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Methoden der Internalisierung externer Effekte am Beispiel des Klimaproblems

Title: Methoden der Internalisierung externer Effekte am Beispiel des Klimaproblems

Bachelor Thesis , 2009 , 49 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Mark Schopf (Author)

Economy - Environment economics

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Summary Excerpt Details

Ein Klima ohne Wandel ist ein wertvolles Gut. Diese Aussage wird von Studien bestätigt, welche die jährlichen volkswirtschaftlichen Schäden, die durch eine um vier Grad Celsius erhöhte globale Durchschnittstemperatur entstünden, auf ein bis fünf Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes schätzen. So wären beispielsweise hunderte Millionen Menschen einer erhöhten Wasserknappheit ausgesetzt, mehr als vierzig Prozent der Arten würden aussterben und viele Millionen Menschen wären zusätzlich von Küstenüberflutungen betroffen. Trotzdem vollzieht sich zurzeit ein Klimawandel, der nicht nur auf natürliche, sondern auch auf menschliche Einflüsse zurückzuführen ist. Die resultierende Fragestellung lautet:
• Warum lassen wir den Klimawandel zu, obwohl die resultierenden Schäden sehr hoch sein werden?
Diese Fragestellung wird im zweiten Kapitel dieser Arbeit behandelt. Dazu wird zunächst der Begriff der externen Effekte erläutert, um diese im folgenden Abschnitt mit dem Klimaproblem in Verbindung zu bringen. Die Zwischenergebnisse werden anhand von Formeln und Abbildungen an einem Beispiel verdeutlicht. Es wird sich herausstellen, dass der Klimawandel prinzipiell aufgehalten werden kann, was jedoch mit hohen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden wäre. Daraus ergibt sich folgende Frage:
• Wie können wir den Klimawandel aufhalten, ohne die resultierenden Kosten unnötig hoch werden zu lassen?
Dieser Fragestellung widmet sich das dritte Kapitel dieser Arbeit. Dazu werden verschiedene Methoden, wie der Klimawandel aufgehalten werden könnte, insbesondere hinsichtlich ihrer Effizienzeigenschaften untersucht. Dies wird auch mit Hilfe des zuvor eingeführten Beispiels getan. Dabei wird mit den First-Best-Lösungen begonnen, um Schlussfolgerungen bezüglich der besten praktisch umsetzbaren Methode ziehen zu können. Die nächsten Abschnitte beschäftigen sich mit den Second-Best-Lösungen und der Auflagenpolitik. Letztere wird anhand der deutschen Gesetzgebung erläutert, um ihre Relevanz in der Realität zu verdeutlichen. Da das Klimaproblem nicht national eingeschränkt werden kann, ergibt sich folgende Frage:
• Was müssen wir bei der Klimapolitik beachten, wenn die Betrachtung global ausgeweitet wird?
Diese Fragestellung wird im vierten Kapitel dieser Arbeit behandelt. Dazu werden zunächst die Ergebnisse aus dem dritten Kapitel zusammengefasst, um darzulegen, welche Methoden sich als die überlegenen herausgestellt haben...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserläuterungen

2.1 Internalisierung externer Effekte …

2.2 … am Beispiel des Klimaproblems

Exkurs: Das Öffentliche-Gut-Problem

3. Methoden

3.1 First-Best-Lösungen

3.1.1 Pigou-Steuer

3.1.2 Coase-Theorem

Exkurs: Das Informationsproblem

3.2 Second-Best-Lösungen

3.2.1 Standard-Preis-Ansatz

3.2.2 Handelbare Eigentumsrechte

Exkurs: Standard-Preis-Ansatz oder handelbare Eigentumsrechte?

3.3 Auflagenpolitik

Exkurs: Auflagenpolitik im System handelbarer Eigentumsrechte

4. Notwendigkeit einer globalen Umsetzung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse verschiedener Instrumente zur Internalisierung negativer externer Effekte, wobei das globale Klimaproblem als primäres Anwendungsbeispiel dient. Das Ziel ist es, die theoretische Effizienz und praktische Umsetzbarkeit verschiedener politischer Lösungsansätze unter Berücksichtigung von Informationsproblemen und globalen Rahmenbedingungen kritisch zu evaluieren.

  • Grundlagen externer Effekte und das Öffentliche-Gut-Problem im Kontext des Klimawandels.
  • Analyse von First-Best-Lösungen (Pigou-Steuer und Coase-Theorem) und deren praktische Grenzen.
  • Untersuchung von Second-Best-Lösungen (Standard-Preis-Ansatz und handelbare Eigentumsrechte).
  • Kritik an der aktuellen Auflagenpolitik und der Notwendigkeit einer supranationalen Klimapolitik.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Standard-Preis-Ansatz

William J. Baumol (1922) und Wallace E. Oates (1937) sind US-amerikanische Ökonomen. Im Jahr 1971 entwickelten sie den sogenannten Standard-Preis-Ansatz, der zu einer kosteneffizienten Internalisierung externer Effekte führt. Baumol kritisiert Coase und andere Ökonomen seiner Zeit, die seiner Meinung nach die Diskussion bezüglich der Internalisierung externer Effekte mit ihrer Beurteilung der Pigou-Steuer in die falsche Richtung gelenkt haben.

Der erste Schritt des Standard-Preis-Ansatzes besteht in der Bestimmung einer zu erreichenden Höhe der Externalität. Diese solle von dem Entscheidungsträger so gewählt werden, dass eine angemessene Lebensqualität erzielt werden würde. Der zweite Schritt besteht in der Erhebung einer Mengensteuer auf die Externalität. Diese beansprucht nicht, für eine effiziente Internalisierung des negativen externen Effektes zu sorgen, wofür der Verlauf der Grenzschadenkurve bekannt sein müsste; vielmehr soll mit ihrer Hilfe der zuvor definierte Standard kosteneffizient, also mit minimalem Aufwand, erreicht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problematik des Klimawandels als negativer externer Effekt und Definition der zentralen Forschungsfragen hinsichtlich effizienter Gegenmaßnahmen.

2. Begriffserläuterungen: Theoretische Einführung in das Konzept der Externalitäten, die Anwendung auf das Klimaproblem und eine Erläuterung des Öffentliche-Gut-Problems.

3. Methoden: Detaillierte Analyse verschiedener Regulierungsansätze, unterteilt in First-Best-Lösungen, Second-Best-Lösungen und die Untersuchung der ineffizienten Auflagenpolitik.

4. Notwendigkeit einer globalen Umsetzung: Diskussion darüber, warum nationale Alleingänge ineffizient sind und eine internationale Koordination zur Erreichung globaler Kosteneffizienz zwingend erforderlich ist.

5. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur Überlegenheit handelbarer Eigentumsrechte als praktikable Lösung für das Klimaproblem.

Schlüsselwörter

Externe Effekte, Internalisierung, Klimawandel, öffentliche Güter, Pigou-Steuer, Coase-Theorem, Standard-Preis-Ansatz, handelbare Eigentumsrechte, Auflagenpolitik, Kosteneffizienz, Emissionshandel, Treibhausgase, Grenzschaden, Grenznutzen, globale Klimapolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie negative externe Effekte, insbesondere die Treibhausgasemissionen im Kontext des Klimawandels, ökonomisch effizient internalisiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Umweltökonomik, dem Vergleich verschiedener Steuerungsinstrumente und der Herausforderung, eine globale Klimapolitik praktisch umzusetzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den effizientesten Wegen zur Aufhaltung des Klimawandels, ohne die volkswirtschaftlichen Kosten unnötig zu steigern, und evaluiert, welche Methode die beste praktisch umsetzbare Lösung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretisch-analytische Methode angewandt, die durch mathematische Modellierungen (anhand eines Raucherbeispiels) sowie Literatur- und Studienanalysen (IPCC-Daten) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert First-Best-Lösungen, Second-Best-Lösungen wie den Standard-Preis-Ansatz und handelbare Zertifikate sowie eine kritische Betrachtung der bestehenden Auflagenpolitik in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Externalität, Internalisierung, Klimawandel, Kosteneffizienz und handelbare Eigentumsrechte.

Warum ist das "Öffentliche-Gut-Problem" relevant für den Klimawandel?

Da Klimaschutz ein öffentliches Gut darstellt, bei dem niemand ausgeschlossen werden kann, entsteht ein Anreiz zum Trittbrettfahren, was eine Internalisierung der verursachten Schäden erschwert.

Warum ist die Auflagenpolitik laut der Arbeit oft ineffizient?

Sie führt oft zu unterschiedlichen Preisen für die Vermeidung der Externalität an verschiedenen Stellen, anstatt durch ein einheitliches Preissignal die kostengünstigste Reduktion zu erzwingen.

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Details

Title
Methoden der Internalisierung externer Effekte am Beispiel des Klimaproblems
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Wirtschaftspolitik)
Grade
1,7
Author
Mark Schopf (Author)
Publication Year
2009
Pages
49
Catalog Number
V150709
ISBN (eBook)
9783640623198
ISBN (Book)
9783640623341
Language
German
Tags
Externe Effekte Klimaproblem Steuern Zertifikate Erderwärmung Treibhauseffekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mark Schopf (Author), 2009, Methoden der Internalisierung externer Effekte am Beispiel des Klimaproblems, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/150709
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