In der vorliegenden Hausarbeit werden wir uns ausschließlich und intensiv mit dem 18. Jahrhundert auseinandersetzen. Dabei konzentrieren wir uns aber hauptsächlich auf den Bereich der gesellschaftlichen und sozialen Strukturen in Deutschland des 18. Jahrhunderts.
Die Fülle des hierzu vorhandenen Materials hatte eine sehr gezielte Suche zu Folge, damit die Hausarbeit nur die wesentlichen Informationen zu unserem Thema beinhaltet und nicht zu sehr in Einzelheiten ausschweift.
Anhand dieser vorliegenden Analyse wollen wir versuchen den Aufbau und das Funktionieren der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts für den Leser verständlich zu machen. Auf diese Weise erhält er nämlich eine sehr gute Basis, um auch das literarische Schaffen dieser Zeit zu verstehen. Dies gilt natürlich allgemein für jede Epoche. Ohne einen Einblick in die geschichtlichen Daten und Fakten der Zeit, lassen sich viele Werke nur schwer interpretieren.
Bei unserem weiteren Vorgehen für die Ausarbeitung unserer Ergebnisse werden wir zunächst einmal in einem ersten Kapitel den Aufbau der Ständegesellschaft im 18. Jahrhundert darstellen. Anschließend beziehen wir uns in dem zweiten großen Kapitel auf einflussreiche Ereignisse, die zur Formung der Gesellschaft der Zeit beigetragen haben. Die tatsächlichen Veränderungen in den gesellschaftlichen Strukturen als Folge dieser geschichtlichen Ereignisse werden aber in einem dritten Kapitel ausführlich erläutert. Daraufhin kommen wir dann im vierten Kapitel auf die kulturellen Veränderungen bzw. Veränderungen der Öffentlichkeit im 18. Jahrhundert zu sprechen. Schließlich werden dann im letzten Kapitel dieser Hausarbeit alle unsere Ergebnisse in Form eines Fazits abgerundet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Thema der Hausarbeit
2 Schichten der deutschen Gesellschaft in 18 Jahrhundert
2.1 Deutschland in 18 Jh.
2.2 Der weltliche und geistliche Adel
2.3 Die Bürger
2.4 Die Bauern
2.5 Die Arbeiter und die Handwerker. Die Standeslosen.
3 Einflußreiche Ereignisse, die zur Formung der Gesellschaft beigetragen haben
3.1 Regierungsform im 18. Jahrhundert: Absolutismus
3.2 Ereignisse der zweiten Hälfte des Jahrhunderts: die zwei Revolutionen
4 Veränderungen in den gesellschaftlichen Strukturen als Folge der geschichtlichen Ereignisse
4.1 Erste Hälfte des 18. Jahrhunderts
4.2 Zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts
5 Kulturelle Veränderungen bzw. Veränderungen der Öffentlichkeit.
5.1 Von der Ablösung der höfischen Dichtung hin zum Beruf des freien Dichters und Schriftstellers
5.2 4Gründung von städtischen kulturellen Institutionen: Theater-Oper
5.3 Lesegesellschaften
5.4 Leihbibliotheken
5.5 Bildung im 18.Jahrhundert. Schulen und Universitäten.
6 Abschließendes Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die gesellschaftlichen und sozialen Strukturen im Deutschland des 18. Jahrhunderts, um das Fundament für das Verständnis des zeitgenössischen literarischen Schaffens zu legen und die Transformation der Ständegesellschaft sowie den Wandel der Öffentlichkeit aufzuzeigen.
- Aufbau und Funktion der deutschen Ständegesellschaft
- Einflussreiche politische Regierungsformen wie der Absolutismus
- Soziokulturelle Auswirkungen der Französischen und Industriellen Revolution
- Wandel des Literatur- und Bildungswesens durch neue Institutionen wie Theater, Oper und Lesegesellschaften
Auszug aus dem Buch
Die Bürger
Das Bürgertum als soziale Schicht entstand Ende des Mittelalters zusammen mit der Entwicklung des Handels und des städtischen Lebens.
Im Laufe der Zeit wurde das Bürgertum immer stärker und zahlreicher. Es erkämpfte seine bürgerlichen Freiheiten in Abgrenzung zu den Adligen und den Bauern.
Das 18. Jahrhundert war besonders wichtig für die Entwicklung des deutschen Bürgertums und der ganzen Gesellschaft als Folge. In dieser Zeit wuchsen die Aufgabenbereiche der Verwaltung und die Bedürfnisse an qualifizierten Staatsbeamten, die sich mit Recht, Wirtschaft, Handel und Finanzen beschäftigen könnten. Dabei war die Abstammung nicht mehr wichtig, sondern vor allem Kenntnisse und Fähigkeiten. So entstand in ganz Deutschland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine gebildete adlig-bürgerliche Schicht aus Vertreter der freien Berufen: Ärzten, Beamten, Lehrern, Pfarren, Juristen, Professoren. Verschiedene Kategorien des deutschen Bürgertums formen sich: die Großbürger und die Kleinbürger (Unterschied nach finanzieller Lage); das Bildungsbürgertum (die Intellektuellen), die Industriellen. Das Bürgertum übernahm die wichtigsten staatlichen und gesellschaftlichen Aufgaben und Stellungen und erwies sich konkurrenzfähiger in Vergleich zu dem Adel.
Ein weiteres Schritt in der Entwicklung des Bürgertums war die Idee der bürgerlichen Gesellschaft, die sich im Laufe der Epoche der Aufklärung entwickelte und die Vorstellungen von Demokratie, Menschenrechten, Rechtstaat und Liberalismus vereinigte. Das Bürgertum spielte eine weltgeschichtlich einzigartige Rolle bei dem Wandel von Feudalismus und Absolutismus zum Wirtschaft und Gesellschaft. In der Zeit der Frühkapitalismus formte das Bürgertum die „bürgerliche Weltanschauung“, die eng mit den bürgerlichen Tugenden wie Leistung, Fleiß und Sparsamkeit verbunden ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Konzentration auf die sozialen Strukturen des 18. Jahrhunderts als notwendige Basis für die literaturwissenschaftliche Interpretation.
2 Schichten der deutschen Gesellschaft in 18 Jahrhundert: Dieses Kapitel beschreibt die hierarchische Gliederung der Bevölkerung in Adel, Bürgertum, Bauernschaft sowie die aufkommende Arbeiterklasse.
3 Einflußreiche Ereignisse, die zur Formung der Gesellschaft beigetragen haben: Hier wird der Einfluss von Absolutismus und den revolutionären Ereignissen auf die Gesellschaftsstruktur analysiert.
4 Veränderungen in den gesellschaftlichen Strukturen als Folge der geschichtlichen Ereignisse: Dieses Kapitel beleuchtet den schleichenden Zerfall der ständischen Ordnung und die Entstehung des Bürgertums.
5 Kulturelle Veränderungen bzw. Veränderungen der Öffentlichkeit.: Es wird der Wandel von der höfischen zur bürgerlichen Kultur sowie die Bedeutung neuer Institutionen wie Theater, Lesegesellschaften und Bildungseinrichtungen dargelegt.
6 Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das 18. Jahrhundert durch den Bruch mit traditionellen Schranken und den Beginn der Moderne geprägt ist.
Schlüsselwörter
18. Jahrhundert, Ständegesellschaft, Adel, Bürgertum, Leibeigenschaft, Absolutismus, Aufklärung, Französische Revolution, Industrielle Revolution, Bildungswesen, Lesegesellschaften, Theater, Oper, Emanzipation, soziale Struktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich intensiv mit den gesellschaftlichen und sozialen Strukturen im Deutschland des 18. Jahrhunderts und untersucht, wie diese den Rahmen für die Literatur und das öffentliche Leben der Epoche bildeten.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die Ständegesellschaft, der Einfluss politischer Systeme wie der Absolutismus, die Auswirkungen historischer Revolutionen sowie der kulturelle Strukturwandel durch neue Bildungsinstitutionen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, dem Leser den Aufbau der Gesellschaft jener Zeit verständlich zu machen, um darauf aufbauend das literarische Schaffen des 18. Jahrhunderts historisch korrekt einordnen und interpretieren zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Autorin verwendet eine analytische Vorgehensweise, bei der historische Daten, Fakten und soziologische Konzepte genutzt werden, um die Entwicklung der Ständepyramide hin zur bürgerlichen Gesellschaft nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der sozialen Schichtung, der politischen Rahmenbedingungen, der Auswirkungen gesellschaftlicher Umbrüche und der kulturellen Veränderungen, wie der Ablösung der höfischen Dichtung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ständegesellschaft, Absolutismus, Emanzipation des Bürgertums, Aufklärung sowie die Transformation öffentlicher Räume durch Lesegesellschaften und Leihbibliotheken.
Welche Rolle spielte der Absolutismus für die soziale Struktur?
Der Absolutismus festigte einerseits die Macht des Adels, bereitete aber durch die Professionalisierung des Beamtenapparates und das Aufkommen bürgerlicher Bildungsansprüche den Boden für soziale Spannungen.
Warum wird dem Theater eine so große Bedeutung im 18. Jahrhundert beigemessen?
Das Theater diente als wichtigstes Unterhaltungs- und Bildungsmedium für eine Bevölkerung, deren Großteil noch Analphabeten waren, und wurde von Denkern wie Lessing als Mittel zur Überwindung sozialer Kluften propagiert.
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- Olga Lantukhova (Author), 2007, Gesellschaftliche Schichten und Strukturen in Deutschland des XVIII Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/150619