullin

7 Drei Schicksale, doch keine Einzelfälle

8 Sind die Fallbeispiele ein Ansatz für eine Kollektivbiographie?

9 Fazit

10 Literaturangaben

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der individuellen Lebensläufe von drei ehemaligen DDR-Sportlerinnen die weitreichenden physischen und psychischen Folgen des staatlich verordneten Dopings. Das primäre Ziel ist es, die Mechanismen des Leistungssports unter Dopingeinfluss sowie die anschließende, oft schwierige Lebensbewältigung der Betroffenen zu beleuchten und daraus Erkenntnisse für eine mögliche Kollektivbiographie der Dopingopfer abzuleiten.

  • Systematisches Staatsdoping und die Rolle von "Oral Turinabol"
  • Die Auswirkungen von Hochleistungstraining und Doping auf den weiblichen Körper
  • Psychologische Langzeitfolgen und die Identitätssuche der Athletinnen
  • Strukturelle Verantwortung im DDR-Sportsystem und der Umgang mit Dopingopfern
  • Vergleich der individuellen Schicksalswege nach dem Ende der Sportkarriere

Auszug aus dem Buch

3.1 Heidi Krieger

1981 stößt Heidi Krieger die Kugel über 14 Meter, 1982 über 16 Meter und 1986 sind es schon über 21 Meter.

1982 kommt der Trainer Willi Kühl auf die damals 16-jährige zu. Sie soll erstmals unterstützende Mittel nehmen. „Damit kannst du mehr trainieren“, stellt Willi Kühl in Aussicht. Mehr Training und mehr Erfolg ist genau die richtige Aussicht für die ehrgeizige Heidi Krieger. Ohne Hintergedanken nimmt sie die Pillen. Über die Wirkung und möglichen Nebenwirkungen schweigen die Verantwortlichen. Ihr Trainer sagt, es seien Vitamine und Eiweiße für den Muskelaufbau und für die Schnelligkeit. Die kleinen blauen Tabletten in der Alufolie sollten ihr helfen, sich besser zu regenerieren. Ihr Ziel ist die Junioren Europameisterschaft in Wien. Sie trainiert härter denn je; und der neue Muskelzuwachs macht sie „unglaublich zufrieden.“ Zu dem fiel ihr das Training wirklich immer leichter. Darum dachte sie nicht weiter über die unterstützenden Mittel nach. 1983 in Wien wiegt sie über 100 kg bei 1,87m Körpergröße und gewinnt im Kugelstoßen und im Diskuswerfen den Europameistertitel der Juniorinnen.

Ihre Muskulatur wächst immer mehr in die Breite, die Stimme wird tiefer und die Schambehaarung reicht bald bis zum Bauchnabel. Sie beginnt sich als Mann zu fühlen. “Hartes Kinn, große Oberarme, starker Nacken und meine wegtrainierten Brüste. Im Spiegel meines Wiener Hotels entdeckte ich mich als Mann.”

Doch von dieser Vermännlichung will die DDR-Führung nichts wissen. Das DDR Sportmagazin „Der Leichtathlet“ schreib über Heidi Krieger: „Trotz ihrer Größe erscheint sie uns als angenehm proportioniertes Mädchen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des DDR-Staatsdopings ein und begründet die Wahl von drei Einzelbiographien als methodischen Ansatz.

2 Zum Sport gekommen: Dieses Kapitel zeichnet den frühen Werdegang der drei Athletinnen im DDR-Sportsystem nach, von der Entdeckung ihrer Talente bis zur Aufnahme in die Kinder- und Jugendsportschulen.

3 Erfolg mit Folgen: Der Fokus liegt hier auf dem systematischen Einsatz von Dopingmitteln während der aktiven Karriere und den ersten körperlichen sowie gesundheitlichen Auswirkungen bei den Sportlerinnen.

4 Oral Turinabol: Das Kapitel analysiert die spezifische Wirkung, Verbreitung und die gesundheitlichen Risiken von Oral Turinabol als zentrales Dopingmittel im DDR-Sport.

5 Vom Höhepunkt zum Fall: Hier wird der Prozess beschrieben, wie nach den sportlichen Erfolgen die gesundheitlichen und psychischen Belastungen zur Zäsur in der Karriere der Athletinnen führten.

6 Vom Karriere-Ende bis heute: Das Kapitel schildert die persönlichen Nachwirkungen des Leistungssports, inklusive der Geschlechtsangleichung von Heidi Krieger und den langfristigen gesundheitlichen Folgen für alle drei Frauen.

7 Drei Schicksale, doch keine Einzelfälle: Die Autorin ordnet die individuellen Fallbeispiele in den größeren Kontext des staatlich verordneten Zwangsdopings ein und thematisiert die mangelnde gesellschaftliche Aufarbeitung.

8 Sind die Fallbeispiele ein Ansatz für eine Kollektivbiographie?: Diese Reflexion diskutiert, inwiefern die drei Biographien als archetypische Beispiele für die Erfahrungen einer ganzen Generation gedopter DDR-Sportlerinnen dienen können.

9 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die bis heute anhaltende Tabuisierung und unzureichende Aufarbeitung des Themas Doping im Sport.

10 Literaturangaben: Verzeichnis der verwendeten Quellen, Sekundärliteratur und Zeitungsberichte.

Schlüsselwörter

DDR-Sport, Staatsdoping, Oral Turinabol, Heidi Krieger, Birgit Boese, Katharina Bullin, Leistungssport, Sportlerinnen, Nebenwirkungen, Anabolika, Kollektivbiographie, Dopingopfer, DDR-Leistungssportsystem, Leistungssteigerung, Gesundheitsfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das systematische Staatsdoping in der ehemaligen DDR anhand der drei Fallbeispiele Heidi Krieger, Birgit Boese und Katharina Bullin.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Rekrutierung junger Talente, der Einsatz anaboler Steroide, die körperlichen und seelischen Spätfolgen sowie die Identitätskrisen der betroffenen Sportlerinnen nach ihrer Karriere.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Folgen des systematischen Dopings zu dokumentieren und zu hinterfragen, ob diese Einzelbiographien einen Ansatz für eine umfassende Kollektivbiographie der Dopingopfer bieten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt einen biographischen Ansatz, um die Auswirkungen des Dopings über die Zeit hinweg anhand der Lebensläufe von drei Sportlerinnen darzustellen und zu vergleichen.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Im Hauptteil wird der Weg vom Einstieg in den Leistungssport über die Dopingpraxis bis hin zum Karriereende und der anschließenden Bewältigung der gesundheitlichen Langzeitschäden detailliert analysiert.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind DDR-Staatsdoping, Anabolika, Sportler-Biographien, gesundheitliche Spätfolgen, Leistungsdruck und die systemische Verantwortung im DDR-Sport.

Welche Rolle spielte das Medikament "Oral Turinabol"?

Es war das am häufigsten eingesetzte Dopingmittel im DDR-Sport, das zwar kurzfristig zu Leistungssteigerungen führte, bei Frauen jedoch massive pathologische Virillisierung und langfristige Organschäden verursachte.

Wie gehen die drei Sportlerinnen heute mit ihrer Vergangenheit um?

Die Art der Bewältigung ist unterschiedlich: Während einige durch aktives Engagement und öffentliche Aufklärung ihre Vergangenheit verarbeiten, kämpfen andere mit schweren physischen Beeinträchtigungen und psychischen Folgen wie Depressionen.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Doping in der DDR. Sportlerinnen als Opfer
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Historisches Seminar)
Autor
Birk Grüling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
29
Katalognummer
V154517
ISBN (eBook)
9783640671830
ISBN (Buch)
9783640671977
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Doping Sportlerinnen Opfer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Birk Grüling (Autor:in), 2008, Doping in der DDR. Sportlerinnen als Opfer, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154517
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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