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Zwischen Exotismus und Erotik, Wissenschaft und Marketing, Kunst und Kommerz'

Die Zurschausstellung 'fremder' Körper am Beispiel der Hagenbeck'schen Völkerschauen

Titel: Zwischen Exotismus und Erotik, Wissenschaft und Marketing, Kunst und Kommerz'

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.A. Constanze Lemmerich (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der menschliche Körper als Anschauungsobjekt - ein Thema was Faszination und Empörung zugleich aufwirft, gerade wenn es um die Auseinandersetzung um kommerzielle Verarbeitung und verobjektivierte Darstellung von Menschen und ihren Körpern geht.
Als bis aufs Detail durchdachte Choreographien der Zurschaustellung und Kommerzialisierung der »Ware Mensch« zählten hierbei besonders die weit ins 20.Jahrhundert veranstalteten Kolonial-und Völkerschauen - in welchen Menschen unterschiedlicher Länder zum Teil unter unwürdigen Bedingungen und mit klarem Anspruch der Darstellung kolonialer Machtverhältnisse einem breiten Publikum
in zoologischen Gärten, Zirkussen, Panoptika und weitere Ausstellungen "präsentiert" wurden.
Vorliegende Arbeit setzt sich hierbei kritisch mit den Ausstellungskonzepten, welche zwischen Kunst und Kommerz, Inszenierung und Authentizität lagen auseinander und versucht einen differenzierten Blick auf die verknüpften Machstrukturen zu werfen.
Insbesondere soll dabei die "Erfolgsgeschiche" der Hagenbeck´schen Völkerschauen dargestellt werden und auf den Umgang und die Rezeption seitens des Publikums, aber auch seitens der Wissenschaften eingegangen werden.
Dabei stellt sich zuletzt die Frage, inwieweit die Exotisierung menschlicher Körper nicht nur ein historisches Phänomen ist, deren Darstellung weiterhin aufzuarbeiten und aufzuklären es gilt, sondern auch inwieweit die Exponierung und die Betrachtung von Fremdheit und Körper sich weit hinein in heutige gesellschaftliche
Strukturen zieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung- Eine kritische Auseinandersetzung

2. Die Vorläufer der Völkerschauen

2.1 Jahrmärkte, Volksfeste, Zirkus- und Schaustellergeschäfte

2.2 Welt- und Kolonialausstellungen

3. Die Hagenbeck'schen Völkerschauen- eine 'Erfolgsgeschichte'

3.1 Agenten, Werber und Impresarios

3.2 Wie 'Wilde' gemacht werden- Ausstellungskonzepte zwischen Kunst & Kommerz

3.3 Die Ausgestellten – Inszenierung und Authentizität

3.3.1 Urmenschen und Primitive Wilde

3.3.2 Afrikaner

3.3.3 Araber

3.3.4 Südseeinsulaner

3.3.5 Indianer

3.3.6 Menschen aus dem hohen Norden

3.3.7 Inder und Singhalesen

3.3.8 Freak- Shows

3.4 Freiwilligkeit, Einfluss und Zwang

3.5 Objektivierung der Ausgestellten

3.6 Wissenschaftler brauchen 'Material'

3.7 Rezeption: das Publikum- Umgang- und Erwartungshaltungen

3.7.1 Begegnungen zwischen Ausgestellten und Zuschauern

3.7.2 Opposition und öffentliche Sensibilität

3.8 Das Ende der Völkerschauen

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch die historische Praxis der Völkerschauen, insbesondere am Beispiel der Hagenbeck'schen Ausstellungen, und untersucht das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch, kolonialer Ideologie, kommerzieller Vermarktung und der Objektivierung sowie Instrumentalisierung der ausgestellten Menschen.

  • Historische Entwicklung und Vorläufer der Völkerschauen
  • Kommerzielle Mechanismen und Ausstellungskonzepte von Hagenbeck
  • Inszenierung von Authentizität und die Rolle von Stereotypen
  • Wissenschaftliche Instrumentalisierung und Objektivierung der Ausgestellten
  • Rezeption durch das zeitgenössische Publikum

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Ausgestellten- Inszenierung und Authentizität

[...]schon kündet ohrenzerreißendes Geheul, Stampfen von Füßen [...] an, daß die Vorstellung im Saale begonnen hat. [...] die Menge steht vor einem malerisch dekorierten Riesenpodium. Braunhäutige[] Schönheiten in Phantasiekostümen aus Muscheln und Korallen, sonst aber fast nackt, zeigen sich in Begleitung prächtiger, muskulöser Krieger. Die Schilde prallen aufeinander, Schwerter blitzen und wirbeln durch die Luft, man [...] stürzt nieder, fährt heulend empor. Immer fieberhafter, wahnsinniger, beängstigender rasen die furchtbar anzuschauenden Krieger aufeinander los. Immer blutdurstiger, betäubender gellt ihr Kriegsgeschrei [...].Die Menge folgt gespannt dem ungewöhnlichen Schauspiel. (Thinius, zitiert in Dressbach 2005: 150)

Dieser Zeitungsartikel offenbart, dass die Völkerschauen wie eine Theaterszenierung abliefen, deren Verlauf sich nach vorgegebenen Schemata vollzog. In diesen wurden bewusst Stereotypen und Rollen eingesetzt, durch welche überhaupt die erwartete Exotik konstruiert wurde:

Der Zuschauer bezahlte, um sich ein Theaterstück (bestimmtes Volk) anzusehen, welches von einem Regisseur (Veranstalter/Impresario) [...] inszeniert worden war. Der Regisseur hatte dazu die geeigneten Schauspieler (ausgestellten Menschen) ausgewählt, die einen Text (Ablauf des in den Schauen gezeigten Programms) lernen und bestimmte Kostüme (angebliche oder tatsächliche Tracht der gezeigten Völker) tragen mussten. Das Bühnenbild (gemalte Fassaden, Behausungen) und Requisiten (Tiere, ethnographische Gegenstände, zum Verkauf angebotene Waren) vervollständigte die Szenerie. (Dreesbach 2005: 151)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung- Eine kritische Auseinandersetzung: Diese Einleitung beleuchtet das historische Phänomen der Völkerschauen als Ausdruck kolonialer Macht und exotischer Begierden der Öffentlichkeit.

2. Die Vorläufer der Völkerschauen: Hier werden die historischen Ursprünge der 'Ware Mensch' in Schaustellerkontexten und bei frühen Kolonialausstellungen dargelegt.

3. Die Hagenbeck'schen Völkerschauen- eine 'Erfolgsgeschichte': Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die organisatorischen, inszenatorischen und wissenschaftlichen Aspekte der Hagenbeck-Schauen.

4. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Kontinuitäten kolonialer Blicke in modernen Ausstellungs- und Tourismuskontexten.

Schlüsselwörter

Völkerschauen, Hagenbeck, Kolonialismus, Exotismus, Authentizität, Inszenierung, Objektivierung, Rassismus, Stereotypen, Kommerzialisierung, Anthropologie, Ausstellungskonzept, Publikum, Ethnologie, Koloniale Macht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Aufarbeitung der historischen Völkerschauen, insbesondere am Beispiel der Hagenbeck'schen Ausstellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Inszenierung von Exotik, das Spannungsfeld zwischen Kommerz und Wissenschaft sowie die Objektivierung und instrumentelle Nutzung der ausgestellten Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, durch die 'fremde' Körper in Völkerschauen als exotische Attraktionen konstruiert, vermarktet und für koloniale Ideologien genutzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse historischer Quellen, Sekundärliteratur und zeitgenössischer Zeitungsberichte sowie Programmschriften der Völkerschauen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Akteure hinter den Schauen, die Strategien zur Vermarktung von 'Wilden', die Rolle von Wissenschaftlern als Nutzer dieser Schauen sowie die Rezeption durch das Publikum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Völkerschauen, Kolonialismus, Exotismus, Authentizität, Inszenierung, Objektivierung und koloniale Machtstrukturen.

Wie wurde die 'Exotik' in den Hagenbeck-Schauen erzeugt?

Die Exotik wurde durch gezielte Theaterszenarien, phantasievolle Kostüme, kulissenhafte Bühnenbilder und die Inszenierung nach vorgegebenen, stereotypen Rollenbildern konstruiert.

Welche Rolle spielten Wissenschaftler bei den Völkerschauen?

Wissenschaftler nutzten die Völkerschauen als bequeme Quelle für ihr 'Material', um ethnologische und anthropologische Studien ohne Reiseaufwand durchzuführen, wobei die Ausgestellten oft als Forschungsobjekte vermessen und kategorisiert wurden.

Inwiefern waren die Teilnehmer der Völkerschauen freiwillig dort?

Die Freiwilligkeit ist schwer zu rekonstruieren; während einige Teilnehmer Verträge schlossen, gab es auch Fälle von erzwungener Rekrutierung oder Täuschung.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Exotismus und Erotik, Wissenschaft und Marketing, Kunst und Kommerz'
Untertitel
Die Zurschausstellung 'fremder' Körper am Beispiel der Hagenbeck'schen Völkerschauen
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Europäische Ethnologie)
Note
1,3
Autor
M.A. Constanze Lemmerich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
26
Katalognummer
V151812
ISBN (eBook)
9783640633739
ISBN (Buch)
9783640633968
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Völkerschauen Hagenbeck ; Kolonialaustellungen Körper Exotismus Fremdheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Constanze Lemmerich (Autor:in), 2008, Zwischen Exotismus und Erotik, Wissenschaft und Marketing, Kunst und Kommerz', München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/151812
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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