In dieser Einsendeaufgabe soll eine Trainingsplanung für ein Mitglied eines Fitnessstudios erstellt werden. Als Grundlage einer zielgerichteten Krafttrainingsplanung für die Zielperson dient die Diagnose. Im Rahmen dieser wurde ein Eingangsgespräch geführt und allgemeine und biometrische Daten festgehalten sowie motorische Krafttests durchgeführt. Es folgt die Trainingsplanung im Makro- und Mesozyklus.
Die Rückenschmerzen der Testperson werden anhand der Numerischen Rating-Skala (NRS) bewertet. Dabei werden die Schmerzen mit Hilfe einer Zahlenskala von 0 bis 10 bewertet. Die Null steht dabei für Schmerzfreiheit und die zehn für den am schlimmsten vorstellbaren Schmerz. Die Schmerzen der Testperson liegen auf dieser Skala bei Stufe fünf.
Inhaltsverzeichnis
1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.1.1 Blutdruck
1.1.2 NRS-Skala
1.1.3 Body Mass Index (BMI)
1.2 Krafttestung
1.2.1 Auswahl des Testverfahrens
1.2.2 Testablauf
1.2.3 Schlussfolgerungen/Konsequenzen
2 ZIELSETZUNG UND PROGNOSE
3 MAKROZYKLUS
3.1 übergeordnete Trainingsmethode
3.2 Belastungsparameter
3.3 Organisationsform
3.4 Periodisierung
4 MESOZYKLUSPLANUNG
4.1 übergeordnetes Konzept
4.2 Begründen der Übungsauswahl
5 LITERATURRECHERCHE
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der Erstellung eines individuellen Trainingsplans für einen 20-jährigen Trainingsanfänger mit dem Ziel der Gewichtsreduktion, des Muskelaufbaus und der gezielten Linderung bestehender Rückenschmerzen. Dabei wird unter Berücksichtigung gesundheitlicher Rahmenbedingungen wie Bluthochdruck eine wissenschaftlich fundierte Periodisierung entwickelt.
- Anamnese und sportpraktische Diagnose
- Strukturelle Makrozyklusplanung basierend auf der ILB-Methode
- Methodik der Trainingssteuerung und Krafttestung
- Konzept einer zielgerichteten Mesozyklusplanung für Trainingsanfänger
- Evidenzbasierte Literaturrecherche zu Krafttraining bei Rückenschmerzen
Auszug aus dem Buch
1.2.1 Auswahl des Testverfahrens
Es gibt drei verschiedene Krafttestvarianten, die zur Auswahl stehen. Der Maximalkrafttest 1-RM-Test, der Mehrwiederholungskrafttest X-RM-Test (X=Wiederholungsanzahl) und der Krafttest nach dem subjektivem Belastungsempfinden der Testperson.
Bei der Testauswahl ist zu beachten, dass der Patient ein Trainingsanfänger ist. Es liegen zwar weder internistische noch orthopädische Einschränkungen vor. Der Patient besitzt jedoch kaum Erfahrungen im Kraftsport, weshalb sich nicht jeder Test eignet.
Der Maximalkrafttest nach Buskies und Boeckh-Behrens (1999) ist nicht geeignet, weil in diesem Testverfahren die Testperson zu hohen mechanischen und psychischen Belastungen ausgesetzt wäre. Dies könnte zu Verletzungen oder Demotivation führen.
Eine weitere Möglichkeit wäre der Krafttest nach dem subjektivem Belastungsempfinden. Dabei wird die Kraft anhand der Borg-Skala (Borg, 1998, 2004) gemessen. Bei dieser Methode muss die Testperson, auf einer Skala von sechs bis 20, den Schwierigkeitsgrad selbst einschätzen. Aus diesen Werten wird dann die Trainingsintensität abgeleitet. Diese Methode erweist sich allerdings speziell bei Trainingsanfängern als problematisch, weil sie oft noch nicht einschätzen können, wo ihr Maximum liegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 DIAGNOSE: Erfassung der biometrischen Daten des Probanden, Durchführung einer Krafttestung mittels Mehrwiederholungskrafttest sowie Ableitung relevanter Konsequenzen für das Training.
2 ZIELSETZUNG UND PROGNOSE: Definition konkreter Zielwerte für Gewichtsreduktion, BMI-Veränderung, Schmerzreduktion und Blutdrucksenkung innerhalb eines Zeitraums von bis zu drei Monaten.
3 MAKROZYKLUS: Darstellung der langfristigen Trainingsplanung auf Basis der ILB-Methode inklusive der Belastungsparameter, Organisationsformen und der linearen Periodisierung.
4 MESOZYKLUSPLANUNG: Detaillierte Ausarbeitung des dritten Mesozyklus mit Fokus auf maschinengestütztem Training und Begründung der spezifischen Übungsauswahl für den Probanden.
5 LITERATURRECHERCHE: Vergleich zweier Primärstudien zur Wirksamkeit von Krafttraining und elektromyostimulatorischem Training bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen (LWS-Syndrom).
Schlüsselwörter
Trainingslehre, Fitnessökonomie, Krafttraining, ILB-Methode, Trainingsanfänger, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Makrozyklus, Mesozyklus, Muskelaufbau, Gewichtsreduktion, Mehrwiederholungskrafttest, Trainingssteuerung, Präventives Rückentraining, Gesundheitssport.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es geht um die ganzheitliche Konzeption eines Trainingsplans für einen 20-jährigen Anfänger unter Berücksichtigung spezifischer gesundheitlicher Einschränkungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die sportmedizinische Diagnose, die methodische Trainingsplanung im Makro- und Mesozyklus sowie die wissenschaftliche Evidenz von Krafttraining bei Rückenschmerzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch einen strukturierten, ILB-basierten Trainingsplan die körperliche Fitness der Testperson zu verbessern und gleichzeitig Gesundheitsrisiken, insbesondere Rückenschmerzen und arterielle Hypertonie, zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit orientiert sich an der Individuellen-Leistungsbild-Methode (ILB-Methode) und nutzt zur Steuerung den Mehrwiederholungskrafttest (X-RM-Test).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Ist-Analyse, die Zieldefinition, die langfristige Makrozyklusplanung sowie die detaillierte Planung eines Mesozyklus inklusive Übungsbegründungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Trainingssteuerung, ILB-Methode, Kraftausdauer, Muskelaufbau, arterielle Hypertonie und Rückentraining aus.
Warum wird kein Maximalkrafttest (1-RM) durchgeführt?
Die Testperson ist ein Anfänger ohne Erfahrung, weshalb ein 1-RM-Test eine zu hohe psychische und mechanische Belastung darstellen würde, die das Verletzungsrisiko erhöht.
Welche Rolle spielt die arterielle Hypertonie bei der Übungswahl?
Aufgrund des Bluthochdrucks (Hypertonus Stufe 1) liegt der Fokus auf Übungen im Sitzen, um das Herz-Kreislauf-System zu entlasten und zu vermeiden, dass der Kopf unter Herzniveau gerät.
Wie werden die Trainingserfolge gemessen?
Die Messung erfolgt über prozentuale Steigerungen der Trainingsintensität, regelmäßige Re-Tests nach jedem Mesozyklus sowie die Überprüfung der definierten Zielwerte nach drei Monaten.
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- Jack Smith (Author), 2020, Trainingsplanung für eine 20-jährige männliche Person, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1509723