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Vorurteile, Stereotype und NS-Propaganda im Hinblick auf 'Damals war es Friedrich'

Title: Vorurteile, Stereotype und NS-Propaganda im Hinblick auf 'Damals war es Friedrich'

Term Paper , 2009 , 24 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Tobias Neuhaus (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works

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Summary Excerpt Details

Die Kinder- und Jugendliteratur zur Epoche des Nationalsozialismus hat ein immenses Ausmaß angenommen und wird in der Schule oft zur Gestaltung einer Unterrichtseinheit genutzt. Vor allem wird dort auf den Jugendroman Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter zurückgegriffen, der schon als Klassiker für den Geschichtsunterricht angesehen werden kann. Doch wird ein genauerer Blick auf diesen Jugendroman geworfen, so wird schnell ersichtlich, dass auch dieser Mängel vorzuweisen hat. Diese Defizite beziehen sich nicht nur auf kleinere Aspekte, wie beispielsweise eine tadelnswerte Identifikationsmöglichkeit für beide Geschlechter, sondern interessanterweise auf die Darstellung der Juden, die einen zentralen Aspekt für die Thematisierung des Nationalsozialismus darstellt. Der Auslöser dieser Arbeit war vor allem die Kritik von Wermke , der u.a. den Umgang mit antisemitischen Stereotypen in dem Roman thematisiert. Dies wurde allerdings nur kurz angeschnitten und auf eine Beschreibung von Stereotypen oder einer Illustration der Judendarstellung im Drittem Reich wurde gänzlich verzichtet. Diese Gesichtspunkte sollen in dieser Arbeit weiter ausgebaut werden. So sollte vorab die Frage geklärt werden, was überhaupt ein Vorurteil und Stereotyp ist und welche Gefahren diese mit sich bringen. Daraufhin sollte die Frage thematisiert werden, ob die Darstellungen der Juden bzw. des Stereotyps Jude in der
NS-Propaganda Parallelen mit der in Damals war Friedrich vorweisen. Ebenfalls sollte der Frage nachgegangen werden, wie sich diese Mängel des Romans im Schulunterricht beheben lassen können.

[...]

Neben diesen genannten Aspekten, stechen vor allem die Aussagen des Lehrer Neudorfs – er ist kein Sympathisant der NSDAP – hervor. [...]
Die Erzählung wird von Neudorf fortgesetzt und er erklärt den Schülern, dass die Juden geldgierig sein müssen, denn im Laufe ihrer Geschichte wurden sie auf fürchterlichste Weise beraubt und enteignet, so dass ihnen bewusst wurde, „[…] dass Geld das einzige Mittel ist, mit dem sie sich notfalls Leben und Unversehrtheit erkaufen können.“ Durch diese Textpassage vermittelt Richter eine weitere negative Eigenschaft und zwar Geldgier.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vorgehensweise

2. Vorurteile und Stereotype

2.1 Problematik der Differenzierung und Definierung

2.2 Vorurteile

2.3 Stereotype

2.4 Gefahren durch Stereotype und Vorurteile

3. Juden in der NS-Propaganda

4. Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter

4.1 Autor

4.2 Aufbau

4.3 Inhaltsangabe

4.4 Darstellung von jüdischen Charaktere in Damals war es Friedrich

5. Parallelen der Judendarstellung in NS-Propaganda und Damals war es Friedrich

6. Aussichten für den Schulunterricht

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das kritische Potenzial des Jugendromans "Damals war es Friedrich" hinsichtlich der Darstellung jüdischer Charaktere und setzt diese in Bezug zu antisemitischen Stereotypen der NS-Propaganda, um didaktische Ansätze für einen reflektierten Umgang im Geschichtsunterricht abzuleiten.

  • Grundlagen der Vorurteils- und Stereotypenforschung
  • Analyse der nationalsozialistischen Feindbildkonstruktion
  • Kritische Untersuchung der Judendarstellung in "Damals war es Friedrich"
  • Aufzeigen von Parallelen zwischen Romaninhalten und antisemitischer Propaganda
  • Didaktische Strategien zur Vermeidung unreflektierter Vorurteilsreproduktion

Auszug aus dem Buch

4.4 Darstellung von jüdischen Charaktere in Damals war es Friedrich

Die Darstellung der jüdischen Charaktere in Damals war es Friedrich ist durch die Perspektive des „Ich-Erzählers“ eingeschränkt. Zurückzuführen ist dies auf das Entfallen von Nebenhandlungssträngen, da diese nicht im Wahrnehmungsbereich des „Ich-Erzählers“ liegen. Folgend werden die äußerlichen Erscheinungsbilder, auffällige Wesenszüge und weitere bedeutungsvolle Textpassagen herangezogen, die ein repräsentatives Bild für die Illustration der Juden in dem Roman von Richter darstellen.

In dem ersten Kapitel des Romans sagt die Mutter des „Ich-Erzählers“, nachdem ihr Sohn mit Friedrich ein Bad genommen hat, beim Abtrocknen zu Friedrich: „Na, Fritzchen! Du siehst aus wie ein kleiner Jude!“ Durch diese Aussage wird ein Deutungsspielraum gegeben, der vermuten lassen kann, dass die Juden andere äußerliche Merkmale vorweisen, als nichtjüdische Personen. Weitere Beschreibungen zu körperlichen Eigenschaften oder zum Kleidungsstil der Juden sind sehr spärlich vorhanden. So wird in dem Roman lediglich erwähnt, dass der jüdische Arzt Dr. Askenase einen dunklen Anzug und ein Gebetskäppchen auf dem Hinterkopf trägt und dass der Schreibwarenladenbesitzer Abraham Rosenthal ein kleiner Jude ist, der einen Spitzbart hat. Interessanterweise wird der Spitzbart von Rosenthal dreimal angeführt. Die letzten beschriebenen äußerlichen Erscheinungsbilder von Richter fallen ebenfalls schlicht aus, so wird nur knapp illustriert, dass ein Rabbiner, der sich bei dem Vater von Friedrich versteckt, alt und bärtig ist und das ein Rabbiner in der Synagoge einen Schnitthut und Mantel trägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung, indem sie das Defizit in der Darstellung von jüdischen Charakteren im Roman kritisiert und die Forschungsfrage nach den Parallelen zur NS-Propaganda sowie zur schulischen Aufbereitung formuliert.

2. Vorurteile und Stereotype: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, in der Vorurteile als soziale Urteile und Stereotype als kognitive Schemata definiert und deren Gefahren sowie deren Wirkmächtigkeit dargelegt werden.

3. Juden in der NS-Propaganda: Es wird die systematische Entmenschlichung der Juden durch nationalsozialistische Propaganda analysiert, insbesondere anhand von Film- und Propagandamaterial, welches das Bild des "hinterlistigen Wucherers" manifestierte.

4. Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter: Neben biografischen Informationen zum Autor bietet dieses Kapitel eine Inhaltsangabe sowie eine detaillierte Analyse der Darstellung jüdischer Charaktere im Roman, wobei insbesondere die Ambivalenz zwischen positiven Eigenschaften und latenten Vorurteilsbestätigungen beleuchtet wird.

5. Parallelen der Judendarstellung in NS-Propaganda und Damals war es Friedrich: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und aufgezeigt, wie die Romanbeschreibungen – wenn auch unbeabsichtigt – das antisemitische Bild des reichen und fremdartigen Juden bestätigen können.

6. Aussichten für den Schulunterricht: Unter Rückgriff auf die Vordergrund-Hintergrund-Thematik wird dargelegt, wie Lehrkräfte durch eine strukturierte Aufbereitung das Entstehen falscher Imaginationen bei Schülern verhindern können.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Gefahr einer unreflektierten Stereotypisierung im Unterricht nur durch eine explizite didaktische Begleitung des Leseprozesses minimiert werden kann.

Schlüsselwörter

Antisemitismus, NS-Propaganda, Damals war es Friedrich, Vorurteile, Stereotype, Judenverfolgung, Geschichtsunterricht, Identitätskonstruktion, Fremdbild, Feindbild, didaktische Aufarbeitung, Hans Peter Richter, Sozialpsychologie, Holocaust, Jud Süß

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des Jugendromans "Damals war es Friedrich" im Hinblick darauf, wie jüdische Charaktere dargestellt werden und inwieweit diese Darstellungen antisemitische Klischees der NS-Zeit widerspiegeln oder gar verstärken könnten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die sozialpsychologische Stereotypenforschung, die Analyse nationalsozialistischer Propagandamittel, die literaturwissenschaftliche Untersuchung des Romans und die geschichtsdidaktische Vermittlung dieser Themen im Schulunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob Parallelen zwischen der Judendarstellung in der NS-Propaganda und in Richters Roman bestehen und wie Lehrkräfte durch eine gezielte didaktische Aufbereitung verhindern können, dass Schüler beim Lesen unbeabsichtigt antisemitische Stereotype verfestigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Definition von Vorurteilen und Stereotypen mit einer inhaltsanalytischen Betrachtung des Romans "Damals war es Friedrich" und vergleicht diese mit historischen Dokumenten der NS-Propaganda.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Stereotypenforschung, eine Analyse der Judenbilder in der NS-Propaganda, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Richters Roman sowie eine Verknüpfung beider Bereiche hinsichtlich der didaktischen Konsequenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Antisemitismus, NS-Propaganda, Stereotype, "Damals war es Friedrich", Feindbild, didaktische Aufarbeitung und Sozialpsychologie.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in Richters Roman von der NS-Propaganda?

Während die NS-Propaganda Juden bewusst als "hinterlistige Schmarotzer" diskreditierte, zeichnet Richter seine jüdischen Charaktere zwar als freundlich und menschlich, jedoch greift er dennoch auf Bilder wie den "reichen Juden" oder die "äußerliche Fremdartigkeit" zurück, die in einem unreflektierten Kontext als Bestätigung antisemitischer Vorurteile wirken können.

Warum ist das Hintergrundwissen der Schüler entscheidend?

Die Arbeit argumentiert, dass Schüler bei geringem oder verfälschtem Vorwissen über den Nationalsozialismus dazu neigen könnten, die in "Damals war es Friedrich" beschriebenen Merkmale mit den ihnen bekannten (oder im Unterbewusstsein existierenden) antisemitischen Klischees zu verknüpfen, was zu einer ungewollten Festigung dieser Stereotype führt.

Welche Rolle spielt die Lehrperson laut der Arbeit?

Die Lehrperson hat die Aufgabe, durch eine strukturierte Aufbereitung und explizite Erläuterung der Textstellen einzugreifen, um die "Vordergrund-Hintergrund-Beziehung" zu steuern und so eine falsche Rekonstruktion von NS-Propaganda in den Köpfen der Lernenden zu unterbinden.

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Details

Title
Vorurteile, Stereotype und NS-Propaganda im Hinblick auf 'Damals war es Friedrich'
College
University of Kassel
Course
Historische Imagination und Geschichtsdidaktik
Grade
2,3
Author
Tobias Neuhaus (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V153381
ISBN (eBook)
9783640655205
ISBN (Book)
9783640655298
Language
German
Tags
NS-Propaganda Propaganda Fips Philip Ruprecht Der Stürmer Damals war es Friedrich Stereotype Vorurteile Dritte Reich Antisemitismus Antijudaismus Historische Imagination Didaktik Hans Peter Richter Roman Geschichtsdidaktik Der ewige Jude
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Neuhaus (Author), 2009, Vorurteile, Stereotype und NS-Propaganda im Hinblick auf 'Damals war es Friedrich', Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/153381
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