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Zusammenhänge zwischen Individualisierung und Neoliberalismus

Klassenfragmentierung im Postfordismus

Titel: Zusammenhänge zwischen Individualisierung und Neoliberalismus

Seminararbeit , 2006 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katharina Bergmaier (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir befinden uns in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen und
Verunsicherungen. Unsere Zeit ist durch den Bedeutungsverlust und die Erosion von
traditionellen Sozialformen wie Ehe, Familie, Klasse, Schicht, Beruf in den westlichen
Industrieländern gekennzeichnet. Unter dem politisch eingefärbten Schlagwort der
Flexibilisierung findet im Zeitalter des flexiblen Kapitalismus eine Erosion des
Normalarbeitsverhältnisses statt; typische Karrieremuster verschwinden, die Menschen
müssen kurzweiligen und sprunghaften Jobbeschäftigungen nachgehen. Dieser Verlust der
Existenzsicherheit führt zu Konkurrenzkampf und ebenfalls zum Verlust von
klassenstabilisierenden Sozialidentitäten.
Das Phänomen, welches für diese Entwicklung verantwortlich ist, hat, worauf ich im
Anschluss noch näher eingehen werde, weitreichendste Folgen und wird gewöhnlich unter
dem Begriff “Individualisierung“ subsumiert und so zu erklären versucht. Bei anderen,
marxistisch fokussierten Autoren, wie zum Beispiel Ben Diettrich werden die gegenwärtigen
Prozesse mit dem Titel des Gesamtkonzepts “Klassenfragmentierung im Postfordismus“
zusammengefasst, worauf ich aber im Verlauf meiner Arbeit im Anschluss noch näher
eingehen werde. (vgl. Diettrich; Ben (1999): Klassenfragmentierung im Postfordismus; Unrast, Hamburg-Münster, S. 11)
Hinter dem Schlagwort “Individualisierung“ steht die These des Verschwindens sozialer
Klassen und Schichten und der damit verbundenen partikularen Lebens- und
Bewusstseinsformen. (vgl. Mörth, Ingo (2006): Paradigmen der Gegenwartssoziologie- Ein Reader; Linz, S. 237)
Individualisierung unter den heutigen kombinierten Bedingungen von wachsender Armut und
Massenarbeitslosigkeit ist ein Garant zur Sicherung und Stabilisierung der neoliberalistischen
Dominanz, deren Zeitalter einher geht mit dem zunehmenden Absterben und der Rückbildung
des Staates, der sich immer mehr aus seinen sozialen Aufgaben (dem Bildungsauftrag, der
Gesundheitsfürsorge und der Daseinshilfe) zurückzieht und diese nicht mehr wahrnimmt. (vgl.
Bourdieu, Pierre (1998): Gegenfeuer. Gegen die neoliberale Invasion; Konstanz, Universitätsverlag Konstanz, S.43)
Die permanent drohende Armut und Arbeitslosigkeit schafft ein Klima der Angst und lässt die
Menschen untereinander konkurrieren um am Arbeitsmarkt zu bestehen, was den
Individuationsprozess durch verschwinden von Klassensolidarität und wiederum dadurch den
Sozialabbau weiter anpeitscht. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.) Vorwort/Begriffsbestimmung Individualisierung

2.) Individualisierungsansätze in der Soziologie

2.1) Die zweite Moderne- Ulrich Beck und Anthony Giddens

2.2) Pierre Bourdieu und sein Habituskonzept

2.3) Brückner und die Frage nach den Strukturzusammenhängen

3.) Hauptbedingung für Individualisierung

4.) Sozialpsychologie des Kapitalismus

4. 1.) Herrschaft der Kulturindustrie

5.) Die Transformation der Demokratie

6.) Klassenfragmentierung im Postfordismus- Begriffsbestimmung

6.1.) Postfordismus -Umbrüche in der Ökonomie

6.2.) Klassen(lagen)definition- und analyse

7.) Die Transformation des Staates- ein historischer Abriss

7.1.) Entwicklung des Staatsmonopolkapitalismus

7.2) Vom Staatsmonopolkapitalismus zur neuen neoliberalistischen Weltordnung des Finanzkapitalismus

7.3.)Weitere aktuelle Transformationen

8.) Schlusswort/Nachbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit analysiert die Wechselwirkungen zwischen dem gesellschaftlichen Prozess der Individualisierung und der neoliberalen Transformation im Postfordismus, mit besonderem Fokus auf die Fragmentierung sozialer Klassen.

  • Soziologische Individualisierungstheorien und deren Kritik
  • Die sozialpsychologischen Mechanismen des Kapitalismus
  • Transformation des demokratischen Systems und des Staates
  • Klassenstruktur und deren Fragmentierung unter postfordistischen Bedingungen
  • Die Rolle neoliberaler Ideologie bei der Absicherung sozialer Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

1.) Vorwort/Begriffsbestimmung Individualisierung

Wir befinden uns in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen und Verunsicherungen. Unsere Zeit ist durch den Bedeutungsverlust und die Erosion von traditionellen Sozialformen wie Ehe, Familie, Klasse, Schicht, Beruf in den westlichen Industrieländern gekennzeichnet. Unter dem politisch eingefärbten Schlagwort der Flexibilisierung findet im Zeitalter des flexiblen Kapitalismus eine Erosion des Normalarbeitsverhältnisses statt; typische Karrieremuster verschwinden, die Menschen müssen kurzweiligen und sprunghaften Jobbeschäftigungen nachgehen. Dieser Verlust der Existenzsicherheit führt zu Konkurrenzkampf und ebenfalls zum Verlust von klassenstabilisierenden Sozialidentitäten.

Das Phänomen, welches für diese Entwicklung verantwortlich ist, hat, worauf ich im Anschluss noch näher eingehen werde, weitreichendste Folgen und wird gewöhnlich unter dem Begriff “Individualisierung“ subsumiert und so zu erklären versucht. Bei anderen, marxistisch fokussierten Autoren, wie zum Beispiel Ben Diettrich werden die gegenwärtigen Prozesse mit dem Titel des Gesamtkonzepts “Klassenfragmentierung im Postfordismus“ zusammengefasst, worauf ich aber im Verlauf meiner Arbeit im Anschluss noch näher eingehen werde.

Hinter dem Schlagwort “Individualisierung“ steht die These des Verschwindens sozialer Klassen und Schichten und der damit verbundenen partikularen Lebens- und Bewusstseinsformen. Individualisierung unter den heutigen kombinierten Bedingungen von wachsender Armut und Massenarbeitslosigkeit ist ein Garant zur Sicherung und Stabilisierung der neoliberalistischen Dominanz, deren Zeitalter einher geht mit dem zunehmenden Absterben und der Rückbildung des Staates, der sich immer mehr aus seinen sozialen Aufgaben (dem Bildungsauftrag, der Gesundheitsfürsorge und der Daseinshilfe) zurückzieht und diese nicht mehr wahrnimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Vorwort/Begriffsbestimmung Individualisierung: Einführung in die gesellschaftliche Problematik der Individualisierung und Abgrenzung zu Begriffen wie der Klassenfragmentierung.

2.) Individualisierungsansätze in der Soziologie: Auseinandersetzung mit verschiedenen soziologischen Perspektiven zur Individualisierung, insbesondere Beck, Giddens, Bourdieu und Brückner.

3.) Hauptbedingung für Individualisierung: Untersuchung der historischen und ökonomischen Voraussetzungen, insbesondere der Sozialgesetzgebung, die den Klassenantagonismus verschleierten.

4.) Sozialpsychologie des Kapitalismus: Analyse der psychischen Wirkungsweisen kapitalistischer Unterdrückungsmechanismen und der Verinnerlichung von Konkurrenzverhalten.

5.) Die Transformation der Demokratie: Untersuchung der schleichenden Aushöhlung demokratischer Grundsätze und der Rückbildung des Staates.

6.) Klassenfragmentierung im Postfordismus- Begriffsbestimmung: Darstellung der ökonomischen Umbrüche vom Fordismus zum Postfordismus und deren Auswirkungen auf die Klassenstruktur.

7.) Die Transformation des Staates- ein historischer Abriss: Historische Herleitung des Staatsmonopolkapitalismus bis hin zur heutigen neoliberalen Finanzmarktordnung.

8.) Schlusswort/Nachbemerkung: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerung zur Notwendigkeit der Aufdeckung kapitalistischer Herrschaftsmechanismen.

Schlüsselwörter

Individualisierung, Neoliberalismus, Postfordismus, Klassenfragmentierung, Kapitalismus, Sozialpsychologie, Demokratie, Staatsmonopolkapitalismus, Entsolidarisierung, Sozialabbau, Klassenantagonismus, Risikogesellschaft, Kulturindustrie, Macht, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Zusammenhänge zwischen dem soziologischen Phänomen der Individualisierung und der neoliberalen Entwicklung im postfordistischen Kapitalismus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Transformation des demokratischen Staates, die psychologischen Auswirkungen von Konkurrenzdruck und die Aufspaltung der einstigen Arbeiterklasse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Individualisierung als Instrument zur Sicherung neoliberaler Dominanz fungiert und die klassenbasierte Solidarität untergräbt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen soziologischen Analyse, die vorwiegend kritische Theorien und historische ökonomische Analysen heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung soziologischer Ansätze, eine sozialpsychologische Analyse der Herrschaft im Kapitalismus sowie eine historische Darstellung der Transformation von Staat und Ökonomie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Individualisierung, Postfordismus, Klassenfragmentierung, Neoliberalismus und Entsolidarisierung.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Staates?

Der Autor argumentiert, dass der Staat sich zunehmend aus sozialen Aufgaben zurückzieht und sich zu einer Institution entwickelt, die ökonomische Eliten schützt und soziale Bewegungen durch Überwachung und Repression unterdrückt.

Warum spielt das Konzept der „Strukturfabrik“ bei der proletarischen Familie eine Rolle?

Dieses Konzept verdeutlicht, wie Familienstrukturen Kinder disziplinieren und auf ein Leben im Kapitalismus vorbereiten, indem sie Mitgefühl und Autonomie zugunsten einer autoritätshörigen Persönlichkeit unterdrücken.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zusammenhänge zwischen Individualisierung und Neoliberalismus
Untertitel
Klassenfragmentierung im Postfordismus
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz  (Soziologie)
Veranstaltung
Themen der theoretischen Soziologie
Note
1,0
Autor
Katharina Bergmaier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
17
Katalognummer
V153031
ISBN (Buch)
9783640649051
ISBN (eBook)
9783640649341
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Postfordismus Individualisierung Neoliberalismus Beck Klassenfragmentierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Bergmaier (Autor:in), 2006, Zusammenhänge zwischen Individualisierung und Neoliberalismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/153031
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