Prozessinnovationen gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen maßgeblich steigern können. Diese Arbeit untersucht die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Phasen der Prozessinnovation und entwickelt ein neues Bewertungssystem, das den gezielten Einsatz von KI in diesem Kontext bewertet. Basierend auf dem sieben-phasigen Vorgehensmodell der Prozessinnovation nach Schallmo und Brecht (2017) wird analysiert, in welcher Phase der Einsatz von KI besonders sinnvoll ist, um Prozesse effizienter zu gestalten und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Die Arbeit schließt eine Lücke in der bisherigen Forschung, indem sie die Potenziale und Herausforderungen von KI nicht nur allgemein beleuchtet, sondern spezifisch auf die verschiedenen Phasen der Prozessinnovation anwendet. Ziel ist es, Unternehmen praxisnahe Ansätze zur Prozessverbesserung durch den gezielten Einsatz von KI zu bieten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Prozessinnovation
2.1.1 Begriff Prozessinnovation
2.1.2 Phasen der Prozessinnovation
2.2 Künstliche Intelligenz
2.2.1 Begriff Künstliche Intelligenz
2.2.2 Die Rolle der KI bei der Prozessinnovation
3 Untersuchungsmethode
4 Ergebnisse
5 Wertung der Ergebnisse
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ergebnisse der Arbeit
6.3 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, in welcher Phase der Prozessinnovation der Einsatz von Künstlicher Intelligenz am sinnvollsten ist, und entwickelt hierfür ein neues Bewertungssystem auf Basis einer Nutzwertanalyse.
- Grundlagen der Prozessinnovation nach einem etablierten Vorgehensmodell
- Grundlagen zur Künstlichen Intelligenz und deren Einsatzpotenziale
- Konzeption eines multikriteriellen Bewertungssystems
- Systematische Bewertung der sieben Phasen der Prozessinnovation
- Diskussion der Eignung von KI in Abhängigkeit der jeweiligen Phasenanforderungen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Begriff Prozessinnovation
Der Begriff Prozess wird in der Literatur vielfältig definiert. Gadatsch (2020) und Schallmo/Brecht (2017) listen verschiedene Definitionen auf. Hilmer (2016) systematisiert den Begriff in einer Literaturanalyse mit über 100 Quellen und identifiziert 75 Merkmale. Eine grundlegende Definition, die für diese Arbeit gilt, ist die Definition nach Brecht (2002): „Ein Prozess ist ein Subsystem der Ablauforganisation, dessen Elemente Aufgaben, Aufgabenträger und Sachmittel und dessen Beziehungen die Ablaufbeziehungen zwischen diesen Elementen sind.“ Folgende wichtige Merkmale ergänzen diese Definition:
- Prozesse unterstützen unternehmensbezogene Ziele, ausgerichtet an Strategie und Organisation des Unternehmens.
- Prozesse finden regelmäßig statt.
- Prozesse sind häufig arbeitsteilig (mehrere Personen, Bereiche, Unternehmen beteiligt.
- Prozesse sind i. d. R. unterstützt durch Software- und Hardwaresysteme (z. B. Telefon, Maschinen, Anlagen.
- Verarbeitete Informationen (Input) führen zu einem gewünschten Ergebnis (Output).
Es gibt verschiedene Arten von Prozessen, die weiter untergliedert werden können: Leistungsprozesse (Geschäftsprozesse zur Erstellung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen), Unterstützungsprozesse (stellen Ressourcen und Infrastruktur für Leistungsprozesse bereit), Führungsprozesse (zuständig für übergreifende Planung, Steuerung, Kontrolle).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert die Problemstellung sowie das Forschungsziel und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente zur Prozessinnovation und zu Künstlicher Intelligenz gelegt, um das nötige Verständnis für die spätere Bewertung zu schaffen.
3 Untersuchungsmethode: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Konstruktion der Nutzwertanalyse als Bewertungssystem.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Bewertung der KI-Integration in das Prozessinnovationsmodell werden hier präsentiert und visualisiert.
5 Wertung der Ergebnisse: Dieses Kapitel diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse kritisch, hinterfragt die Methodik und interpretiert die Stärken und Schwächen der KI-Anwendung in den verschiedenen Phasen.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einem Fazit zur Forschungsfrage sowie einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Prozessinnovation, Künstliche Intelligenz, Nutzwertanalyse, Vorgehensmodell, Prozessmanagement, Automatisierungspotenzial, Prozessarchitektur, technologische Machbarkeit, Digitalisierung, Innovationsmanagement, Entscheidungsunterstützung, Strategische Planung, Prozessoptimierung, Unternehmensprozesse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bewertung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) innerhalb der verschiedenen Phasen der Prozessinnovation in Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Strukturierung von Prozessinnovationen, die Funktionsweise und Rolle von KI als Schlüsseltechnologie sowie die Methode der Nutzwertanalyse zur Entscheidungsfindung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, zu beantworten, in welcher Phase des Vorgehensmodells der Prozessinnovation nach Schallmo und Brecht der Einsatz von KI aktuell am sinnvollsten ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin oder der Autor verwendet eine multikriterielle und multidimensionale Nutzwertanalyse, um die verschiedenen Phasen der Prozessinnovation anhand spezifischer Kriterien zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Begriffe geklärt, das Bewertungssystem hergeleitet, die Bewertung selbst durchgeführt und die Ergebnisse anschließend detailliert diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Prozessinnovation, Künstliche Intelligenz, Nutzwertanalyse, Automatisierungspotenzial und Prozessarchitektur.
Warum schneidet Phase 1 in der Bewertung am besten ab?
Phase 1 profitiert von einer hohen Verfügbarkeit gut strukturierter Daten sowie dem Vorhandensein klar definierter Aufgaben, bei denen KI-Systeme ihre Stärke in der effizienten Datenverarbeitung ideal ausspielen können.
Warum wird der Einsatz von KI in Phase 3 kritisch gesehen?
Phase 3 erfordert ein hohes Maß an kreativem und strategischem Denken, dies können aktuelle KI-Systeme nur unzureichend leisten, was den Kosten-Nutzen-Faktor verschlechtert.
Welche Rolle spielt die gewählte Skalierung der Nutzwertanalyse?
Die Skala von 1 bis 3 dient der einfachen, aber effektiven Differenzierung, weist jedoch aufgrund ihrer Kürze Einschränkungen in der Flexibilität auf, feine Nuancen abzubilden.
Was ist das Hauptergebnis bezüglich der KI-Reife in Unternehmen?
Obwohl der Einsatz von KI in allen Phasen Nutzen bringen kann, zeigt die Arbeit, dass die tatsächliche Leistungsfähigkeit maßgeblich von der spezifischen Unternehmensgestaltung abhängt.
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- Ian Biedermann (Author), 2024, Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Prozessinnovationen. Bewertung und Optimierung der Innovationsphasen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1507700