Die Bonifatiusschule ist eine staatliche Grundschule katholischer Konfession ( § 129
Nds. Schulgesetz ) in Trägerschaft der Landeshauptstadt Hannover.
Der Schulstandort liegt im Stadtteil List, Bonifatiusplatz 6, 30161 Hannover.
In der Bonifatiusschule herrscht eine familiäre Atmosphäre. Kinder, Eltern und Lehrer
sind bemüht, das tägliche Miteinander freundlich und rücksichtsvoll zu gestalten.
Zur Zeit besuchen 364 Kinder (188 Mädchen, 176 Jungen) in 14 Klassen die
Bonifatiusschule. Von den 364 Kindern sind 44 Kinder nicht katholisch. Es besuchen
68 ausländische Kinder (vorwiegend aus Italien, Spanien, Polen, Kroatien,
Griechenland, südamerikanische Staaten) die Bonifatiusgrundschule. Zwanzig
Lehrerinnen und eine Lehramtsanwärterin bilden zur Zeit das Kollegium.
Die Bonifatiusschule kann - soweit die Kapazität vorhanden ist – auch nicht getaufte
Kinder oder Kinder anderer christlicher Konfession aufnehmen. Der Anteil darf
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allerdings nicht mehr als max. 15 % der Schülerschaft betragen. Einen
Rechtsanspruch auf einen Schulplatz besteht nur für römisch-katholische Kinder.
Eine Verordnung zum Niedersächsischen Schulgesetz regelt, dass freie Plätze an
katholischen Grundschulen unter den nicht katholischen Kindern durch ein
Losverfahren vergeben werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Aufnahme nicht
katholischer Kinder ist, dass die Eltern eine katholische geprägte Erziehung
wünschen und unterstützen.
Die Bonifatiusgrundschule ist eine „Volle Halbtagsschule“. Ein besonderes
pädagogisches Konzept (regelmäßige Unterrichtsversorgung von 8:10 Uhr bis 12:10
Uhr für die 1. und 2. Klassen bzw. von 8:10 Uhr bis 13:10 Uhr für die 3. und 4.
Klassen. Für die dritten und vierten Klassen bestehen keine festen
Unterrichtseinheiten mehr, verschiedene Formen der Planarbeit, Freiarbeit) wird den
Bedürfnissen der SchülerInnen gerecht. Unterrichtsausfälle sind äußerst selten und
werden rechtzeitig angekündigt.
Aufgrund der langen Schulwege (die Kinder kommen vor allem aus den Stadtteilen
Vahrenwald, Bothfeld, Buchholz, List, Zooviertel) kann ein eigenes Schulbussystem
in Anspruch genommen werden. Die Kosten hierfür betragen ca. 12,50 pro
Kind/Monat. Bei finanziellen Engpässen helfen Solidaritätsbeiträge aus der
Elternschaft der Bonifatiusgrundschule. Der Bus hält direkt vor der Schule. Die
Buspläne sind mit den Stundenplänen abgestimmt, sodass es keine Wartezeiten für
die Schüler gibt. [...]
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Die Bonifatiusschule
Das Ziel der Schule
Montag, 11. Februar 2002
Dienstag, 12. Februar 2002
Mittwoch, 13. Februar 2002
Donnerstag, 14. Februar 2002
Freitag, 15. Februar 2002
Woche vom 18.02.-22.02.2002
Woche vom 25.02.-01.03.2002
Woche vom 04.03.-08.03. (Projektwoche)
Woche vom 11.03.-15.03.
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dokumentiert den Verlauf eines Schulpraktikums an der Bonifatiusschule in Hannover und bietet detaillierte Einblicke in den schulischen Alltag, die pädagogischen Methoden sowie die spezifische Unterrichtsgestaltung für Grundschulkinder in verschiedenen Klassenstufen.
- Praktische Umsetzung von Unterrichtskonzepten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht
- Gestaltung von offenen Lernformen und Bewegungseinheiten im Grundschulalltag
- Einsatz spezieller Fördermethoden für heterogene Lerngruppen
- Dokumentation des Projektwochen-Themas "Schule früher" zur Veranschaulichung historischer Lernbedingungen
Auszug aus dem Buch
Montag, 11. Februar 2002
Wir drei Studenten haben uns um 8:00 Uhr am Aquarium getroffen. Es war Fasching. Wir drei sind verkleidet in die Klasse gegangen. Um kurz nach acht fängt die sogenannte Anfangszeit statt. Es findet noch kein Unterricht statt, aber die Kinder können spielen, sich unterhalten, Hausaufgaben fertigen, malen/zeichnen etc. Der reguläre Unterricht beginnt um 8:25 Uhr.
An einem Faschingsmontag ist es aber alles anders.
Frau B. hat uns begrüßt und uns gebeten gleich mit ihr gemeinsam den Morgenkreis zu beginnen. Der Morgenkreis beginnt, indem sich alle Kinder im Stehkreis versammeln. Es wird gemeinsam ein Guten-Morgen-Lied gesungen. Wir haben uns den Kindern noch mal vorgestellt und die Kinder haben sich uns noch mal vorgestellt. Die Kinder haben uns sehr freundlich aufgenommen und uns gleich ihre Kostüme erklärt.
Dadurch, dass unsere erste Woche gleich mit Fasching anfing, war es eine lockere und ungezwungene Atmosphäre. Wir konnten uns den Kindern nähern, ohne dass es auf einer Lehrer-Schüler-Basis verlief. Durch die Kostüme und Spiele war es kein Lehrvormittag, sondern ein Spiel und Spaßvormittag.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung des Schulstandorts, des pädagogischen Konzepts und der Zielsetzung der Erziehung an der Bonifatiusschule.
Die Bonifatiusschule: Detaillierte Beschreibung der Schulsituation, einschließlich Schülerzahlen, Konfession und besonderer Förderangebote.
Das Ziel der Schule: Darstellung des Erziehungsauftrags zur Förderung verantwortungsbewusster und selbstständiger Persönlichkeiten.
Montag, 11. Februar 2002: Erlebnisbericht über den ersten Praktikumstag, der aufgrund von Fasching in einer spielerischen Atmosphäre verlief.
Dienstag, 12. Februar 2002: Beschreibung der Begleitung beim Schwimmunterricht und der methodischen Einführung von Aufgaben im Wasser.
Mittwoch, 13. Februar 2002: Bericht über Sportunterricht mit Gerätetraining und die Einführung der Artikel im Deutschunterricht.
Donnerstag, 14. Februar 2002: Schilderung der Unterrichtsaktivitäten und des Umgangs mit Störungen im Klassenverband.
Freitag, 15. Februar 2002: Reflexion der Planungswoche und Vorstellung der Buchstaben-Einführung "P/p".
Woche vom 18.02.-22.02.2002: Fokus auf Bewegungsförderung durch Luftballonspiele und differenzierte Gruppenarbeit im Deutschunterricht.
Woche vom 25.02.-01.03.2002: Vertiefung von Unterrichtsinhalten, unter anderem durch den Besuch einer Märchenerzählerin und die Einführung neuer Buchstaben.
Woche vom 04.03.-08.03. (Projektwoche): Dokumentation des Jubiläumsprojekts "Schule früher" mit historischen Spieletagen und Museumsbesuch.
Woche vom 11.03.-15.03.: Abschlussbericht mit Fokus auf die Sachunterrichtseinheit über Schnecken und die Reflexion der Praktikumserfahrungen.
Schlüsselwörter
Schulpraktikum, Bonifatiusschule, Grundschule, Unterrichtsplanung, pädagogische Didaktik, Inklusion, Projektwoche, schulisches Lernen, Deutschunterricht, Mathematik, Sachunterricht, Lernförderung, Schulförderung, Lehrer-Schüler-Interaktion, Bewegungsspiele.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert das Schulpraktikum der Autorin an der Bonifatiusschule in Hannover und beschreibt den Schulalltag sowie die didaktische Planung und Durchführung verschiedener Unterrichtseinheiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die pädagogische Gestaltung des Grundschulalltags, die Durchführung von Sport- und Schwimmunterricht, die Arbeit in Kleingruppen und die Dokumentation einer projektorientierten Themenwoche.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist die Reflexion praktischer pädagogischer Erfahrungen sowie die Verknüpfung von theoretischem Wissen aus dem Studium mit der unmittelbaren Praxis des Schulalltags.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um einen praxisorientierten Erfahrungs- und Beobachtungsbericht, der den methodischen Aufbau von Unterrichtsstunden chronologisch dokumentiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Wochenberichte, die den Unterrichtsverlauf, die Lernziele und die Interaktionen zwischen Lehrkräften, Studierenden und Schülern detailliert schildern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Grundschulpädagogik, Unterrichtshospitation, Schulpraktikum, Differenzierung und Projektunterricht charakterisieren.
Wie wurde das Projekt zum Thema "Schule früher" umgesetzt?
Das Projekt integrierte praktische Elemente wie das Erlernen historischer Spiele, einen Museumsbesuch und die Simulation eines historischen Schulalltags, um den Schülern ein Verständnis für vergangene Lernbedingungen zu vermitteln.
Wie gingen die Praktikanten mit verhaltensauffälligen Schülern um?
Die Arbeit beschreibt den Einsatz von pädagogischen Interventionen wie Ermahnungen, Karten-Systeme (gelbe/Achtungskarte) und den zeitweiligen Wechsel des Lernumfelds, um auf störendes Verhalten zu reagieren.
- Arbeit zitieren
- Martina Szonn (Autor:in), Svenja Otte (Autor:in), Tobias Schaper (Autor:in), 2002, ASP Allgemeines Schulpraktikum. Der Bericht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/15256