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Die Berichterstattung zum Tod Jörg Haiders in den Nachrichtenmagazinen "News" und "Profil"

Eine Frame-Analyse

Titel: Die Berichterstattung zum Tod Jörg Haiders in den Nachrichtenmagazinen "News" und "Profil"

Bachelorarbeit , 2009 , 54 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: BA Bakk.Komm. Heidi Huber (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Wenn jemand interessant ist, dann ist eben auch sein Ende wichtig“ (Brunn 1999, 27)

Problemstellung und Relevanz des Themas
Eine der schillerndsten Persönlichkeiten der österreichischen Politik ist am 11. Oktober 2008 um 1.30 Uhr bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen – Jörg Haider. Kein anderer Politiker hat so sehr polarisiert wie er und kein anderer Politiker wurde so oft aufgrund seiner Fremdenfeindlichkeit und Eigenheiten kritisch in den Medien dargestellt wie der langjährige FPÖ-Chef und BZÖ-Gründer. Jörg Haider war nicht nur ein Vollblutpolitiker, er war auch ein Medienstar und der Kärntner Volksheld. Er war ein Oberösterreicher, der in Kärnten seine Hochburg fand. Er war einer der erfolgreichsten Politiker des Landes, und hatte dennoch nie ein Regierungsamt inne. Haider verkörperte einen völlig anderen Politiker-Typus – modern, rhetorisch perfekt, elegant.

Die Nachricht von seinem tödlichen Unfall
Die Meldung wurde sowohl für die heimische als auch für die internationale Presse zum Medienereignis. Das Konterfei des Kärntner Landeshauptmannes und BZÖ-Gründers zierte alle Tageszeitungen. So erschienen auch die Magazine „News“ und „Profil“ mit einer ausführlichen Berichterstattung zum Ableben und zur Person Jörg Haiders. In zahlreichen Artikeln wird Haider charakterisiert, er wird als „Landesvater“, „jugendlicher Revoluzzer“, „Staatsmann“, „Demagoge und Provokateur“ sowie als „Verhetzer“ bezeichnet, um nur einige verwendete Synonyme der Journalisten zu nennen. Die Berichterstattung zu seinem Tod folgt einem erwarteten Muster. Sujets, die ihn schon zu Lebzeiten beschäftigten, werden auch in der Berichterstattung aufgegriffen. Seine Politik wird von beinahe allen Journalisten verpönt, seine Ausstrahlung und sein Charisma jedoch bewundert. Das Thema „Ausländer“ und „Nationalsozialismus“ zieht sich durch die gesamte Berichterstattung und taucht immer wieder auf. Eine der zentralsten Eigenschaften, darüber sind sich beide Magazine einig, ist der Hang zur Inszenierung und Schauspielerei beim 58-jährigen Politiker.
Jörg Haider war prominent. Er war spannend für die Medien und sein abruptes Ableben musste zweifelsohne zum Medienereignis werden. Die Frage, die sich hierbei stellt, ist, mit welchen Frames die Journalisten hier arbeiteten, um Jörg Haider darzustellen. Wie wurde Jörg Haider letztendlich in den Magazinen „News“ und „Profil“ dargestellt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Relevanz des Themas

1.2. Forschungsfrage

1.3. Methodik und Operationalisierung

1.4. Bisheriger Forschungsstand

1.5. Aufbau der Arbeit

2. Prominenz und Tod:

Theoretische Betrachtungsweise zum Framingprozess in der Berichterstattung

2.1. Was ist Framing?

2.2. Framing durch die Medien und die Politik

2.3. Die Tragik im Journalismus

Die Nachrufkultur der Medien

2.4. Prominente Todesfälle medial inszeniert:

Die Beispiele Lady Di und Thomas Klestil

Der Diana-Mythos

3. Jörg Haider – Politiker und Medienstar

4. Die Analyse der Berichterstattung

4.1. Prägung

4.1.1. Herkunft

4.1.2. Elternhaus

4.2. Der Ausnahme-Politiker und sein politischer Stil

4.3. Volksnah, heimatverbunden, bodenständig

4.4. Das Ausländer-Thema

4.5. Nationalsozialismus

4.6. Zwiespältigkeit und Schauspielerei

4.7. Der „alte“ und „neue“ Haider

4.8. Jörg Haider privat

4.8.1. Der Familienmensch

4.8.2. Sexualität

4.8.3. Der Mythos

4.9. Tod

5. Verbindung von Empirie und Theorie

5.1. Sprachliche Analyse

5.1.1. Wortwahl

5.1.2. Rhetorische und stilistische Mittel

5.2. Frames in der Berichterstattung

5.2.1. News

5.2.2. Profil

5.3. Mögliche Framing-Effekte

6. Konklusion

6.1. Resümee

6.2. Beantwortung der Forschungsfrage

6.3. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, mit welchen spezifischen Framing-Prozessen die österreichischen Nachrichtenmagazine „Profil“ und „News“ den Tod von Jörg Haider thematisiert haben. Ziel ist es, die mediale Konstruktion der Person Haider zu analysieren und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Berichterstattung der beiden Magazine aufzuzeigen.

  • Analyse von Framing-Strategien in der politischen Berichterstattung
  • Untersuchung der Charakterisierung Jörg Haiders durch Sprache und Metaphern
  • Vergleich der redaktionellen Schwerpunkte zwischen Boulevard („News“) und politischem Magazin („Profil“)
  • Rolle von Prominenz, Emotionen und ethischen Standards bei Todesfällen von Politikern

Auszug aus dem Buch

Die Nachrufkultur der Medien

Die Kultur der Berichterstattung über den Tod einer Persönlichkeit hängt nach Siegfried Weischenberg unter anderem von den ethischen und professionellen Standards, den rechtlichen Grundlagen und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Ein Nachruf hat bestimmte Tabus, die von der Gesellschaft bei Verstößen als wenig geschmackvoll aufgenommen werden (vgl. Brunn 1999, 72). Zu diesen unausgesprochenen Tabus zählen zweifelsohne, wenn ein Medium den Tod einer Person lächerlich macht, ihn zur übertriebenen Sensation stilisiert oder den Todesfall „voyeuristisch ausschlachtet“ (Brunn 1999, 84). Auch gilt es als Tabu, ohne jegliche Form der Anteilnahme über den Verstorbenen zu berichten (vgl. Brunn 1999, 85) oder Unfallfotos, auf denen die sterbende Person abgelichtet ist, zu veröffentlichen (vgl. Brunn 1999, 23).

Der Nachruf gehört zu jenen Formen der journalistischen Arbeit, die primäre und sekundäre Information miteinander vereinen. Der Todeshergang wird kombiniert mit wichtigen Stationen im Leben des Verstorbenen. Häufig kommt hier das Archiv in den Redaktionen zum Einsatz. Gesammelte Daten über das Leben der Person werden dargestellt. Aktive Recherche betreibt der Journalist nur, wenn er Konkretes zum Unfallhergang wissen will oder Stimmen anderer zum Tod einholt (vgl. Brunn 1999, 88).

Todesfälle in den Medien bringen immer Konflikte mit sich. Zum einen ist der Journalist gefordert, ein objektives Bild des Verstorbenen zu zeichnen, darf aber andererseits nicht in eine gewöhnliche Nachrichtensprache verfallen. Dies wäre zu unpersönlich. Eine allzu hohe Würdigung im Text ist ebenfalls mit einer stilistischen Gratwanderung verbunden. Äußerst brisant ist auch die Vorgeschichte des Toten, beispielsweise die Taten eines Politikers während seiner Amtszeit. Schwächen und Verfehlungen werden in der Berichterstattung selten erwähnt. Häufig bleibt der Nachrufschreiber bei den Stärken des Verstorbenen (vgl. Brunn 1999, 201ff.). Die Berichterstattung reicht von Statements und Nekrologen bis hin zu Biographien, Porträts und Berichten nach dem Tod. Zu letzterem zählen Artikel über die Beerdigung, die Trauer in der Öffentlichkeit, die Todesfolgen und den Hergang des Todes (vgl. Brunn 1999, 57). Die journalistischen Darstellungsformen vermischen sich dabei, das heißt, Statements, biografische Daten des Verstorbenen und Berichte werden in einem Artikel kombiniert und vermischt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Thema, die Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung der Berichterstattung über Jörg Haider.

2. Prominenz und Tod: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Framings und die mediale Inszenierung von Prominententoden.

3. Jörg Haider – Politiker und Medienstar: Bietet einen biographischen Überblick über die politische Karriere von Jörg Haider.

4. Die Analyse der Berichterstattung: Empirischer Hauptteil, der die Darstellung Haiders hinsichtlich Prägung, Politik, Charakter und Privatleben untersucht.

5. Verbindung von Empirie und Theorie: Führt die theoretischen Konzepte mit den empirischen Ergebnissen zusammen, um Framing-Effekte zu identifizieren.

6. Konklusion: Fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.

Schlüsselwörter

Jörg Haider, Framing, Medienanalyse, Politische Kommunikation, Berichterstattung, Nachrichtenmagazine, Profil, News, Prominententod, Journalismus, Politische Rhetorik, Nationalsozialismus, Rechtspopulismus, Rollenbilder, Medienereignis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie zwei österreichische Nachrichtenmagazine über den Tod von Jörg Haider berichtet haben und welche Deutungsmuster (Frames) sie dabei verwendeten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die mediale Charakterisierung Jörg Haiders, die Darstellung seiner politischen Vergangenheit (insb. Nationalsozialismus und Ausländerpolitik) sowie seine Inszenierung als „Landesvater“ oder „Popstar“.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die spezifischen Frames zu identifizieren, mit denen die Magazine „Profil“ und „News“ Jörg Haider als Person und Politiker nach seinem plötzlichen Ableben gerahmt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse, um Argumentationsstrukturen, Wortwahl sowie rhetorische und stilistische Mittel in ausgewählten Magazinausgaben zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert, wie Themen wie Herkunft, Elternhaus, politischer Stil, das „Ausländer-Thema“ und Haiders Privatleben (inkl. Gerüchte um seine Sexualität) medial aufbereitet wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Framing, Jörg Haider, politische Kommunikation, Medienereignis, Rechtspopulismus und journalistische Inszenierung.

Warum wird der Vergleich zu Lady Di in der Theorie angeführt?

Der Vergleich dient dazu, die mediale Nachrufkultur und die Inszenierung von prominenten Todesfällen besser einzuordnen, da auch bei Haider ähnliche Muster (wie Massentrauer und Mythosbildung) erkennbar waren.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung in „News“ und „Profil“?

Während „News“ Haider stärker als „Polit-Popstar“ und sehr emotional inszeniert, fokussiert „Profil“ stärker auf die politische Analyse und kritische Beleuchtung seiner Vergangenheit.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Berichterstattung zum Tod Jörg Haiders in den Nachrichtenmagazinen "News" und "Profil"
Untertitel
Eine Frame-Analyse
Hochschule
Universität Salzburg
Note
1,8
Autor
BA Bakk.Komm. Heidi Huber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
54
Katalognummer
V151100
ISBN (eBook)
9783640630264
ISBN (Buch)
9783640630615
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Österreichische Magazine Profil News Jörg Haider Framing Frame-Analyse Journalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
BA Bakk.Komm. Heidi Huber (Autor:in), 2009, Die Berichterstattung zum Tod Jörg Haiders in den Nachrichtenmagazinen "News" und "Profil", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/151100
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  54  Seiten
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