Ziel dieser Hausarbeit ist es, das Modell der Lebenszykluskurve mit fiktiven Daten auf die Aktion der Polizei NRW “Riegel vor!“ zu übertragen und darzustellen. Aufgrund dessen, dass keine Absatzzahlen der Aktion vorliegen, wird dies auf Grundlage fiktiver Zahlen des Verfassers, stützend auf die registrierten Wohnungseinbrüche aus der polizeilichen Kriminalstatistik und der getroffenen Maßnahmen der Aktion erfolgen. Als Hauptaktion wird dabei die kostenlose Dienstleistung der Beratung zur Eigentumssicherung der Polizei gewertet.
Um zu dem Ziel der Hausarbeit zu gelangen, wird zuerst eine theoretische Annährung an das Modell des Lebenszyklus samt Begriffsbestimmung, dem Verlauf idealtypischen Verlauf des Lebenszyklus und deren unterschiedlichen Phasen, sowie einer Alternative zur klassischen Lebenszykluskurve gegeben. Folgend wird in die Aktion “Riegel vor!“ samt ihren bisherigen Maßnahmen und der Statistik des Deliktsfeldes eingeleitet, welche anschließend auf das Modell der Lebenszykluskurve analysiert werden, woraus sich das Fazit bildet. Die Hausarbeit wird auf Grundlage einer Literatur- und Dokumentenanalyse erfolgen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Annäherung an das Modell der Lebenszykluskurve
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Phasen des Produktlebenszyklus
2.2.1 Entwicklungsphase
2.2.2 Einführungsphase
2.2.3 Wachstumsphase
2.2.4 Reifephase
2.2.5 Sättigungsphase
2.2.6 Degenerationsphase
2.2.7 Entsorgungsphase
2.3 Alternative zum Modell der klassischen Lebenszykluskurve
3 Die Aktion “Riegel vor!“
3.1 Einführung
3.2 Maßnahmen und Erweiterungen
3.3 Statistik des Deliktsfeldes
4 Analyse der Lebenszykluskurve innerhalb der Aktion “Riegel vor!“
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das wirtschaftswissenschaftliche Modell der Lebenszykluskurve auf eine nicht-gewinnorientierte Dienstleistung der Polizei NRW zu übertragen. Es wird untersucht, inwieweit sich die präventive Aktion "Riegel vor!" in die klassischen Phasen des Produktlebenszyklus einordnen lässt, wobei aufgrund fehlender Absatzzahlen mit fiktiven Werten gearbeitet wird.
- Grundlagen des Modells der Lebenszykluskurve
- Struktur und Zielsetzung der Polizei-Aktion "Riegel vor!"
- Analyse polizeilicher Deliktsstatistiken über Wohnungseinbrüche
- Methodische Übertragung ökonomischer Phasen auf die polizeiliche Präventionsarbeit
- Bewertung der zukünftigen strategischen Ausrichtung der Aktion
Auszug aus dem Buch
2.2 Phasen des Produktlebenszyklus
Es werden nach dem Entstehungszyklus eines Produkts fünf Phasen im Produktlebenszyklus unterschieden, welche im Normalfall mit der Einführungsphase beginnt, gefolgt von der Wachstums- und Reifephase. Als weiterführende Phasen folgen die Sättigungs- und Degenerationsphase. Nachdem Lebenszyklus, folgt die außenstehende Nachsorge- bzw. Entsorgungsphase des Produkts (Haufe-Lexware GmbH & Co. KG o.J.). In manchen Lehrbüchern über den Produktlebenszyklus werden nur vier Phasen unterteilt. Dort werden die Reife- und Sättigungsphase zusammengefasst, (Bernecker 2013), wie es die Entwickler des Produktlebenszyklus Raymond Vernon (1966) und Seev Hirsch (1967) damals schon taten. In der folgenden Abbildung 1 werden die unterschiedlichen Phasen des klassischen Produktlebenszyklus-Modell mit fünf Phasen ohne die Entwicklungs- und Entsorgungsphase detailliert veranschaulicht.
Die vorherige Abbildung wird innerhalb der folgenden Unterpunkte je Phase erläutert. Dabei wird der vertikalen y-Achse eine Messgröße z.B. der Absatz oder der Umsatz und der horizontalen x-Achse der Faktor Zeit vom Start bis zum Ende des Produkts unterstellt. Die Abbildung 1 zeigt den idealtypischen Verlauf, wobei die Länge jeder Phase je nach Produkt, aufgrund unterschiedlichem Marktverhalten auch unterschiedlich lang seien und unterschiedlichen Schwankungen unterliegen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Modell der Lebenszykluskurve als Controlling-Instrument und leitet die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit unter Bezugnahme auf die Aktion "Riegel vor!" der Polizei NRW her.
2 Theoretische Annäherung an das Modell der Lebenszykluskurve: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Lebenszyklusmodells, dessen Phasenkonzepte sowie alternative Ansätze wie die BCG-Matrix erläutert.
3 Die Aktion “Riegel vor!“: Das Kapitel stellt die polizeiliche Kampagne vor, beschreibt deren präventive Maßnahmen sowie die statistische Entwicklung der Wohnungseinbruchzahlen als Entscheidungsgrundlage.
4 Analyse der Lebenszykluskurve innerhalb der Aktion “Riegel vor!“: In diesem Hauptteil erfolgt die praktische Anwendung des Modells auf die Aktion, unterteilt in die einzelnen Lebenszyklusphasen anhand realer und fiktiver Daten.
5 Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Aktion sowie die mögliche Überlassung von Teilaufgaben an die freie Wirtschaft.
Schlüsselwörter
Lebenszykluskurve, Produktlebenszyklus, Controlling-Instrument, Polizeiliche Prävention, Riegel vor, Wohnungseinbruch, Strategische Planung, Marktzyklus, Fallzahlen, Beratungsangebot, Öffentliche Sicherheit, Effizienzsteigerung, Deliktsfeld, BCG-Matrix, Gemeinwohlorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit setzt sich mit der Übertragung des betriebswirtschaftlichen Modells der Lebenszykluskurve auf eine nichtkommerziellen Dienstleistung der Polizei Nordrhein-Westfalen auseinander.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit verknüpft Controlling-Methoden aus der Wirtschaft mit den polizeilichen Aufgaben der Kriminalprävention, insbesondere im Bereich der Wohnungseinbruchsdelikte.
Welches Ziel verfolgt der Verfasser?
Das primäre Ziel ist es, das Modell des Produktlebenszyklus bildhaft und systematisch auf die Aktion „Riegel vor!“ anzuwenden, um deren Entwicklungsschritte zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse sowie der methodischen Anwendung von fiktiven Nutzungsdaten auf der Grundlage polizeilicher Statistiken.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Herleitung die spezifischen Maßnahmen und die statistische Lage der Aktion im Detail analysiert, gefolgt von einer Phasen-Einteilung im Zeitverlauf.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Lebenszykluskurve, Kriminalprävention, Strategische Planung, Riegel vor!, Beratungsangebot und Deliktsfeld.
Wie erklärt der Autor das Fehlen von Absatzzahlen?
Da die Aktion „Riegel vor!“ eine kostenlose staatliche Dienstleistung darstellt, existieren keine klassischen Absatzzahlen; daher verwendet der Verfasser für seine Analyse fiktive, an die PKS angelehnte Nutzungsdaten.
Wie bewertet der Autor die Zukunft von "Riegel vor!"?
Aufgrund der Sättigung und neuer polizeilicher Schwerpunkte werden die weiteren Wachstumsaussichten der Aktion als gering eingeschätzt, mit der Prognose, dass ein Teil der Aufgaben künftig durch die Privatwirtschaft abgedeckt wird.
- Arbeit zitieren
- Simon Brost (Autor:in), 2017, Das Modell der Lebenszykluskurve dargestellt am Beispiel der Aktion "Riegel vor!", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1506970