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Judendiskriminierung und Antisemitismus im Russischen Reich bis 1917 – Funktionen und Gründe

Titel: Judendiskriminierung und Antisemitismus im Russischen Reich bis 1917 – Funktionen und Gründe

Hausarbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ute Drechsler (Autor:in)

Russistik / Slavistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht es um den Antisemitismus in Russland. Es sollen die verschiedenen Funktionen des Antisemitismus zusammengetragen werden. Hierfür ist es zunächst notwendig einzugrenzen, was genau unter Antisemitismus zu verstehen ist und wie er sich von Diskriminierung abgrenzt. Dies wird im ersten Teil der Arbeit geschehen. Im zweiten Teil soll untersucht werden, welche Funktionen des Antisemitismus Hannah Arendt in ihrem Werk Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft beschreibt und inwiefern sich diese auf Russland beziehen lassen. Im dritten Teil sollen mögliche Funktionen des Antisemitismus in Russland benannt werden. Dabei soll stets die Frage impliziert sein, warum es gerade die Juden traf.
Arendt weist darauf hin, wie schwierig es sei, den Antisemitismus zu erklären und dass viele „hingeworfene“ Thesen eher dazu geführt hätten, die ganze Sache wieder zu vergessen und dabei auch zu vergessen, dass der gesunde Menschenverstand nicht ausreiche, um die Ereignisse erklären zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffsdefinition Antisemitismus – Schwierigkeiten mit dem Begriff Antisemitismus

2. Warum gerade die Juden? Erklärungsversuche in Hannah Arendts „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“

2.1. Die Juden als Sündenböcke – Ventiltheorie

2.2. Die Theorie vom ewigen Antisemitismus

2.3. Reichtum ohne Macht erzeugt Hass – auch auf Russland anwendbar?

3. Gründe für den Antisemitismus und die Diskriminierung der Juden

3.1. Funktionen von Judendiskriminierung und Antisemitismus

Geschichtlicher Abriss der Diskriminierung der Juden bis 1881

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Funktionen des Antisemitismus im Russischen Reich an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und analysiert dabei kritisch, warum insbesondere jüdische Bevölkerungsgruppen von Diskriminierung und Pogromen betroffen waren.

  • Analyse und Abgrenzung des Begriffs Antisemitismus
  • Überprüfung der Erklärungsansätze von Hannah Arendt auf den russischen Kontext
  • Sozioökonomische Lage der Juden in Russland im Vergleich zu Westeuropa
  • Funktionen von Judendiskriminierung für die zaristische Politik
  • Rolle von Vorurteilen und Fremdbildern bei der Etablierung staatlicher Repression

Auszug aus dem Buch

2.3. Reichtum ohne Macht erzeugt Hass – auch auf Russland anwendbar?

Hannah Arendt gibt einen echten Erklärungsversuch für das starke Aufkommen des Antisemitismus im 20. Jahrhundert unter den Nationalsozialisten. Dieser beruht auf geschichtlicher Erfahrung. Tocqueville, ein Französischer Historiker, habe, als er nach den Gründen für den ausbrechenden Hass gegen den Adel zu Beginn der französischen Revolution suchte, die Entdeckung gemacht, dass die Ursachen dafür nicht in Ausbeutung oder Unterdrückung des Volkes durch den Adel lagen, sondern gerade der Machtverlust habe das Volk zu solchem Hass angestachelt. Dass der Machtverlust nicht mit einer Verringerung des Vermögens einherging, habe das Volk als provozierend empfunden, da es den Reichtum ohne Macht als parasitär und herausfordernd empfand. Dies sei damit zu erklären, so Arendt, dass Macht immer eine Funktion in der Gemeinschaft habe und sich auf andere bezieht, wohingegen Besitz immer die Sache von einzelnen sei.

Ähnlich sei es den Juden in Deutschland ergangen: Dadurch, dass sie ihre Funktionen im öffentlichen Leben eingebüßt hätten, sei ihnen ihre Macht verloren gegangen und es sei nur noch der Reichtum geblieben. Das hätte den Hass des Volkes auf sich gezogen. Dies bedeute auch, dass der Hass auf die Juden entgegen der weit verbreiteten Meinung nicht aus ihren außerordentlich hohen Machtpositionen resultiere, sondern aus dem als provozierend empfundenen Reichtum, der ohne die damit einhergehende Macht als überflüssig empfunden wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung umreißt die Fragestellung der Arbeit bezüglich der Funktionen des Antisemitismus im russischen Kontext und stellt den methodischen Rahmen dar.

1. Begriffsdefinition Antisemitismus – Schwierigkeiten mit dem Begriff Antisemitismus: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Herausforderungen und Bedeutungswandlungen des Begriffs Antisemitismus sowie die notwendige Abgrenzung zur allgemeinen Diskriminierung.

2. Warum gerade die Juden? Erklärungsversuche in Hannah Arendts „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie die Ventiltheorie und die These vom „ewigen Antisemitismus“ hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf die Situation der Juden in Russland kritisch geprüft.

3. Gründe für den Antisemitismus und die Diskriminierung der Juden: Das Kapitel analysiert die spezifischen sozioökonomischen Bedingungen und die Instrumentalisierung von Judenfeindlichkeit durch die Politik im Russischen Reich.

Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die untersuchten externen Theorien für Russland nur bedingt greifen und der Antisemitismus maßgeblich durch die soziale Fremdheit der jüdischen Gemeinde sowie staatliche Interessen geschürt wurde.

Schlüsselwörter

Antisemitismus, Russland, Hannah Arendt, Diskriminierung, Pogrome, Zarismus, Judenhass, sozioökonomische Lage, Ventiltheorie, Fremdbild, Assimilation, Industrialisierung, Minderheitenpolitik, Geschichte, Judentum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe und Funktionen des Antisemitismus im Russischen Reich an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Begriffe des Antisemitismus, die Analyse bestehender historischer Erklärungsansätze und die sozioökonomische Situation der Juden in Russland.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, warum ausgerechnet die jüdische Bevölkerung in Russland Zielscheibe für Hass, Diskriminierung und Pogrome wurde und welche Funktionen dies für den Staat hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der bekannte theoretische Erklärungsansätze (insbesondere von Hannah Arendt) auf den spezifischen historischen Kontext Russlands angewendet und geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische Definition, die Überprüfung von Arendts Thesen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der russischen Politik gegenüber den Juden bis 1917.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Antisemitismus, Russland, Pogrome, Minderheitenpolitik, sozioökonomische Faktoren und die Instrumentalisierung durch den Staat.

Warum lässt sich die Theorie des "Reichtums ohne Macht" nicht auf Russland übertragen?

Im Gegensatz zu Westeuropa besaßen die Juden in Russland kaum hohe Machtpositionen oder Reichtümer, da sie in Handel und Handwerk überwiegend in weniger profitablen Bereichen tätig waren.

Welche Rolle spielte die "Unkenntnis" für die Diskriminierung der Juden?

Die Arbeit zeigt auf, dass mangelnde Kenntnisse der russischen Politik über jüdische Kultur und Lebensweise dazu beitrugen, dass Vorurteile leichter verbreitet und als Grundlage für repressive Maßnahmen genutzt werden konnten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Judendiskriminierung und Antisemitismus im Russischen Reich bis 1917 – Funktionen und Gründe
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Slavistik)
Veranstaltung
(De)Maskierungen und Funktionen von Antisemitismus in der polnischen und russischen Kulturpolitik und Literatur
Note
1,7
Autor
Ute Drechsler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V151617
ISBN (Buch)
9783640631056
ISBN (eBook)
9783640631339
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Juden Antisemitismus Russland Hannah Arendt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ute Drechsler (Autor:in), 2008, Judendiskriminierung und Antisemitismus im Russischen Reich bis 1917 – Funktionen und Gründe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/151617
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Leseprobe aus  15  Seiten
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